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Ja, auch Freud hatte das schon am Dirigenten, der ihn mal angefragt hat,
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gesagt hat, das fällt ihm immer schwer zu dirigieren, er hat immer mehr Ängste da vorne.
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Was soll ich tun? Und dann hat Frau Zeske, auf jeden Fall dirigieren Sie.
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Also diese Exposition mit der Situation, die halt eben eine körperliche Reaktion
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hat, Lampenfieber ist erwähnt, was ja auch ein wunderbares Beispiel ist,
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dass das Soziale wirksam ist.
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Da passiert so viel Körperliches.
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Ich möchte so ein bisschen jetzt die Brücke machen hinein, aus dem Sozialen
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wieder heraus eigentlich erstmal hinein in das Intrapsychische, was wir auch hatten.
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Also Freud hat auch schon sehr früh versucht, psychische Energie zu erklären.
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Und daher kommt halt das, was wir als Sexualtrieb, generell als Triebenergie
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oder auch als Libido kennen. Das wollte ich nochmal kurz herleiten.
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Und Freud hat gesagt.
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Und die Sachen sind jetzt bei uns dann in dem Blogpost auf der Webseite,
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da mache ich die Zitate hin und die Quellen.
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Aber der hat, ich glaube es war 1895 angefangen, schon ein System zu entwerfen,
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was sehr stark an dem orientiert ist, was du gerade gesagt hast.
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Kann man das denn irgendwo messen? Wo fließt das denn? Und so weiter.
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Und hat eine Art Teilchenstrom entwickelt für ein Teilchen, das er Kuh genannt
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hat und halt überlegt, wo könnte das denn fließen, ist es vielleicht in den
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Neuronen und wo könnte man das denn messen und wie,
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um zu erklären, dass es da was gibt, was über den Blutzucker hinaus,
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ganz banal gesagt,
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diese psychische Energie ist, sich für irgendwas zu interessieren oder von irgendwas,
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also das jenseits der Instinkte, das was Freud an Triebe genannt hat, Wie gehen wir damit um?
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Da gehen wir eben nicht auf einer rein mechanischen Ebene um,
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aber er hat trotzdem dieses mechanistische Modell genommen, Triebabfuhr.
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Also wenn zu viel Trieb da ist, dann muss man quasi durch ein Ventiltrieb Abfuhr machen.
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Das sind dann so Impulskontrollstörungen oder Übersprunghandlungen oder über Abwehrmechanismen.
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Geht dann diese ganze sexuelle Energie, die ich nicht auslebe oder der ich mich
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nicht stelle, geht dann dahin, dass ich, keine Ahnung, Romane schreibe oder Filme mache oder.
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Marathon laufe, um dem zu entkommen. Also bei ihm war es sehr stark schon ein Bild, was,
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noch auf solchen Kesseldruckideen aufbaute. Und das hat sich aber über die Zeit verändert.
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In der ganz frühen Idee von Freud gab es halt den Sexualtrieb.
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Es ging eigentlich immer um Sexualität. Libido war immer sexuell konnotiert.
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Das hat sich später auch verändert.
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Und da hat er zum Beispiel für Zwangsstörungen oder Angststörungen,
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aber Zwangsstörungen finde ich noch besser zu sehen,
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Freud hatte ein Konfliktmodell, das heißt es gibt einen inneren Konflikt,
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der aufgedeckt, erkannt und gelöst werden kann oder müsste, um die Symptome zu beseitigen.
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Und eine Zwangsstörung ist die Art, dass dieser Konflikt in Anführungszeichen,
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Episodentitel, eigentliche Konflikt ist.
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Der bleibt verdeckt und man muss sich mit dem nicht auseinandersetzen,
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weil man obendrauf einen anderen Konflikt, nämlich den Zwang, generiert,
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der einem erlaubt, sich nicht mit in der Uridee seinen sexuellen Themen auseinandersetzen
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zu müssen, sondern diesen Zwang davor setzt.
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Und ein Beispiel, was er da auch aufführt, ist eine junge Frau,
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die zwanghaft ein Ritual hat, wenn sie ins Bett geht.
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Und das Ritual ist, das Kissen darf das Brett oben nicht berühren.
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Die Vasen müssen alle in der Mitte auf dem Tisch stehen, dass sie nicht runterfallen.
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Die Uhren müssen alle aus dem Zimmer geschoben werden. Und in der Analyse mit
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dieser Patientin, die war, glaube ich, 18, 19 oder 17, ich weiß nicht mehr, in dem Alter irgendwie,
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da kommt Freud dann eben in der Analyse dahinter, dass es sich vielleicht um
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sexuelle Themen handelt.
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Das ist dann eben auch wieder in der Analyse entstehen dann natürlich auch Momente,
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wo man neue Ideen bekommt.
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Und bei diesem Mädchen war das so, sie hat gesagt, dass das Kissen,
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darf da oben die Holzwand nicht berühren, für sie war als Kind schon immer das
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Kissen die Mama und die Wand der Papa oder sowas in der Art.
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Und wenn die sich berühren, hochgefährlich.
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Und es stellte sich dann auch raus, die Uhren hatten eine bestimmte Symbolik
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und die Vasen werden ja jetzt, glaube ich, sagt sogar Freud in dem Originaltext
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fast schon sowas Zige-Jugend-mäßiges.
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Wir wissen ja alle, dass Vasen der weibliche Körper sind, so in der Art.
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Also so würde man es vielleicht heute nicht mehr sagen.
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Aber da geht es auch darum, diesen Körper zu schützen. Der darf nicht runterfallen,
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obwohl das ist bei Zwangsstörungen eigentlich immer der Fall oder muss der Fall
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sein. Das ist Teil der Diagnose.
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Patient oder Patientin wissen, dass das ganze Blödsinn ist, aber sie können nicht anders.
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Und das wäre so ein gutes Beispiel, um.
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Diese freudsche Sexualtrieb, wie kommt es zu Symptomen, so ein bisschen zu erklären.
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Und was aber wichtig ist, dass die Psychoanalyse auch von Freud weiterentwickelt wurde.
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Und wenn man jetzt sich irgendwas rausnimmt, dann ist man irgendwo immer auf
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diesen mehreren Jahrzehnten von Entwicklungszeit.
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Und diese Uridee von Triebabfuhr, Sexualtrieben,
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die wurde dann vor allen Dingen auch mit einer Entwicklung hinein in die Ich-Psychologie
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von Hartmann und auch von Freuds Tochter Anna Freud, die aber weniger jetzt
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an solchen topischen Modellen gearbeitet hat,
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aber Hartmann sehr explizit, der
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parallel zu der Säuglingsforschung der damaligen Zeit in Frage stellte,
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dass alles wirklich aus Konflikten zwischen dem Es und den Triebhaften und der Umwelt entstehen muss.
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Gibt es nicht auch konfliktfreie Zonen?
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Und die Säuglingsforschung gab ihm recht. Entstehen Dinge in der Entwicklung?