"Some places are too evil to be allowed to exist. Some cities are too wicked to be suffered. Calcutta is such a place." Dan Simmons in Song of Kali (1985)

Heute wandern wir durch das düstere Charlottenburg, entlang der Küste des Lietzensees und auf den literarischen Spuren des US-amerikanischen Genre-Wandlers Dan Simmons. Zwei sonderliche Horror-Stories bilden den Kern unseres laufenden Redens: "Song of Kali" (1985) und "Drood" (2009). Simmons' erstes Buch "Song of Kali" folgt dem amerikanischen Schriftsteller Robert Luczak, der mit Frau und Kleinkind nach Indien reist, um das Manuskript eines mysteriösen Dichters zu finden. Was in der schnucklig-schmuddeligen Redaktion eines nordamerikanischen Literaturmagazins der 1970er noch wie ein inspirierendes Abenteuer klingt, verfärbt sich in Kolkata schlagartig ins düstere, abtraumhafte und transzendente eines totgeglaubten Kults, der mit Hilfe der Göttin Kali den totgewussten, legendären Dichter M. Das wieder unter die Lebenden zu bringen glaubte. Mit seinem subtilem, low-fi Horror-Debut kassierte Dan Simmons 1986 den World Fantasy Award ein. Dann tauchen wir in die schattenhafte Welt von "Drood" ein, der uns in die dunklen Tiefen des viktorianischen Londons entführt. Die Geschichte dreht sich um Charles Dickens und seine mysteriöse Begegnung mit der rätselhaften Figur namens Drood, dem er nach einem schrecklichen Eisenbahnunglück 1985 begegnet. Während Dickens sich in die unheimlichen Bereiche des Okkulten und einer Geschichte wie von Opium verursachten Halluzinationen vertieft, wird er in ein Netz übernatürlicher Schrecken verstrickt, die jede Erklärung trotzen. Erzähler der Geschichte ist Dickens' Kollege und Freund Wilkie Collins, dessen Bewunderung und Hass gegenüber Dickens ihn ebenso unglaubwürdig erscheinen lassen wie seine Abhängigkeit vom Opiat-Mix "Laudanum". Doch in diesem faktischen Fiction-Horror ist unwichtig, was wahr ist und was Illusion. Dies ist die erste Folge einer kleinen Serie über den vielseitigen US-amerikanischen Schriftsteller Dan Simmons, der 1948 in Peoria, Illinois geboren wurde und der zahlreiche Romane und Kurzgeschichten verfasste, die sich in und zwischen den Genres Science-Fiction, Horror und Fantasy bewegen.

Shownotes

Mitwirkende

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Micz Flor
Erzähler
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Florian Clauß

Transcript

Florian Clauß
0:00:00–0:00:00
Ich muss.
Micz Flor
0:00:00–0:00:05
Laufen, weil ich brauche doch ein bisschen vorneweg für den Konfekt.
0:00:05–0:00:11
Nee, vorneweg für das Zip, Zip, Zip, Zip, also für unsere Musik.
Florian Clauß
0:00:12–0:00:13
Das ist keine Musik.
Micz Flor
0:00:14–0:00:15
Was ist denn das? Wie willst du das nennen?
Florian Clauß
0:00:16–0:00:19
Rhythm. Das ist Rhythm. Also.
Micz Flor
0:00:19–0:00:21
Wacken und Klatschen.
Florian Clauß
0:00:26–0:00:27
Stellst.
Micz Flor
0:00:27–0:00:31
Du mich vor oder soll ich einfach anfangen du bist so.
Florian Clauß
0:00:33–0:00:39
Hallo und herzlich willkommen bei eigentlich podcast der kopf,
0:00:39–0:00:44
der gott papst der
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podcast bei dem wir im laufen reden und
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laufend reden heute mit mit folgen das
0:00:52–0:00:57
sind wir schon 43 43 43 und
0:00:57–0:01:01
ja unsere route führt uns hier an der
0:01:01–0:01:08
bahn ist das eine bahn ja das sind die bahnschienen hinter charlottenburg richtung
0:01:08–0:01:14
lietzensee entlang wir haben vor zwei wochen hier ausgesetzt sind wieder eingestiegen
0:01:14–0:01:19
weil wir unbedingt lietzensee umrunden wollten und Mitch,
0:01:20–0:01:25
ich bin gespannt, was du mir erzählen möchtest.
0:01:25–0:01:27
Ich weiß nicht, worüber du sprichst.
0:01:28–0:01:33
Du hast mir nichts gesagt und ich habe schon gesagt, wenn du mir nichts sagst,
0:01:33–0:01:34
dann geht es über Stromgitarren.
Micz Flor
0:01:36–0:01:41
Also die Versuche wären da, weil ich habe ja auch vor gar nicht allzu langer
0:01:41–0:01:45
Zeit so einen kleinen Workshop machen dürfen im Berliner Kendall,
0:01:45–0:01:52
wo wo ich aus alten Stratocaster-Kopien, Secondhand-Billig-Gitarren,
0:01:52–0:01:53
die aber alle gute Qualität haben,
0:01:54–0:01:59
im Kunstraum dann Unikate schnitzen durfte.
Florian Clauß
0:01:59–0:02:05
Und wer nicht weiß, was eine Stratocaster ist, der kann unsere vergangene Folge
0:02:05–0:02:08
hören, in dem du ganz genau erklärst...
Micz Flor
0:02:08–0:02:10
Du meinst die Stromgitarre-Folge?
Florian Clauß
0:02:10–0:02:11
Nein, die zweite. Die.
Micz Flor
0:02:11–0:02:12
Zweite.
Florian Clauß
0:02:12–0:02:14
Oder die dritte, ich weiß es nicht.
Micz Flor
0:02:14–0:02:20
Wo du beim Laufen eingeschlafen bist. Schlafend laufen und zuhören beim Reden.
Florian Clauß
0:02:21–0:02:25
Also wie die Vögel beim Fliegen können ja auch einige Hörner heftig ausschalten.
Micz Flor
0:02:27–0:02:29
Ja, okay, aber darum geht es heute nicht. Es geht nicht ums Fliegen,
0:02:29–0:02:36
aber es ist trotzdem so ein bisschen, ich habe gerade so ein bisschen das Gefühl, Vater am Limit.
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Ich bin gerade so ein bisschen erschöpft und mit allem so etwas hinterher und
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habe dann gedacht, was mache ich denn jetzt, was mir so richtig,
0:02:45–0:02:46
Und dann vielleicht auch gedacht
0:02:46–0:02:52
so, okay, auch der Spirit von dem Podcast wieder zurück zu den Wurzeln.
0:02:52–0:02:56
Wir gehen einfach durch die Berge und wir sind voller Wissenslücken und voller
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Begeisterung und möchten aus beidem zusammen irgendwie die andere Person mitreißen
0:03:00–0:03:01
und irgendwas erschaffen,
0:03:02–0:03:04
irgendwie die Person dazu zu
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bewegen, einen Film zu gucken oder in meinem Fall jetzt ein Buch zu lesen.
0:03:08–0:03:12
Und zwar habe ich dann gedacht, dann werde ich endlich mal eine kleine Serie
0:03:12–0:03:14
anfangen. Wieso endlich?
Florian Clauß
0:03:15–0:03:16
Du hast doch schon so viele Seen.
Micz Flor
0:03:16–0:03:21
Nee, aber ich habe über diesen Autoren. Ach so. Der Autor heißt Dan Simmons.
Florian Clauß
0:03:22–0:03:23
Ach, Dan.
Micz Flor
0:03:25–0:03:26
Lass du, warum lass du?
Florian Clauß
0:03:26–0:03:27
Ja, nee, gut.
Micz Flor
0:03:28–0:03:29
Nee, sag es doch einfach.
Florian Clauß
0:03:29–0:03:31
Nein, nein, aber hatten wir den nicht schon mal irgendwie erwähnt?
Micz Flor
0:03:32–0:03:35
Wir hatten den auf alle Fälle erwähnt. Ich weiß aber nicht mehr, in welcher Folge.
0:03:35–0:03:40
Da ging es um die beiden Moravexer, glaube ich. Das ist eine Form von anderen
0:03:40–0:03:45
Iden-Robotern, Künstliche Intelligenz, die Office of IO und so,
0:03:45–0:03:49
die hatten wir, aber ich weiß nicht mehr, weißt du noch in welcher Episode das war?
Florian Clauß
0:03:49–0:03:51
Ja, wir hatten den, ja genau, aber ich muss jetzt auch sagen,
0:03:52–0:03:57
mich motivieren ein Buch zu lesen, da hast du mir von Bernd Simm Illium,
0:03:59–0:04:00
Illium.
Micz Flor
0:04:00–0:04:01
Ich weiß nicht wie es im Deutschen heißt.
Florian Clauß
0:04:02–0:04:09
Illium geschenkt und das musst du lesen das musst du und ich so ja,
0:04:09–0:04:12
das mache ich vielleicht auch. Hast.
Micz Flor
0:04:12–0:04:13
Du es auch im Urlaub mitgenommen?
Florian Clauß
0:04:13–0:04:15
Ich habe es im Urlaub mitgenommen, ich habe es auch angefangen zu lesen,
0:04:15–0:04:18
aber mich hat es nicht wirklich so gepackt.
0:04:18–0:04:25
Also wir hatten das in der Episode, wir haben auch dann über diese beiden Roboter,
0:04:25–0:04:28
nee, was sind das? Das sind so die.
Micz Flor
0:04:28–0:04:33
Heißen Moravex und das sind, würden wir sagen, beseelte Maschinen.
0:04:33–0:04:36
Also keiner weiß mehr, die stellen sich gegenseitig selber her inzwischen.
0:04:37–0:04:40
Also die die die Ursprünge so ein bisschen verschollen.
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Wir würden sagen, es sind Androiden, aber eben nicht welche in unbedingt menschlicher
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Form, wie sie oft so dargestellt,
0:04:50–0:04:54
sondern die immer in einer sehr funktionalen Form für das, wozu sie gebraucht werden.
0:04:55–0:05:00
Einer ist zum Beispiel, der steuert so ein Raumschiff und der ist einfach so
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gebaut, dass er einfach super in dieses Raumschiff passt, egal wo vorne hin.
0:05:04–0:05:06
Aber weißt du noch, wo wir darüber gesprochen.
Florian Clauß
0:05:06–0:05:08
Haben? Ja, ich versuche gerade auch die ganze Zeit. Wir hatten auch ein bisschen
0:05:08–0:05:10
mehr darüber gesprochen.
Micz Flor
0:05:10–0:05:10
Ja.
Florian Clauß
0:05:10–0:05:12
Aber ich kriege es auch jetzt gerade
0:05:12–0:05:16
nicht mehr zusammen. Wir hatten auch erwähnt, dass der eine von denen,
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die haben ja beide so ein Faible für Literatur,
0:05:20–0:05:27
Der eine über Shakespeare und während er vor einer Riesenkrake in irgendeinem,
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ich weiß nicht, was für ein Mond, der aus Wasser besteht,
0:05:31–0:05:35
flieht, macht er noch so eine Analyse von so einem Shakespeare-Stück.
0:05:37–0:05:40
Und macht dann eher so nebenbei dann halt die ganzen, irgendwie so,
0:05:40–0:05:44
jetzt muss ich das machen, damit ich irgendwie in drei Kilometern die Beschleunigung
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habe, damit der, wenn der mit seinen Tentakel ausholt, mich nicht in fünf Kilometern einholt.
0:05:49–0:05:53
Dann hat er diese ganzen Brechen im Hinterkopf laufen, macht eine Literaturanalyse
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über Shakespeare im Vordergrund.
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So fängt ja der Roman an. Den fand ich schon so ganz gut.
Micz Flor
0:05:59–0:06:02
Nee, das ist nicht der Anfang vom Roman. Da bist du schon ganz schön weit hinten drin.
Florian Clauß
0:06:02–0:06:05
Nee, das ist, also über 100 bin ich nicht gekommen.
Micz Flor
0:06:05–0:06:06
Ja, okay, aber...
Florian Clauß
0:06:06–0:06:12
Und der andere, der ist ja von Die Suche nach der verlorenen Zeit von Proust, ne?
0:06:12–0:06:16
Wo er dann auch, sie sich gegenseitig Proust und Shakespeare betteln.
Micz Flor
0:06:18–0:06:22
Ja, und du kannst ja, also das ist ja spannend, ich bin ja total berührt,
0:06:22–0:06:25
dass da so viel hängen geblieben ist, weil irgendwie war das so ein bisschen
0:06:25–0:06:29
wie, ich wusste gar nicht, dass du, obwohl wir das schon mal besprochen haben,
0:06:29–0:06:30
dass du da so viel mitgenommen hast.
Florian Clauß
0:06:31–0:06:33
Nee, ich fand das schon gut, ich fand das schon gut, aber mich hat es also nicht
0:06:33–0:06:37
so gepackt, aber ich fand es, also es war, es ist auf jeden Fall,
0:06:37–0:06:41
sind tolle, auch wieder tolle Ansätze drin, so von.
Micz Flor
0:06:42–0:06:45
Ja also ich fange einfach an dan simmons es
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ist irgendwie so viel soll ich sagen vielleicht gibt
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es irgendwie so ein lied noch so aus seiner jugend wo du
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denkst ja das ist einfach nicht wirklich ein gutes lied und ich
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bin vielleicht der einzige den so richtig ergreift aber ich finde es total super
0:06:59–0:07:02
aber ich kann es auch total verstehen wenn andere das nicht so gut finden oder
0:07:02–0:07:07
so irgendwie ist es mit den simmons für mich so ich finde den ganz ganz toll
0:07:07–0:07:14
und auch zum beispiel steven king sagt das ist halt der ist ganz ganz toll wenn.
Florian Clauß
0:07:14–0:07:15
Es die im ging.
Micz Flor
0:07:15–0:07:22
Gesagt dann hat er entweder sehr sehr viel geld bekommen oder meint es wirklich ein klappentext.
Florian Clauß
0:07:22–0:07:26
Oder den zimmer die wikipedia seite von steven king geschrieben.
Micz Flor
0:07:26–0:07:29
Aber es ist
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gleichzeitig so und das ist auch so ein bisschen irgendwie kommen
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die dinge nie zum schluss und ich habe gerade auch noch mal gemerkt war denn sie
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ich finde er schreibt unglaublich schön
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der schreibt ich habe richtig lust es zu lesen und werde ich
0:07:43–0:07:46
auf alle fälle in meiner serie auch noch besprechen ich weiß gar nicht heute
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glaube ich nicht da komme ich gar nicht hin so viel zeit möchte ich gar nicht
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drauf bringen aber ich finde den ja ich finde ihn irgendwie so richtig gut liest.
Florian Clauß
0:07:59–0:08:00
Ihn aber auch im Original.
Micz Flor
0:08:01–0:08:03
Ich lese im Original genau und auch die Jahreszahlen und alles.
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Ich habe auch ein bisschen recherchiert. Das ist alles jetzt auf der englischen.
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Ich weiß teilweise die deutschen Titel gar nicht.
0:08:09–0:08:13
Aber ja, ich hatte Dan Simmons das erste Mal in den,
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99 vielleicht in der Hand. Da war das Buch Hyperion.
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Hyperion war dann im Original 1989 erschienen. War dann auch schon wieder zehn Jahre alt.
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Und ich habe damals irgendwie nicht so richtig Bock drauf gehabt,
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weil Science Fiction, Das war irgendwie nicht so 90er-Jahren-Science-Fiction.
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Klar, wir haben irgendwelche Anime-Filme, wir haben Matrix.
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Wir hatten irgendwie schon so... Aber irgendwie war es nicht so...
Florian Clauß
0:08:40–0:08:45
Aber es war doch hier der Science-Fiction-Jeff Noon.
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Das war doch für uns die 90er-Jahre-Entdeckung mit Wirt und Pollen. Ja.
Micz Flor
0:08:53–0:08:56
Das ist lustig. Ich wollte nämlich diese Brücke zu Jeff Noon auch später nochmal
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schlagen, weil wer jetzt kein Dan Simmons lesen will, der oft auch über 800
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Seiten hat, das gibt zwei Short Story Collection.
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Eine heißt Worlds Enough und die andere heißt Time, beide von 2002, mit Kurzgeschichten.
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Und die sind richtig gut und ich komme da drauf, weil du mal vor langer Zeit beim Wandern,
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an meinem E-Reader saßt und Pixeljuice gelesen hast von Jeff Noon,
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die Kurzgeschichten, kannst du dich erinnern?
Florian Clauß
0:09:24–0:09:25
Ja, ja, klar.
Micz Flor
0:09:25–0:09:28
Hast dich entschieden, ich gehe jetzt nicht mehr raus, und hast gelesen.
0:09:28–0:09:30
Hat mich sehr gefreut, hat mein E-Reader bei dir auch.
Florian Clauß
0:09:31–0:09:35
Aber die habe ich ja auch damals quasi nicht als E-Reader. Da gab es noch keine
0:09:35–0:09:37
E-Reader, da habe ich Pixeljuice gelesen.
Micz Flor
0:09:37–0:09:40
Gab es E-Reader nur in Sci-Fi-Büchern.
Florian Clauß
0:09:40–0:09:40
Genau, da gab es nur...
Micz Flor
0:09:40–0:09:41
Da haben die noch vorweg geglaubt.
Florian Clauß
0:09:41–0:09:45
Da gab es diese, das ist doch hier die Fibel, die elektronische Fibel bei Snow Crash.
Micz Flor
0:09:46–0:09:46
Ja. Das.
Florian Clauß
0:09:46–0:09:48
Ist auch schon so ein E-Reader-Format.
Micz Flor
0:09:50–0:09:50
Fiebel.
Florian Clauß
0:09:51–0:09:56
Ich habe die Übersetzung gelesen. Ich lese es nicht um. Es ist Fiebel.
Micz Flor
0:09:58–0:10:02
Aber Hyperion, um diesen Spruch wieder zurückzumachen, möchte ich auf alle Fälle auch vorstellen.
0:10:02–0:10:06
Ich wusste nicht, dass das Auto Dan Simmons heißt und kam dann aber später über
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einen Umweg noch mal da drauf, weil es gab einen unglaublich präsenten amerikanischen Autor,
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der so 60er, 70er Jahre geschrieben hat, Harlan Ellison.
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Und Harlan Ellison ist aber irgendwie auch nicht mehr, den Namen kennst du wahrscheinlich gar.
Florian Clauß
0:10:29–0:10:30
Nicht. Nee, den kenne ich nicht.
Micz Flor
0:10:32–0:10:39
Und es gibt einen Film, so einen Dokumentarfilm mit ihm, auch über ihn,
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der heißt Dreams with Sharp Teeth, also Träume mit scharfen Zähnen.
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Den habe ich auf youtube gesehen der ist auch immer noch auf youtube aber leider
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jetzt irgendwie gesperrt für unsere geografische gegend also wer kein wer kein
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vpn hat kommt kann sich das leider nicht mehr anschauen oder.
Florian Clauß
0:10:56–0:10:58
Oder vielleicht in amerika ist.
Micz Flor
0:10:58–0:11:06
Oder woanders ist das gehört genau und den fand ich ganz großartig und in dieser
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dokumentation über harlan allison der zum beispiel so sagt er das selber,
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Repent Harlequin said the TikTok Man, so heißt das glaube ich,
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so eine Kurzgeschichte.
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Die war wohl eine Zeit lang die am meisten publizierte Kurzgeschichte aller Zeiten.
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Hat er aber selber gesagt, ich weiß gar nicht was da seine Quelle von sich selbst ist.
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Und in dieser Dokumentation wird dann Dan Simmons erwähnt.
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Der kommt aber gar nicht zu Wort, wenn ich mich recht erinnere.
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Weil Harlan Ellison, ich möchte gar nicht so viel über den reden,
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aber eine Sache, die er damals gemacht hat, ist, der hat so zwei Bücher herausgegeben
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mit Kurzgeschichten und die hießen Dangerous Visions.
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Und das zweite hieß More Dangerous Visions. und dann gab es noch eine dritte, glaube ich.
Florian Clauß
0:12:02–0:12:03
The most dangerous visions.
Micz Flor
0:12:03–0:12:06
Ja, und die kamen irgendwie so, ich weiß gar nicht mehr genau,
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so 1970 oder so vielleicht, um den Drehraum raus.
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Und der hatte zwei Dinge gemacht. Und das hat ihn damals wohl nochmal auf diesen
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Podest auch gehoben, in dieser Szene.
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Das eine ist, dass er da zwei Generationen zusammengeführt hat.
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Also es sind dann in den Kurzgeschichten, glaube ich, Isaac Asimov noch mit dabei.
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Ich weiß nicht, ob Arthur C. Clarke dabei ist oder nicht, aber auf jeden Fall
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dann auch junge Autoren, Autorinnen, weiß ich jetzt gar nicht.
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Das war das eine, dass er da so versucht hat, generationsübergreifend dieses
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Genre SF, Science Fiction wird es normalerweise genannt.
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Und er hat es dann aber auch, das war der zweite Knick, hat eben dieses SF auch
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umgeschrieben, umeditiert und hat gesagt, es ist nicht Science Fiction, Speculative Fiction.
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Also er wollte so ein bisschen weg von diesem Science-Begriff,
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weil die alte Generation ja oft eben auch über, weniger über zum Beispiel gesellschaftliche
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Utopien oder solche Science-Fiction wurde ja oft dann auch für.
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Zum Beispiel haben wir erwähnt, The Moon is a Harsh Mistress in meinem letzten
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The Expanse hatte ich kurz erwähnt.
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Und da ist es zum Beispiel auch so von Robert Heinlein, wo so ganz auf dem Mond
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so eine völlig andere Gesellschaft entsteht, wo alles nicht über,
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zum Beispiel alles wird über Verträge geregelt, auch alle Ressourcen werden
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über Verträge geregelt.
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Du musst für alles zahlen, für Luft, für Wasser und so, was ja irgendwie auch
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schon bei uns so angelegt ist. Aber es ist wirklich, auch Familien sind Verträge.
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Das heißt, jede Ehe ist individuell, müssen nicht immer nur zwei sein.
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Können auch andere, was dann auch ja ein bisschen in The Expanse reinkommt.
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Die Familie von Holden, die ist ja auch, der hat ja vier Eltern.
0:13:56–0:13:57
Aber.
Florian Clauß
0:13:57–0:14:03
Das ist ja sowieso quasi noch diese Diversity, die sich da auch wieder so fändet.
Micz Flor
0:14:03–0:14:10
Ja, aber es war eben in der Zeit 1970 so um den Dreh rum, wo auch gesellschaftlich
0:14:10–0:14:13
viel passiert ist, wo Harlan Ellison gesagt hat, Speculative Fiction.
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Es geht nicht um Science in dem harten Sinn von Wissenschaft,
0:14:17–0:14:20
sondern es geht Speculative Fiction. Was könnte denn sein?
Florian Clauß
0:14:20–0:14:27
Ist das so in so einem Hippie-Bereich dann auch eher? Also angesiedelt?
Micz Flor
0:14:28–0:14:33
Der sieht total, also ich glaube es, der sieht total schnittig aus,
0:14:33–0:14:38
also so, es ist glaube ich schwer zu sagen, ob da jetzt Hippie drin ist oder
0:14:38–0:14:40
nicht, von den Bildern her irgendwie nicht,
0:14:40–0:14:44
aber natürlich war das eine Zeit von Drogen und so weiter und so fort und er
0:14:44–0:14:48
war im Showbusiness drin,
0:14:48–0:14:52
auch wenn er Autor war und Herausgeber, war er im Showbusiness drin und der
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hat eben in einem Workshop, den er geleitet hat, der Dan Simmons.
0:14:58–0:15:01
Also es ist halt so sein Ding, er hat den entdeckt. Lustigerweise... Und wann reden wir da?
Florian Clauß
0:15:01–0:15:03
Also ist es immer noch in den 70ern?
Micz Flor
0:15:03–0:15:06
Dieses, das muss, also Dan Simmons' erstes Buch, Song of Kali,
0:15:06–0:15:10
kam 1985 raus. Das habe ich auch gelesen, da fange ich vielleicht heute ein bisschen mit an.
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Eigentlich möchte ich heute gar nicht erschöpfend über die Dinge reden oder
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auch nicht Plot-Spoilern, sondern einfach die Leute vielleicht ein bisschen
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bewegen, sich das mal anzugucken.
0:15:20–0:15:23
Und ich habe eine Begeisterung, ich bekenne mich jetzt zu Dan Simmons.
0:15:24–0:15:26
Auch wenn der wirklich Bücher geschrieben hat, wo ich denke,
0:15:26–0:15:29
denke, ey, das kann doch nicht wahr sein, es ist richtig schlecht.
0:15:29–0:15:30
Also manche Sachen, die sind so richtig.
Florian Clauß
0:15:30–0:15:33
Schlecht. Aber es ist so ein bisschen auch wie mit Philip K.
0:15:33–0:15:38
Dick, der dann auch unglaublich gute Ideen und Romane, Novellen geschrieben
0:15:38–0:15:41
hat und dann aber auch so trashige Sachen.
0:15:42–0:15:47
Und da gibt es ja immer die Geschichte dazu, dass er so, ja,
0:15:47–0:15:53
der war verschuldet, hatte so viele Frauen, war auch, glaube ich, Alkoholiker,
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und am Ende hat er dann halt nur so für Alimente geschrieben und halt,
0:15:59–0:16:04
so recht schlechte Sachen auch teilweise, aber dann auch wieder so großartige.
Micz Flor
0:16:05–0:16:10
Ja, aber es waren ja hauptsächlich bei ihm auch Novellen und Kurzgeschichten.
0:16:10–0:16:17
Das war, glaube ich, der hat ja jetzt keine langen, großen Werke geschrieben, oder? Philipp K. Dick?
Florian Clauß
0:16:17–0:16:23
Doch, der hat schon ein paar Romane geschrieben. Aber die waren jetzt nicht so episch.
0:16:23–0:16:27
800 Seiten, das waren immer so zwischen 100 und 200 Seiten.
0:16:28–0:16:34
Und Zeit aus den Fugen ist zum Beispiel so. Das fand ich auch großartig, von der Grundidee.
Micz Flor
0:16:35–0:16:36
Hast du das Buch gelesen?
Florian Clauß
0:16:36–0:16:37
Ja.
Micz Flor
0:16:37–0:16:38
Wie alt warst du da?
Florian Clauß
0:16:39–0:16:41
Ich weiß es nicht, 90er.
Micz Flor
0:16:42–0:16:45
Wow. So zwischen deinen Kinogängen dann noch so.
Florian Clauß
0:16:45–0:16:48
Nee, ich habe immer sehr viel gelesen.
Micz Flor
0:16:48–0:16:50
Warum hast du aufgehört?
Florian Clauß
0:16:50–0:16:52
Ja, Ja, weil ich Podcasts höre.
Micz Flor
0:16:53–0:16:54
Und Filme und so entgucken.
Florian Clauß
0:16:56–0:17:01
Aber darf ich dir nochmal ganz kurz diese Grundidee von Zeit aus den Fugen erzählen?
0:17:01–0:17:03
Weil ich die so ganz toll finde.
Micz Flor
0:17:04–0:17:04
Es
Florian Clauß
0:17:04–0:17:13
Gibt so bestimmte Ideen in Science-Fiction-Romanen, die ich irgendwie so grandios finde.
0:17:13–0:17:18
Dazu gehört auch eine von Snow Crash, die so ein bisschen diese ganze ja,
0:17:19–0:17:24
jetzt ist es wieder überholt, weil jetzt hat man quasi die Bildgenerierungsprogramme,
0:17:24–0:17:27
die dann halt automatisch bestimmte Sachen machen.
0:17:27–0:17:32
Aber da war bei Snowcrash zum Beispiel so, dass es gibt diese Schauspieler,
0:17:33–0:17:37
also eine bestimmte Schauspielerkaste, die daran erkannt hat,
0:17:37–0:17:43
dass die überall so Punkte im Gesicht und im Körper so nicht tätowiert,
0:17:43–0:17:44
aber die hatten so Reflektoren.
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Und es gab dann so Boxen, wo man dann im Prinzip sich so einwählen kann,
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Hand konnte in so einer Box, wenn du die gebucht hast und durch diese Punkte
0:17:56–0:17:57
war halt so ein Vektorennetz.
0:17:57–0:18:01
Also das, was wir halt bei Gollum dann zum ersten Mal so in der Breite dann
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halt auch in der Massenbreite dann gesehen haben.
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Aber es wurden dann immer so diese Charaktere drauf projiziert und diese.
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Schauspielerkaste, die hat dann quasi wie so ein Vektorsammlung hat dann halt
0:18:14–0:18:19
durch die Bewegung von Mund und Gestik und Mimik wurden die halt für bestimmte
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Rollen dann so gerendert.
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Und das war halt so der Job und dann wurden die teilweise nur so für fünf Sekunden
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dann irgendwie und du bist der und der und du musst das jetzt sagen und dann
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wurde halt das so drauf und das fand ich schon irgendwie großartig so eine Idee
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zu haben damals mit Snow Crash und ich weiß gar nicht, wann war das geschrieben? War das 90?
Micz Flor
0:18:39–0:18:40
Ne, das war vorher glaube ich noch.
Florian Clauß
0:18:40–0:18:46
War noch vor, das ist der zweite Teil, ne? Und die andere Sache bei Zeit aus
0:18:46–0:18:50
dem Fugen ist so ein bisschen so ähnlich, nämlich da geht es um so einen Typen, der so ein bisschen...
0:18:52–0:18:56
Der hat die Angewohnheit, Kreuzworträtsel die ganze Zeit zu lösen.
0:18:56–0:18:59
Und sitzt da an seiner Veranda und löst Kreuzworträtsel.
0:18:59–0:19:05
Und trinkt dabei halt so lauwarmes Bier aus Dosen. Das ist so dieses 50er-Jahres-Setting.
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Und dann hat er irgendwann, hinterfragt er dann so seine Tätigkeit.
0:19:11–0:19:13
Warum macht er dann immer so Kreuzworträtsel? Und dann kommt raus,
0:19:13–0:19:17
dass die Art, wie er dann so diese Rätsel löst, gleichzeitig,
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daraus hat sich so ein ganzer Apparat von Defense,
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abgeleitet, nämlich er schafft es, weil die Erde ist gerade unter Beschuss von
0:19:26–0:19:32
Aliens und durch seine Ergebnisse, die er dann beim Lösen von Kreuz schaffen,
0:19:32–0:19:38
die halt da so eine Taktik abzuleiten, wie dann bestimmte Züge dann zu machen
0:19:38–0:19:42
sind, um sich nicht von den Aliens dann überrollen zu lassen.
0:19:42–0:19:47
Und deswegen hat er so eine Blase aufgebaut bekommt, wo er dann halt in so einem
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50er-Jahre-Setup lebt und jeden Tag diese Kreuzworte Rätsel löst,
0:19:53–0:19:55
so ein bisschen wie bei Truman Show.
0:19:55–0:19:59
Also der ist dann halt so eingeschwert in dieser Blase, muss die ganze Zeit
0:19:59–0:20:03
dieses Rätsel lösen, gleichzeitig tobt halt so ein Alienkrieg draußen und seine
0:20:03–0:20:07
Lösung von diesen Kreuzwort-Rätseln rettet halt die Welt, ja.
0:20:07–0:20:10
Bis er dann halt irgendwie dann sagt, nee, er macht nicht mehr und will dann halt aufhören.
0:20:10–0:20:17
Ich weiß nicht mehr genau, wie es dann weitergeht, aber Das ist eine großartige Idee. Okay, sorry.
Micz Flor
0:20:17–0:20:21
Das ist total super. Das ist interessant, weil ich muss halt natürlich gleich
0:20:21–0:20:24
auch an, ich glaube, Endless Game heißt das, zu denken.
0:20:24–0:20:29
Das ist, wo auch so Kinder in Anführungszeichen ausgebildet werden,
0:20:29–0:20:33
so in so einer Spieleumgebung und dann irgendjemand rauskommt,
0:20:35–0:20:38
Dass eben auch so ein Krieg herrscht und was die Kinder da in dieser Spielumgebung
0:20:38–0:20:43
haben, wird in Echtzeit dann aber auch wirklich im Krieg als Strategie gemacht.
0:20:43–0:20:48
Aber die Kinder werden geschützt davor, dass sie Tausende von Soldaten in den Tod schicken.
0:20:48–0:20:51
Ich weiß nicht mehr genau, ich kann es nicht mehr genau zusammenreihen.
0:20:52–0:20:56
Ja, und dann Truman Show natürlich. und muss aber auch daran denken das war
0:20:56–0:21:05
das nicht so dass bei dem enigma crack in england dass die da auch leute rekrutiert
0:21:05–0:21:10
haben über kreuzfahrt rätsel also bestimmt gab es das,
0:21:11–0:21:14
war ein bisschen wie.
Florian Clauß
0:21:14–0:21:20
Jetzt quasi für als recruiting für die bundeswehr dann irgendwelche Shooter-Games publiziert werden.
Micz Flor
0:21:20–0:21:20
Ja, echt?
Florian Clauß
0:21:20–0:21:21
Ja.
Micz Flor
0:21:21–0:21:24
Das heißt.
Florian Clauß
0:21:24–0:21:28
Wenn du einen gewissen Punkt in diesem Shooter erreichst, können auch die Bundeswehr
0:21:28–0:21:30
bei dir anrufen und sagen, so wollen sie nicht mal.
Micz Flor
0:21:33–0:21:34
Ja,
0:21:36–0:21:39
wir leben also in der Zukunft. Wir sind die Zukunft.
Florian Clauß
0:21:39–0:21:40
Wir sind.
Micz Flor
0:21:40–0:21:45
Die Gegenwart. Und wie komme ich jetzt zurück in meine eigene Episode?
Florian Clauß
0:21:45–0:21:48
Du warst jetzt bei der der Entdeckung von Dan Simmons.
Micz Flor
0:21:49–0:21:53
Und bei dem Eichenroman. Und Dan Simmons spricht dann auch, also der schreibt
0:21:53–0:21:57
auch in seine, der schreibt immer sehr schöne Vorwörter auch für seine Geschichten
0:21:57–0:22:00
und bei einer Sache war es so, dass, also,
0:22:02–0:22:07
Harlan Ellison sagt in der Dokumentation, sagt er, dass er halt diesen Workshop
0:22:07–0:22:09
hatte und da war so ein älterer Herr,
0:22:09–0:22:12
der hatte so ein Buch und Harlan Ellison hat gesagt, also sorry,
0:22:12–0:22:17
ich habe es gelesen, nehmen Sie es mir nicht übel, aber sie werden nie veröffentlichen.
0:22:17–0:22:21
Es ist ihr erstes Buch und der sagte dann wohl sowas wie, ich habe schon über
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70 Bücher geschrieben und ich werde auch weiterschreiben, weil das macht mir so viel Spaß.
0:22:26–0:22:29
Auf der anderen Seite war dann irgendwie nach der Mittagspause,
0:22:29–0:22:32
war dann irgendwie Dan Simmons dran und Harlan Ellison sagt so,
0:22:32–0:22:35
ich hatte es nicht geschafft, das zu lesen. Das war eine Kurzgeschichte.
0:22:35–0:22:39
Hab die dann schnell noch irgendwie gelesen, hab mir von irgendjemand einem
0:22:39–0:22:43
Kurs den Ausdruck, die Kopie quasi genommen, damit ich es noch schnell lesen kann.
0:22:43–0:22:49
Und war halt einfach total weggeblasen, wie großartig das war und hat dann zu
0:22:49–0:22:55
Dan Simmons wohl irgendetwas gesagt, egal was Sie denken, Sie sind dazu verdonnert zu schreiben.
0:22:55–0:22:58
Sie werden den Rest, es tut mir leid, dass ich Ihnen das jetzt sagen muss,
0:22:58–0:23:02
weil Sie werden mich vielleicht dafür hassen, aber Sie müssen den Rest Ihres Lebens schreiben.
Florian Clauß
0:23:03–0:23:05
So ein Entdeckermythos.
Micz Flor
0:23:05–0:23:09
Ja, genau. Und den greift Dan Simmons von der anderen Seite auch noch auf Und
0:23:09–0:23:16
in einem späteren Vorwort, glaube ich, sogar für die, also Harlan Ellison ist 2018 gestorben.
0:23:16–0:23:20
Ich glaube, in dem Vorwort zu dem einen Kurzgeschichtenbuch,
0:23:20–0:23:24
da schreibt Harlan Ellison über sich selbst auch.
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2002 war das oder so. Und dann sagt er, ja, inzwischen ist mir klar geworden,
0:23:30–0:23:31
dass ich vergessen werde.
0:23:32–0:23:37
Also man wird mich vergessen. Und das Größte, was ich vielleicht geleistet habe
0:23:37–0:23:40
in meinem Leben, ist, Dan Simmons zu entdecken.
0:23:40–0:23:47
Also dass er dann so der Stepping Stone war für jemanden, der nicht vergessen werden wird.
0:23:47–0:23:50
Und das glaube ich aber nicht. Ich glaube, Dan Simmons wird auch vergessen werden,
0:23:50–0:23:52
weil es ist einfach nicht...
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Ich finde es großartig und ich bekenne mich jetzt dazu. Ich finde vieles auch
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schlecht, das werde ich dann auch als solches beschreiben. aber,
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Es wird nicht bleiben. Irgendwie kann ich mir nicht vorstellen.
Florian Clauß
0:24:09–0:24:15
Echt? Aber du hast ihn jetzt gerade so aufgebaut, um selber einzuleiten,
0:24:15–0:24:16
dass du ihn vergessen wirst.
0:24:17–0:24:20
Oder dass du ihn fürs Vergessen verdammst.
Micz Flor
0:24:20–0:24:25
Nee, es ist so ein bisschen vielleicht, wie du hast ihn erwähnt, Jeff Noon.
0:24:25–0:24:28
Also wo man auch dachte, als man es gelesen hat, wow, da hat jemand wirklich
0:24:28–0:24:31
das ganze Genre neu erfunden.
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Das kann ja wohl nicht wahr sein. Es ist großartig. Das ist wirklich,
0:24:34–0:24:38
wenn man Jeff Noon liest, dann hat man auch so, man sieht die Farben der 90er Jahre.
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Irgendwelche Philipp Boer Cover mit überzeichneten, nicht Neon,
0:24:44–0:24:47
aber du weißt, was ich meine. Es ist alles so farblich.
Florian Clauß
0:24:47–0:24:52
Biologisch. Ja, ich meine, aber vielleicht, weil auch Jeff Noon irgendwie sehr
0:24:52–0:24:54
stark in dieser Zeit drin hängt, oder?
Micz Flor
0:24:54–0:24:55
Jaja, auf jeden Fall.
Florian Clauß
0:24:55–0:25:02
Aber ich meine, ich würde jetzt, denn Sim, der ist schon durch seine mythologisch
0:25:02–0:25:04
motivierten Themen und auch, also das,
0:25:04–0:25:11
das ist ja schon so ein bisschen zeitlos, was er dann beschreibt.
0:25:12–0:25:17
Jeff Noon ist ja immer, ja, obwohl Pollen ist schon, aber es ist auch diese,
0:25:18–0:25:23
ja, es ist diese Übergangsphase von die Welt und das Internet,
0:25:23–0:25:27
was dann in dieser Übergangsphase sich dann halt so Jeff Noon...
Micz Flor
0:25:27–0:25:31
Ja, Jeff Noon ist halt irgendwie dann wirklich das Speculative Fiction in dem
0:25:31–0:25:35
Sinne, dass man das Gefühl hat, es geht wirklich ganz wenig nur um Technik und um vieles andere.
0:25:35–0:25:39
Aber bei Dan Simmons denke ich, wie gesagt,
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ähnlich ich würde jetzt nun finde ich ganz großartig irgendwie kann ich mich
0:25:42–0:25:49
da total mit vielem verbinden bei jeff nun mit dem letzten im eigenverlag erschienen
0:25:49–0:25:53
glaube ich auch nur das ebook sind niederlande groove ist das glaube ich,
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das habe ich glaube ich nicht mehr fertig lesen können aber die anderen sachen
0:25:57–0:26:01
kann ich jederzeit immer wieder lesen und bei den simmons gibt es eben auch
0:26:01–0:26:06
ein paar bücher hyperion gehört dazu und das ist nicht,
0:26:08–0:26:11
Das war ja mein erstes von 89 und es ist aber dann gleichzeitig nicht von ungefähr,
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dass es eine Serie wurde.
0:26:13–0:26:18
Und ich habe dann mich so auf das zweite gefreut und ich weiß gar nicht mehr,
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ob es drei oder vier gab, aber es wurde einfach immer platter.
0:26:21–0:26:25
Ich konnte das dann nicht lesen. Das war ganz komisch. Das zweite Buch habe ich mich durchgequält.
0:26:26–0:26:29
Und dann, ich weiß auf alle Fälle, dass es noch irgendwie ein drittes gab.
0:26:29–0:26:33
Das hat mich einfach nur noch gelangweilt. Und da musste ich so ein bisschen an Arthur C.
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Clarke's 2001, 2010. 10 und was ist das dritte?
0:26:37–0:26:43
20 2200. Es gibt ja so mehrere Arthur C. Clarke Bücher und die sind einfach
0:26:43–0:26:44
auch, die werden immer langweiliger.
Florian Clauß
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Es ist wahrscheinlich auch irgendwie wie mit alternen Schauspielern,
0:26:49–0:26:54
die mal so in Enterprise aufgetaucht sind und dann immer noch so auf der Comic
0:26:54–0:26:56
Con dann so ein bisschen Gage bekommen.
Micz Flor
0:26:57–0:27:01
Ja, aber bei Dan Simmons kommt ja dann immer wieder was Neues.
0:27:01–0:27:09
Es ist so, dass das Song of Kali das erste war 85, Hyperion war 1989 und dann
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was ich heute vorstelle auf alle Fälle ist Drude,
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also Song of Kali und Drude vielleicht machen wir die beiden zwei Bücher,
0:27:18–0:27:20
Song of Kali ist.
Florian Clauß
0:27:20–0:27:21
Relativ kurz Song.
Micz Flor
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Of Kali ist relativ kurz und ich glaube es wird dir super gefallen es ist auch
0:27:26–0:27:30
eher im Horror Genre irgendwie angesiedelt 85,
0:27:32–0:27:36
und hat 1986 den World Fantasy Award auch gewonnen das war sein erstes Buch,
0:27:37–0:27:38
vorher nur Kurzgeschichten,
0:27:40–0:27:45
und es ist halt auch schon wieder, wie soll ich sagen, es ist wirklich so, was,
0:27:45–0:27:49
ich an Dan Simmons auch mag, also die Sprache und der schafft einfach so Bilder
0:27:49–0:27:54
also Bilder, die dann auch bleiben die genauso sind wie das,
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was du gerade vorhin getan hast so ein Dan Simmons Bild zu sagen, während dieser.
0:28:01–0:28:08
Dieser Android-Roboter, was auch immer, Moravec, mit einer riesen Tintenfisch-Tentakel
0:28:08–0:28:11
kämpft, reflektiert da irgendwelche Sonette von Shakespeare.
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Das ist halt so ein Bild, es gibt so ganz viele solche Dinge,
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wo ich dann immer wieder auch so reinkommen kann.
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Bei Song of Kali beginnt in Amerika,
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in den späten 70er Jahren, und ein Literaturwissenschaftler,
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Kritiker, keine Ahnung,
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der wird einfach von seinem Verleger oder Herausgeber angesprochen und wird
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gebeten, ob er nicht Interesse hätte, er ist frisch verheiratet,
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wir haben auch gerade ein kleines Kind bekommen,
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das wäre jetzt mal eine Zeit, dass er ein bisschen Urlaub macht und er könnte
0:28:46–0:28:48
doch mal nach Indien fahren, das wäre doch toll, Indien.
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Und das ist jetzt, in den 80er Jahren war Indien dann nicht mehr das,
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was es irgendwie in den 70er Jahren war.
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Oder in den 60er Jahren, wo man da wirklich zu erleuchten ging.
0:28:59–0:29:00
Da war es schon ein bisschen...
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80er Jahre war schon irgendwie eine andere Zeit. Aber Amerika wird ja angeregt, da hinzugehen.
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Und es sei nämlich dort ein Manuskript aufgetaucht von einem eigentlich schon
0:29:19–0:29:22
verstorbenen Dichter, also Poet.
0:29:23–0:29:27
Und er soll, der hieß M. Das, also M.
0:29:27–0:29:31
Das, mehr wissen wir darüber nicht. Aber er soll doch mal jetzt recherchieren,
0:29:32–0:29:33
wo das jetzt auf einmal herkommt.
0:29:33–0:29:36
Das fühlt sich irgendwie wohl echt an oder was das ist oder so.
0:29:36–0:29:41
Das heißt, denk dann gut vielleicht Familie, ich mache so eine Reise,
0:29:41–0:29:43
ich fahre nach Indien, ich gucke mir das irgendwie an.
0:29:44–0:29:50
Und es ist dann so ein bisschen wie, du kennst den Film, wenn die Gondeln Trauer
0:29:50–0:29:52
tragen, diesen Horrorfilm, der in Venedig spielt.
Florian Clauß
0:29:52–0:29:54
Ja, den hatten wir auch schon mal erwähnt.
Micz Flor
0:29:54–0:29:56
Haben wir auch schon mal erwähnt. Und da ist es ja auch so, dass man irgendwie
0:29:56–0:30:02
merkt, dieses in Venedig sein, da entgleitet dir deine eigene Geschichte.
0:30:02–0:30:05
Also du kannst nicht mehr deine eigene Geschichte bestimmen,
0:30:05–0:30:08
sondern das entgleitet dir. Und das passiert in gewisser Weise dann auch.
Florian Clauß
0:30:09–0:30:12
Aber wieso würdest du das jetzt auf Venedig dann so?
0:30:12–0:30:18
Weil die, gibt es da so diese historische Disposition oder ist das wegen der...
Micz Flor
0:30:18–0:30:21
Ne, der ist jetzt ja in Indien. Ich wollte nur so ein schnelles Bild reinwerfen.
0:30:21–0:30:25
Der fliegt ja nach Indien mit seiner Familie. Aber dieses Gefühl,
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dass mit diesen ganzen Kanälen und den Brücken, dass man, wir haben ja über
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Räumlichkeit hier so Podcasts und sowas, aber dass man... dass man da,
0:30:36–0:30:40
gezwungen ist, zum Beispiel in Venedig auch, durch diese kleinen Brückchen und
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Gondeln und sowas, dass man einfach sich nicht so bewegen kann,
0:30:42–0:30:44
wie man es gewohnt ist. Leider verliert man so Zugriff.
Florian Clauß
0:30:45–0:30:49
Ja, also ein bisschen wie bei Naked Lunch. Ich weiß gar nicht, wo das da spielt.
Micz Flor
0:30:50–0:30:52
Ja, das weiß ich gar nicht.
Florian Clauß
0:30:52–0:30:53
In New York doch, oder? Aber auch.
Micz Flor
0:30:55–0:30:59
Aber auf jeden Fall passiert dem das in Indien. Der kommt dann da irgendwie
0:30:59–0:31:03
an und dann wird da so durchgereicht und so und dann gibt es dann irgendwie
0:31:03–0:31:08
die geschichte die ihr dann so hört dass da einer von den vorbeischwimmenden
0:31:08–0:31:14
aufgeblasenen kadavern wurde von zwei leuten in so eine sekte die eigentlich seit dem 18.
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Jahrhundert schon nicht mehr existiert aber dies dann wohl doch jetzt wieder
0:31:19–0:31:25
gibt die dem kali dem gott kali der zerstörung und des zirkulären der wiederauferstehung,
0:31:28–0:31:31
machen wir eine kurze Pause, die Tour, dass immer wenn du so stehen bleibst,
0:31:31–0:31:37
dann unterbreche ich meine Story-Arc und folge deinem Blick und sehe, wie kam es denn?
Florian Clauß
0:31:37–0:31:39
Ich finde das so krass, das Gebäude, oder?
Micz Flor
0:31:39–0:31:41
Ja, wollen wir uns mal fotografieren?
Florian Clauß
0:31:41–0:31:43
Ja, also ich finde, also ich, sorry, dass ich dich jetzt unterbreche,
0:31:43–0:31:49
aber diese, diese, diese herrschaftlichen Gebäude, das ist am Lietzensee, das sieht aus wie so ein,
0:31:50–0:31:54
also ich ist, ich habe gerade die Stockwerke gezählt, das ist ja auch,
0:31:54–0:31:58
die Taufuhr ist ja viel höher als normal.
Micz Flor
0:31:59–0:32:02
Und oben auch dieses Oval, was da so durchschicht, das hat irgendwie gleich
0:32:02–0:32:04
was von Schloss und von Schiff.
Florian Clauß
0:32:04–0:32:08
Vorhin war das auch so ein Gebäude, als wir da eingestiegen sind zum Dietzensee.
0:32:08–0:32:12
Das war auch so ein bisschen wie diese Villa, wo du mir gezeigt hast,
0:32:12–0:32:16
als wir da auf der Zuse-Tour waren. Da hattest du ja auch...
Micz Flor
0:32:16–0:32:17
Ja.
Florian Clauß
0:32:17–0:32:21
Stimmt. Das ist echt krass. Okay, das ist herrschaftliches Berlin,
0:32:23–0:32:25
vor weihnachten ist ja.
Micz Flor
0:32:25–0:32:27
Ganz gut dazu dass wenn
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wir jetzt zum beispiel von diesen architektur und
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diesem park und lehrer und nix dann irgendwie so nach indien geschmissen
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werden da sind wir erstmal orientierungslos allein
0:32:37–0:32:40
schon deshalb weil wir mit dem raum
0:32:40–0:32:44
nicht so umgehen können wie wir das gewohnt sind auf jeden
0:32:44–0:32:49
fall gibt es dann diese leute die er trifft und dann bekommst ganz viel backstory
0:32:49–0:32:52
ist kriegt das auch gar nicht mehr alles so hin das sind so ganz viele bilder
0:32:52–0:32:58
die aneinander kommen aber auf jeden fall steht dann im raum fährt von leuten
0:32:58–0:33:00
das skript kriegt er gar nicht zu sehen,
0:33:01–0:33:06
das wird ihm vorenthalten er weiß aber auch gar nicht warum und trifft dann,
0:33:07–0:33:13
jemanden dem eben mitteilt dass es diese sekte die gott oder göttin kali verehrt,
0:33:15–0:33:19
die es eigentlich seit dem 8. Jahrhundert nach Christus nicht mehr gibt,
0:33:19–0:33:23
aber die jetzt irgendwie das, man kann es nicht so genau fassen,
0:33:23–0:33:28
und die haben aber eben eine aufgeblasene Leiche, die da so vorbeigespült wurde,
0:33:28–0:33:35
dann Kali gebracht und Kali hat diese Leiche dann zum Leben erweckt und das
0:33:35–0:33:38
war dann die Reinkarnation des Dichtes M. Das.
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Und so entstand dann dieses Manuskript. Das war nicht gefunden,
0:33:43–0:33:48
sondern das ist neu geschrieben worden von einer Reinkarnation in einer aufgeblasenen Leiche.
Florian Clauß
0:33:49–0:33:50
Und.
Micz Flor
0:33:50–0:33:54
Da bist du dann halt irgendwie so drin, wo du denkst, immer noch mit diesem
0:33:54–0:33:56
amerikanischen Blick, den er mitgebracht hat, so hä?
0:33:57–0:34:01
Aber er selber recherchiert das dann und dann gibt es eben auch so eine Szene,
0:34:01–0:34:07
wo er dann in diesem Raum ist, in dem dann nur diese Skulptur von Kali ist.
0:34:07–0:34:16
Und das ist halt so das Ding bei Dan Simmons, Sachen, die als Bilder irgendwie
0:34:16–0:34:19
nicht wirklich neu sind. Was ich dir gerade gesagt habe, ist nicht wirklich neu.
0:34:19–0:34:22
Du kannst dir das gut vorstellen im Horrorfilm. Okay, da ist eine Statue und
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da kommt jemand rein, ist ganz allein, ist halb dunkel, vielleicht noch eine Fackel an der Wand.
0:34:26–0:34:30
Aber er schafft es in Worten, das Bild so zu verdichten,
0:34:30–0:34:37
dass es dann unheimlicher wird als alles, was du dem Bild zugetraut hättest
0:34:37–0:34:43
und das kann man auch nicht wirklich wiedergeben, das muss man dann einfach so lesen und,
0:34:44–0:34:46
das ist irgendwie Song of Kali.
Florian Clauß
0:34:47–0:34:50
Das war jetzt quasi schon so die Auflösung.
Micz Flor
0:34:50–0:34:57
Es geht dann irgendwie noch weiter ja also es geht dann auch so ein bisschen
0:34:57–0:35:00
in Anführungszeichen über die Dörfer über die Geschichte, über irgendwelchen
0:35:00–0:35:04
Land und zum Schluss ist es dann aber so. Möchtest du jetzt wirklich den Schluss?
Florian Clauß
0:35:05–0:35:09
Nee, wirklich nicht. Ich finde nur gerade, wir sind hier in so einer,
0:35:11–0:35:15
Wir sind hier so in einer Umgebung, die passt irgendwie ein bisschen zu deiner Horrorgeschichte.
Micz Flor
0:35:15–0:35:16
Ja, irgendwie schon.
Florian Clauß
0:35:16–0:35:18
Das Lustige ist.
Micz Flor
0:35:18–0:35:21
Ich kenne die Umgebung aber auch, wenn Licht ist. Hier ist direkt links neben
0:35:21–0:35:25
uns einer der besten Kinderspielplätze in Berlin.
Florian Clauß
0:35:25–0:35:25
Echt?
Micz Flor
0:35:25–0:35:27
Wenn ich das jetzt so sage, nehme ich den Horror ein bisschen weg.
Florian Clauß
0:35:28–0:35:32
Okay. Ich habe es nur im Augenwinkel gesehen, aber ich kenne es hier überhaupt nicht.
Micz Flor
0:35:32–0:35:37
Hier wurde gerade neu gebaut und hier ist so eine sehr, sehr schöne bepflanzte
0:35:37–0:35:40
Passage, die bis hoch zur Straße geht.
Florian Clauß
0:35:40–0:35:42
Horror am Lietzensieg.
Micz Flor
0:35:42–0:35:46
Horror am Lietzensieg. Ja, dann erzähle ich das Ende auch nicht.
0:35:46–0:35:48
Steht auf Wikipedia aber auch drin.
Florian Clauß
0:35:48–0:35:50
Also wer sich spoilen lassen will, dann auf...
Micz Flor
0:35:50–0:35:54
Das Verrückte an dem Ende ist halt, das ist aus diesem ganzen mystischen,
0:35:54–0:35:58
das läuft auf so einen ganz banalen Ekel-Horror-Moment runter.
0:35:59–0:36:07
Und irgendwie faltet das diesen ganzen Jahrtausende indische Mythologie umspannten
0:36:07–0:36:13
Raum halt wieder so so zusammen auf so was ganz Banales, Kriminelles und sowas.
0:36:14–0:36:19
Und trotzdem, das ist quasi die Passage dann wieder zurück nach Amerika.
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Da wird es wieder zusammengefaltet, dann fliegt er so weg. Und das ist ganz,
0:36:22–0:36:24
ganz schlimm, ohne es genau zu sagen.
Florian Clauß
0:36:25–0:36:30
Aber wie bei Polanski, wo dann noch der Vampir hinten auf dem Schlitten sitzt.
Micz Flor
0:36:32–0:36:36
Ja, aber der sitzt... Echt? Nein, er sitzt nicht wirklich der Vampir auf dem Schlitten.
Florian Clauß
0:36:36–0:36:37
Aber er ist dann infiziert.
Micz Flor
0:36:37–0:36:42
Alles Geschehene ist halt irgendwie doch dann so verdichtet in dieses letzte Bild.
0:36:44–0:36:49
Also es ist halt eben so ein Horrorbuch und Horrorbuch ist jetzt nicht so richtig
0:36:49–0:36:53
mein Genre, aber es hat mich einfach nur interessiert und dann hat es mich nicht mehr losgelassen.
Florian Clauß
0:36:54–0:37:00
Okay, ja. Aber merkt man die Zeit dann in dem Buch, also die 80er Jahre?
0:37:01–0:37:04
Also es ist so ein bisschen wie Friedhof der Kuscheltiere, da merkst du es ja auch so irgendwie.
Micz Flor
0:37:04–0:37:09
Ja, du merkst es schon, also eben allein schon diese Idee, dass jetzt jemand hinfliegen muss.
0:37:09–0:37:12
Ja, es ist so ein bisschen wie wenn man jetzt neue Horrorfilme,
0:37:12–0:37:16
wo die Leute dann halt irgendwie,
0:37:16–0:37:20
bei was war das nochmal, Drag Me To Hell, wo auf einmal das Handy,
0:37:20–0:37:24
der Akku ausgeht und so kurz die Hexe auf dem Handy zu sehen ist,
0:37:24–0:37:28
weil man muss schnell herstellen, dass es keine Handys gibt,
0:37:28–0:37:29
weil dann funktioniert Horror besser. besser.
0:37:30–0:37:34
Und ähnlich ist es da so, die sitzen halt, du siehst halt innerlich in Amerika
0:37:34–0:37:40
so ein Schreibmaschinenbüro, wo die Literaturleute rumsitzen und die dann halt
0:37:40–0:37:44
über Zeitungen Literatur und einer wird halt weggeschickt, um sich das mal so.
0:37:44–0:37:47
Aber du hast schon so ein Gefühl davon, dass es aus einer Zeit ist,
0:37:47–0:37:52
in der man nicht überall verbunden ist, in der man auch mal total abgehängt sein kann.
0:37:53–0:37:55
Das finde ich schon spürbar.
0:37:57–0:38:00
Das fand ich ganz toll. Und dann gibt es aber jetzt Und Stephen King findet
0:38:00–0:38:02
Dan Simmons ja auch ganz toll.
0:38:02–0:38:06
Aber ich möchte jetzt ganz kurz noch einen kurzen Abstecher machen.
0:38:08–0:38:15
Für mich völlig unlesbar war. Interessanterweise aber, wenn du so Reviews liest
0:38:15–0:38:21
von so Fantasy-Horror-Sachen, ist dieses Buch, das heißt Summer of Night von 1991.
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Summer of? Summer of Night. Und das ist eigentlich der Versuch von,
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also ich habe das so gesehen, der Versuch von Dan Simmons,
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auf Stephen Kings Horror-Erfolg aufzusatteln und ein Buch zu schreiben,
0:38:41–0:38:44
was sofort verfilmt wird. Das ist im Prinzip wie Ace.
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Das sind so kleine Kinder in einer kleinen Stadt in Amerika.
0:38:47–0:38:51
Und hinter ganz vielen Respektpersonen in dieser Stadt zeigt sich auf einmal
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der ganze Horror von Dämonen und sowas.
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Und dann kommt es halt zu so Begegnungen, wo dann auf einmal
0:38:57–0:39:01
irgendwie ein Lehrer oder ein tank
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war das dann auf einmal sich umdreht und dann den
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mund aufmacht und dann den und dann so ein riesen
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maul aber es ist diese klassischen bilder die man 80er 90er
0:39:10–0:39:14
jahren film auch kennt und das ist so schlecht ich kann es ich konnte das nicht
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lesen ich habe es dann zweites mal versuchte aber wenn alle es so gut finden
0:39:19–0:39:22
was habe ich nicht gesehen aber es funktioniert einfach nicht scheinbar ist
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in amerika dann noch mal eine andere form von halloween horror oder so Also, ja,
0:39:29–0:39:32
und Stephen King, kann man sowas, finde ich, dann auch lesen.
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Aber ich wollte jetzt gleich nur mal das Pendel dagegen schwingen lassen und
0:39:35–0:39:37
sagen, ich mag nicht alles.
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Und gerade nach diesem Horrorsong auf Kali, dann das andere wirkt dann eben wie so ein Chet G.P.T.
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Horrorskript. Was dann irgendwie aus irgendwelchen Filmen sich was zusammenmanscht.
0:39:51–0:39:54
Total schade eigentlich.
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Also es ist nicht alles Gold, was der so schreibt.
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Und was ich, da hatte ich mit Chris, also mit dem du ja auch immer Podcasts machst.
Florian Clauß
0:40:03–0:40:04
Meinem Bruder.
Micz Flor
0:40:04–0:40:09
Mit dem habe ich mal irgendwie so drüber gesprochen und dem hatte ich dann das
0:40:09–0:40:13
Buch, also es gibt drei, vielleicht vier Bücher, die ich wirklich gut finde
0:40:13–0:40:17
und die werde ich alle irgendwann besprechen und das eine ist jetzt halt, das heißt Druid.
0:40:20–0:40:24
Hatten wir da auch drüber geschrieben? Warst du da in der Gruppe mit drin?
Florian Clauß
0:40:24–0:40:27
Drude. Ich heißt nur andere Gruppen.
Micz Flor
0:40:28–0:40:32
Ja, entweder habe ich es Chris direkt geschrieben oder mit dir in der Gruppe.
Florian Clauß
0:40:33–0:40:39
Warte mal ganz kurz, ich werde wieder abgelenkt hier. Das sind diese Baulückenerschließungen.
0:40:39–0:40:40
Das sieht auch aus wie so...
0:40:41–0:40:43
Also das ist auch...
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Wie so ein...
Micz Flor
0:40:46–0:40:46
Gruselig.
Florian Clauß
0:40:46–0:40:48
Nee, aber irgendwie...
Micz Flor
0:40:48–0:40:53
Das sieht aus wie Eyes Wide Shut. Da könnte jetzt Tom Cruise reinlaufen,
0:40:53–0:41:02
wenn man jetzt diesen LED-Rudolph weglässt.
Florian Clauß
0:41:03–0:41:09
Ich meine, das Interessante ist, du hast halt wirklich so Luxuswohnungen mit
0:41:09–0:41:10
irgendwie keinem Vorhängen.
0:41:10–0:41:16
Und dann gibt es in dieser Luxuswohnung, wo gerade jetzt irgendein Film läuft,
0:41:16–0:41:23
daneben so ein LED von AliExpress, wo du auf dem Tisch stehst.
0:41:23–0:41:27
Was ist das überhaupt so? Was für ein Stilbruch.
Micz Flor
0:41:27–0:41:32
Also gut also ich finde es jetzt das linke auch nicht so hübsch diese led band
0:41:32–0:41:34
im stück drin ist schon auch.
Florian Clauß
0:41:34–0:41:37
Die schattenleiste aber.
Micz Flor
0:41:37–0:41:41
Schmerzlich es sieht auf jeden fall sehr reich aus.
Florian Clauß
0:41:41–0:41:45
Sehr reich so So wie wir?
Micz Flor
0:41:46–0:41:48
Reicht's? Reicht's. Es reicht.
Florian Clauß
0:41:49–0:41:50
Wie reicht's?
Micz Flor
0:41:54–0:42:01
Also das Drude, Drude ist, möchte ich sagen, so ein historischer Horror vielleicht.
0:42:01–0:42:03
Auch ein langes Buch, ich weiß nicht, wie viele Seiten.
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Er heißt im Deutschen auch Drude. Ist, was habe ich gesagt, 2009,
0:42:08–0:42:08
glaube ich, erschienen.
0:42:09–0:42:12
Und im Englischen, ich weiß nicht, wann es im Deutschen rauskam.
0:42:12–0:42:23
Und beginnt im Jahr 1865 und Erzähler ist ein gewisser Wilkie Collins,
0:42:25–0:42:31
der, wie sich dann herausstellt, zur damaligen Zeit ein sehr berühmter Schriftsteller
0:42:31–0:42:35
war und der zusammen mit Charles Dickens auch schreibt.
0:42:36–0:42:43
Und eigentlich geht es um Charles Dickens. Und Wilkie Collins als Erzähler,
0:42:43–0:42:47
ich habe das irgendwo nochmal gelesen, das ist ein...
0:42:49–0:42:53
Ein unglaubwürdiger Erzähler, ein nicht vertrauenswürdiger Erzähler.
0:42:53–0:42:55
Da gibt es wohl so einen Begriff, ich weiß nicht, hast du das mal gehört?
0:42:56–0:43:00
Ich hatte das vorher nie gehört, aber man kann dem einfach nicht so richtig glauben.
0:43:01–0:43:07
Erstens, weil er halt Charles Dickens irgendwie hasst, obwohl er ihn irgendwie
0:43:07–0:43:10
auch verehrt und irgendwie auch von ihm abhängig ist.
0:43:10–0:43:14
Und aber zur damaligen Zeit, wenn man Wikipedia-Einträgen glauben darf,
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sogar in bestimmten punkten nicht der bekanntere aber der erfolgreichere,
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schriftsteller war oder theater plays geschrieben
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hat und das zweite
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was ihnen halt nicht vertrauenswürdig macht ist dass er im prinzip eine opium
0:43:33–0:43:38
abhängigkeit hat da gab es wohl damals so ein schmerzmittel laudanum oder das
0:43:38–0:43:43
war so ein tinktur eine mischung von irgendwas was er wie fanta trinkt obwohl
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obwohl man da nur so einen Fingerhut pro Tag nehmen sollte.
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Und er dann auch, also seine Erzählung, und weil der Erzähler ist und weil er
0:43:52–0:43:57
selber aber auch dann immer wieder so Sachen rausrückt, über die er nicht gerne spricht.
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Zum Beispiel erfährst du relativ spät und auch so fast, als ob er sich verplappert
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hat, dass er, dass in seinem Haus, wo er ist, da gibt es noch eine Kopie von ihm.
0:44:10–0:44:14
Und manchmal begegnet der Kopie auch meistens nachts. Dann sitzt er meistens,
0:44:14–0:44:19
wenn er schreiben will, einfach und guckt ihn an, sitzt dann in so einem Stuhl drin und schaut ihn an.
0:44:19–0:44:23
Und ganz schlimm ist es, wenn er da ins Bett geht und er nicht weiß,
0:44:23–0:44:25
ob die Kopie von ihm jetzt vielleicht doch noch weiterschreibt.
Florian Clauß
0:44:25–0:44:28
Das klingt immer noch so ein Absinndrausch.
Micz Flor
0:44:28–0:44:33
Ja, genau. Und das ist halt das Tolle daran, diese Erzählung von diesem Typen,
0:44:33–0:44:35
der dann immer in dem Haus,
0:44:35–0:44:38
in dem er wohnt, weil er halt eben reich ist, weil er auch sehr erfolgreich
0:44:38–0:44:41
war damals, hat er dann auch so ein Haus,
0:44:41–0:44:46
in dem es geheime Gänge gibt für die Bediensteten, die dann aus solchen Tapetentüren
0:44:46–0:44:51
heraustreten, um dir da einen Tee zu bringen und dann eben in diese Parallelwelt mit Treppen so,
0:44:51–0:44:53
wo man direkt in die Küche kommt, wieder sich zurückziehen.
0:44:54–0:45:00
Und in diesem Haus, in diesen Gängen wohnt eben auch so eine Frau mit grünen Zähnen.
0:45:01–0:45:05
Über die redet er auch nicht so gern. Das macht ihm schon Angst.
0:45:07–0:45:14
Das heißt, der Erzähler in dem Buch ist halt so rauschhaft, da kannst du ihm nicht alles glauben.
0:45:15–0:45:20
Er findet die Person, über die er erzählt, total blöd, also Charles Dickens.
0:45:20–0:45:26
Und hat aber selber auch noch so ein paar Dinge, die uns sowieso schon Glauben
0:45:26–0:45:27
machen, dass er nicht immer die Wahrheit sieht.
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Charles Dickens. Es gibt dann immer, es gibt wirklich ganz viel,
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also es gibt Charles Dickens' Biografie und es gibt auch ein nicht vollendetes
0:45:38–0:45:40
Werk von ihm, das heißt Drood.
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Ich habe den genauen Namen, es heißt nicht Drood, es ist The Life of Edward
0:45:44–0:45:45
Drood, oder sowas in der Art.
0:45:45–0:45:49
Das wurde nicht fertig geschrieben, das hat jemand anders dann später fertiggestellt.
0:45:54–0:46:00
Das geht darum, dass Charles Dickens,
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1865 in einem Zugunglück in Staplehurst war er anwesend.
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Er hatte damals eine Geliebte, das musste geheim gehalten werden Und er war
0:46:15–0:46:18
mit seiner Geliebten und deren Mutter in diesem Zug in der ersten Klasse.
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Und dann war eine Brücke nicht fertig gebaut und es gab aber keine Warnung.
0:46:22–0:46:25
Und dann ist dieser Zug. Und das war wohl wirklich so. Das gab es wirklich.
0:46:26–0:46:29
Und da war wohl wirklich, müsste ich jetzt selber mich sonst nochmal rauseditieren,
0:46:30–0:46:32
aber dass Dickens da mit drin war.
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Und dann gibt es eben diesen Crash.
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Und Dickens, der auch von sich, und das schreibt halt Wilkie Collins,
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schreibt das immer, dass der halt so von sich so eingenommen ist,
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dass er sowieso alles kann, alles weiß und dann geht er halt sofort los mit
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seinem Zylinder, holt er Wasser und will die Verwundeten irgendwie dann versorgen.
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Und dann kommt eine Person, die nennt sich Drude, die hat so einen langen Umhang,
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man kann das Gesicht nicht so richtig sehen und.
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Der geht auch dann immer zu diesen fast Toten. Teilweise sind die Leute in der
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Mitte durchgetrennt und so.
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Und immer wenn Jude da war und dann weggeht, dann sind die tot.
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Und Charles Dickens hat dann irgendwann so ein bisschen dieses Gefühl,
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der saugt denen so die Seele aus.
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Wo kommt der denn auf einmal her? Und dann war der auch nicht auf der Passagierliste.
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Und dann stellt sich dann irgendwann später im Buch heraus, dass der mit einem
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Sarg aus Frankreich nach England geschmuggelt wurde oder ist das wirklich wahr
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oder wir wissen es nicht genau.
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Aber Charles Dickens sucht Drude, möchte diesen Drude treffen und Wilkie Collins
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und Charles, Wilkie Collins wird dann oft auch von Charles Dickens missbraucht
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als Alibi, wenn er seine Geliebte sehen will.
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Wilkie Collins macht sich darüber gleichzeitig lustig, ist aber auch wütend,
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wie einmal sein Freund Charles Dickens halt diese tolle Idee hatte,
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dass sie ein Stück schreiben über zwei Junggesellen auf der Wanderschaft, so wie wir jetzt gerade,
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und sich dann später herausstellt, dass er dann bis nach Nordengland gefahren
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ist ins Nichts und auf so einen Berg gekrabbelt ist, bloß damit Charles Dickens
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ein Cover hat, um seine Geliebte zu treffen.
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Der musste dann halt irgendwie im Hotel rumsitzen, während er sich vergnügt
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hat. Also, Wilkie Collins ist da auch ein bisschen angefressen immer.
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Diese Diese Geschichte von Drood ist so ein bisschen wie das ich bei Song of
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Kali auch gesagt habe, es gibt einfach so bestimmte Bilder.
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Die finde ich, da tauche ich auch immer wieder einfach so gerne ein.
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Und auch dieser Blick, den der Erzähler Wilkie Collins darauf hat,
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ist halt schon irgendwie total spannend.
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Also auf der Suche nach Drood nimmt Charles Dickens auch mit der Polizei Kontakt
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auf und er ist ja sowieso der absolute Star und hat dann auch überall Kontakte.
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Und mit der Polizei, dann gibt es halt so einen zwei Meter großen stämmigen
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Typ, der halt denen dann zur Seite gestellt wird, um die nachts dann durch die
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Slums von London zu führen.
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Wird dann auch so ein bisschen erzählt, wie das da riecht in London,
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wenn halt alle irgendwie die ganze Scheiße und alle Abfälle und aber auch Leichen
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einfach in die Temse geschmissen werden und so.
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Und der, ich habe den Namen jetzt vergessen, aber dieser Polizist bringt dann
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Charles Dickens und Wilkie Collins über so ein Kirchhof,
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auf dem auch ganz viele, also die Leichen einfach nur noch so verdeckt werden mit Erde.
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Das sind so Berge von verwiesenen Leichen, da ist immer Erde drauf,
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aber man weiß, da liegen schon vier Layer übereinander.
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Und in dieser Kirche gibt es einen Eingang in die Unterwelt unter London.
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Und der Polizist kann nicht mitkommen, weil die ein Abkommen haben mit der Unterwelt,
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dass die Polizisten nicht runtergehen und die kommen nicht von unten nach oben.
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Und der gibt dann Wilkie Collins noch so sein Colt.
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Und dann steigen die beiden da halt runter und kommen als erstes dann so ein
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Opium-Den, wo alles so schon so halbtot an den Opium-Pfeifen schmauchen.
Florian Clauß
0:50:19–0:50:22
Das heißt, die steigen dann in die Unterwelt.
Micz Flor
0:50:22–0:50:23
Die steigen in die Unterwelt.
Florian Clauß
0:50:23–0:50:26
Aber dann ist es ja echt wie Pollen. Da gibt es ja auch dann,
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wo die dann in die Unterwelt steigen.
Micz Flor
0:50:28–0:50:30
Ja, vielleicht hätte sich das auch von Pollen geschnappt.
Florian Clauß
0:50:32–0:50:32
Oder umgekehrt.
Micz Flor
0:50:33–0:50:33
Ja, 2009.
Florian Clauß
0:50:34–0:50:38
Ach so, ja. Ja, aber wo die auch dann an den Hades kommen.
Micz Flor
0:50:39–0:50:42
Es hat schon so Sachen, ich meine, klar, also das sind ja bei,
0:50:42–0:50:45
hast du ja schon gesagt, bei Dan Simmons, der war ja auch, bevor er geschrieben
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hat, hat er unterrichtet und hat halt auch eben die ganzen Shakespeare-Sachen
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und sowas gelesen, hat das Intus, die ganze Mythologie.
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Das Ilium ist eben an Homer orientiert, dann hat er diese erste,
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was ich gelesen hatte, Hyperion, was irgendwie an den Canterbury Tales orientiert
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ist, was so eine Sammlung von Kurzgeschichten bei Leuten auf der Reise ist,
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die aber alle irgendwie ein bisschen wie in einem Hyperfiction,
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also alles spielt Informationen in die Geschichte ein, die passiert,
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während wir andere Geschichten hören. Ja.
Florian Clauß
0:51:21–0:51:25
Illium ist ja dann auch quasi so gegen das Zeitreisen-Paradox,
0:51:25–0:51:31
wo er die ganze Zeit immer das so zusammenhalten muss, den Trojanischen Krieg oder irgendetwas.
0:51:32–0:51:36
Und dann gibt es immer diese Varianten, wo es halt genau so nach Skript ablaufen
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muss, damit Homer dann halt irgendwie so erfüllt ist und die Götter dann halt alle beruhigt sind.
0:51:41–0:51:46
Und er die ganze Zeit dagegen wettet und kann so immer mehr. Ja.
Micz Flor
0:51:46–0:51:49
Darüber mache ich auf alle Fälle noch eine eigene Folge, weil das,
0:51:49–0:51:52
aber da brauche ich dann so ein bisschen deinen Input, weil ich merke gerade
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bei Jude, ohne deinen Input verlaufe ich mich dann irgendwie in so einer immer
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stiller, stiller Welt. Ja, ich finde es echt eine Weihnachtsgeschichte.
Florian Clauß
0:51:58–0:52:03
Also teils Dicken als historische Figur da mit reinzubringen.
Micz Flor
0:52:03–0:52:07
Ja, die gehen in diese Unterwelt und da sind dann Boote und dann kommen die
0:52:07–0:52:12
ja und dann schießt auch Wilkie Collins und das ist alles irgendwie so ein bisschen,
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Es ist packend so und zum Schluss ist es da unten so, da ist Wilkie Collins
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dann auch total enttäuscht von Charles Dickens, weil dann kommt auf einmal so
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ein Boot mit zwei sehr androgynen Fahrenden.
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Das hat dann so ein bisschen ein hartes Ding.
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Und die laden Charles Dickens ein, mitzukommen, um Drew zu treffen.
0:52:36–0:52:39
Aber Wilkie Collins darf nicht mitkommen. Und dann sagt Wilkie Collins,
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darauf lassen wir uns nicht ein. Nein, wir gehen jetzt, komm,
0:52:41–0:52:41
wir gehen jetzt wieder nach Hause.
0:52:42–0:52:45
Und Charles Dick sagt, nein, ich fahre, warte du hier.
0:52:49–0:52:53
Ja, und so Sachen. Aber auf jeden Fall ist es auf der einen Seite eben diese
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Bilder, ich finde die wirklich sehr packend.
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Und auf der anderen Seite ist es aber so, dass wirklich so historische Fakten
0:53:00–0:53:01
dann nochmal neu erzählt werden.
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Zum Beispiel, was ich gar nicht wusste, Charles Dickens hat in gewisser Weise
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ein eigenes Genre erfunden.
0:53:10–0:53:19
Er hat sich damals der ganz neuen Technologie des Gaslichts bedient und hat Touren gemacht,
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in denen er seine Charaktere, so Ausschnitte, wie so Stand-Up-mäßig alleine vorgetragen hat.
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Der war auch Schauspieler, also hat auch geschauspielt manchmal und hat aber
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dann eben vor den Bühnen in ganz England,
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nach Nordengland ist dann so rumgefahren, hat damit wohl auch richtig Geld verdient
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und hatte dann eine Situation,
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in der die Leute im Theater auf ihn warteten und dann änderte sich das Licht
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und hinter ihm war so eine Farbe und dann gingen die Gaslichter an,
0:53:50–0:53:55
dann stand da nur so ein Tisch und dann lief er dahin und begann halt aus diesen Büchern,
0:53:56–0:54:00
aus diesen Büchern nicht nur vorzulesen, sondern wie es da auch beschrieben
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ist, wirklich zu performen. Und er hat dann...
Florian Clauß
0:54:03–0:54:05
Also so eine Event-Vorlesung.
Micz Flor
0:54:05–0:54:10
Ja, und er hat das dann immer wieder gleich verknüpft, weil da gibt es ja diesen
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Magnetismus von Mesmer, Mesmerisierung, Mesmerize, also dass man damals,
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bevor man über Hypnose sprach, so hatte Mesmer mit magnetisiertem Wasser Menschen
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in so einer Art Trance-Zustand verbringen können und,
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Und Charles Dickens selber beherrscht die Technik des Mesmerisierens und das
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macht er dann mit dem ganzen Publikum und so.
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Und bei einer Folge ist dann auch irgendwo ein Northam Birmingham oder so ein Wilkie,
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auch dabei, der inzwischen von der Polizei auch so halb angeheuert wurde,
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um Charles Dickens auszuspionieren, ob er wirklich Drood getroffen hat.
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Diesen Drood, von dem Wilkie gar nicht glaubt, dass es ihn gibt,
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aber die Polizei glaubt auch, dass es ihn gibt. Das bleibt auch irgendwie unklar.
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Aber dann ist halt Wilkie eben in diesem Theater und nickt dann irgendwie so ein bisschen weg.
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Als er dann aufwacht, dann sieht er, dass auf einmal alle drumherum schlafen.
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Und alle sind aber mit so einer Schnur nach oben verbunden. Und ganz oben sitzt
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Drew, bei dem alle Schnüre zusammenkommen.
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Und er hat auch so eine Schnur und so was. Und dann reißt er sich los.
Florian Clauß
0:55:22–0:55:24
Das klingt aber auch echt wie so ein Manga-Anime.
Micz Flor
0:55:24–0:55:28
Ja, so ganz. Und dann ist halt auch wieder, ist das jetzt wahr oder nicht wahr.
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Und eine Sache, die Ricky Collins dann auch buchstäblich fast zum Wahnsinn treibt,
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ist, dass irgendwann wird er von den Schergen von Drood gefasst.
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Droods Geschichte ist dann wohl die eines Menschen, der eigentlich ursprünglich
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aus Indien kommt, aus einem reichen Haus, aber dann war er weder englisch noch
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indisch und dann war er in London und dann wurde er irgendwie überfallen.
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Da wurde ihm die Nase abgeschnitten und die Ohren abgeschnitten,
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er wurde in die Themse geschmissen, er galt schon tot.
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Und dann wurde er aber durch irgendwelche Rituale dann doch gerettet,
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entweder geheilt oder wiederbelebt.
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Also dann gibt es auch so ein drumherum, so ein bisschen wie bei Song of Kali auch.
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Der kann halt diese alte Magie. Und Dickens möchte sich auch mit Drude austauschen,
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wegen der Mesmerisierung und so.
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Also das ist halt alles sehr miteinander verflochten.
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Und Wilkie Collins bekommt dann einen Scarabeus Käfer.
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Kennst du diese schwarzen Mistkäfer eigentlich?
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Die ja auch heilig sind in manchen Kulturen, der wird ihm durch den Mund geschoben
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und der krabbelt dann hinten durch den Rachen von hinten in sein Gehirn.
Florian Clauß
0:56:45–0:56:46
Und.
Micz Flor
0:56:46–0:56:50
Er sitzt dann oben auf seinem Gehirn. Und er weiß dann nicht genau,
0:56:50–0:56:53
ob die jetzt alle mithören können bei Drood oder nicht.
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Und manchmal spürt er dann halt, wie der Käfer sich in seinem Hirn bewegt und
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am Schädel kratzt und so Sachen.
Florian Clauß
0:57:00–0:57:02
Was liest du denn da?
Micz Flor
0:57:02–0:57:03
Es ist schon...
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Es macht irgendwie total Spaß, weil es halt so überzogen ist.
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Und dann geht es auch natürlich dann teilweise eben um Amerika und England in
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der Zeit und dieses Thema Copyright,
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dass halt amerikanische Verleger sich über Copyright irgendwie keine Sorgen
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gemacht haben und dann die Autoren und Autore nie gezahlt haben,
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weshalb viele dann versuchen, eigene Verlage in Amerika aufzubauen.
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Und es ist alles da irgendwie so reingepumpt, so unglaublich viel historische
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Faktenlage oder naja plausible fakten wikipedia plausibility sozusagen fand ich total spannend ja.
Florian Clauß
0:57:46–0:57:52
Klingt auf jeden fall wie ich habe das gefühl jetzt gerade eine serie geguckt zu haben.
Micz Flor
0:57:52–0:57:57
Ja das ist nämlich auch noch so eine sache ben sims wurde nie das ist dann vielleicht
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das letzte ich mache dann noch vielleicht ein ganz kurzes buch das letzte für
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heute denn sims wurde meines wissens nach nie verfilmt.
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Der hat wohl ein Skript mal zu einer kurzen Episode in Twilight Zone geschrieben.
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Müsste ich jetzt aber auch nochmal genau gucken, welche das war.
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Habe ich jetzt gar nicht mehr im Kopf. Habe ich irgendwo auch mal über irgendein
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Vorwort von ihm gelesen.
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Und ich weiß jetzt auch nicht mehr. Illium oder Drude.
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Eins sollte verfilmt werden und war wohl auch schon angekauft worden.
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Und was auch angeblich verfilmt wurde, und das hatten wir auch schon,
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da musst du mir jetzt mal helfen,
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Das war, das hieß Terror.
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Und bei Terror, da ging es halt, das ist auch wieder so eine Verwebung von,
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erschienen 2007, Verwebung eben von historischen Fakten.
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Und da ging es um das, was du gesagt hast, Sir John Franklins Expedition durch
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die Arktik, um die Nordwestpassage zu finden.
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Kannst du dich erinnern, in welcher Episode du darüber gesprochen hast?
Florian Clauß
0:59:07–0:59:09
Ja, das war Fermentieren.
Micz Flor
0:59:10–0:59:14
Bei Fermentieren, oder? Achso, genau. Ich wollte nur noch sagen,
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dass zum Beispiel Terror, das ist auch so eine Verwebung, wo es dann eben um
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diese Expedition 1845 bis 1848 ging und in der halt Franklin und alle irgendwie krank wurden,
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verhungerten, sich angeblich gegenseitig gefressen haben.
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Das kommt dann irgendwie auch noch nämlich in Drood vor, diese Kannibalisierung.
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Und gleichzeitig ist es aber so, dass er dann noch was dazu geschrieben hat,
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weil die Schiffe hießen halt Erebus und eines hieß HMS Terroir und so heißt auch das Buch.
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Und in diesem Buch, was ich versucht habe zu lesen, hat mich bis jetzt noch
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nicht gepackt, da ist es nämlich so, dass es noch ein Monster gibt, was die verfolgt.
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Das sind ja da so eine lustige erweiterung
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von diesem historischen stoff der schon gruselig genug ist
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ja und dann und wir machen auch ein
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monster was immer so lauert wenn nichts mehr wenn nichts mehr passieren könnte
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dann kann immer noch was passieren so das finde ich auch so ein typischen typischen
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dance mit twist sich so etwas lang zu handeln und noch einen oben drauf zu Also
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Dickens und Groot, Terror und Munster.
Florian Clauß
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Ich erinnere mich, ich habe den Namen vergessen, aber da gibt es so etwas Ähnliches.
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Da gibt es so etwas Ähnliches in Romanen, wo auch solche Sachen,
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da wird glaube ich Freud zusammengemischt mit so einer anderen Geschichte und alles so draufgelegt.
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Ich muss nochmal gucken, vielleicht kriege ich das nochmal zusammen.
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Also so ein bisschen erinnert mich das von der Erzählstruktur so,
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weil es wird mit historischen Personen gespielt,
1:00:54–1:01:00
aber gleichzeitig in so einer fiktionalen Geschichte verpackt und es kriegt
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so etwas sehr Unterhaltsames.
1:01:07–1:01:07
Ist.
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Also weil bei historischen Figuren ist ja so, das kann man doch nicht machen,
1:01:12–1:01:15
der hat doch eine Geschichte, das kann man, kann den doch nicht einfach so nehmen
1:01:15–1:01:19
und irgendwie in einen anderen Kontext setzen. Das darf man doch nicht.
1:01:19–1:01:23
Und dann funktioniert das aber sehr gut, weil du lädst dann diese Geschichte
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mit eben den Geschichten, die derjenigen geschrieben hat und so auf und bildst
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damit und hast dann so eine ziemlich,
1:01:32–1:01:36
stark aufgeladene Figur, die sich gut irgendwie da verarbeiten lässt.
1:01:37–1:01:41
Das erinnert mich so an der, also es klingt interessant. Ja.
Micz Flor
1:01:41–1:01:44
Weil man möchte ja auch, man ist ja dann mit der Figur schon verbunden.
1:01:44–1:01:48
Das ist ja auch das so, dass man dann einfach noch das Gefühl hat,
1:01:48–1:01:51
ah, jetzt lerne ich noch mehr über die Figur, auch wenn es fiktiv ist.
Florian Clauß
1:01:52–1:01:52
So.
Micz Flor
1:01:52–1:01:58
Dann endet unsere Episode heute. Mitten in der Passage. Ach,
1:01:58–1:02:00
Sparkasse, kann ich noch Geld abheben?
Florian Clauß
1:02:00–1:02:03
Kannst du machen. Also ja, ich mag die Passage hier.
1:02:03–1:02:07
Wir hatten uns vor einem Jahr, knapp einem Jahr, hatten wir uns auch hier getroffen
1:02:07–1:02:12
und auch unser Weihnachtessen nachgeholt. Das war aber im Januar.
1:02:12–1:02:17
Die Fußgängerzone im Westen, die zum Charlottenburg Bahnhof führt.
1:02:19–1:02:24
Ja, also das war eigentlich Podcast Episode 43.
1:02:25–1:02:30
Alles unter eigentlich-podcast.de zum Nachhören.
Micz Flor
1:02:33–1:02:34
Okay, macht's gut. Also.
Florian Clauß
1:02:34–1:02:36
Macht's gut. Tschüss.

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"Never listen to what people say. Just watch what they do." (Chrisjen Avasarala, S02E01)

Unser Thema ist die Serie "The Expanse", eine Meisterleistung im World Building. Ursprünglich als Massively Multiplayer Online Role-Playing Game (MMORPG) geplant, wurde sie später zu einer Streaming- und TV-Serie umgewandelt. Die letzte Staffel wurde gestreamt, und das letzte Buch wurde veröffentlicht. Es ist also an der Zeit, einen umfassenden Blick auf das Gesamtwerk zu werfen. Obwohl wir vor Plot-Spoilern warnen, kommen wir gar nicht dazu, da wir uns in unserer Begeisterung für die neun Romane, die zusätzlichen Novellen und die für das Fernsehen vom Syfy Network adaptierte Serie verstricken, die jedoch nach drei Staffeln abgesetzt wurde. (Amazon erwarb die Rechte und produzierte drei weitere Staffeln.) Die Handlung spielt in einer Zukunft, in der die Menschheit das Sonnensystem kolonisiert hat. Der Konflikt zwischen der Erde, dem Mars und den "Belters" im Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter eskaliert, als eine mysteriöse außerirdische Technologie namens Protomolekül auftaucht. Die Serie beginnt ohne große Einleitung und nimmt das Publikum mit auf eine Entdeckungsreise durch die Expanse-Welt. Wir hingegen versuchen einleitend eine Zusammenfassung, die jedoch immer wieder scheitert, denn das World Building von "The Expanse" ist ebenso umfassend und scheinbar endlos wie das von Star Wars. Auf einmal ist die Zeit schon um und wir haben kaum begonnen und doch schon zu viel gesagt! Worin wir uns einig sind: Cast, Technik, Locations und Plots begeistern genauso wie die Leichtigkeit, mit der die Welt immer größer wird und jedes Buch schon fast wie ein anderes Genre erscheint. Auch das Protomolekül entwickelt sich weiter: von einer Art Phage, die Zellen befällt, zu einer umfassenden verschollenen Alien-Kultur, die ganze Sonnensysteme in diamantene Festplatten umwandeln und fast-kollabierende Sterne zu Mausefallen umfunktionieren kann.

Shownotes

Mitwirkende

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Micz Flor
Erzähler
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Florian Clauß

Transcript

Micz Flor
0:00:00–0:00:02
Und heute wird nicht geklatscht.
Florian Clauß
0:00:02–0:00:05
Doch, wir müssen nochmal klatschen. Warum? Für das Backup.
Micz Flor
0:00:06–0:00:08
Hä, das ist doch auch Stereo.
Florian Clauß
0:00:08–0:00:11
Nee, das ist ja, quasi jeder Sender nimmt ja einzeln auf.
Micz Flor
0:00:12–0:00:15
Ich dachte du nimmst, ach, im Sender ist die nicht eingefahren.
Florian Clauß
0:00:15–0:00:20
Ja, ja, ja, das war der Punkt, warum ich das Backup nicht eingefahren hab.
0:00:20–0:00:22
Also nee, das Firmware-Update, so rum.
0:00:23–0:00:26
Und erst als ich dann die Sender angeschlossen hab, hat der mir gesagt,
0:00:26–0:00:30
hier mach mal Firmware-Update. Und damit konnte ich dann halt gleich das Backup
0:00:30–0:00:32
machen. Also müssen wir klatschen.
Micz Flor
0:00:33–0:00:39
Gut. Hallo und herzlich willkommen zu Eigentlich Podcast.
Florian Clauß
0:00:40–0:00:46
Der Podcast, wo wir im Laufen reden und redend laufen. Oder sowas in der Art.
Micz Flor
0:00:46–0:00:47
Laufend reden.
Florian Clauß
0:00:47–0:00:55
Laufend reden. Und wir sind jetzt ganz schön hier gerade aus der Janowitzbrücke.
Micz Flor
0:00:57–0:01:00
Haben wir uns getroffen s bahnhof
0:01:00–0:01:05
janowitz brücke und laufen richtung wohin
0:01:05–0:01:13
laufen eigentlich wünscht also ich habe mich so ein richtiges ziel ist lustig
0:01:13–0:01:18
was ist unser ziel das da ist mein destination also was heißt das eine buch
0:01:18–0:01:20
was wir nachher referenzieren werden aber ich,
0:01:22–0:01:26
Ich weiß nicht genau. Wir hatten drüber gesprochen. Mein Wunsch war so ein bisschen,
0:01:26–0:01:34
dass wir rübergehen zum Kino International und dann die Straße langlaufen und irgendwie in so einem,
0:01:35–0:01:39
es ist nicht die Allee der Kosmonauten, aber irgendwie so ein Gefühl haben von
0:01:39–0:01:45
dieser Zeit, als man euphorisch dachte, man kann so den Mond und dann den Rest
0:01:45–0:01:50
des Sonnensystems erobern, wo die Architektur eben gerade hier auch natürlich...
Florian Clauß
0:01:50–0:01:52
Hat das irgendwas mit deinem Thema zu tun?
Micz Flor
0:01:52–0:01:54
Hat mit meinem Thema zu tun.
Florian Clauß
0:01:54–0:01:58
Und was ist dein Thema? Nachdem wir letzte Episode, ich hatte es ja angekündigt,
0:01:58–0:02:02
meinen Dreiteiler gemacht haben über Kinogeschichte der 90er,
0:02:03–0:02:05
ist jetzt natürlich spannend, was hast du?
0:02:05–0:02:10
Willst du dich wieder anschließen, mein Thema?
0:02:10–0:02:12
Oder willst du etwa ausscheren?
Micz Flor
0:02:13–0:02:16
Ich schere aus und ich wollte es mir leicht machen. Ich habe gemerkt,
0:02:16–0:02:17
das ist gar nicht so leicht.
0:02:17–0:02:21
Und für die, die jetzt noch nicht den Titel gelesen haben, singe ich jetzt was
0:02:21–0:02:24
dann kommt man vielleicht drauf weil ich finde das worüber wir sprechen was
0:02:24–0:02:32
sowohl eine buchserie als auch eine fernsehserie sagt man nicht mehr oder es ist eine tv show,
0:02:34–0:02:38
okay eine serie ist ich habe
0:02:38–0:02:41
dieses lied was ich schon lange kenne es hat mich irgendwie daran erinnert
0:02:41–0:02:45
und hin und her dass dabei etwas umgedichtet und es geht so fli me
0:02:45–0:02:48
to the moon and let me
0:02:48–0:02:53
rest amongst the stars let me
0:02:53–0:02:57
see what spring is like on jupiter
0:02:57–0:03:13
and mars in other words we a fan of the tv and book series the expanse also es geht um The Expanse.
0:03:13–0:03:16
Und ich habe jetzt einfach mal gesagt, wir sind beide Fans. Ich glaube,
0:03:16–0:03:19
das stimmt gar nicht so, weil du bist irgendwann ausgestiegen.
Florian Clauß
0:03:19–0:03:20
Nee, stimmt überhaupt nicht.
Micz Flor
0:03:21–0:03:24
Und ich wollte es mir irgendwie leicht machen, weil ich habe die Serie gesehen
0:03:24–0:03:27
und ich habe alle Bücher gelesen, bis auf das letzte.
0:03:27–0:03:30
Und diese Show wird auch voller Plot-Spoiler sein.
0:03:31–0:03:36
Weil, bis auf das, es sei denn, die komplette Story-Arc nicht,
0:03:36–0:03:37
weil das letzte Buch habe ich noch nicht gelesen.
0:03:37–0:03:40
Das heißt, da habe ich auch extra nicht geguckt, wo es da geht.
0:03:40–0:03:43
Und Plot Summary auch nicht gelesen.
Florian Clauß
0:03:43–0:03:45
Dann kann ich dich jetzt voll spoilern.
Micz Flor
0:03:45–0:03:46
Du weißt es schon.
Florian Clauß
0:03:46–0:03:48
Ich habe die letzte Serie geguckt.
Micz Flor
0:03:48–0:03:52
Die letzte Serie? Die sechste Serie von Amazon habe ich auch gesehen.
0:03:53–0:04:00
Aber das ist nicht das Ende der neuen... Es sind neun Bücher und es wurden nur
0:04:00–0:04:06
sechs Bücher verfilmt plus in der letzten Staffel noch eine Kurzgeschichte.
0:04:06–0:04:12
Es gab so ein paar Novellas, die zwischen den eigentlichen Büchern spielen und,
0:04:14–0:04:19
Davon wurden so ein paar Ideen dann auch im TV. Also bei Amazon ist es nicht
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mehr TV, aber vorher bei Sci-Fi, die ersten drei Staffeln wurden von Sci-Fi produziert.
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Da war es wahrscheinlich wirklich noch TV, oder?
0:04:29–0:04:32
Aber dann wurde das von Amazon Prime übernommen.
0:04:32–0:04:38
Und irgendwie, na doch, Amazon nennt sich auch TV, oder? Gibt es das?
Florian Clauß
0:04:38–0:04:44
Ja, also auf jeden Fall hat die ganze Serie ab der dritten Staffel einen extremen
0:04:44–0:04:47
Budget-Boost erfahren.
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Das merkt man an den Spezialeffekten. Und ja, also es ist fast jede einzelne
0:04:55–0:04:59
Folge ist produziert wie ein Kinofilm, kann man schon so sagen.
Micz Flor
0:04:59–0:05:02
Zumindest du ja auch bei einer science fiction
0:05:02–0:05:05
serie immer wieder dieses in
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diesem spagat machen muss zwischen was kostet
0:05:09–0:05:11
eine folge ja wie viel budget habe ich
0:05:11–0:05:20
für special effects und wieviel folgen muss ich jetzt noch machen ja das stimmt
0:05:20–0:05:24
und es ist auch irgendwie so ich weiß nicht wie es dir gegen rückblickend die
0:05:24–0:05:28
erste sie kennen vielleicht mal für die die noch gar nicht wissen worüber wir
0:05:28–0:05:30
jetzt gerade reden, weil wir steigen jetzt schon so ein bisschen an wie so,
0:05:32–0:05:37
David Topgeeks. Der hat gerade so ihren neuen The Expans.
Florian Clauß
0:05:39–0:05:43
Du bist ja auch einer, der immer die Bücher liest, so wie bei Jack Reacher.
0:05:44–0:05:48
Haben wir ja auch schon mal thematisiert. Alle Bücher gelesen und dann erst den Film geguckt.
0:05:48–0:05:52
So soll es sein. Harry Potter weiß ich nicht genau, warum du das gemacht hast.
Micz Flor
0:05:52–0:05:55
Ja, ist lustig, weil ich habe nämlich auch über das Lesen habe ich auch nachgedacht
0:05:55–0:05:58
und dieses Lied, was du mir mal gezeigt hast, kam glaube ich von dir.
0:05:59–0:06:06
Wo dieses, wie hieß die Nummer? Die, äh, die, äh, Lord of the Rings,
0:06:07–0:06:08
the book was probably better.
Florian Clauß
0:06:10–0:06:15
The Awesome, Evil, nee, Axes of Awesome oder sowas. Axes of Awesome.
Micz Flor
0:06:16–0:06:20
He's called Geoffrey, not Joffrey. Nee, die andere und dann so.
0:06:20–0:06:24
Ja, da musste ich so dann denken, wo einer sich dann total aufregt über die
0:06:24–0:06:29
Leute, die dann die Singer im im Fernsehen gesehen haben und die Bücher nicht gelesen haben.
Florian Clauß
0:06:29–0:06:32
Und vor allen Dingen diejenigen, die die Bücher gelesen haben,
0:06:32–0:06:34
das schon vor 20 Jahren gemacht haben. Genau.
Micz Flor
0:06:34–0:06:37
I waited 15 years for the Dance of Dragons!
Florian Clauß
0:06:37–0:06:42
15 years for the Dance of Dragons! 15 years! Und jetzt Rage.
Micz Flor
0:06:42–0:06:48
Genau, Rage Against the Machine. Da musste ich auch wirklich an dich denken, weil es ist schon...
0:06:49–0:06:52
Interessant, du hast ja auch mit meinem Bruder Chris immer mal so folgendes
0:06:52–0:06:56
gesagt, und Chris und ich sind in unserer Dreiergruppe eigentlich plus auf Signal
0:06:56–0:06:58
sind wir ja dann so die, die sich,
0:06:59–0:07:01
über Bücher, also nicht, wir reden ja nicht über Bücher, weil wenn,
0:07:01–0:07:03
dann schreiben wir, wir schreiben auch nicht viel über Bücher,
0:07:03–0:07:06
aber trotzdem habe ich immer das Gefühl, das ist sowas, was,
0:07:07–0:07:12
dich so ein bisschen abtrennt eigentlich von mir, dass du gar nicht so ich hatte
0:07:12–0:07:14
dir ja sogar mal Nicht nur das, Mitch, nicht nur das.
Florian Clauß
0:07:16–0:07:19
Nicht nur oder ein E-Book drin in uns.
Micz Flor
0:07:20–0:07:25
Also, The Expanse. Das ist jetzt so ein bisschen formell. Da gehe ich mal so
0:07:25–0:07:27
durch, um mal so eine Fassung zu machen.
0:07:27–0:07:31
Und danach gehen wir wieder zurück in diesen Banter, wo wir uns einfach die Dinge so zuwerfen.
0:07:31–0:07:35
The Expanse ist sowohl eben eine Science-Fiction-Roman-Serie,
0:07:35–0:07:37
wie die entstanden ist, fand ich auch ganz spannend.
0:07:38–0:07:43
Das hat dann eben auch mit diesem Nerd-Wesen zu tun, weil es war ursprünglich
0:07:43–0:07:51
geplant, als als Online-Multi... Wie heißt das nochmal?
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MMPORG oder wie heißt das nochmal?
0:07:59–0:08:04
MMORPG, genau. Massively Multiplayer Online Roleplaying Game. Das war die Uridee.
0:08:04–0:08:07
Hatte einer der beiden Autoren. Das ist quasi der Pen-Name.
Florian Clauß
0:08:07–0:08:11
Von welchem Jahr reden wir jetzt?
Micz Flor
0:08:11–0:08:19
Wir sind jetzt Anfang der Nullerjahre. Also das erste Buch erschien 2011,
0:08:19–0:08:23
also könnte man sagen, das ist so fast zehn Jahre in Entstehung,
0:08:23–0:08:31
in der Entwicklung von einem Rollenspiel-Weltensystem bis hin zum ersten Buch
0:08:31–0:08:32
sind fast zehn Jahre vergangen.
0:08:34–0:08:40
Das Ganze wurde als ursprünglich zwölf Bücher-Story-Arc angelegt und dann haben
0:08:40–0:08:43
die aber wohl zwischen drittem und viertem Buch, Buch habe ich im Interview
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gehört, haben die so gemerkt, also alles weggeschmissen haben,
0:08:46–0:08:47
was sie dann doch nicht so gut fanden,
0:08:47–0:08:51
wurde das Ganze irgendwie auf neun Bücher beschränkt.
0:08:51–0:08:55
Und ich habe dann auch noch ein anderes Interview gehört, wo die dann auch noch
0:08:55–0:08:56
mal irgendwie so relativ,
0:08:58–0:09:04
relativ confident irgendwie so meinen, ja, wir haben auf alle Fälle die neun Bücher bereit.
0:09:04–0:09:08
Also wenn Amazon da mitmacht, wir haben genug Material.
0:09:09–0:09:12
Aber Amazon hat ja scheinbar dann nach der sechsten Staffel,
0:09:12–0:09:16
was auch mehr oder weniger das sechste Buch plus X ist, aufgehört.
Florian Clauß
0:09:17–0:09:23
Also das war jetzt, war das so eine Startup-Idee oder war das initiiert von Amazon?
Micz Flor
0:09:24–0:09:27
Wir machen jetzt erstmal ganz kurz das Intro für die, die Xpense noch gar nicht
0:09:27–0:09:31
kennen. Und dann rutsche ich genau in deine Fragen auch so ein bisschen mit rein.
0:09:32–0:09:36
Im Amerikanischen, wo es erschienen ist, oder im Englischsprachigen,
0:09:36–0:09:42
heißt der Pen Name, also das Pseudonym, James S.A. Corey. Im Deutschen aber nur James Corey.
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Und das sind die beiden Autoren Daniel Abram und Ty Frank.
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Und die sind auch, das wird auch in Interviews immer diskutiert,
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wenn du die hörst, die haben leicht unterschiedliche Stimmen,
0:09:55–0:09:59
aber so inhaltlich und in der Attitude sind die sich wirklich sehr ähnlich.
0:09:59–0:10:02
Also man hat wirklich so ein Gefühl von einer Brüderschaft. und die sagen auch,
0:10:02–0:10:06
dass viele immer vermuten, wenn man zu zweit schreibt, dann muss man sich irgendwann verkrachen.
0:10:07–0:10:12
Aber die kennen das nicht, also die haben das nie erlebt, sondern im Gegenteil.
0:10:12–0:10:15
Die haben immer das Gefühl, dass wenn einer gerade bei der Filmproduktion ist
0:10:15–0:10:19
oder der andere gerade irgendwie bei einer Messe oder sowas,
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dass der immer für beide sprechen kann.
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Auf jeden Fall, die beiden haben eng zusammengearbeitet, haben etwas anderen
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Hintergrund. Danny Abraham war schon Autor, hat schon eine Reihe von Büchern
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geschrieben, 69 geboren beide, also sind jetzt 54.
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Und Ty Frank wird auch eben als Novelist, aber hat eben diese Publikation, im Prinzip geht seine,
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in Anführungszeichen, Karriere wirklich erst mit The Expanse los.
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Und bei Danny Abraham ist es irgendwie ganz interessant, dass er auch so auf
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seiner eigenen Wikipedia-Seite, da auf seiner Homepage, The Expanse immer so erst als zweites nennt.
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Also ich glaube, er hat irgendwie schon so einen Wunsch, dass seine Erfolge
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auch vor The Expanse best known for, gibt es ja immer sowas.
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Und da hat er ein paar andere Sachen stehen, die ich nicht knowe.
0:11:15–0:11:19
Aber The Expanse, glaube ich, ist wahrscheinlich sein bekanntestes Werk.
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Der erste Roman hieß Leviathan Awakes oder Leviathan erwacht und wurde 2011 geschrieben.
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Und 2012 war der gleich für den Hugo Award als bester Roman nominiert.
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Und 2017 war die gesamte Serie dann nochmal für den Hugo Award,
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also neun Bücher, als beste Serie nominiert. Und gewann das dann auch im Jahre 2020.
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Hugo Award ist insofern interessant, weil das ist, wenn ich mich recht erinnere, der Publikumspreis.
0:11:51–0:11:56
Da geht es also nicht darum, dass das irgendwie von der Jury vergeben wird,
0:11:56–0:12:00
sondern das ist wirklich ein Publikumspreis.
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Also insgesamt sind es neun Romane und es gibt aber auch eben diese Novellen, kürzere Werke.
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Teilweise sind es eher Kurzgeschichten, die aber auch richtig schön zu lesen
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sind, auch wenn man die Serie nicht kennt.
0:12:12–0:12:19
Und Syfy, S-Y-F-Y Network, adaptierte das und hat das unter dem Titel The Expanse
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auch ins Fernsehen gebracht.
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Nach drei Staffeln aber abgesetzt. Amazon hat es dann erworben und produzierte
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drei weitere Staffeln, die alle auf Amazon Prime Video erschienen sind.
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Und ganz kurz noch zu den Autoren und dann kommen
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wir nämlich auch in die Entstehungsgeschichte von The Expanse Reigns.
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Daniel James Abram ist 1969 geboren im November und hat noch ein anderes Pseudonym, MLN Hannover.
Florian Clauß
0:12:48–0:12:48
Hannover?
Micz Flor
0:12:49–0:12:54
Hannover, ja. Er schreibt Romane, Comicbuchautor, Drehbuchautor und Fernsehproduzent
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und die letzteren Dinge sind glaube ich aber auch eben The Expanse verschrieben.
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Und Ty Frank, ist im Mai 69 geboren, der hat, und das fand ich so ganz interessant, der hat in seine,
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der hat eben dieses Media Gaming Tabletop Ding irgendwie so da so mit reingebracht.
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Also eigentlich ist er der, er ist eigentlich das Protomolekül für das Universum,
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The Expanse auf eine Art.
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Das fällt mir jetzt so als Analogie an und was das Protomolekül ist,
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das werden wir dann auch gleich nochmal erklären müssen.
0:13:32–0:13:38
Aber der kommt aus so einem anderen Hintergrund und hatte zum Beispiel auch mit George R.
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R. Martin, also wir haben gerade Dance of Dragons, also der die Game of Thrones
0:13:44–0:13:46
Bücher auch geschrieben hat.
Florian Clauß
0:13:46–0:13:48
Also es lief schon Feuer in Eis.
Micz Flor
0:13:48–0:13:53
Ja, er war dessen Assistent, hat als Assistent für den gearbeitet.
0:13:53–0:13:56
Das habe ich nochmal ein bisschen nachgegoogelt. Im Interview hat er das so erzählt.
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Der wurde von einer Bekannten in so einer Writers Group, also einer Schreibgruppe,
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darauf hingewiesen, dass Martin jemanden als Assistenten für die Multimedia-Sachen sucht.
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Und dann war das wohl so ein ganz informelles Gespräch.
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Also Martin hat dann irgendwie wohl zu ihm gemeint, so Melinda says I should
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hire you. Also Melinda meint, ich sollte dich anstellen.
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Und Ty Frank erzählt dann im Interview, yes and here's why, hätte er gesagt.
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Und hat es dann alles irgendwie so groß erklärt.
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Und am nächsten Tag ging es irgendwie los.
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Und was ich dann auch lustig fand im Interview, ist auch so ein bisschen diese
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Art von Humor und Geek-Humor.
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Und zwar ist es ja, dass alle Leute immer sagen, dass George Martin schreibt
0:14:43–0:14:45
auf einem uralten DOS-Computer.
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Mit der Software WordStar. Also da würde er halt das alles schreiben,
0:14:50–0:14:53
hätte halt kein Internet und nix und sowas. Und,
0:14:54–0:14:59
Und ich habe das jetzt so ins Deutsch übersetzt. Und Ty Frank sagt halt so,
0:14:59–0:15:00
nein, nein, nein, nein, nein.
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Er schreibt tatsächlich nicht auf einem alten DOS-Computer.
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Er hat auf einem alten DOS-Computer geschrieben. Und der ist dann aber kaputt gegangen.
0:15:09–0:15:13
Tatsächlich habe ich ihm den Computer gebaut, auf dem er jetzt schreibt.
0:15:13–0:15:17
Und der ist ein hochmodernes Gerät, auf dem DOS läuft und WordStar 4.
Florian Clauß
0:15:22–0:15:27
Ich kann mich noch daran erinnern, dass ich beim Textverarbeitungsprogramm von
0:15:27–0:15:33
dem C64 auf Pappe so eine Schablone ausgedrückt habe, die direkt über die Tastatur ging.
0:15:33–0:15:37
Und dann waren überall auf dieser Schablone so Beschreibungen,
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welche Funktionen die Tasten haben. Das war so eine Art Mapping von,
0:15:43–0:15:47
welche Funktion ich aus dem Textverarbeitungsprogramm bedienen kann.
0:15:47–0:15:52
Und ich kann mir schon vorstellen, dass wenn der dann, tatsächlich hat der auch
0:15:52–0:15:53
in den 80ern angefangen,
0:15:54–0:15:59
das Lied von Feuer und Eis zu schreiben, dass er dann halt so auf dieses Mapping
0:15:59–0:16:06
von WordStar festgelegt ist, dass er dann halt auch wieder WordStar braucht im Jahre jetzt.
Micz Flor
0:16:06–0:16:09
Ja, das reibt sich halt auch so ganz tief ein. Ich hatte das irgendwie,
0:16:10–0:16:14
fällt mir gerade ein, also erstens arbeite ich beim Texteditieren immer noch
0:16:14–0:16:17
mit Bluefish, aber Bluefish ist quasi für mich schon das Neueste.
0:16:18–0:16:21
Das habe ich jetzt irgendwie seit genau 15 Jahren, aber ich habe Bluefish,
0:16:21–0:16:24
alles andere ist mir irgendwie, man möchte da nicht mehr rein.
Florian Clauß
0:16:25–0:16:26
Und Wim hat man nie gelernt.
Micz Flor
0:16:27–0:16:31
Ja, und das ist halt genau das, ich habe halt Wim gelernt. Und es gibt eine
0:16:31–0:16:37
Sache bei Bluefish, die mir immer wieder passiert ist, dass auf einmal zwei Ds im Text drin sind.
0:16:38–0:16:43
Der Grund ist eher, weil wenn man zweimal D drückt in Wim, dann heißt es Zeile löschen.
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Und manchmal will man ja einfach so eine Zeile löschen komplett und dann kommt
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doppelt D. Das ist so hängen geblieben.
Florian Clauß
0:16:50–0:16:52
Okay, also sagen wir nicht Doppelpunkt.
0:16:54–0:16:57
Q-Strand steht für Exit und Quick.
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Na gut, wir weichen aus, ja, wir schweifen ab, meine ich.
0:17:01–0:17:04
Ich wollte noch kurz nutzen, weil deine Idee war ja auch so ein bisschen hier
0:17:04–0:17:09
auf der Tour, wir sind gerade und ich habe gesehen, hier das Internationale, Kino International,
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ein Kino, wo wir viele Filme gesehen haben und wo auch viele emotionale Erlebnisse
0:17:16–0:17:17
passiert sind im Film. Ganz viele.
0:17:17–0:17:22
Ganz viele, also auch die Räumlichkeiten im Film mit den Filmen zusammen und
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die Räumlichkeiten. Jetzt zwischen uns. Zwischen uns auch.
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Tiger and Dragon haben wir, glaube ich, da gesehen.
Micz Flor
0:17:27–0:17:28
Ja, du bist Tiger.
Florian Clauß
0:17:29–0:17:31
Nee, ich war der mit dem Schiff. Das hast du auch schon mal.
Micz Flor
0:17:31–0:17:32
Ja, aber das war Hero, glaube ich.
Florian Clauß
0:17:32–0:17:36
Naja, das war Hero. Nee, das war Tiger and Dragon. Egal.
0:17:36–0:17:41
Auf jeden Fall hier, direkt an der Karl-Marx-Allee, Kino International, feiert 60.
0:17:41–0:17:48
Geburtstag. Und wir gehen jetzt so in Richtung, in diese Plattenbausiedlung,
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die sich aber so ein bisschen reformiert hat,
0:17:51–0:17:55
zwischen Platz der Vereinten Nationen und Karl-Marx-Allee und versuchen,
0:17:55–0:17:58
so eine kleine Kinotour zu machen.
0:17:58–0:18:00
Und auch an einem unserer Lieblingskinos,
0:18:02–0:18:03
vorbeizukommen.
Micz Flor
0:18:03–0:18:05
Wenn es das überhaupt noch gibt. Das gibt es.
Florian Clauß
0:18:05–0:18:07
Ich war neulich mit Tilwan zusammen.
Micz Flor
0:18:07–0:18:10
Ich liebe es immer noch, ich war aber ewig nicht mehr da.
Florian Clauß
0:18:10–0:18:14
Ich mag das auch voll gerne. Ihr könnt ja spoilern, das Tilsiter Lichtspiele.
0:18:15–0:18:22
Tilsiter, so viel auch sei auch gesagt, Tilsiter hängt dran an dem ganzen an
0:18:22–0:18:26
der die haben eine eigene Brauerei, die haben mehrere Kinos.
0:18:26–0:18:31
Die hatten jetzt auch zuletzt das Kino, was intimes in Friedrichshain stillgelegt
0:18:31–0:18:33
worden war, haben die aufgenommen.
0:18:33–0:18:37
Die haben Zukunft am Ostkreuz, ein Freilichtkino haben die noch.
Micz Flor
0:18:37–0:18:42
So wie du es aussprichst, schreibt man das Zug UMPFT.
Florian Clauß
0:18:42–0:18:48
Zukunft. In der Zukunft, aber die Transkription wird zeigen,
0:18:48–0:18:50
wie sich das ausgesprochen hat.
Micz Flor
0:18:50–0:18:51
Manchmal war es die AI.
Florian Clauß
0:18:52–0:18:56
Und die haben bei allen noch eine eigene Brauerei dran. Und das Tolle ist,
0:18:56–0:19:01
Das Tolle ist, es war noch mal so ein Filmgalaktiv.
0:19:01–0:19:02
Ich weiß nicht, ob die jetzt noch
0:19:02–0:19:05
immer Filme drehen, aber wir haben auf Beta-Folgen früher Filme gedreht.
0:19:05–0:19:12
Und einer von denen ist halt so, der hat Lagerhallen voll von diesem ganzen DDR-Interieur.
0:19:12–0:19:18
Und jede Kneipe, die jetzt zum Kino gehört, Intimis und jetzt hier auch diese
0:19:18–0:19:22
Lichtspiele, wenn du reingehst, die sind immer unglaublich ostig,
0:19:22–0:19:24
aber unglaublich toll eingerichtet.
0:19:24–0:19:28
Da gibt es noch diese Lampenschuhe, es gibt diese Stühle, es gibt diese Verkleidung,
0:19:28–0:19:30
also dieses ganze Originalmaterial.
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Und das kommt halt von diesem einen Typen, der in diesem Kollektiv,
0:19:33–0:19:35
und der hat auch Filme ausgestattet.
0:19:36–0:19:43
Und ja, ich war mal, ich habe mal zusammen mit dem einen studiert und wir konnten
0:19:43–0:19:45
dann immer Filme gucken bei ihm im Kino.
0:19:45–0:19:50
Das war auch total super, als wir uns auf die Seminare vorbereitet haben. Das waren die 90er.
Micz Flor
0:19:50–0:19:52
Und in welchem Kino war das dann?
Florian Clauß
0:19:52–0:19:53
Es war ein Tösetag.
Micz Flor
0:19:54–0:19:55
In den Lichtspielen, wo wir jetzt hingekommen sind.
Florian Clauß
0:19:55–0:19:58
Ja, genau. Da haben wir uns dann immer Vormittag, Sonntag Vormittag getroffen
0:19:58–0:20:03
und hatten dann, ich weiß nicht mehr, auch dann irgend so ein Filmseminar.
0:20:04–0:20:06
Wir konnten dann halt direkt auf der Leinwand gucken.
Micz Flor
0:20:08–0:20:11
Also das ist so, wenn das noch auf hat und die Küche auch noch auf hat,
0:20:11–0:20:14
wenn wir da ankommen, dann machen wir kurz Pause.
0:20:16–0:20:22
Ein Liebespublikum. Und essen, ja, oder veganen Leberkäse. Ich weiß gar nicht,
0:20:22–0:20:23
was die inzwischen so haben.
Florian Clauß
0:20:24–0:20:26
Ja, die haben glaube ich nicht so, die haben nicht so eine gute,
0:20:26–0:20:30
also Zümpfe, ich will jetzt nicht. Okay, ich hab dich unterbrochen.
Micz Flor
0:20:30–0:20:31
Gut, das haben wir nicht gesagt.
Florian Clauß
0:20:33–0:20:33
Genau, schneiden.
Micz Flor
0:20:35–0:20:40
Nee, nicht schneiden. Schneiden tun die anderen. Also, wie ich vorhin schon
0:20:40–0:20:42
sagte, wir kommen jetzt in diesen Anfang.
0:20:42–0:20:46
Wie entstand das Ganze? Das war eben ursprünglich als Idee für Massively Multiplayer
0:20:46–0:20:50
Online Role Playing Game von Tai Frank geplant.
0:20:50–0:20:52
Und der hat das wohl in den Nullerjahren
0:20:52–0:20:59
einem chinesischen Web-Software gepitcht und es kam aber zu nix.
0:21:01–0:21:05
Und er hat dann aber und das ist was, da weißt du vielleicht mehr drüber,
0:21:05–0:21:08
über diese ganze Tabletop-Sache nicht, weil du es selber spielst,
0:21:08–0:21:13
aber vielleicht hast du mehr Geeks in deiner oder Nerds, ich weiß gar nicht
0:21:13–0:21:15
genau da ist ein großer Unterschied,
0:21:15–0:21:20
wie man die jetzt nennen würde, aber Menschen die diese Role-Playing-RPGs Sachen spielen,
0:21:20–0:21:24
weil es gab dann, was im Deutschen wohl Foren-RPG heißt,
0:21:24–0:21:28
oder Post-to-Play-RPG im Englischen,
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wo man dann eben nicht am Tisch sitzt
0:21:32–0:21:35
mit so Role-Playing-Games sondern wo man das in einem Forum gemacht
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hat das gibt es wohl seit den 90er Jahren ist ja auch irgendwie naheliegend und
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man konnte das halt eben dann auch spielen so wie was das
0:21:41–0:21:46
Internet eben ganz gut kann Menschen zusammenzubringen um Dinge drumherum die
0:21:46–0:21:51
aber örtlich nicht zusammenkommen können und diese Tabletop-Idee ist das eine
0:21:51–0:21:57
aber diese erste Version von The Expanse war wohl von Ty Frank schon entwickelt
0:21:57–0:22:01
entwickelt als Storyworld für so ein RPG.
0:22:03–0:22:06
Und da war eben Abraham auch mit drin, der hat das mitgespielt.
0:22:06–0:22:10
Und irgendwann ist das wohl so ein bisschen ausgetrocknet und er hat dann aber
0:22:10–0:22:14
trotzdem Frank angesprochen und gemeint, du hör mal zu, irgendwo habe ich auch
0:22:14–0:22:19
das Zitat gelesen, ich glaube in Wikipedia sogar, dass er ihm gesagt hätte,
0:22:20–0:22:26
kein Autor hat so viel World Development.
0:22:27–0:22:32
Also diese Welten, die der da entwickelt hat, dass die wirklich unglaublich
0:22:32–0:22:34
gut sind. da könnte man doch ein Buch schreiben.
0:22:35–0:22:41
Und das haben die dann auch gemacht. Das erste Buch, Leviathan Wakes,
0:22:41–0:22:43
kam wie schon gesagt 2011 auf den Markt.
0:22:45–0:22:49
Ja, lustig, deshalb beim Recherchieren fallen einem immer Sachen ein,
0:22:49–0:22:50
die man noch nicht wusste darüber.
0:22:51–0:22:53
Es gibt jetzt natürlich dann eben wieder ein RPG.
0:22:54–0:22:59
Das war seit 2018 ein Kickstarter-Projekt, The Expanse Role-Playing Game.
0:22:59–0:23:05
Und da werden wir auch einen Link rausgeben, wo man PDF runterladen kann,
0:23:05–0:23:09
gratis und das Ding wurde dann irgendwie auch entwickelt und hat,
0:23:09–0:23:12
ich habe gerade auf Kickstarter geguckt, letztes Update am 1.
0:23:12–0:23:19
Februar 2023 hat das 402.000 Dollar eingenommen von Spenden,
0:23:19–0:23:24
um eben dieses RPG zu entwickeln, was in den Nullerjahren nie,
0:23:25–0:23:28
zustande kam aber da handelt es sich jetzt wirklich um ein,
0:23:31–0:23:33
Tabletop-Roleplaying-Game, wenn ich es verstanden habe. Also da gibt es auf
0:23:33–0:23:36
einem PDF, kann man runterladen, die Charaktere und so.
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Es ist eine Welt, die ich nicht kenne. Ich weiß nicht, hast du da irgendwas
0:23:39–0:23:41
zu diesen Tabletop-RPG?
Florian Clauß
0:23:41–0:23:44
Naja, ich habe das ja jetzt irgendwie durch Luke, meinem Sohn,
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der war ja so ein bisschen in diesem Warhammer 40k-Universum verfallen.
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Und da habe ich das so mitbekommen. Und da gab es ja immer so zwei Stufen,
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dass man auf der einen Seite dann eben diese ganzen Figuren sich kauft, völlig überteuert.
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Ja, auf der anderen sondern die zusammenklebt, weswegen die alle abhängig werden,
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die Kinder. Schnüffeln.
0:24:06–0:24:10
Und deswegen wollen die immer mehr Modelle bauen und dann halt anmalen,
0:24:10–0:24:13
was unglaublich wirklich eine filigrane Arbeit ist.
0:24:15–0:24:19
Und Luke da auch sehr viel Zeit drauf verwendet hat. Und dann gibt es halt die
0:24:19–0:24:22
andere Phase, wo du halt mit den Dingern anfängst zu spielen.
0:24:22–0:24:26
Da gibt es halt so ein Rolebook, was dann auch jedes Jahr neu rauskommt und
0:24:26–0:24:29
unglaublich viel Geld kostet. Ja, das ist ein Fehler.
Micz Flor
0:24:29–0:24:34
Aber das ist eben das Spannende, finde ich, auch daran, dass es halt eben immer so ein Regelwerk gibt.
0:24:34–0:24:40
Und dieses Regelwerk ist der Teil, der dann wiederum die Charaktere in so Korridore einschränkt.
0:24:40–0:24:44
Und ich glaube, da wird es dann erst spannend. Auf der einen Seite gibt es Charaktere,
0:24:44–0:24:48
die sind aber irgendwie auch belanglos, wenn die ihre Regeln nicht kriegen.
0:24:49–0:24:52
Sie müssen dann bestimmte Sachen können, können bestimmte Sachen nicht.
0:24:52–0:24:56
Und dann ist es halt eben so ein Game-of-Thrones-Universum auch.
0:24:57–0:25:00
Was kann ein Drache? Wie alt muss er sein, damit er was kann?
0:25:00–0:25:03
Oder Pokémon-mäßig. Das sind alles so Sachen, die...
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Ich muss zugeben, ich hatte immer so...
0:25:06–0:25:11
Ist ja auch hier Stranger Things, die spielen ja auch diese Tabletop-Sachen.
0:25:12–0:25:17
Dungeons & Dragons. Und das war immer so eine Sache, wo ich eigentlich gerne,
0:25:19–0:25:20
Interesse für entwickelt hätte, aber es ist nie passiert.
Florian Clauß
0:25:21–0:25:25
Ja, ich hätte auch ein paar Sessions damals in später 80er, Anfang 90er,
0:25:25–0:25:30
wo auch dann ein, du brauchst halt einen Spielemaster, der dann halt irgendwie das aufbaut.
0:25:30–0:25:34
Und ich war halt total aufgeregt und hab dann meinen Charakter auch gezeigt.
0:25:34–0:25:40
Und dann war das erste Spiel und das war halt irgendwie voll scheiße gelaufen
0:25:40–0:25:44
und dann haben die sofort das Interesse verloren. Das war echt so.
0:25:44–0:25:48
Aber ich glaube, wenn man sich da so rein rettet, ist das echt super.
0:25:49–0:25:54
Und vor allen Dingen, du musst so viel wissen. Das ganze Regelwerk ist halt
0:25:54–0:25:57
so komplex und da kommen wir ja wieder zu Expanse.
0:25:57–0:26:02
Expanse ist ja ein politisches Universum. Was ich da auffalte,
0:26:02–0:26:06
wer mit wem, welche Liga, welche Waffenklassen-Typen, wie sie sich dann halt
0:26:06–0:26:11
gegenseitig politisch dann irgendwie so in Angriff nehmen.
0:26:11–0:26:14
Und das ist ja bei Expanse ganz, ganz stark so.
0:26:16–0:26:20
Und das kann ich mir sehr gut vorstellen, dass das aus diesem RPG-Kontext,
0:26:20–0:26:23
Tabletop-Spielen und so weiter sich entwickelt hat.
0:26:23–0:26:26
Also ist nachvollziehbar. Ich kannte jetzt die Vorgeschichte nicht dazu.
Micz Flor
0:26:27–0:26:30
Nee, wusste ich auch nicht. Bin jetzt auch erst bei der Recherche irgendwie untergekommen.
0:26:31–0:26:36
Und macht gleichzeitig irgendwie Sinn, weil ich weiß noch, als ich die erste
0:26:36–0:26:39
Staffel angefangen habe, ich habe es auch nicht zuerst gelesen,
0:26:40–0:26:40
sondern später gelesen,
0:26:43–0:26:48
wie schnell man so ein Star Wars Gefühl hat.
0:26:48–0:26:50
Also das Gefühl hat, dass hinter diesem bisschen Geschichte,
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was man mitbekommen hat, also das Narrativ, was erzählt wird,
0:26:53–0:26:58
dass das mit einer Sicherheit erzählt wird, die nur entstehen kann, wenn,
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hinter dem Ganzen einfach alles durchdacht ist.
Florian Clauß
0:27:04–0:27:11
Ja, wenn ganz viel so, wenn nur so die Eisspitze und hinter liegt der Eisberg
0:27:11–0:27:14
darunter und hat ganz viel Inhalt.
Micz Flor
0:27:15–0:27:20
Und das ist dann wirklich auch das, wo du, also wir können ja mal ganz kurz umreißen, um es geht.
0:27:20–0:27:23
Das ist irgendwie, keine Ahnung, ein paar hundert Jahre entfernt von uns.
0:27:23–0:27:25
Es gibt inzwischen einen Epstein Drive.
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Epstein Drive ist damit kann man sehr schnell
0:27:29–0:27:34
fliegen das ist quasi so ein bisschen die prämisse von von diesen apps dann
0:27:34–0:27:39
greift und dazu auch noch so ein interview schnipsel den ich ganz spannend fand
0:27:39–0:27:45
und zwar also der erste teil davon der zweite teil macht später erst in der
0:27:45–0:27:48
sich den ersten wo die meinten.
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Sie wollten eine Welt schaffen, die halt so ein bisschen zwischen Apollo 13,
0:27:56–0:27:59
also der Mission, die dann auch mit Tom Hanks verfilmt wurde,
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glaube ich, und Buck Rogers, das ist so Ende 70er Jahre, so eine TV-Serie,
0:28:05–0:28:08
also so ein 70er Jahre einfach, so ein 70er Jahre Feeling schaffen.
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Also wo alles aber wirklich noch und das ist dann auch so ein bisschen wie die
0:28:13–0:28:16
alten folgen die wir manchmal so versucht haben so ganz aus dem fenster zu lehre
0:28:16–0:28:19
alles noch in so einer newtonischen welt.
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Verbandelt ist weiß das wird noch verbrannt das wird noch energie irgendwie
0:28:25–0:28:31
so raus also es wird keine keine die technik ist unglaublich fortgeschritten
0:28:31–0:28:34
und dennoch bewegt es sich nicht nicht im Quantenraum, sozusagen.
0:28:35–0:28:40
Es wird halt unglaublich viel gebrannt, es entsteht Hitze, die Hitze muss abgeführt werden.
0:28:41–0:28:44
Und die haben halt gesagt, die haben so bestimmte Prämissen geschaffen,
0:28:44–0:28:47
die man einfach akzeptieren muss und die aber sich auch irgendwie so vertraut
0:28:47–0:28:50
anfühlen müssten, dass man dann was sagt, okay, das kann ich glauben.
0:28:50–0:28:55
Und dieses Epstein Drive, das kann halt unglaublich schnell fliegen und das
0:28:55–0:28:59
ist gut genug erklärt und sie nennen das halt so Wikipedia Plausibility.
0:28:59–0:29:05
Also sowas wie so ein Wikipedia-Eintrag, wo man was über Chemie liest oder Physik oder irgendwas.
0:29:05–0:29:08
Und was auf Wikipedia ist, das ist gut genug.
0:29:08–0:29:15
Die beiden Autoren verbindet noch eine Sache, so in einem wissenschaftlich-akademischen
0:29:15–0:29:20
Rahmen, ist, dass sie beide ein Degree in Biologie gemacht haben.
0:29:21–0:29:25
Und das war wohl auch irgendwie so eine Online-Rezeption, die jemand noch vorgelesen
0:29:25–0:29:30
hat, als sie beiden bei Google eingeladen waren. Das war nach dem vierten Buch, glaube ich.
0:29:31–0:29:36
Und in dieser Rezension war es auch wirklich so, dass jemand gemeint hat,
0:29:36–0:29:40
ja, es ist natürlich alles ein bisschen crazy mit diesem Weltraumflug und sowas,
0:29:40–0:29:44
aber auf jeden Fall, die Biologie haben sie ziemlich gut dargestellt.
0:29:45–0:29:51
Oder didn't mess up the biology war glaube ich das Englische und das ist so
0:29:51–0:29:55
diese Epstein Drive und deshalb können die das Sonnensystem bevölkern, das ist quasi die Grenze,
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und da gibt es eben ein Buch, The Stars My Destination was,
0:30:03–0:30:09
auch als Referenz angelegt wird, was noch so aus einer anderen Generation kommt,
0:30:09–0:30:14
ich habe die Zahlen jetzt gerade nicht im Kopf aber was dann eher so so ein 2001,
0:30:15–0:30:19
also so aus einer anderen Dekade, eine andere Art von Science-Piction,
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wo es aber auch eben um diesen Hintergrund geht,
0:30:22–0:30:25
dass die Menschheit als Gesellschaft das Sonnensystem besiedelt hat.
0:30:25–0:30:31
Und bei, also Ty Frank hat dieses Stars Modestination als Referenz mit angegeben.
0:30:32–0:30:35
Und hier ist es jetzt so, dass wir im Prinzip drei...
0:30:37–0:30:41
Ja, wie möchte man sagen, Gruppen, drei Typen, was willst du das nennen?
0:30:41–0:30:43
Oder man hat drei Gesellschaften vielleicht.
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Das eine ist natürlich die Erde, die ist der Ausgangspunkt und hat immer noch
0:30:50–0:30:55
die größte Bevölkerung.
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Das zweite ist der Mars, der wurde eben besiedelt, der wurde auch angefangen
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mit Terraforming, aber es ist noch nicht abgeschlossen.
Florian Clauß
0:31:04–0:31:07
Und die dritte sage ich
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jetzt eben gesellschaft ist ist in
0:31:10–0:31:16
dem astroiden gürtel der belters genau eine asteroid belt die heißen der belters
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und die sind ja wie würdest du beschreiben ja das sind ja so diese auf der einen
0:31:24–0:31:29
seite hat diese diese outlaws ja und auf der anderen seite so ein ein bisschen so diese Piraten,
0:31:30–0:31:34
aber gleichzeitig auch so diese eher so ein Stimmen organisiert,
0:31:34–0:31:40
weil natürlich aufgrund der physikalischen Größe von so von den einzelnen Asteroiden ja,
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da nur auch eine Handvoll Leute sich niederlassen können und deswegen sind die
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auch so in so Tribals dann organisiert und haben auch so entsprechend so Codes untereinander,
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also das heißt, da geht es viel so wer kann mit wem und es ist so so ein bisschen
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so in dieser ganzen Piraten, was man auch so vom Piratenfilm kennt,
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in dieser Form gezeigt.
Micz Flor
0:32:07–0:32:12
Ja gut, und politisch, wirtschaftlich sind die sehr, sehr wichtig.
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Die bringen Wasser, Rohstoffe, alles was aus dem Asteroid Belt,
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was da verfügbar ist, das wird von denen geharvestet oder abgebaut.
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Aber wirtschaftlich werden die halt immer unterdrückt und sind natürlich extrem
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abhängig und sind auch immer in einer großen Gefährdung, weil es nirgends da
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wo sie sind zum Beispiel einfach Sauerstoff gibt.
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Extrem darauf angewiesen auch immer, dass man kann den buchstäblichen harn zu drehen.
Florian Clauß
0:32:43–0:32:48
Ja, gleichzeitig sind sie aber für den ganzen Abbau der Ressourcen,
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also sind da auch wieder so diese Ölbohrinseln, dass sie die Ressourcen quasi
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ran schaffen für den Rest und da bestimmte Elemente auch ran holen,
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die die anderen nicht zur Verfügung haben.
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Also die sind in so einer Abhängigkeit drin. Also das ist auch so ein bisschen
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die Kolonialisierung, also sie selber kolonialisieren, aber gleichzeitig sind
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sie diejenigen, die ausgebeutet werden.
Micz Flor
0:33:14–0:33:21
Und da beginnt dann quasi auch das erste Buch oder eben auch die erste Serie,
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weil sich da in der Gruppe der Belters langsam ein Widerstand,
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revolutionärer Widerstand bildet.
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Und das wird irgendwie versucht von den Innerplanets, also die inneren Planeten
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Mars und Erde, die allerdings auch nicht direkt verfeindet sind,
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aber verfeindet genug, dass man sich nicht mehr über den Weg traut.
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Es ist aber jetzt kein Krieg zwischen denen.
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Und das verbindet aber Mars und Erde, dass sie dafür sorgen müssen,
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dass die Beltas halt jetzt nicht versuchen, sich da Unabhängigkeit anzustreben
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oder zu erkämpfen oder so.
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Und das ist dann, finde ich, so ein bisschen eine Referenz zu Robert Heinleins
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Buch The Moon is a Harsh Mistress, aus dem, glaube ich, so ein paar Sachen inspiriert
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sind, die später auch in die Expanse kommen.
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Da geht es bei The Moon is a Harsh Mysteries darum, dass er...
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Sehr interessantes Buch.
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Wo auch wirklich eine andere Form von Gesellschaft, Familienkonzept und so was,
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Gerichtssprechen, so was vorgestellt wird.
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Ziemlich interessant, teilweise auch sehr witzig.
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Es geht darum, dass eben der Mond genau das ist, was die Belters,
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was wir gerade erklärt haben, sind. Da wird irgendwie angebaut,
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abgebaut und immer zur Erde geschickt.
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Und die wollen unabhängig werden und drohen der Erde, was die Erde erstmal lächerlich findet.
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Weil was will der Mond uns drohen? Die haben ja nichts. und dann passiert das,
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was dann auch später in der, ich glaube, im fünften Buch, muss ich auch nochmal gucken, genau,
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passiert, dass bei Moon is a Harsh Mistress schon diese Idee kam,
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dass man ja einfach am Mond nur Gesteinsbrocken in die Erdumlaufbahn bringen
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muss und mit so einem ganz kleinen Raketchen, also einem Thruster,
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kann man die dann irgendwie so antippen, dann fällt die auf die Erde runter.
0:35:17–0:35:22
Das heißt, der Aufwand vom Mond, die Erde zu bombardieren, ist deutlich geringer
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als für die Erde, den Mond anzugreifen und den Mond zu bombardieren.
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Also es gibt so ein paar Inspirationen, wo sich dann diese The Expanse schon
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auch an solchen Dingen anlehnt, aber es ist trotzdem, finde ich, was Neues.
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Es ist irgendwie was Neues, hat irgendwie so dieses Star Wars Feeling von die
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Welten sind dermaßen durchdacht, dass man das Gefühl hat, man kann einfach wirklich
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in so einem Role-Playing-Game einfach mal eine Tür aufmachen und kommt irgendwo raus.
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Das ist wirklich sehr gut entwickelt.
Florian Clauß
0:35:53–0:35:58
Also ich finde auch, was ich wirklich bei der Serie, auch die ersten Seasons,
0:35:58–0:36:00
die dann relativ günstig noch produziert waren,
0:36:00–0:36:05
wo die sich total viel Mühe gegeben haben, um das irgendwie ordentlich darzustellen,
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war eben diese ganze Physik dahinter.
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Das heißt, erstmal ist dieser eppstein antrieb ziemlich genial dargestellt dass
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ich bin dann die ich viel richtig gemacht in der visuellen umsetzung und dann
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ist auch zum die belters die dann auch eben dadurch dass die halt viel weniger schwerkraft aus.
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Haben die ihren ganzen Knochenbau und so weiter, ihre ganze Physiknomie des
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Körpers umgestellt und können gar nicht mehr so ohne weiteres auf der Erde leben.
0:36:36–0:36:41
Und die werden ja auch so als so sphärenhafte Wesen beschrieben.
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Die sind auch so gecastet, die Schauspielerinnen und Schauspieler,
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dass die sehr lange Glieder haben, dass die so langgezogen sind.
0:36:49–0:36:53
Also das heißt, diese Schwerkraft, die den Körper dann halt so auch verändert,
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die fehlende Schwerkraft, die den Körper verändert hat.
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Da gibt es auch eine Szene, wo, wenn die sich halt so im Schwerkraftfeld nähern,
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dann müssen die Tabletten nehmen und dann müssen die halt medikamentös bearbeitet
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werden, damit die halt überhaupt das aushalten können, ja.
0:37:06–0:37:12
Und da hat der Film extrem viele solche Sachen, also das betrifft ja wieder
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die Biologie, ne, die sind sehr toll durchdacht und, aber auch die Physik und
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wo dieses erste Battle stattfindet in der Schwerelosigkeit.
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Und du siehst die ganze Zeit so ein bisschen wie bei Gravity,
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dass du diese rotierenden Kugeln hast, dass du auch irgendwo eine Anziehung
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zwischen den kleinen Körpern hast, dass du siehst, wie die Gewehrkugeln oder
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diese Fader-Dinger, die dann abgeschossen werden,
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dann halt so ständig rotieren und man muss dann wieder ausweichen den Kugeln,
0:37:41–0:37:42
die man abgeschossen hat.
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Also sie sind nicht irgendwie weg, so wie bei Star Wars, wieder Fade oder Wutsch,
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sondern es ist auf einmal so ein ganzer Kosmos von...
Micz Flor
0:37:49–0:37:51
Das ist bei Gravity in der Atomkraft.
Florian Clauß
0:37:51–0:37:54
In der Gravity oder auch bei dem. Also es gibt ja so ein Duell,
0:37:55–0:37:59
wo die dann am Anfang, ich glaube, das kommt wirklich in der ersten Staffel vor,
0:38:00–0:38:05
wo die dann ständig mit diesem, da fällt, glaube ich, ein Antrieb aus und die
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müssen halt die ganze Zeit gucken, wie sie dann in diesem Kampf dann wieder
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eine Stabilität gewinnen.
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Und das ist halt so sehr gut inszeniert, wo du merkst, okay,
0:38:14–0:38:19
das ist halt so Near Fiction, weil es dann so schon mit diesen physikalischen
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Gesetzen irgendwie auch mitgeht.
Micz Flor
0:38:22–0:38:25
Ja, so Sachen werden auch immer wieder eingesetzt in einem Buch,
0:38:25–0:38:27
was dann zum ersten Mal auf,
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Einem Planetenspiel, der nicht in unserem Sonnensystem ist, da entwickelt sich
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die Geschichte dann hin, dass sie dann da in die Erdung,
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also in der Umlaufbahn zum Planeten, dann an Höhe verlieren und nicht wissen,
0:38:41–0:38:45
weil sie den Drive nicht anschmeißen können,
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nicht wissen, wie sie da wieder rauskommen und sich dann entschließen auch eben
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mit diesen, das heißt PDCs, das ist auch wieder so ein Ding,
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die sagen halt PDC, keine Ahnung, aber eben diese im Prinzip klassischen,
0:39:00–0:39:04
Pistolen, wo vorne was rauskommt und das dann eben als Rückstoß einsetzen und
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einfach feuern, um sich dann wieder in eine höhere Umlaufbahn zu bewegen.
0:39:09–0:39:12
Also solche Ideen dann. Also wie kommen wir da raus? Das ist ganz viel schon
0:39:12–0:39:14
auch, wo man so mitdenkt, wie wollen die das jetzt lösen?
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Und aber auch genießt, dass man weiß, dass es ausweglos erscheint,
0:39:18–0:39:20
aber die werden da schon was finden.
0:39:20–0:39:23
Das ist irgendwie schon echt irgendwie over the top.
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Und gleichzeitig eben wirklich sehr, sehr gut durchdacht.
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Was gar nicht gehen wird, glaube ich, in der Folge, weil wir auch schon ziemlich
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weit hinten raus zeitlich sind, ist, dass wir wirklich so die Bücher durchgehen.
0:39:39–0:39:42
Ich habe nämlich auch gemerkt, das meinte ich ja ganz am Anfang,
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ich wollte es mir einfach machen, aber ich habe gemerkt, es ist gar nicht einfach,
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weil ich habe das alles gelesen, irgendwie ganz viel Intus.
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Und dann kommen immer so Ideen hoch, so wie wenn man an seine eigenen,
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keine Ahnung, Urlaube, Reisen oder sonst was denkt. Und man sagt,
0:39:55–0:39:56
ach ja, und dann war doch noch das und das.
0:39:57–0:40:02
Aber das ist es nichts, was man irgendwie wirklich katalogisch behalten kann,
0:40:02–0:40:06
finde ich. Also ich könnte jetzt nicht sagen, was passiert denn in der dritten Staffel.
0:40:06–0:40:10
Ich habe mir dann sogar noch von Heine Verlag, da ist das in Deutschland erschienen,
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habe ich mir noch die Umschlagtexte irgendwie rausgezogen.
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Um auch nicht zu plot spoilern. Trotzdem merke ich halt es ist total schwer,
0:40:24–0:40:28
für mich das so zu trennen. Und das Zweite, was halt auch total schwierig ist
0:40:28–0:40:31
für mich, weil ich habe kein gutes Namengedächtnis, sonst kommen halt unglaublich
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viele Menschen mit unglaublich tollen Namen vor.
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Aber wir haben diese drei Gesellschaften. Das Besondere ist auch noch,
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dass halt die Belter haben eine eigene Sprache.
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Das ist dann so ein bisschen vielleicht, keine Ahnung, wenn man sich das vorstellt,
0:40:46–0:40:50
Ja, wobei in Australien war ja früher mal eben auch,
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gehörte zum englischen Königreich, war dann irgendwann unabhängig und irgendwie
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sind viele dahin ausgewandert, die irgendwie ganz weit weg wollten,
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weil sie irgendwie vielleicht was zu verstecken hatten.
0:41:02–0:41:05
Ist vielleicht ein Klischee, vielleicht ist da was dran, keine Ahnung.
0:41:05–0:41:11
Aber auf jeden Fall ist beim Beltas eben auch so, dass unglaublich viele Kulturen zusammenkommen.
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Und wie du schon gesagt hast, es hat so Tribal Cultures, auch die ganzen revolutionären
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Zellen, Anführungszeichen, haben eigene Titel und eigene Logos, Tattoos und so.
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Und deshalb gibt es da diese Beltersprache, in der ganz viele unterschiedliche
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Sprachen zusammenkommen.
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Und das macht Spaß zu lesen, weil man wirklich beim Lesen teilweise auch nicht
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erklärt bekommt, was da jetzt gerade passiert ist.
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Und wenn man dann irgendwie auf Seite 12 Sasa gelesen hat und auf Seite 48 Sasa
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nochmal gelesen hat, und dann hinten, dann hat man irgendwas so,
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das muss sowas heißen wie oder was meinst du?
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Stimmst du mir zu? Also man hat halt so bestimmte Sachen, die dann und das ist ganz schön gemacht,
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das ist im Buch nicht so ein Riesenthema, aber die haben dann wohl für die Verfilmung
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wirklich auch einen Linguisten eingestellt oder Linguistin, weiß ich nicht, der die das so weit
0:42:12–0:42:15
ausgearbeitet hat, dass das wirklich auch gesprochen werden kann von Schauspielern
0:42:15–0:42:17
und Schauspielerinnen.
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Ja, so, das heißt, wir gehen jetzt mal den Anfang zurück, weil die Entstehungsgeschichte
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war ursprünglich so, dass eben Abraham den Frank angesprochen hat und gemeint
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hat, du, lass uns doch mal ein Buch schreiben.
0:42:33–0:42:36
Und hat dann so ein paar Regeln aufgestellt, weil er so ein bisschen penibel
0:42:36–0:42:40
ist mit dem Buchschreiben, hat gesagt, jedes Kapitel hat 3000 Worte und jedes
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Buch hat nicht mehr als 53 Kapitel oder irgendwas in der Art.
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Und dann haben die sich anfangs wohl wirklich einmal die Woche zum Schreiben
0:42:47–0:42:54
getroffen, jeden Mittwoch, und haben dann das fertige Kapitel dem anderen gegeben zum Redigieren.
0:42:55–0:42:58
Das wurde dann über die Woche redigiert und die haben dann scheinbar wohl,
0:42:58–0:43:03
so wie ich es verstehe, am Mittwoch wirklich ihre 3000 Worte runtergeschrieben.
0:43:03–0:43:07
Und so war nach einem Jahr das erste Buch fertig.
Florian Clauß
0:43:07–0:43:08
Ja.
Micz Flor
0:43:08–0:43:14
Und die, ist das offen? Nee, ist irgendwo am Parkplatz hängen geblieben.
0:43:20–0:43:23
Ich weiß jetzt nicht mehr, wer von beiden wen geschrieben hat,
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aber anfangs sind das eigentlich so ein bisschen wie Game of Thrones.
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Jedes Kapitel hat eine Überschrift und das eine ist Miller und das andere ist Holden.
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Das ist im ersten Buch, sind das eigentlich die beiden, die miteinander sprechen.
0:43:40–0:43:42
Es gibt noch ein Präfix, also vorneweg.
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Das ist also die
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frau die vom und da kommen wir gleich zu protomolekül befallen wurde und es
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gibt hinten auch noch ein letztes kapitel das ist wie hieß er noch mal der butcher
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of anderson station der head of opa der eigentlich von der erde kam haben.
Florian Clauß
0:44:05–0:44:07
Ja, ja. Angel.
Micz Flor
0:44:10–0:44:15
Das geht schon los mit Namensgedächtnis. Aber ansonsten ist es wirklich in diesem
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Buch, das ist später nicht mehr so wirklich, Miller Holden, Miller Holden,
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Miller Holden, Miller Holden. Immer abwechselnd werden die Kapitel beschrieben.
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Und Miller ist eine Person, die später auch noch auftaucht.
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In den anderen Holden taucht immer auf Miller dann nicht mehr,
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weil der eigentlich eigentlich schon im ersten Buch stirbt.
Florian Clauß
0:44:34–0:44:41
Das ist hier so eine Sportschule, wo meine Tochter immer Basketballtraining hat.
0:44:42–0:44:44
Das ist so eine doppelstöckige Sporthalle.
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Unten waren immer so die Handballer, das ist so ein bisschen mit Arena.
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Und oben drüber ist dann so ein Basketball, so riesengroß, so ein Sportgymnasium.
0:44:53–0:44:55
Das ist echt ganz interessant.
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Dann alles immer mit irgendwie Abtrennung. Du kannst dann halt irgendwie verschiedene
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Kombinationen von einem Raum machen.
Micz Flor
0:45:05–0:45:08
Riesig. Sieht so aus, als ob es so groß sein muss, weil die da drinnen alle
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entweder so groß sind oder so schnell.
Florian Clauß
0:45:09–0:45:14
Das ist alles so groß rum. Das ist Pali, Pali, Pali Landenstraße sind wir jetzt hier.
0:45:17–0:45:21
Genau, also Miller, den würde man ja, also ich finde es klingt auch so,
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es hat so was Film-Noir-mäßiges.
0:45:24–0:45:26
Ja, ja, es ist auch wirklich so. Also es ist halt so ein bisschen so.
Micz Flor
0:45:26–0:45:29
Das sagen im Interview auch, Noir war halt so der Hintergrund.
Florian Clauß
0:45:29–0:45:34
Ja, und das sieht man auch an der Figur. Und ja, es hat so was,
0:45:34–0:45:36
es hat was Blade Runner-mäßiges.
0:45:36–0:45:40
Aber Miller ist halt ein krasser Charakter. Also beide sind halt krass, ja.
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Aber Miller ist so schon der Charakter, auf dem man so am meisten steht da.
Micz Flor
0:45:45–0:45:49
Also auch so Richard Chandler irgendwie, also es ist,
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halt so ein Detektiv dieser Miller Strang und Holden die treffen sich natürlich,
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der Miller Strang ist halt wirklich eher so ein,
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50er Jahre Detektiv Geschichte in, keine Ahnung in Paris man hat wirklich so
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das Gefühl und Miller ist einfach auch so in Anführungszeichen abgehaftet so
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ein bisschen so über sein bestes Alter hinaus,
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und arbeitet ja für eine form der
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also was polizei ähnliches was halt
0:46:22–0:46:27
auf css ist es glaube ich ja da bist du mit deinem planeten wissen noch ein
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bisschen wichtig gleich astroiden wissen sie es ja geht schon los und zwar gibt
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es eben unterschiedliche himmelskörper die wir namentlich auch irgendwie kennen
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zum beispiel eros bietet sich an also es ist ja auch toll dass eros halt halt der,
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am Ende der ersten Staffel oder des ersten Buchs ist es halt so ein ganz wichtiger Asteroid.
Florian Clauß
0:46:48–0:46:54
Aber heißt nicht auch der Aeros Angel, der eine Charakter? Ha! Okay.
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Weißt du den nicht mal? Der, nachdem du alle gefragt hast.
Micz Flor
0:47:00–0:47:02
Nee, nee, nee. Wie heißt der denn?
Florian Clauß
0:47:02–0:47:07
Also der, das Muskelpaket, was alle rausboxt.
0:47:09–0:47:15
Amos ist das. Amos, genau, Angel und Eros. Amos.
Micz Flor
0:47:15–0:47:17
We get it. Das ist die Zukunft.
Florian Clauß
0:47:18–0:47:21
Okay, das war hart.
Micz Flor
0:47:22–0:47:28
Also Ceres ist eine der ersten Stationen, die da besiedelt wurde.
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Und die Schwerkraft auf Ceres ist 0,3 G.
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Und zwar wurde das nur deshalb hergestellt,
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weil die diesen Durchhalttechnik, eben auch so Newton'sche Physik kann man gar
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nicht besser beschreiben,
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die haben Ceres angefangen zu rotieren und diese Rotation dann so stark erhöht, dass sie 0,3 G,
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also ein Drittel der Erdanziehung.
Florian Clauß
0:47:59–0:48:02
Also auch so Terraforming dann da betreiben.
Micz Flor
0:48:02–0:48:03
Ja, in gewisser Weise.
Florian Clauß
0:48:03–0:48:07
Es gibt ja auch so diese Stationen, die dann halt auch begrünt sind,
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wo man dann so ein bisschen so...
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Wo das gesellschaftliche Leben stattfindet, aber es gibt auch immer diese ganzen
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Setups, die dann halt so vom Dock sind.
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Also wo halt irgendwie so dieses Verruchte auf der einen Seite halt diese ganzen
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Container, die da verfrachtet werden, auf der anderen Seite gibt es dann die
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Bars, wo man sich dann halt weghauen kann.
0:48:31–0:48:35
Also haben eine unglaublich gute Ästhetik und so eine Atmung geschaffen.
Micz Flor
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Ja, genau. Es geht also immer ganz viel eben auch um natürlich so Grenzökonomien.
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In jedem einzelnen Asteroiden, an dem man ein Schiff anlegen kann oder ablegen
0:48:43–0:48:45
kann, entsteht eben eine Grenze.
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Und diese Grenze ist dann auch irgendwie, muss sich jemand schmieren oder nicht.
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Also all diese Film-Noir-Elemente sind da auch so irgendwie mit drin.
Florian Clauß
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Ja, das stimmt. Das ist ja der Transit.
Micz Flor
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Und Miller ist als Schauspieler finde ich auch interessant, weil er ist der
0:48:57–0:49:03
Einzige vom ganzen Cast, der irgendwie schon ein Gesicht hat, was man kennt.
0:49:04–0:49:11
Und der war zum Beispiel Judge Dredd in dem Film bei Judge Dredd.
Florian Clauß
0:49:11–0:49:15
Der ist auch ein superer Film. Der ist eigentlich so ein Kurzfilm,
0:49:15–0:49:19
aber so einfach in der Action so bereit getreten.
0:49:20–0:49:23
Das ist die Episode, wo der dann irgendwie so einsteigt.
Micz Flor
0:49:24–0:49:25
Also nicht Sylvester Stallone.
Florian Clauß
0:49:26–0:49:27
Nein, nein, nein.
Micz Flor
0:49:28–0:49:31
Weil wir den Namen jetzt nicht kennen. Ich kenne den ja, den Film auch.
0:49:31–0:49:35
Und das ist aber auch insofern gut gewählt,
0:49:35–0:49:40
weil der Schauspieler halt ähnlich wie Miller auch irgendwie mit viel Potenzial
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und Herz am rechten Fleck irgendwie so dann doch eben nicht den großen Coup gelandet hat.
0:49:47–0:49:51
Und dass der jetzt eben diese Miller spielt, ich finde, das passt ganz gut so.
Florian Clauß
0:49:51–0:49:56
Ja, und er hat ja auch eigentlich so vom Charakter und wie er sich dann entwickelt
0:49:56–0:50:01
mit diesem Protomolekül, hat er ja so eine völlig überhöhte Rolle.
0:50:01–0:50:06
Er ist ja quasi so der Prophet, das Gotteswesen in diesem Film.
Micz Flor
0:50:07–0:50:12
Der Angel um deinen Begriff doch noch einsetzen. Angel Miller.
Florian Clauß
0:50:12–0:50:13
Angel Miller, ja.
Micz Flor
0:50:14–0:50:16
Und Holden ist der andere.
Florian Clauß
0:50:16–0:50:23
Hier ist so eine Ostbäckerei. Die machen auch selber Brot.
0:50:24–0:50:27
Das ist wirklich sehr lecker hier.
Micz Flor
0:50:27–0:50:32
Cool. Die Schrippe, die Urschrippe.
0:50:33–0:50:38
Wo wurde die Schrippe erfunden, bevor die Karre was für die Schrippe erfunden wurde? Hier.
0:50:40–0:50:46
Der andere ist Holden. Das ist das andere Kapitel. Und Holden ist... Holon.
Florian Clauß
0:50:47–0:50:51
An wen erinnert dich Holon? Als Gesicht.
Micz Flor
0:50:51–0:50:52
Das Gesicht.
Florian Clauß
0:50:54–0:50:59
Ich dachte immer, wenn ich das plotten darf, es ist halt so Keanu Reeves,
0:50:59–0:51:02
aber halt irgendwie so als totales Babyface.
Micz Flor
0:51:02–0:51:04
Echt? Keanu Reeves?
Florian Clauß
0:51:04–0:51:07
Voll. Ich denke immer die ganze Zeit, oh Keanu Reeves, aber es war halt so,
0:51:07–0:51:13
ich finde den, also ich finde den Cast, der ist gut, aber gleichzeitig war ich
0:51:13–0:51:15
bei Holden immer unsicher.
0:51:16–0:51:17
Kannst du das nachvollziehen?
Micz Flor
0:51:17–0:51:24
Ja, total. Aber interessanterweise ist die Beschreibung im Buch von seinem Charakter auch dann später,
0:51:24–0:51:26
wo es dann wirklich Jahrzehnte später ist, wo er dann schon alt,
0:51:26–0:51:30
grau und sowas, wo die Leute dann auch immer sagen, ja, man sieht noch dieses
0:51:30–0:51:33
kindliche, jugendhafte, dieses,
0:51:33–0:51:41
also er ist halt einerseits wirklich ein sehr, sehr klar abgrenzter Mensch,
0:51:41–0:51:44
der zum Beispiel einfach die ganze Zeit im ersten Buch immer alles,
0:51:44–0:51:47
was ihm gerade an Informationen von den Füßen fällt, rausgibt und damit dann
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auch einen interplanetaren Krieg auslöst.
0:51:50–0:51:55
Aber das ist nicht seine Schuld, weil wenn die Leute die Wahrheit nicht richtig
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verstehen können, dann hin und her.
0:51:57–0:51:59
Also er ist quasi so Wikileaks.
0:52:01–0:52:05
Und auf der anderen Seite ist er aber auch immer so ein bisschen naiv,
0:52:05–0:52:10
aber auch so ein kuscheliger Typ, so wie lustigerweise denke ich immer so wie
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jimmy hendrix so früher beschrieben wurde der in seinen zwanzigern hat schon
0:52:13–0:52:19
weltstar wurde und gleichzeitig aber immer so sowohl ganz viele freundinnen
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hatte die ihn so bemuttert haben und ich finde hat auch so was sehr kindlich,
0:52:25–0:52:29
jungenhaftes obwohl dann auch nicht mehr frauen stehen ist das ist auch so sein
0:52:29–0:52:35
sein sein image jetzt eben im Buch und im Film auch, dass die Frauen stehen auf ihn und,
0:52:36–0:52:37
er hat jetzt auch keine,
0:52:39–0:52:42
Kapitänsrolle, er hat eine militärische Ausbildung.
0:52:42–0:52:44
Was ist das denn? Umspannberg Ost.
Florian Clauß
0:52:45–0:52:50
Hier war mal das, doch da ist das Kriminaltheater, wo ich nie drin war.
0:52:51–0:52:54
Aber wenn wir mal Agathe Christi als Bühnenstück sehen wollen,
0:52:54–0:52:57
dann sollten wir hier auf der Seite Kriminaltheater.
Micz Flor
0:52:57–0:53:05
Na dann nix wie weg. Nichts für ungut, aber es ist ganz schön aufgepräzelt.
Florian Clauß
0:53:06–0:53:07
Hier ist der Spielplan.
0:53:10–0:53:16
Vielleicht sind wir wirklich da mit Christian. Guck mal hier, Zeuge in der Anlage.
Micz Flor
0:53:17–0:53:20
Tata Dreininger als Theaterstücke. Ist alles da.
Florian Clauß
0:53:20–0:53:25
Was will man noch zu Hause vor dem Laptop sitzen?
0:53:26–0:53:30
Ja, aber Hosen. Also ich meine, das, was dieser Spagat zwischen,
0:53:30–0:53:35
wie du sagst, auf der einen Seite ist der, also vielleicht müssen wir auch nochmal diese Position,
0:53:35–0:53:42
also die Situation, auf der Erde, was auf dem Mars passiert ist,
0:53:42–0:53:45
die Belters und dann halt die kleine,
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Gruppe, die Crew um Holden,
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die ganz viel eben auch Krieg verhindert,
0:53:56–0:53:57
Sachen löst.
0:53:57–0:54:01
Das ist ja übernatürlich, was die alles irgendwie so...
Micz Flor
0:54:01–0:54:02
Ja, ja, und das hört ja auch nicht mehr auf.
Florian Clauß
0:54:03–0:54:07
Das hört auch nicht mehr auf. Und da finde ich halt Holden als so so ein Charakter,
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der dann halt durch das Stahlbälle-Bad gegangen ist, sieht ja immer so weich
0:54:13–0:54:17
und kindlich aus und ich finde das so ein bisschen, aber irgendwie funktioniert es dann doch.
Micz Flor
0:54:18–0:54:21
Das ist insgesamt so, also auch was du vorhin gemeint hast, die Darstellung
0:54:21–0:54:27
von Belters, also dass die alle eben eher so ein bisschen lang und schlagsig sind, die sind in Low-G,
0:54:29–0:54:32
aufgewachsen und über Generationen hat sich das dann wohl einfach so,
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ja, ich meine, das kann jetzt ja keine direkte Mutation sein,
0:54:36–0:54:44
das sei denn, denn es ist durch die, also ja, kann natürlich schon sein,
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dass es eine Form der Mutation ist, die angelegt ist.
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Insofern ist halt die Umweltstimuli dann bestimmte Gen-Sequenzen nicht aktivieren
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oder doch aktivieren, sodass die halt einfach einen anderen Körperbau haben.
0:54:56–0:55:00
Aber im Cast ist es dann natürlich so, dass Holdens spätere Freundin,
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die Belter ist und die im Buch fast eineinhalb Köpfe größer ist als er,
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Ist einfach dann, Naomi Nagata heißt die, die ist im Film dann schon gecastet,
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ist eine sehr hübsche Frau, die ihm halt so bis zur Schulter geht und wo das
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alles dann irgendwie so eine klassische Romance-Situation passt.
Florian Clauß
0:55:22–0:55:23
Ja, das ist dann so die Love-Story da drin.
Micz Flor
0:55:24–0:55:27
Genau, aber ich finde den Cast sehr gut, gerade eben auch Amos Burton,
0:55:28–0:55:30
wie du sagst, und dann Alex.
Florian Clauß
0:55:30–0:55:37
Und dann wie heißt nochmal die quasi die UN-Vorsitzende der Erde?
Micz Flor
0:55:38–0:55:39
Afasarala oder so.
Florian Clauß
0:55:39–0:55:43
Genau und das fand ich auch, das wollte ich nochmal sagen, das finde ich ganz interessant,
0:55:43–0:55:48
als ich dann irgendwann nach der Serie nochmal den Wikipedia-Artikel dazu gelesen
0:55:48–0:55:54
habe, dass dann der ganze Cast und das war glaube ich vor allen Dingen bei der so,
0:55:54–0:56:00
dass die vorher in in der Filmografie nichts hatten, aber in diesem Spielekontext aufgetaucht sind.
0:56:00–0:56:06
Das heißt... Nee, als Charakter. Das waren halt wirklich so diese Zwischensequenzen
0:56:06–0:56:14
von irgendwelchen hochproduzierten Games, wo dann auch irgendwelche real eingespielten Sachen kommen.
0:56:14–0:56:19
Da hatten sehr viele von denen im Cast halt da ihre.
0:56:19–0:56:22
Und das war das erste Mal, dass ich das halt irgendwie so wahrgenommen habe.
0:56:23–0:56:28
Hört man ja immer, dass dann in der Spieleindustrie die macht viel mehr Umsatz
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als dann die ganze Firmenindustrie.
0:56:30–0:56:37
Und jetzt wird das dann so quasi, es geht halt von einem Genre ins andere über.
Micz Flor
0:56:38–0:56:42
Ja, spannend. Das wusste ich auch nicht.
0:56:43–0:56:46
Aber es ist wirklich so, dass man das Gefühl hat, der Cast sind eigentlich Menschen,
0:56:46–0:56:49
die man noch nie gesehen hat.
0:56:49–0:56:52
Und das, finde ich, funktioniert wirklich auch gut, bis auf Miller.
0:56:52–0:56:55
Und der ist dann gleichzeitig aber auch jemand, wo man denkt,
0:56:55–0:56:56
woher kenne ich das Gesicht nochmal.
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So, finde ich wirklich gut gelöst. Ich glaube, was ich vorhin gesagt habe,
0:57:01–0:57:07
kommt jetzt irgendwie nochmal ganz gut bei unserem Versuch, das alles zu umreißen an.
0:57:07–0:57:12
Also das, die Welt ist so gut durchdacht, dass wenn wir, wir laufen jetzt gerade
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Gefahr, alles erklären zu wollen, so von der Physik, hier und da und da.
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Und das Tolle an der Geschichte ist ja, die fängt einfach an und die Worlds,
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die scheinen da halt durch.
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Also nur was die Geschichte braucht, versteht man dann. Und das ist aber dann auch hat Hand und Fuß.
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Und die Geschichte ist eben so, dass,
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Holden mit Crew auf so einem kleinen Schiff von einem großen Water Hauler heißt
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das glaube ich, also jemand, der große Asteroiden Wasser abzapft oder schmilzt,
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was dann irgendwie gebraucht wird.
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Die empfangen ein Notrufsignal. Es grüßt Alien, also von wegen Referenzen das Notrufsignal.
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Und die kommen dann auf Eros, da kommt dieses Notrufssignal her.
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Und da ist dann aber nichts und niemand und irgendwie ist es unklar und die finden dann was.
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Und ich weiß dann gar nicht mehr, ob die da schon, ehrlich gesagt,
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ob die da schon dann das Protomolekül sehen.
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Auf jeden Fall finden die dann eben da wohl eine Batterie, auf der noch irgendwie
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rudimentär zu erkennen ist, dass die von Mars stammt.
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Und dann wird, während die da sind, um diesem Signal zu folgen,
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wird in die Canterbury, so heißt der Waterholler, abgeschossen.
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Von wem wissen sie nicht, von irgendwelchen Tarnkappen, Kampfraumschiffen.
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Und er bläst dann eben in die Welt und dann geht die ganze Kriegssache los.
0:58:51–0:58:54
Er bläst dann die Welt, dass die Marsianer da irgendwie eine Falle gelegt haben,
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keiner wüsste warum und so. Aber auf jeden Fall ist auch auf Eros irgendwie
0:58:57–0:59:02
dieses Protomolekül schon vorhanden.
Florian Clauß
0:59:02–0:59:05
Aber was ist denn das Protomolekül?
Micz Flor
0:59:05–0:59:10
I'm glad you asked that question. Das habe ich nämlich auch lange irgendwie
0:59:10–0:59:14
nicht kapiert und es ist auch nicht so ganz klar.
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Also das ist so ein bisschen dann wieder der, von wegen Referenzen,
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die man so im Kopf auch macht.
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Wir hatten ja auch schon immer wieder mal über die drei Sonnen gesprochen.
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Und da gibt es ja auch ähnliches Worldbuilding, wo eine der Sachen ist,
0:59:29–0:59:35
dass ein multidimensional gefaltetes Molekül oder so, das kommt dann irgendwie
0:59:35–0:59:39
in die Erde, entfaltet sich und umspannt dann die ganze Erde und kann die ganze
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Kommunikation erfassen oder so.
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Also diese Idee, dass wir in dieser, und das ist dann ganz wichtig eben für
0:59:45–0:59:50
The Expanse, in der neutronischen Welt, in der das alles passiert,
0:59:51–0:59:55
da dringt jetzt etwas ein, was nicht mehr nach den gleichen Gesetzen läuft.
0:59:56–1:00:02
Und das, finde ich, ist ein super Kniff in dem ganzen Setup,
1:00:03–1:00:09
Eine glaubhafte Welt, also eine Science-Fiction-Welt, mit der wir uns immer
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verbinden können, erschaffen.
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Und da dringt jetzt aber was ein, was wir nur erahnen können, aber trotzdem glauben.
1:00:17–1:00:20
Aber wir checken es nicht wirklich. Das Protomolekül, das ist wohl,
1:00:21–1:00:24
wie sich dann später herausstellt, ich glaube, auf Phoebe.
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Wie spricht man das aus? Das ist, glaube ich, auch ein Jupiter-Mond.
Florian Clauß
1:00:30–1:00:31
Ja, das ist ein Jupiter-Mond.
Micz Flor
1:00:31–1:00:36
Da wurde das gefunden und wie sich dann später herausstellt bzw.
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Vermutet wurde als Waffe, da ist dann auch die Referenz 2001.
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Also die finden dann auf 2001 diesen Quader und wissen nicht, woher der kommt.
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Und später stellt sich dann heraus, dass auf einmal ganz viele von diesen Quadern
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im Jupiter entstehen, in diesem Auge im Jupiter. Aber warum,
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weiß ich auch nicht mehr.
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Aber es ist quasi etwas aus der Vergangenheit. Es ist ur-ur-ur-uralt und trotzdem
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technologisch unglaublich stark weiterentwickelt.
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Und das hat so etwas, wird dann so beschrieben in diesen Fan-Wikis, als so eine Art Phage.
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Also ein Virus, der nur Bakterien befällt und kein als Wirt.
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Und also in diesem Protomolekül sind ganz viele Möglichkeiten angelegt.
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Andere also erstens bezieht es
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seine energie aus radioaktivität und das
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zweite ist aber dass es in der lage ist die
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umgebenden also die dinge die mit denen es in kontakt gerät umzubauen und für
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sich nutzbar zu machen das gilt eben auch für lebewesen das befällt lebewesen
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ist tötet sie letztendlich es hat sogar auch viren ähnlich dann so eine form
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sich weiter zu verpflanzen das heißt Das heißt, in dem ersten Buch,
1:01:56–1:01:59
wo das noch recht unelegant und zombihaft erklärt ist,
1:02:00–1:02:04
ist dann, ich glaube, Eros ist das sogar befallen.
1:02:05–1:02:12
Und dann werden zuerst eben Leute in Räume getrieben, in denen diese,
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also fürchterliche Szenen, werden da so reingetrieben, wo man weiß,
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dass da die Protomoleküle drin sind.
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Und dann kotzen die alle und stecken sich alle gegenseitig an.
1:02:23–1:02:26
Also es ist irgendwie ganz ekelhaft und kommt dann dazu,
1:02:26–1:02:30
dass das Protomolekül, ja, und das Protomolekül baut dann aber die Körper auch
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noch um, sodass dann manchmal Adams Family ähnlich so eine Hand alleine läuft
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oder auf einmal irgendein Körper fünf Arme hat.
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Also das Protomolekül hat halt weder Skrupel...
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Noch ästhetisch ein Feinsinn. Es nimmt halt einfach aus.
Florian Clauß
1:02:49–1:02:56
Aber es hat eine hohe Mutationsrate und kann dann eben auch zu diesen Superwarriors geführt werden.
Micz Flor
1:02:56–1:02:59
Ja, und diese Superwarriors, die sind dann aber eben schon Experimente.
1:02:59–1:03:01
Das ist sozusagen eine Absplitterung.
Florian Clauß
1:03:01–1:03:03
Die Domestizierung des Protomoleküls.
Micz Flor
1:03:03–1:03:06
Es wird versucht, das natürlich gleich militärisch nutzbar zu machen.
1:03:06–1:03:10
Das, was man da ganz am Anfang findet, ist schon eine Folge davon.
1:03:11–1:03:14
Und Mao heißt die, glaube ich.
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Das ist die eine Tochter von einem Industriemagnaten, dem sozusagen alles gehört,
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der dann auch da rein investiert hat.
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Und die, wie sich das dann eben gehört für solche Charaktere in solchen Romanen,
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die will ihr eigenes Ding machen, verlässt die Familie, haut abschließlich den Balthasar an.
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In der Revolution hat Razorback, das ist ihr ultraschnelles Rennboot,
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eigentlich so ein Renn-Schnellboot, mit dem sie durchs Universum schießen kann,
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also durch die Sonnen-Soll heißt das, unser Sonnensystem im Buch.
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Und die ist befallen.
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Und da gibt es dann auch später so Einträge, die Miller findet.
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Miller verliebt sich so ein bisschen in sie, während er das alles recherchiert.
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Er wird damit beauftragt, darüber was rauszufinden und findet dann eben so Tagebuch,
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Logbuch-Einträge, wo sie erklärt,
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wie sie gefangen wurde. Sie wusste nicht genau, was da gemacht wurde.
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Da war sie dann wohl eben auch schon irgendwie von dem Protomolekül befallen.
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Und es war das Experiment eben, das so gezielt einzusetzen, um die ganze Stärke
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und Skrupellosigkeit, Also diese Sache, diese unglaubliche Energie,
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die da angelegt ist, die eben nicht aus unserem Energieverständnis,
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sondern eben aus irgendeinem Quantending herauskommt,
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die mit Menschen so zu verbinden, um dann super Soldaten und Soldatinnen zu bauen.
Florian Clauß
1:04:45–1:04:54
Und es ist so, dass nach und nach die einzelnen Parteien in diesem Universum,
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also wir haben auch die Erde auf der einen Seite, Mars.
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Mars ist so ein bisschen die chinesische Bevölkerung, würde ich mal sagen.
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Von der Disziplin her ist es ein Autokratenstaat. Und die Bertas auf der dritten Seite.
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Und dann gibt es halt so irgendwie noch so Dinge, Sachen, die dann hin und her,
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aber die Einzelnen kriegen dieses Protomolekül und es fängt so eine Aufrüstung
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an. Das ist quasi wie die Atombombe.
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Und dann die Bälter, das kriegen sie dann auch zuletzt und das ist halt so ein
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unglaubliches Politikum.
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Dann kommt halt neben diesem ganzen Sci-Fi und neben diesem ganz Fantastik hat
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der Film so eine starke politische Komponente, wie es halt auch bei das Lied
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von Feuer und Eis, also Game of Thrones, so stark gemacht wurde.
Micz Flor
1:05:45–1:05:50
Ja, es ist nicht unähnlich dem, dass dann zum Beispiel der Drache auch infiziert
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wird und dann zu so einem blauen, blauäugigen Drachen wird.
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Also irgendwie ist das gar nicht unähnlich. Das stimmt.
Florian Clauß
1:05:59–1:06:02
So, wir sind jetzt hier in der Richard-Sorge-Straße. Das heißt,
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jetzt sind wir hier in der Nähe von dem Kino, ne?
Micz Flor
1:06:06–1:06:11
Ja, ich habe jetzt gar nicht mehr mir selber, ich habe mir, doch,
1:06:11–1:06:13
ich habe mir selber Ich habe selber zugehört und gar nicht mehr geguckt,
1:06:13–1:06:14
wo wir lang gelaufen sind.
Florian Clauß
1:06:16–1:06:20
Hier auf der linken Seite, wo wir ein bisschen hochlaufen, da kommt das Kino.
Micz Flor
1:06:23–1:06:26
Gut, dann gehen wir da mal kurz hin und eventuell machen wir da eine kurze Pause.
1:06:26–1:06:29
Mal schauen. Dann gucken wir auf die Uhr. Wie viel Zeit haben wir denn schon?
Florian Clauß
1:06:32–1:06:33
Ich meine, die Frage ist.
Micz Flor
1:06:36–1:06:40
Ich will es noch erzählen. Genau, dann ist es fertig.
1:06:40–1:06:44
Ich denke, vielleicht ist die essentielle Frage,
1:06:44–1:06:47
warum würde man das, nachdem wir jetzt so alles Mögliche versucht haben,
1:06:47–1:06:52
begeisternd zu erzählen, warum würde man dieses Buch, ohne dass wir jetzt irgendeinen
1:06:52–1:06:56
Charakter so genau beschrieben haben, warum würde man das Buch oder den Film
1:06:56–1:06:57
irgendjemandem empfehlen?
1:06:59–1:07:00
Was begeistert dich daran?
Florian Clauß
1:07:02–1:07:06
Ich habe das Buch nicht gelesen. oder die Bücher.
Micz Flor
1:07:06–1:07:08
Aber die Fernsehserie.
Florian Clauß
1:07:08–1:07:14
Die Serie, ja. Hier ist es ja so angeklungen, wenn nicht ausgesprochen,
1:07:15–1:07:23
nämlich den Cast, mit dem man auch wirklich sich so identifizieren kann.
1:07:23–1:07:28
Dieses ganze Universum, der Kosmos, der da aufgefallen wird und das,
1:07:28–1:07:32
was ich auch echt stark finde an den Büchern und an der Serie ist,
1:07:32–1:07:34
dass die sich immer mehr leveln.
1:07:35–1:07:39
Also man denkt an einem Punkt, okay, jetzt geht es, mehr geht nicht und da kommt noch mehr.
1:07:40–1:07:43
Und das finde ich halt schon ziemlich gut einfach von der Geschichte.
1:07:43–1:07:49
Und gerade so, was dann jetzt mit diesem Gate in die andere Welt dann noch reinkommt.
1:07:49–1:07:54
Also ein bisschen wie von Nolan Interstellar.
1:07:54–1:07:56
Da gibt es ja auch so ein Gate.
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Und es kommt immer mehr da rein. Also auch auf die Gefallen,
1:08:01–1:08:02
dass man immer weniger versteht.
1:08:02–1:08:07
Aber irgendwie hast du ganz gut verstanden, man versteht genauso viel,
1:08:07–1:08:11
es ist ein bisschen wie so eine Fackel und du siehst genau diesen Wegabschnitt,
1:08:11–1:08:15
den du sehen musst, um weiterzukommen und du brauchst nicht alles zu sehen,
1:08:16–1:08:19
du brauchst nicht alles zu verstehen und das finde ich sehr gut gelöst bei dieser
1:08:19–1:08:23
Serie und da verlässt dich nicht und du bist bei den Charakteren und diese hast
1:08:23–1:08:25
du ganz unterschiedliche Charaktere,
1:08:26–1:08:34
Ich habe ja nur die Serie gesehen, was mich total fasziniert hat an der Serie.
Micz Flor
1:08:37–1:08:44
Ja, das kann ich, also das geht so in die Richtung, was mich daran auch so,
1:08:45–1:08:49
also es ist vielleicht so ein bisschen wie was du über das Tabletop-Spielen
1:08:49–1:08:53
gesagt hast, beim ersten Mal spielen wird einem dann irgendwie entweder langweilig
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oder man bleibt dran und dann wird man so ein bisschen abhängig davon.
1:08:57–1:09:02
Ob das mir so gehen würde, weiß ich nicht, aber in diesem Kontext,
1:09:02–1:09:06
also bei den Büchern, wo es dann noch weiter geht, finde ich das irre.
1:09:06–1:09:09
Es gab mal ganz früher so einen Film von Eames, also so ein Designer,
1:09:09–1:09:11
ich weiß nicht, ob du den kennst, wo die.
1:09:13–1:09:17
Reinzoomen, das gibt es ganz oft in Social Media, so irgendwie reinzoomen oder
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rauszoomen, um halt die Größe des Universums oder des kleinen Atoms darzustellen.
1:09:22–1:09:27
Es hieß Power of Ten, weil das immer so ein Power of Ten rein und raus geht.
1:09:28–1:09:31
Und so, finde ich, ist das bei denen auch das Protomolekül ist am Anfang irgendwie
1:09:31–1:09:36
nur sowas Zombie-mäßiges oder kann dann Menschen so aggressiv und mächtig machen, wie er will.
1:09:36–1:09:41
Aber dann passiert es dann auf einmal, dass dieses Protomolekül mit Eros zusammen,
1:09:42–1:09:48
auf die Erde fliegen will und dann wird klar, dass es halt nicht in unserer Energie-Denke,
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existieren kann, weil es halt eben so den Eros,
1:09:53–1:09:56
Asteroiden so hin und her schieben kann, wie das einfach nicht möglich wäre.
1:09:57–1:09:59
Es wäre einfach nicht möglich, mit irgendwelchen Mitteln das so schnell zu tun
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und er weicht die Raketen aus, als wäre das quasi so ein Weidenhalm im Wind,
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stürzt dann auf die Venus und baut dann in der Venus so ein bisschen was wie
1:10:11–1:10:20
bei, weißt du, so dieser, wie hieß nochmal der Film mit dem Watchman?
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Genau, Watchman, du weißt genau, was ich meine. Wird dann so gebaut. Dr.
Florian Clauß
1:10:24–1:10:25
Manhattan.
Micz Flor
1:10:25–1:10:28
Dr. Manhattan. hätten. Und der baut dann irgendwie auf der Welt das Protomolekül
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von sich aus, irgendwie so Kristallsachen und,
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während dieser Eros mit immer schneller werdender Geschwindigkeit auf die Erde
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zurast steht oder sitzt, ist ja auch im Film so, sitzt dann Miller,
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Detektiv, auf diesem Astriden, auf dem Stuhl, ohne Sauerstoff,
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kann trotzdem atmen, raucht eine Zigarette und so weiter.
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Und diese,
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Skalierung, es geht immer weiter, also wird immer größer, es wird immer größer,
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das Photomolekül stellt sich dann halt heraus.
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Ich glaube, am Ende des zweiten Buchs verlässt es auf einmal die Venus.
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Anfang des dritten Buchs hat es dann ein System aufgebaut, das Ring Gates,
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also wo dann eben, wie du schon gesagt hast, über 1300 Löcher innerhalb von
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so einer Sphäre, die nicht in unserem Denken drin ist, also auch wieder nicht
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in unserer, du fliegst da rein, dann bist du in der sogenannten Slow Zone,
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da muss man aufpassen, wenn man zu viel Energie,
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Dann entstehen da so Indifferenzen und Schiffe verschwinden auf einmal,
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muss ich also ganz genau einstellen.
1:11:30–1:11:36
Und kann von dort dann einfach durch diese Gates eben teleporting-mäßig in andere Sternensysteme.
Florian Clauß
1:11:36–1:11:40
Das ist ein bisschen wie bei Stalker, die Zone, dieser Raum dazwischen.
Micz Flor
1:11:40–1:11:44
Genau, das hat so einen eigenen, es ist so ein bisschen unheimlich.
1:11:45–1:11:47
Wollen wir noch einmal einen Block gehen oder weitergehen oder hier einen Kern?
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Wir sind jetzt bei Tilsiter, weil ich wäre jetzt fast fertig.
Florian Clauß
1:11:52–1:11:58
Ja, dann müssen Sie das nochmal, also ich hätte noch einen Punkt und das ist
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glaube ich auch dieses...
Micz Flor
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Weil deine Aminosäureketten für die Gift sind, was auch dazu führt,
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dass die Erdmenschen, die es kolonisieren wollen, immer Erde mitbringen müssen,
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eigene Früchte, um überhaupt leben zu können. Manche mehr, manche weniger.
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Also das wird halt dann alles in diesen Welten auf einmal werden so riesige
1:12:38–1:12:43
Artefakte, die in unserem Sollsystem nicht sind, gefunden und die haben dann
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Terraforming mäßig gemacht,
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wo die dann ganze Planeten, also wo dann wirklich so künstliche Monde um Planeten, Das ist riesig.
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Du merkst halt so, ey krass, diese Existenzen, die Gatebuilders heißen die,
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glaube ich, die konnten das.
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Die sind aber weg. Warum sind die weg?
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Und die haben auf Phoebe eben so ein Protomolekül, das sollte in diesem System
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was passieren. Dann wird das sofort quasi platt gemacht.
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Und dann kommt eben in einem Buch auf einmal diese zweite Ebene raus,
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so von wegen, ja diese Gatebuilders, Da gab es dann noch andere,
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die haben die platt gemacht.
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Und dann entsteht wirklich so ein Battle, der dann schon so griechische Mythologie
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oder Mama und Papa, so über dir, so zwei Urmächte, die schon lange tot sind,
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aber die schon alles irgendwie konnten, die sich dann...
1:13:37–1:13:40
Die Gatebuilders waren halt die mächtigsten, aber dann gab es die,
1:13:40–1:13:42
die die ja umgebracht haben.
1:13:44–1:13:49
Und dafür haben wir aber nur Artefakte, die halt Millionen oder Milliarden von
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Jahren, keine Ahnung, die einfach so alt sind, dass wir, wir haben keine Schriften
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von denen und trotzdem gibt es immer wieder auch Momente, wo diese uralt Artefakte dann auf einmal...
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Angeschaltet werden und das aber
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zum beispiel auch in einem buch oder in der 1 serie wo miller taucht
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dann wieder auf als vision von holden holden sieht miller aber sieht miller
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immer nur wenn er alleine ist und das ist halt wie die vision aber es ist echt
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und miller kann auch nichts anfassen aber es ist alles irgendwie sinnhaft und
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holden macht dann somit aber miller wie sich irgendwie herausstellt ist eigentlich
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von protomolekül irgendwie so hergestellt anhand dessen,
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was das Protomolekül in Holden von dem herstellen kann. So ein bisschen wie bei Contact.
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In Contact, wo die ihren Vater trifft als Alien, weil sie mit dem irgendwie reden kann.
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Und so wird das dann hergestellt und Holden wird dann die Puppe,
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der diese ganzen Artefakte anschaltet und dadurch aber auch fast alles irgendwie...
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Also das ist wieder so seine blauäugige...
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Miller Holden sagt, kann ich dir vertrauen? Miller sagt, natürlich kannst du
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mir vertrauen, wir kennen uns doch schon ewig. Okay, dann drücke ich da drauf,
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drück drauf und dann wird alles überflutet.
1:15:00–1:15:02
Das ist irgendwie ein bisschen absurd und trotzdem mag man Holden.
1:15:03–1:15:06
Und dann sind diese Artefakte da und es geht dann irgendwie immer weiter.
1:15:06–1:15:10
Und dann ist es in den letzten Büchern sogar so weit, dass dieser Kampf zwischen
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diesen beiden Entitäten dann irgendwie so spürbar wird.
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Zum Beispiel gibt es dann eben, haben die Gatebuilders, haben auch in manchen
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Systemen so Dinge gebaut,
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wie zum Beispiel in einem, das wird dann so erforscht, in einem ist halt nichts
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außer einem Neutronenstern.
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Der Neutronenstern ist quasi von nichts umgeben. Da ist nichts,
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das Vakuum, hartes Vakuum, das so hart geht gar nicht.
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Wie die das überhaupt alles weghalten. Crazy Technology.
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Und während die da drin sind, überlegen die sich, was könnte das sein?
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Egal, wissen wir nicht, wir haben alles gemessen, jetzt fliegen wir zum Nächsten.
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Die wollen halt eben alle Systeme untersuchen, in denen kein Leben möglich ist.
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Und in dem Moment ist aber so, dass die Bösen in diesem Buch,
1:15:59–1:16:00
brauchen wir gar nicht genau reingehen, irgendwelche Menschen,
1:16:00–1:16:03
die haben sich dann überlegt, wenn so ein Schiff verschwindet,
1:16:05–1:16:12
Dann müssen wir jetzt diese Entitäten dahinter bestrafen, um herauszufinden,
1:16:12–1:16:15
ob dann sich deren Verhalten ändert oder nicht.
1:16:15–1:16:19
Wenn nicht, dann ist es reine Mechanik. Wenn sich das Verhalten verändert,
1:16:19–1:16:21
dann ist da noch irgendwie Leben auf der anderen Seite.
1:16:21–1:16:25
Und dann, als die dieses System gefunden haben mit Neutronensternen,
1:16:25–1:16:32
schicken die dann einfach so ein Raumschiff mit Antimaterie in der Geschwindigkeit
1:16:32–1:16:36
durch den Ring, dass es zu schnell ist und dann wird es quasi verschluckt,
1:16:36–1:16:37
das hat man ja früher schon rausgefunden,
1:16:37–1:16:41
wird verschluckt und dann läuft der Zeitzinder und dann explodiert irgendwann,
1:16:41–1:16:45
keiner weiß wo, diese Antimaterie.
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Und während die das noch beobachten, verschwindet das Schiff,
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dann ist es irgendwie kurz weg, die wollen halt dann Richtung Gate fliegen und
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auf einmal merken die dann, dass halt in dem Raum um sie drumherum auf einmal Materie entsteht.
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Und das ist halt wirklich so ein Quantenthema. Aus dem Raum aus dem Nichts entsteht
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so Materie und die überlegen sich, was könnte das sein, wozu ist das gut,
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ist das jetzt nur hier oder ist das jetzt auf einmal am ganzen Ebenen,
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war ja noch gar nichts da.
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Und dann wird auf einmal klar, oh shit, dieser Neutronenstern,
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der war schon seit Milliarden Jahren auf so einem Level,
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wo er nichts hatte, was er aufsaugen konnte, aber trotzdem kurz vorm Tipping
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Point war, um halt zu explodieren.
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Und dann fliegen die dann irgendwie noch raus und diese Materie,
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die auf einmal aus diesem Quantenraum entsteht, zündet dann sozusagen diesen
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Neutronenstern und der schießt dann zurück in dieses Gate-System rein.
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Und also explodiert dann quasi. Das sind halt so Riesenfallen,
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die da gebaut sind, die ja Millionen Jahre quasi.
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Und dann finden die einen Riesendiamant, so große Jupiter, wie sich dann später
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herausstellt, das ist ein Datenspeichersystem.
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Also Langzeitdaten in Diamantstrukturen speichern. Also das findest du in alles.
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Und das ging halt ursprünglich los mit diesem einen bisschen Protomolekül auf dem einen Planeten.
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Und dann zieht sich aber die Story-Arc von den Charakteren, aber eben auch von
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dem, was man sich alles weiterdenken kann mit dem Protomolekül.
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Die zieht sich halt so durch die Serie durch.
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Und die wird dann eben auch immer noch eins größer.
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Und dann geht es jetzt nicht mehr um die Charaktere selbst. Also wir haben ganz
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wenig jetzt nur über die Menschen gesprochen. Das Story-Development ist aber
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natürlich auch total spannend.
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Aber allein diese Welt verändert sich im Hintergrund immer weiter, immer weiter.
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Und hat dann eben diese geniale Balance, finde ich.
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Das alles im Glaubhaften bleibt. Das bleibt glaubhaft, weil wir am Anfang mit
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einer zukünftigen Welt in Berührung kamen, die wir gut verstehen können.
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So könnte das ja sein, dass da irgendwie ein Asteroid bärt und so weiter.
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Und dann im zweiten Schritt dahinter eine Welt, die in einer Physik ist,
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die für uns irgendwie so gerade so ein bisschen,
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also Oppenheimer und so, also diese Quantenwelt und dann entsteht halt auf einmal
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Materie als Energie Und das muss ja keiner kapieren, aber man kann es auch noch glauben.
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Und die haben das total gut hingekriegt, dass man das alles irgendwie so glauben kann.
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Und dann geht es im vorletzten Buch, geht es dann auch wirklich noch in diese
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Form von Penrose, diese eine Folge, die wir auch schon hatten,
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wo es um diese Pan-Psychic-Consciousness ist quasi im Universum angelegt.
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Und wir sind eben einfach nur, wir sind auch conscious, aber das ist ja dieses
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Bild, dass das alles miteinander verbunden ist.
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Und das kommt dann da auch noch so irgendwie rein. Und das...
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Diese Ringbilder ausgelöscht wurden von den anderen über dieses Feld,
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was Consciousness heißt. Die waren einfach sehr sensibel.
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Dieses Consciousness konnte quasi beeinflusst werden und dann starben die alle.
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Aber die Menschen sind halt nicht so Conscious, das sind wieder gleichzeitig resistenter.
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Es gibt immer wieder aber scheinbar Versuche von dieser großen Macht,
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die die Gatebuilders umgebracht hat, uns jetzt auch umzubringen.
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Weil die dann zeitgleich, also Lichtgeschwindigkeit ist auch kein Thema mehr,
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zeitgleich Momente herstellen, in denen das Bewusstsein oder Consciousness,
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Gewahrsein sich verändert.
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Sich die Materie verändert, aber auch das Gewahrsein verändert.
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Wo alle wie auf einmal in so einem 2001-Traum sind, wo der zum Schluss im Film
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durch diese Dinger fliegt und dann sehen sie das Universum, verstehen alles,
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ein bisschen wie so Trippi.
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Und dass dann irgendwie verstanden wird, dass diese Entität,
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die jetzt zweimal dann schon diese Anti-Meta-Bomben abbekommen hat,
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dass die jetzt sagen, okay, wir löschen jetzt die Menschen aus.
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Und das bleibt alles immer irgendwie glaubhaft. Und das fand ich irgendwie gerade
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bei dem so spannend, diese beiden Konzepte von Physik, die ja beide irgendwie
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wahrhaftig sind, miteinander zu verbinden.
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Die eine können wir intuitiv fühlen, die andere können wir uns kognitiv irgendwie zulassen.
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Und dann dahinter aber auch noch diese Pan-Psychic-Konzept von hinter allem,
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so buddhistisch, hinter allem ist das Bewusstsein.
1:21:18–1:21:23
Und das fand ich irgendwie in dieser Story-Arc von den Büchern so ganz ehrgeizig.
Florian Clauß
1:21:23–1:21:26
Also ich meine, was du jetzt erzählt hast, muss ich sagen, also das habe ich
1:21:26–1:21:29
jetzt in der Serie überhaupt nicht so gesehen.
Micz Flor
1:21:29–1:21:30
Weil die ja da auch aufhört.
Florian Clauß
1:21:30–1:21:33
Ja, also das, was du jetzt da beschrieben hast. Und das ist halt irgendwie so,
1:21:33–1:21:39
okay, krass, weil das ist so ein Teil, der ist ja total meta und metaphysisch, ja, der ist ja so.
1:21:41–1:21:44
Der ist angelegt, ja, teilweise in dieser Form.
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Gleichzeitig ist der aber auch so pure Action-Story-Lines, die da erzählt werden.
1:21:51–1:21:55
Und deswegen macht es auch die Serie so unterhaltsam, weil als Amos dann halt
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die eine Frau aus dem Gefängnis holt, da werden dann gleichzeitig da irgendwie
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so ein Krieg anfängt loszugehen.
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Und er dann halt in diesem Gefängnis mit allen möglichen Supercharakteren da
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aufeinander trifft und er muss sich da befreien und muss dann halt diese,
1:22:12–1:22:15
also es ist halt wirklich so, da gibt es ganz viele solche Storylines,
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die dann halt so pure Action sind und dir auch total Spaß machen.
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Du freust dich ja immer auf bestimmte Storylines oder wie die ganzen Bälter
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es dann auch sich gegenseitig dann aufreiben nehmen kann.
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Ja, und auch dieses Topos der,
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Kolonialisierung, das ist ja auch so am Ende von dieser Serie wird dir dann
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auch irgendwo so denen erlaubt, dass sie dann halt ausreisen dürfen und dass
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die halt neue Kolonien besetzen dürfen und dass sie dann halt auch auch wieder so eine neue Heimat,
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weil es ist ja genau diese Beschränkung von Ressourcen und Territorien,
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die halt die Welt, die das dann so rumtreibt und so einschränkt.
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Und es werden so viele, so viele verschiedene Sachen erzählt.
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Und diese ganze, wenn du jetzt immer drauf packst, das ist ja nochmal so mindblowing,
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die habe ich jetzt überhaupt gar nicht so gesehen.
Micz Flor
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Ja, die passiert aber auch dann wirklich erst nach dem sechsten Buch in der
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Größe, da wird das hochskaliert, davor ist es also die letzten beiden Staffeln
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und Bücher, die verfilmt wurden,
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sind eben auch die, wo dann die Belters so eine sehr aggressive Abspaltung,
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die halt versucht, die Erde zu vernichten und dieses The Moon is a Harsh Mistress
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mäßig halt diese Bomben runterwirft.
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Und die dann aber auch gleichzeitig natürlich verstehen, dass dieses Ringate,
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was auf einmal da ist, die Revolution der Belters auf einmal in Gefahr bringt.
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Weil wenn die Ressourcen, die die Welt das kontrollieren könnten,
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so wie der Mond auch, wenn die auf einmal nicht mehr eine Macht darstellen,
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weil durch dieses Ring-Gate sind auf einmal 1300 andere solare Systeme direkt um die Ecke.
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Ja, und dann gibt es schon eins, wo die ganze Zeit irgendwelche Jod-Sachen abgebaut werden.
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Ne, Lithium wird da abgebaut, ne, fast total reines Lithium,
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so rein, dass man dann irgendwann checkt, ach, okay, das war jetzt nicht wirklich
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natürlich, sondern wir sind schon in so einem Artefakt drin und meinen da was
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aus dem, also wir kratzen quasi aus diesen Artefakten heraus.
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Da wird es dann auch so spannend. Also die Politik, die dahinter steht,
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ist halt, dass die Belters dann halt wieder abgehängt werden.
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Die werden halt wieder abgehängt, weil dann eben doch die Erde und der Mars da durchgehen.
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Und die können mit höheren Schwerkräften reingehen. Also diese,
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das heißt auch immer Gravity Well.
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Also wenn du Gravity Well auf dem Planeten runtergehst, irgendwann nimmt halt
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die Schwerkraft zu und dann können die Belters nicht mehr mithalten.
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Und das ist alles irgendwie die ganze Politik, Wirtschaft.
Florian Clauß
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Und auch wie sich denn der autoritäre Staat von Mars so langsam auflöst.
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Auch so ein bisschen dieser Abverkauf von dem ganzen Osteuropa,
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von Russland nach dem Fall des Imperiums oder SSR.
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Hast du ja auch da so ein bisschen angelegt in der Geschichte,
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dass die halt anfangen Ressourcen zu verkaufen.
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Auf einmal tauchen dann Waffen auf, die eigentlich immer sehr streng kontrolliert
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werden von der Mars-Gesellschaft. Aber die werden dann halt verhökert und die
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tauchen dann bei den Bälters.
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Diese Terroristen, diese Abspaltung von den Bälters, die dann halt die Erde
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bombardieren, die kriegen dann halt auch auf einmal so Zugänge zu Waffen.
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Es ist halt so verzweigt.
Micz Flor
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Es ist toll erzählt und halt eben die Charaktere sind auch sehr glaubhaft und
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spannend und auch eben immer in ihre, nicht nur Gesellschaft,
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sondern auch in ihre Physik eingebettet.
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Das ist auch immer sehr gut erzählt, finde ich, im Buch noch mehr als im Film,
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weil halt diese diese schwerkraft dann
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doch nicht so gut finde ich immer dargestellt ist aber es auch trotzdem sehr
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spannend lustig wir sind jetzt so ein bisschen wie wie man früher so auf dem
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schulhof stand und irgendeine fernsehserie am samstag im film noch mal so besprochen
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hat und weißt du noch wie der dann und dann ist das auto dass die bombe losgegangen
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oder so wetten dass Ja, genau.
Florian Clauß
1:25:50–1:25:55
Damals war es Wetten, dass? oder James Bond. Aber heute ist es eigentlich Podcast.
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Ihr könnt das Ganze auch, die ganzen Informationen auf eigentlich nur das Podcast.
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Nachhören, nachlesen. Mitch hat ja auch viele Links angekündigt, die er da droppen wird.
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Und ja, das würde ich jetzt mal so das Ende einläuten.
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Du hast noch was hinzuzufügen. Danke, Mitch. Also das ist nochmal so für mich
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eine ganz neue Dimension bei The Expands, die du jetzt nochmal so aufgefaltet
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hast, die ich jetzt noch nicht so gesehen habe.
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Das war, ich überlege, ob ich das jetzt nochmal anfange, nee,
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zu lesen nicht, aber zu gucken.
Micz Flor
1:26:31–1:26:34
Ja, aber es ist nicht wirklich drin. Also ich habe es ja am Anfang nicht,
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da hattest du am Anfang immer mehr kapiert als ich.
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Und zum Schluss raus ist es in den Büchern, finde ich dann nochmal toll,
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weil man so ein Bird's Eye View bekommt.
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Und man zoomt dann immer so richtig raus und checkt dann erst die Skalierung
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von all dem, was man da vorher, dann kommt man sich wie so ein Kind vor,
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wenn man dann überlegt, oh, auf Eros war dann so ein bisschen Suppe und das war aber das Brutto.
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Und dann ist es, ah nee, Moment, die Skala ist einfach deutlich größer.
Florian Clauß
1:27:00–1:27:03
Ja, also du hast quasi das Rulebook gelesen. Das letzte noch nicht.
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Du kannst doch mal hier bestimmte Hinweise geben, wie was zu verstehen ist in
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der Serie. Ja, das war's.
Micz Flor
1:27:11–1:27:12
So war's von uns. Vielen Dank.
Florian Clauß
1:27:13–1:27:15
Bis zuwärts und bis bald.
Micz Flor
1:27:15–1:27:17
Macht's gut. Tschüss. Tschüss.
Florian Clauß
1:27:19–1:27:21
War das jetzt ein bisschen zu schnell rausgetropft?
Micz Flor
1:27:21–1:27:22
Nee, ist doch super.

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