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Ja, aber da ist es vielleicht so, dass man merkt, dass jetzt ein Bild entsteht,
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diese Markov-Planke, das sagt, okay, diese Gute und die Bösebrust,
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die gehören zu einem Objekt.
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Das heißt, ich muss jetzt irgendwie eine andere Strategie fahren.
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Aber diese Free-Energy-Idee, also vorher war das Kind irgendwie sehr,
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also das oszilliert extrem.
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Da ist eine Unvorhersehbarkeit. Man weiß überhaupt nicht, was jetzt los ist.
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Man ist in einer sehr, sehr unsicheren Welt. Ich weiß nicht,
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ob man frustriert, vielleicht sogar bestraft, subjektiv erlebt oder genährt
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wird oder gestreichelt wird.
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Das ist einfach nicht vorhersehbar.
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Und jetzt mit diesen ganzen Objekten gibt es immer noch Ambivalenzen.
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Das Kind ist also jetzt an einem Punkt, wo es auch Ambivalenzen entwickelt.
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Das andere mit der guten und bösen Brust ist quasi eine Spaltung. Die Spaltung ist ...
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Ein Abwehrmechanismus, der sehr archaisch ist,
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oder was man auch manchmal sagt, sehr unreif ist, aber der trotzdem auch was
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Konstruktives hat, weil diese Spaltung in Gut und Bösebrust ist sozusagen die
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erste Ordnung, die das Kind herstellen kann.
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Es sieht also, okay, es gibt so etwas wie Gut und Böse.
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Es ist eine Ordnung da.
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Junge, Mädchen, Alt, Jung. Also diese basalen Trennungen, Papa,
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Mama, das sind immer diese Spaltungen in zwei Extreme.
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Aber genau die, wir haben gerade ein bisschen Fußball gucken können,
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nebenher beim Voressen. Auch da hat man zwei Teams.
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Und wenn man reinguckt im Close-Up, wenn einer gefault wird,
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dann sieht man die Gesichter, wie die verziehen. Und dann merkt man,
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okay, das ist ein Team, das sind einzelne Menschen. Aber wenn man rauszoomt,
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sieht man nur diese beiden Farben, die halt auf dem Bildschirm hin und her laufen.
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Das heißt, die Spaltung von Team A gegen Team B.
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Und das Kind kommt dann in diese Situation rein, zu sagen, ach nee,
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guck mal, da sind 22 Menschen auf dem Platz.
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Und mit jedem kann ich irgendwie anders umgehen oder muss ich auch anders umgehen.
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Und das ist quasi dann diese nächste Phase.
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Und bezogen eben auf dieses Markov Blanket finde ich das ein ganz gutes Beispiel nochmal zu zeigen,
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der Feel Free Energy.
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Ich habe immer gedacht, das heißt verfügbare Energie, um irgendwas zu tun,
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aber das ist nicht gemeint.
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Free Energy Principle bedeutet, hohe Free Energy bedeutet, dass die Vorhersagemöglichkeiten
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des Systems bezüglich der Umwelt,
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sehr, sehr schlecht sind. Also die Prediction ist low.
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Und durch das Lernen, durch die Entwicklung wird das Markov-Blanket iterativ immer besser.
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Das heißt, wir haben also, wenn man jetzt nochmal zurückgeht zu ganz am Anfang,
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wo ich nochmal meinte, wo Friston selber sagte, das Markov-Blanket ist jetzt
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keine Erfindung oder es ist einfach eine mathematische Realität, also dass man,
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Formen entwickeln kann über abhängige und unabhängige oder bedingte und unbedingte
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Zustände und dass man dann irgendwie eine Schnittstelle machen kann und dann
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kann man das mit Formeln füllen und mit Sachen füllen.
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Und man kann darüber iterativ etwas abbilden und hat halt eine relativ hohe
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Exaktheit, Dinge abzubilden über matrisch-matische Formeln.
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Aber das heißt jetzt nicht, dass wir ein Markov-Planket in uns tragen.
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Und was Solms an anderer Stelle auch mal schreibt, ist, dass nicht jedes Markov-Planket,
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umgibt ein lebendes System.
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Aber jedes lebende System hat auch einen Markov-Planket. Und das ist auch nochmal
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so ein interessantes Bindeglied, auch in Bezug auf die letzte Folge von dieser Transition.
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Also das heißt, wir können eben auch beim Virus, habe ich vorhin gesagt,
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man kann Teile des Markov-Blankets da schon irgendwie erkennen.
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Also Dinge, die halt über einen bestimmten Zeitraum stabil sind,
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auch wenn sie sich dann wieder verlieren, die nehmen das an.
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Das heißt, wir haben da eine mathematische, physikalisch-mathematische Formel,
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mit der wir Zustände beschreiben können von leblos bis lebendig.
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Die Komplexität der Formeln, die
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das Ganze dann irgendwie auffüttern und abbilden, wächst halt natürlich.
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Also es ist auch so, ich habe jetzt viel darüber gelesen und auch viel darüber
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gehört und es ist jetzt nicht so, dass irgendwann irgendwer irgendwo mal eine
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Zahl ansetzt und dann kommt hinten fünf raus. Das ist dann irgendwie 42,
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die Antwort auf alle Fragen.
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Sondern es geht eher darum zu sagen, es ist ein Modell.
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Und was an diesem Modell aber interessant ist, ist erstens, dass es diese Entstehung,
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also diesen Gradienten von Tod bis Lebendig irgendwie begleiten kann.
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Das Zweite ist, dass es ja auch de facto innerhalb der gleichen Naturwissenschaft sitzt.
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Also es ist jetzt nicht so das Bewusstsein, was dann auch entstehen kann,
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wenn man Solms und Tristan zusammenkriegt, dass das aus einer anderen Welt kommt,
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sondern das passt da mit rein.
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Die Entstehung der Gefühle ist halt über das Markov-Blanket eine zunehmende
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bessere Möglichkeit, mit der Welt umzugehen.
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Gefühle entstehen in ihrer Komplexität, Markov-Blanket, Abtrennung,
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die Gefühle als innere Zustände erzeugen dann Interaktionen mit der Welt.
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Pinkeln gehen oder essen gehen oder auch auf einer sozialen Ebene Kontakte.
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In der letzten Folge die Gorillas mit dem großen Hirn.
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Wer es nochmal hören möchte?
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Und da passt es eben sehr gut mit Marc Solms Neuropsychoanalyse zusammen.
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Und es ist, glaube ich, gerade deshalb auch so gehypt, weil es irgendwie erst mal,
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Also es hat so etwas Mystisches wegen der Formeln, sage ich mal.
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Die sehen immer ganz einfach aus, aber natürlich sind die unendlich kompliziert
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dahinter. Aber wie willst du dich jetzt als Markov-Blanket, wie soll ich dich in Zahlen abwenden?
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Aber zweitens ist es so eine ganz einfache Idee, die man dann aber als Hypothese
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so schön auf unterschiedlichste Dinge anwenden kann.
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Und jetzt kommt die Trambor, wollen wir da reinspringen?