"Prepare the horxbrid and wagon, fetch my trunk, dress yourself in the dark blue Firschnian monk robes, and meet me on the lawn in forty-five minutes. We depart this very afternoon" -- Shrue in The Guiding Nose of Ulfänt Banderōz von Dan Simmons 2009

Diese Sommerepisode ist vollgepackt mit Büchern, Spielen, einem Film und zwei Wanderungen. Flo und Micz treffen sich, um Episode 111 (Schnapszahl) aufzunehmen und erwandern sich ganz entspannt die Stimmung, die den Claim „Beim Laufen reden und laufend reden“ begründete: beim Wandern ohne Hintergedanken mal alles raushauen, was einen gerade so beschäftigt. Micz beginnt mit seinem gefährlichen Halbwissen über Quantenphysik und Quantenfeldtheorie um sich zu werfen und Flo hammert die Bälle mit vollem Elan auf die Tribüne. So ist allen geholfen und das Niveau der Sommerfolge abgesteckt. Verlinkt in den Shownotes sind neben den Quantenschmökern „In Search of Schrödinger's Cat“ von John und Mary Gribbin aus dem Jahr 1984 und Adam Beckers „Was ist real? Das ungelöste Problem der Quantenphysik“ von 2018 auch Elizabeth Grosz und „Jacques Lacan. A Feminist Introduction“ aus dem Jahr 1990. Außerdem landet mit Georg Hermanns „Kubinke“ ein älterer Roman auf der Leseliste, diesmal nicht nur als gedrucktes Buch, sondern auch als Hörfassung: Peter Schiff liest „Kubinke“ für ARD Sounds. Micz kramt immer noch einen Dan Simmons aus. Diesmal „The Guiding Nose of Ulfant Banderoz“ aus dem Jahr 2012. Brett- und Kartenspiele sind „Quarto!“ für zwei Personen, Zank-Patience, „Cabo“, dessen Regeln im verlinkten Erklärvideo anzuschauen sind. Und schließlich „Durak“, ein traditionelles russisches Kartenspiel, auf Deutsch „Dummkopf“. Der Film: „Evil Does Not Exist“ von Ryusuke Hamaguchi aus dem Jahr 2023. Und weil diese Folge nicht nur geredet, sondern auch erlaufen wurde: die Hochrieshütte auf 1569 Metern und der Meraner Höhenweg verlinkt. Let the sun shine on me (and you and you and you).

Shownotes

Mitwirkende

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Micz Flor
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Florian Clauß

Transcript

Florian Clauß
0:00:00–0:00:06
Man bewegt ja bestimmte Körperpartien, die man sonst nicht im Alltag bewegt.
0:00:07–0:00:11
Also nicht in Berlin, hier gibt es keine Steigung. Man kriegt dann halt an komischen
0:00:11–0:00:14
Stellen Muskelkater, wie zum Beispiel ein Schienenbein.
0:00:22–0:00:25
Hallo und herzlich willkommen bei Eigentlich Podcast.
0:00:26–0:00:29
Der Podcast, bei dem wir im Laufen reden und laufend reden.
0:00:30–0:00:36
Diesmal wieder in Kreuzberg, unserem Kiez, wo wir ganz oft durch und drüber
0:00:36–0:00:37
und nebenher gelaufen sind.
0:00:40–0:00:47
Und heute haben wir, naja, diese Episode hat eine Besonderheit, nämlich mit...
Micz Flor
0:00:48–0:00:54
Es ist die Schnapszahl. Und wie die Primzahlen ist es die letzte Schnapszahl.
0:00:54–0:00:58
Die Abstände werden jetzt nicht immer höher, aber die nächste Schnapszahl nach der 111...
0:00:59–0:01:02
ist 111 Folgen von dieser entfernt.
Florian Clauß
0:01:02–0:01:05
111, sind das immer 111, bis wir dann in die Tausender-Folgen gehen?
Micz Flor
0:01:06–0:01:07
Genau, und dann wird es noch schwieriger.
Florian Clauß
0:01:07–0:01:11
Immer 111. Wir haben noch ein paar Schnapszahlen vor uns.
0:01:13–0:01:18
Ein paar Dekaden-Podcasts mit Schnapszahlen. Die Unendlichkeit.
Micz Flor
0:01:19–0:01:24
Sozusagen die Voyager-Zone. Wir haben jetzt die Schnapszahlen verlassen und
0:01:24–0:01:29
sind jetzt so hinten raus und haben jetzt wirklich 100, nach dieser Folge 111 Folgen Schnaps zahlt.
Florian Clauß
0:01:30–0:01:33
Ja, und ihr merkt schon, wir haben auch diesmal kein Thema.
Micz Flor
0:01:33–0:01:36
Also auch diesmal kein Thema? Das letzte Mal hatten wir ein Thema.
Florian Clauß
0:01:36–0:01:42
Ja, aber manchmal, nein, das war vielleicht jetzt keine geschickte Überleitung.
0:01:42–0:01:45
Ich wollte nur sagen, dass wir noch so im Urlaubsmodus sind.
0:01:45–0:01:49
Mitch ist am Freitag aus dem Urlaub wiedergekommen. Ich bin gestern aus dem
0:01:49–0:01:50
Urlaub wiedergekommen.
0:01:50–0:01:53
Und eigentlich hatten wir vor, den Donnerstag ausfallen zu lassen.
0:01:54–0:01:57
heimlich, aber Mitch hat mich vorhin angetextet und dann geschrieben,
0:01:58–0:02:02
ich habe ein Zeitfenster von 15.30 Uhr bis 16.30.
Micz Flor
0:02:03–0:02:05
Uhr. Und das wollen wir mal auskosten. Vor allen Dingen auch deshalb,
0:02:05–0:02:10
weil ich weiß von einigen da draußen unserer ZuhörerInnen, die schon Wetten
0:02:10–0:02:17
abschließen, bei welchem Sommerlochfenster wir dann irgendwann mal eine Folge ausfallen lassen.
Florian Clauß
0:02:17–0:02:18
Einknicken.
Micz Flor
0:02:18–0:02:22
Einknicken, genau. Haben wir noch nicht gemacht. Und ich gönne es euch nicht.
0:02:22–0:02:25
Ich gönne es euch nicht, diese Wette müsst ihr verlieren.
Florian Clauß
0:02:25–0:02:26
That's Competition Mitch.
Micz Flor
0:02:27–0:02:30
Jetzt sind wir gerade auf dem Weg Richtung Engelbecken.
0:02:31–0:02:34
Und hier war ja früher mal wirklich ein Kanal, wusstest du das?
Florian Clauß
0:02:36–0:02:40
Du meinst, da wo wir jetzt gerade durch diese Brücke durchgehen, war mal Wasser?
Micz Flor
0:02:41–0:02:42
Hier unten war Wasser, nicht unten?
Florian Clauß
0:02:42–0:02:46
Ja, aber die Brücke muss ja dann mal unter Wasser gestanden haben.
Micz Flor
0:02:46–0:02:51
Das war hier sogar, glaube ich, vorgesehen für Fahrten, also für Schiffe.
0:02:51–0:02:56
Da wurden Kohlen und sowas reingeliefert, aber es war ein stehendes künstliches
0:02:56–0:02:59
Gewässer und es stank wohl dermaßen, dass sie es irgendwann zugeschüttet haben.
0:03:00–0:03:06
Siehst du, das ist ein Sommerloch-Thema, oder? Das ist ein ZDF-Morgenmagazin.
Florian Clauß
0:03:06–0:03:08
Und weißt du noch, wann das war?
Micz Flor
0:03:08–0:03:09
Was ist Ihr Lieblingspesto?
Florian Clauß
0:03:11–0:03:12
Also,
0:03:14–0:03:17
zu welcher Zeit? War das so im 19. Jahrhundert?
Micz Flor
0:03:17–0:03:22
Da bildest du mir gerade eine Riesenrampe für diesen typischen Podcast-Satz.
0:03:22–0:03:25
Das packen wir alles in die Show. Das sieht so keiner an.
0:03:26–0:03:30
Ich glaube, das war Anfang des 20. Jahrhunderts, als das hier zugeschüttet wurde.
0:03:30–0:03:32
Vielleicht hat der Hitler was damit zu tun.
Florian Clauß
0:03:33–0:03:37
Nee, also das war, mir fällt, ich frage deswegen nach, weil das ist vielleicht
0:03:37–0:03:44
auch nochmal so ein Thema für diese Sendung. Was hast du denn für Bücher gelesen im Urlaub?
Micz Flor
0:03:44–0:03:49
Oh, interessant. Da müsste ich jetzt, ich habe die Titel nicht mehr ganz im
0:03:49–0:03:52
Kopf, aber ich habe zwei Bücher über Quantenphysik gelesen.
0:03:53–0:03:59
Und dann ein Dan Simmons Buch, angefangen, wo der Titel auch so schwierig ist,
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dass ich den auch in die Show Notes packen muss.
0:04:03–0:04:06
Und dann habe ich angefangen, auch,
0:04:09–0:04:13
einen feministischen Blick auf Lacan zu lesen.
Florian Clauß
0:04:13–0:04:16
Ach echt? Das ist ja interessant. Von Judith Butler?
Micz Flor
0:04:16–0:04:19
Nein, aber auch da habe ich die Autorin vergessen. Auch das muss ich jetzt alles,
0:04:19–0:04:23
was du, ich werde die Folge schneiden, die Show Notes schreiben.
0:04:23–0:04:27
Und du stickelst mich mit solchen Fragen an, was dann heißt,
0:04:27–0:04:30
entweder schneide ich es raus, was ich ja nicht tun werde, oder packst es halt
0:04:30–0:04:33
in die Shownotes. Jetzt muss ich das alles nochmal recherchieren.
0:04:33–0:04:36
Aber es war sehr spannend. Also mit der Quantenphysik habe ich gemerkt,
0:04:36–0:04:40
wir reden ja gerne mal drüber und ich verstehe überhaupt nichts darüber.
0:04:40–0:04:45
Aber es war wirklich interessant, da nochmal so ein bisschen mehr populärwissenschaftlich einzusteigen.
0:04:45–0:04:47
steigen und,
0:04:49–0:04:54
dann auch noch mal zu verstehen wie sehr kopenhagen und bohr aber auch so eine
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domain besetzt hatten vor dem hintergrund seiner bestimmten wissenschaftsphilosophie,
0:05:00–0:05:04
dass die zwar unfassbar gute werkzeuge,
0:05:05–0:05:11
mit unfassbarer präzision für diese ganzen quantenberechnungen bereitstellen konnten.
0:05:11–0:05:14
So Heisenberg und wie heißt der andere nochmal aus England?
Florian Clauß
0:05:14–0:05:15
Schrödinger.
Micz Flor
0:05:15–0:05:20
Schrödinger, nee, aber dann auch später der der dann auch die Wasserstoffbombe,
0:05:21–0:05:23
errechnet hat sozusagen.
0:05:23–0:05:30
Aber die waren vor dem Hintergrund einer positivistischen Wissenschaftsphilosophie
0:05:30–0:05:36
gar nicht, hatten gar keinen inneren Anspruch, diese physikalische Realität,
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das Weltbildleben anzupassen.
0:05:38–0:05:44
Also die Collapsing Wave Function, also dieses komische Artefakt,
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was auch in dem einen, boah, mein Hirn ist echt in dem Urlaub.
0:05:49–0:05:54
Nee, nee, ich hatte doch mal diesen Reader auch geschickt, von dem,
0:05:56–0:06:01
der die Kurzgeschichten geschrieben hat, wo auch Arrival gemacht wird.
Florian Clauß
0:06:01–0:06:02
Ted Chang.
Micz Flor
0:06:03–0:06:08
Und er hat eine wunderbare Kurzgeschichte über genau dieses Thema The Collapsing
0:06:08–0:06:09
Wave Function, wo ja wirklich dann,
0:06:09–0:06:15
von Bohr und Konsorten behauptet wird, die Beobachtung, es wird wirklich darüber
0:06:15–0:06:18
nachgedacht, was das dann ist, wenn jemand beobachtet.
0:06:18–0:06:21
Und Einstein hat dann ja auch mal gesagt, es kann ja nicht sein,
0:06:21–0:06:27
dass man beobachten muss, damit irgendwas im Universum wahr wird,
0:06:27–0:06:31
real wird sozusagen. Das eine Buch heißt auch, was ist real von,
0:06:31–0:06:32
ich glaube, Adam Becker oder ich weiß nicht.
Florian Clauß
0:06:32–0:06:36
Ja, das ist ja eh so, das ist ja eh der Mindfuck bei der Quantentheorie.
0:06:36–0:06:41
Also bei der Quantenphysik, dass in dem Moment, wenn man was beobachtet,
0:06:41–0:06:45
auf einmal das Ergebnis ein anderes ist.
0:06:46–0:06:52
Also mit diesem Doppelspaltexperiment zum Beispiel. Das hat mich schon immer
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total fasziniert. Und mir geht es da so wie dir.
0:06:56–0:07:02
Man denkt immer, man hat jetzt irgendwie so einen Funken, so einen Glimpse verstanden.
0:07:02–0:07:05
Aber in dem Moment, wenn du da mal greifst, ist es wieder so, hä?
Micz Flor
0:07:05–0:07:09
Ja, es war interessant, die Bücher. Ich kann es jetzt mal so ganz grob zusammenfassen,
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weil einerseits die Bücher sich auch beide aus unterschiedlichen Blickwinkeln
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damit auseinandergesetzt haben, was da eben so kulturell auch passiert ist in der Zeit.
0:07:18–0:07:22
Und das zweite Buch, Was ist real?
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Fand ich interessant, weil das wirklich nochmal drauf geguckt hat, eben auf diese...
0:07:27–0:07:30
Auf diese School-Bully-Art auch,
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wie halt gesagt wurde, wir müssen das Weltbild nicht den nachweislich funktionierenden
0:07:41–0:07:43
Algorithmen anpassen oder Berechnungen anpassen.
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Es stimmt einfach. Und dann hat halt irgendjemand gesagt so, shut up and calculate.
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Also stell keine Fragen mehr. Aber es gab in der Tat alternative Konzepte,
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in denen das Thema der Lokalität anders betrachtet wurde und auch diese Ambivalenz eben ist es.
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Ist es Particle oder ist es Wave Function? Und was bewirkt es denn,
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dass es sich entweder so oder so verhält?
0:08:09–0:08:13
Und da ist halt eben die Konstruktion des Experiments auch Teil davon und eben
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auch der Beobachter. Und Einstein hat ja die ganze Zeit gerade wegen der Lokalität
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wohl auch gemuckt, hat gesagt, das kann nicht sein, dass Dinge schneller als
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Lichtgeschwindigkeit, Informationen übertragen werden kann.
Florian Clauß
0:08:24–0:08:31
Ja, diese spuckhafte Fernwirkung. Wo dann schlagartig das eine Teilchen,
0:08:31–0:08:34
was dann halt mit einem anderen Teilchen verschränkt ist, wenn das die Richtung
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ändert, das andere das auch tut.
Micz Flor
0:08:37–0:08:42
Und er hat eben dann eben auch mit diesem Beobachten, das mit Te-Chang möchte
0:08:42–0:08:43
ich nur abschließen, weil es ein tolles Buch ist,
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hat Einstein eben auch irgendwo in einem Brief jemandem auch gesagt,
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was passiert denn, wenn eine Maus zuguckt?
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Du hattest ja auch bei der einen Folge diese Blindside, das Froschsehen,
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also das Nicht-Conscious und es gab in der Tat wohl auch so viele metaphysische Überlegungen.
Florian Clauß
0:09:09–0:09:14
Was dann das Beobachten ist. Du kannst ja irgendwie alles, was so ein phänomenologisches
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Bewusstsein hat, dann wird es sich verändern.
Micz Flor
0:09:17–0:09:20
Das ist genau das, was er sagt. Und bei der Ted-Chang-Folge geht es auch darum,
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dass jemand hat seinen Job verloren und dann kriegt er so einen anderen Job
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von einem Freund angeboten und kann eigentlich machen, was er will,
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hat so ein bisschen Forschungsgelder und dann fängt er an mit dem Doppelspaltexperiment an.
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Und dann hat Ted-Chang so ein paar von diesen Experimentkonstruktionen so.
0:09:35–0:09:40
beobachten, im Brief vorher reinschreiben und dann Brief aufmachen,
0:09:40–0:09:42
aber noch nicht angucken oder dann doch angucken.
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Und irgendwann fängt er auch an, dann irgendwie einen Frosch hinzustellen,
0:09:45–0:09:46
eine Maus hinzustellen.
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Und das geht dann total eben aus dem Ruder in dieser Kurzgeschichte,
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weil er irgendwann auch merkt, es gibt manche Menschen, wenn die sich das Experiment
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angucken, dann kollabst die Wave-Function auch nicht.
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dann wird halt sein Experiment auf einmal eben von der Religion okkupiert,
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von der Politik okkupiert und man hat halt irgendwie Sorge, dass auf einmal
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eben so eine neue Form des Rassismus entsteht, aus dem, wer kann die Wave-Function
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kollapsen lassen und wer nicht.
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Das ist ja abgefahren. Das ist eine ganz tolle Kurzgeschichte.
Florian Clauß
0:10:18–0:10:20
Oh wow, das fällt mir wirklich, also
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ich habe tatsächlich heute darüber nachgedacht, weil wir fahren ja auch,
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Im Oktober wieder im Urlaub, traditionell nach Portugal, zum Wandern und Familienbesuch.
Micz Flor
0:10:30–0:10:34
Wir fahren auch im Oktober, traditionell in die Alpen, zum Wandern,
0:10:34–0:10:35
aber keinen Familienbesuch.
Florian Clauß
0:10:36–0:10:37
Nein, wir fahren September.
Micz Flor
0:10:37–0:10:41
Wir fahren September, stimmt. Ja, aber September ist der neue Oktober.
Florian Clauß
0:10:41–0:10:46
Ist der neue Oktober. Und dann hatte ich mir auch so, ja, dann habe ich Zeit.
0:10:46–0:10:50
Und dann, weil ich, das letzte Jahr habe ich mir in so einem Antiquariat,
0:10:50–0:10:55
das habe ich glaube ich schon erzählt, so ein Digest Readers oder wie das heißt.
Micz Flor
0:10:55–0:10:55
Readers Digest.
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Das ist der precise opposite. Ich habe ein bisschen Lacan gelesen.
Florian Clauß
0:11:04–0:11:09
So ein Best of Science Fiction Novellen oder Kurzgeschichten von,
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ich glaube es war 1984 oder so.
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Das habe ich in so einem total schönen Dorf, was dann halt so ein Turidorf ist
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mit einer Stadtmauer und so weiter.
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Und da gab es halt irgendwie so einen Buchladen und da gab es halt immer so
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die verschiedenen Ecken für die unterschiedlichen Sprachen. Und in der Deutschen
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Ecke habe ich halt dieses Buch gefunden. Das war dann halt so meine Ferienliteratur.
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Und dann hatte ich irgendwie das Gefühl, das war super Geschichten drin.
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Und dann hatte ich auch jetzt die Vorstellung, was mache ich jetzt?
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Wenn ich wieder nach Portugal fahre, dann würde ich gerne ein Ted Chiang-Buch lesen.
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Und das ist jetzt so anders. Mitsch, du musst mir das Buch geben.
Micz Flor
0:11:51–0:11:54
Ja, habe ich schon mal. Hast du? Ich hatte, ich hatte,
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ich weiß gar nicht, ich wollte das sogar auf GitHub stellen und zwar hatte ich
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einfach recherchiert Dinge, die
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im Netz gratis an Kurzgeschichten verfügbar sind, so ein Blogpost,
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manchmal in mehreren Teilen und ich wollte ein Skript schreiben,
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wenn man das ausruft, dann kriegt man EPUB mit. Sehr gut.
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Und das kann ich dir mal schicken, weil es nämlich eben auch komplett ausruft.
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Frei verfügbare Geschichten waren, zumindest, als es wieder was abkommt.
Florian Clauß
0:12:21–0:12:25
Ja, ich meine, Ted Chiang ist ja auch ein Gewinner des Hugo Awards.
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Das ist auch immer eine ganz gute Quelle, wenn man nach einem neuen Buch schaut,
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im Science-Fiction-Bereich, dann geht man halt die Gewinner oder Gewinnerinnen des Hugo Awards durch.
Micz Flor
0:12:35–0:12:39
Oder Nebula Award, und du musst mir das mal helfen. Welcher ist Publikumspreis?
Florian Clauß
0:12:40–0:12:41
You got me, you got me.
Micz Flor
0:12:41–0:12:45
Nee, weil einer von beiden, ich glaube, Hugo Awards sind Publikumspreis.
Florian Clauß
0:12:45–0:12:49
Ah ja, okay. Siehst du, da weißt du mehr als ich. Interesting.
Micz Flor
0:12:50–0:12:52
Gefährliches Halbwissen.
Florian Clauß
0:12:52–0:12:55
Das hast du jetzt alle gelesen. Eine, also Ted Chiang Kurzgeschichte.
Micz Flor
0:12:55–0:12:57
Nee, die habe ich vor sieben Jahren gelesen.
Florian Clauß
0:12:57–0:13:03
Ach so, ich dachte jetzt, sieben Jahre. Und du erinnerst das noch so genau. Oh, Brainy Mitch.
Micz Flor
0:13:04–0:13:08
Warte, genug über mich. Wie gefällt dir mein Haarschnitt?
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Was ist denn?
Florian Clauß
0:13:15–0:13:17
Oh ja.
Micz Flor
0:13:17–0:13:21
Nee, was hast du? Du bist erholt. Ich bin überhaupt nicht erholt, aber es ist quasi so.
Florian Clauß
0:13:21–0:13:23
Ich bin zu erholt.
Micz Flor
0:13:24–0:13:25
Reiner Stress.
Florian Clauß
0:13:26–0:13:30
Willst du über den Urlaub reden? Nein. Aber ich wollte noch abschieben.
Micz Flor
0:13:30–0:13:31
Woher weißt du das?
Florian Clauß
0:13:32–0:13:33
Reiner Stress.
Micz Flor
0:13:33–0:13:34
Reinhard?
Florian Clauß
0:13:34–0:13:38
Nee, Reinhard Stress. Mit Reinhard fahren wir dann in den Urlaub.
Micz Flor
0:13:38–0:13:42
Genau. Da sind wir am 9. jetzt los. Für die, die es interessiert.
Florian Clauß
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Und ich nehme die Aufnahmegeräte mit. Ich würde gerne, ich würde tatsächlich
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gerne, also wir machen eine Hüttentour mit Reinhardt.
0:13:52–0:13:57
Und Reinhard zeltet aber. Reinhard ist, glaube ich, echt ein Pro, was Berge anbelangt.
0:13:58–0:14:01
Und er wird sein Zelt mitnehmen. Wir machen den Meraner Höhenweg.
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Und ich habe jetzt mal geguckt, wir machen, also es gibt dann der Meraner Höhenweg,
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es sind zwei Teile geteilt, der untere, man macht das so in sieben, acht Tagesetappen.
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Der südliche Teil ist dann halt so für okay.
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Und der nördliche Teil ist dann halt schon sehr alpin.
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Und ich glaube, wir machen den nördlichen Teil.
Micz Flor
0:14:19–0:14:19
Ja.
Florian Clauß
0:14:20–0:14:21
Also teilweise den Teil.
Micz Flor
0:14:21–0:14:24
Ich bin mir nicht ganz sicher. Er meinte zumindest, also südlich,
0:14:24–0:14:27
nördlich kann ich jetzt nicht sagen, aber wir sind eher an den Südseiten.
0:14:27–0:14:30
Er meinte, das ist eigentlich immer vom Wetter auch recht.
Florian Clauß
0:14:30–0:14:34
Also wir sind an den Süd hängen von den Bergen, aber wir gehen,
0:14:34–0:14:39
glaube ich, quasi, wir gehen einen Teil von dem südlichen Teil und machen dann
0:14:39–0:14:42
oben den nördlichen Teil des Weges.
0:14:42–0:14:47
Aber ich habe da totales Vertrauen, weil Reinhard ist ja dann auch Dozent beim
0:14:47–0:14:50
Alpenverein und das heißt, er wird uns alle sichern.
Micz Flor
0:14:50–0:14:52
Der wird uns auf jeden Fall sichern.
Florian Clauß
0:14:52–0:14:57
Und ich bin ein bisschen aufgeregt, weil ich weiß nicht, wie die Witterungsverhältnisse
0:14:57–0:14:59
sind. Wenn es schneit...
0:15:00–0:15:05
dann muss ich nochmal anders packen. Aber wir schauen mal. Und auf jeden Fall
0:15:05–0:15:09
wollte ich dann gerne, wenn das für dich okay ist und auch für Reinhard,
0:15:11–0:15:13
dass wir dann eine Episode aufnehmen.
0:15:13–0:15:19
Und auch, weil Reinhard war ja hier schon mal zweimal Gast in unserem Podcast über Body Horror.
0:15:19–0:15:24
Zwei Folgen hat er mitgemacht. Und da hat er ja auch schon gesagt,
0:15:24–0:15:25
dass er ein Buch schreibt.
0:15:26–0:15:29
Das Buch ist mittlerweile erschienen. und das ist...
Micz Flor
0:15:29–0:15:31
Ist es wirklich erschienen?
Florian Clauß
0:15:31–0:15:32
Naja, ich weiß...
Micz Flor
0:15:32–0:15:36
Also wir müssen ein bisschen zurückhalten. Wir müssen den Titel auch nicht nennen
0:15:36–0:15:37
und auf den Auto noch nicht nennen.
Florian Clauß
0:15:37–0:15:39
Auf den Autor haben wir noch genannt.
Micz Flor
0:15:39–0:15:40
Ja, nur den Vornamen.
Florian Clauß
0:15:40–0:15:45
Also auf jeden Fall, wenn sich die Dinge fügen, würde ich gerne dann,
0:15:46–0:15:47
dass wir zu dritt über das Buch reden.
Micz Flor
0:15:48–0:15:50
Aber als als,
0:15:53–0:15:57
als wie heißt das, chronische Plot-Spoiler sind wir natürlich...
0:15:58–0:16:00
Also müssen wir echt aufpassen, kann man ja vielleicht dann doch schneiden,
0:16:03–0:16:04
dass wir das genügend anteasern.
Florian Clauß
0:16:04–0:16:05
Das machen wir.
Micz Flor
0:16:05–0:16:09
Ja, fände ich spannend. Ich habe ihm auch gesagt, dass ich jetzt mich,
0:16:09–0:16:11
der ist jetzt auch weg schon in Italien.
Florian Clauß
0:16:11–0:16:12
Ja, der ist schon weg.
Micz Flor
0:16:12–0:16:17
Dass ich dann mein Feedback zu seinem Buch erst geben kann, wenn wir uns dann
0:16:17–0:16:18
in den Alpen wiedersehen.
0:16:19–0:16:22
Ah, ja. Passt ja irgendwie auch, finde ich, zu dem Buch.
Florian Clauß
0:16:22–0:16:26
Das passt super, das passt super. Ich freue mich drauf.
0:16:29–0:16:33
Ich habe noch zwei Sachen. Die eine Sache, ich wollte dann noch erzählen,
0:16:33–0:16:36
was ich gehört habe als Buch und nicht gelesen.
0:16:37–0:16:45
Ich bin ja immer ein großer Fan, obwohl ich das von der Infrastruktur verurteile.
0:16:45–0:16:54
Nämlich ARD-Sounds, die halt den ganzen freien Podcast-Distributoren komplett das Wasser abgraben.
Micz Flor
0:16:55–0:16:57
Aber woran liegt das, dass sie das tun?
Florian Clauß
0:16:58–0:17:04
Indem sie dann selber ein Monopol aufbauen von Podcasts. Also es ist so eine
0:17:04–0:17:08
geschlossene Plattform, wo du überhaupt nicht mehr nach draußen gehen musst.
0:17:08–0:17:12
Du bist komplett versorgt über dieses ARD-Sounds. Du brauchst eine App,
0:17:13–0:17:16
da werden nur die Podcasts von den öffentlich-rechtlichen,
0:17:18–0:17:22
ausgestrahlt und wiederholt und zur Verfügung gestellt.
0:17:23–0:17:28
und das untergeht natürlich die ganze freie Podcast Distribution,
0:17:28–0:17:32
weil du da als freier Podcast reinkommst. Das ist ähnlich wie bei Spotify.
Micz Flor
0:17:32–0:17:35
Aber ist das andersrum nicht so? Also ich meine mich zu ändern,
0:17:35–0:17:39
vielleicht nur in einzelnen Fällen, dass ich die Sachen, die bei ARD Sounds
0:17:39–0:17:43
liegen, aber auch von denen in anderen Podcasts irgendwie mit,
0:17:44–0:17:47
so Omnibus-Sachen, wo die dann ihre ganzen Hörspieler reinpacken.
0:17:48–0:17:53
Das heißt, die sind auch in diesem offenen Raum komplett,
0:17:53–0:17:58
präsent, aber in ihrem Sounds-Teil wird alles nochmal gespiegelt.
Florian Clauß
0:17:59–0:18:08
Genau. Also das heißt, du kannst die normal abonnieren, auch über die normalen Podcast-Plattformen.
Micz Flor
0:18:08–0:18:08
Ja.
Florian Clauß
0:18:08–0:18:12
Und dann haben die halt diese hermetische, also dieses All-in-One.
0:18:13–0:18:17
Du hast dann sowohl Inhalte wie auch den Player und so weiter.
0:18:17–0:18:20
Wir laufen gerade hier. Das ist ganz toll. Wir waren nämlich hier in diesem Kraftwerk.
0:18:21–0:18:23
Wir kreuzen die Köpenicker Strafe.
0:18:24–0:18:29
Und hier ist dieses alte Kraftwerk und vor einer Woche waren wir mit Familienbesuch
0:18:29–0:18:33
hier in diesem Kraftwerk, da hatten die nämlich die Halle auf und das war so
0:18:33–0:18:36
ein bisschen wie Tate Modern, halt aber unrenoviert.
0:18:37–0:18:42
Riesen, Riesen, Riesenhalle. Und du kannst es auch meten. Es wird von der Tresorgesellschaft
0:18:42–0:18:48
mit irgendwie betrieben oder so instand gehalten.
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Ist ja auch ein schöner Biergarten davor.
0:18:51–0:18:56
Hardwax, der Plattenladen gibt es auch da. Das heißt, es ist wirklich ein toller
0:18:56–0:18:58
Ort. Wenn der auf hat, hat nicht immer auf.
0:18:58–0:19:02
Aber absolute Empfehlung. Das war auch das Prinzip, dass man da drin absolute
0:19:02–0:19:09
Stille, nicht reden, kein Handy in die Hand und einfach nur achtsam sein.
0:19:10–0:19:15
Wir schweigen jetzt ein bisschen. Und hören, wenn das Tolle ist an den Bergen,
0:19:15–0:19:17
ich komme nämlich auch gerade aus den Bergen, habe ich das schon gesagt?
Micz Flor
0:19:18–0:19:18
Nee.
Florian Clauß
0:19:18–0:19:22
Ich hatte nämlich eine Hütten-Tour mit meinen Kindern und Karin gemacht.
0:19:22–0:19:24
Das ist so eine traditionelle...
0:19:27–0:19:31
Das sind traditionelle Ferien, Familien, Anlöfnis.
Micz Flor
0:19:31–0:19:32
Ihr habt ganz viele Ferien, oder?
Florian Clauß
0:19:33–0:19:34
Überhaupt nicht.
0:19:36–0:19:39
Ich hab ganz wenig. Ich hab nur 25 Urlaubstage.
Micz Flor
0:19:39–0:19:44
Ach so, nee, aber ich hatte das Gefühl, dann scheinst du die ganz gut zu splitten.
0:19:44–0:19:47
Ich hab das Gefühl, dass du viel unterwegs bist. Portugal hast du gerade erwähnt.
0:19:47–0:19:48
Nee, ich komm nach Portugal.
0:19:48–0:19:51
Du kommst nach Portugal, du warst auf der Hütten-Tour, wir machen noch eine
0:19:51–0:19:54
Woche. Also da hatte ich das Gefühl, dass du einfach...
Florian Clauß
0:19:54–0:19:56
Das hat sich gerade so ein bisschen, das verdichtet sich gerade.
0:19:57–0:19:59
Aber davor hatte ich die ganze Zeit nichts gemacht.
0:20:01–0:20:01
Und dann,
0:20:04–0:20:06
wollte ich dich nochmal fragen, weil das wirklich so eine Beobachtung ist.
0:20:06–0:20:11
Es gibt wenig Plätze auf der Welt, wo man keine Autos hat. Und wenn man in den
0:20:11–0:20:16
Bergen ist, ist eines davon, wenn nicht der Hüttenwirt oder die Wirtin dann,
0:20:17–0:20:18
ihre Straße direkt vor der Tür haben.
Micz Flor
0:20:19–0:20:19
Kann man in der Hütte?
Florian Clauß
0:20:20–0:20:26
Zum Beispiel. Aber es ist halt wirklich toll. Du bist da oben in den Bergen
0:20:26–0:20:28
und du hast kein Geräusch.
0:20:28–0:20:34
Also auch die Tiere sind nicht so laut, da gibt es also über der Waldgrenze, also wir waren jetzt...
Micz Flor
0:20:34–0:20:36
Ab 10 Uhr ist da eine Hütte Uhr.
Florian Clauß
0:20:36–0:20:38
Hast du halt nichts gehört? Ich habe nur mal einen Tinnitus gehört.
Micz Flor
0:20:39–0:20:40
Oh nee. Hast du einen Tinnitus?
Florian Clauß
0:20:40–0:20:47
Ja, das ist normal. Jetzt nicht schlimm, aber halt immer so ein Pfeifen, mehr oder weniger.
Micz Flor
0:20:47–0:20:53
Kann dir, mein Vater hat mal ein Gerät entwickelt, um Tinnitus zu behandeln.
Florian Clauß
0:20:53–0:20:56
Gegenfrequenz, da sind wir wieder bei dir.
Micz Flor
0:20:56–0:21:01
Ja, genau, das ist, glaube ich, du stellst die Lautstärke und die Tonhöhe ein.
Florian Clauß
0:21:01–0:21:05
Und dann macht der quasi so eine Gegen... Aber bei mir ist es wirklich nicht
0:21:05–0:21:08
schlimm, es ist, glaube ich, so völlig im normalen Bereich, wo alle Menschen
0:21:08–0:21:12
auch so ein bisschen pfeifen halt, haben die zu viel Techno gehört haben früher.
Micz Flor
0:21:12–0:21:13
Ja, okay.
Florian Clauß
0:21:15–0:21:16
Was hast du gesagt?
Micz Flor
0:21:17–0:21:20
Wieder die komplementäre Bassfrequenz ganz oben.
Florian Clauß
0:21:22–0:21:27
Ja, und also ich meine, gut, es gibt Inseln, wo keine Autos zugelassen sind
0:21:27–0:21:30
oder fahren, zum Beispiel Hittensee.
0:21:30–0:21:34
Das ist eine Insel ohne Autos. Aber das ist wirklich auffällig.
0:21:34–0:21:38
Du läufst da lang und irgendwas... Ja, was ist denn? Es ist keine Geräusche.
Micz Flor
0:21:38–0:21:39
Irgendwas fehlt.
Florian Clauß
0:21:40–0:21:44
Ja, es fehlt, aber dann ist es auch total schön. Und das ist auch so die andere
0:21:44–0:21:47
Beobachtung, die ich gemacht habe bei Wanderungen.
0:21:48–0:21:55
Wir haben die Chiemgauer Alpen. Das ist jetzt wirklich so die erste Faltung der Alpen.
0:21:56–0:21:59
Wir waren dann auf der Hochrieshütte. und du bist dann halt wirklich an den
0:21:59–0:22:02
Kamm und kannst dann halt so unglaublich weit ins Land sehen, ja.
0:22:03–0:22:07
Das ist da bei Kufstein quasi, also bei Prien am Chiemsee, Chiemgauer Alten,
0:22:08–0:22:12
Aschau und die Hochrisshütte, dann siehst du halt München in der Ferne,
0:22:12–0:22:15
du siehst Rosenheim, du siehst den ganzen Karwendelkamm, ja.
0:22:16–0:22:20
Unglaublich beeindruckend und es war halt morgens, sind wir aufgestanden und
0:22:20–0:22:25
hatten die so unglaubliche Gesicht und was wollte ich erzählen?
Micz Flor
0:22:26–0:22:27
Autos.
Florian Clauß
0:22:27–0:22:33
Naja, es ist nicht hoch. Also es ist wirklich da, du kommst nicht mal auf 2000 Meter Höhe.
0:22:34–0:22:36
Also es ist so ein bisschen wie das Carvendel.
0:22:37–0:22:40
Du guckst dich, drehst dich dann um, dann siehst du halt irgendwie ein Großglöckner
0:22:40–0:22:43
und dann siehst du alle anderen, die dann halt hochgehen.
Micz Flor
0:22:43–0:22:45
Carvendel hat, glaube ich, 27.
Florian Clauß
0:22:45–0:22:50
Ja, die Birka-Spitze kommt, glaube ich, auf 28. Ja, 28, nicht 29.
0:22:50–0:22:54
Ja, also da wird es, aber die erste, der erste Faltenkranz dann quasi,
0:22:55–0:23:02
der ist Das ist noch so, wie wenn du halt Wäsche zusammenlegst, so ungefähr.
0:23:06–0:23:12
Genau, das war jetzt auch nicht anstrengend oder so, also es war schon anstrengend, aber das,
0:23:13–0:23:17
was so toll ist, wir haben uns dann, weil dann kein Bus fuhr,
0:23:18–0:23:21
sind wir ins Taxi gestiegen in Prien und haben uns dann halt quasi da,
0:23:22–0:23:26
hinfahren lassen, wo wir dann den ersten Startpunkt hatten und waren dann sofort
0:23:26–0:23:30
im Wald, das hatten wir auch schon mal bei einer Tour, wo wir uns halt ausgesetzt
0:23:30–0:23:33
und wir waren sofort im Wald und hatten halt irgendwie 30 Prozent Steigung.
0:23:36–0:23:39
Du hast halt auch einen Weg, der so ein bisschen technisch anspruchsvoller ist,
0:23:39–0:23:44
weil die Erde ist feucht, du hast überall diese Wurzeln und du bist auf einmal
0:23:44–0:23:47
so voll in diesem Hochgehen,
0:23:47–0:23:52
super anstrengend irgendwie diesen Aufstieg dann halt durchziehen.
0:23:54–0:24:00
Aber du bist so total fixiert auf dem Weg und das ist für mich eine totale Entspannung.
Micz Flor
0:24:00–0:24:03
Obwohl 30 Prozent...
Florian Clauß
0:24:04–0:24:12
Und du bist halt total im Jetzt, in dem Moment, weil du musst dich konzentrieren und es ist toll, also,
0:24:14–0:24:20
wirklich so ein ganz schneller Shortcut, um dann mal so in Ferienstimmung zu kommen.
Micz Flor
0:24:21–0:24:24
Und wir machen jetzt das Gegenprogramm, weil hier sind ja nur Autos gerade.
0:24:24–0:24:29
Wir laufen hier über die Brücke, wer ist das? Die Michael-Kirch-Straße.
Florian Clauß
0:24:29–0:24:32
Ja, und die Chiemgauer Alpen sind ja dann noch,
0:24:34–0:24:38
auf deutscher Seite, direkt an der österreichischen Grenze.
0:24:40–0:24:44
Und wir hatten ja diese eine Wanderung auch im Kaisergebirge gemacht.
0:24:44–0:24:48
Das ist ja quasi direkt ums Eck des Kaisergebirges.
Micz Flor
0:24:50–0:24:54
Aber es ist irgendwie so, ich weiß nicht, wie es dir so geht,
0:24:54–0:24:57
aber Urlaub allgemein, ich habe das jetzt auch wieder mal gemerkt,
0:24:58–0:25:01
es ist irgendwie so eine Form von seinen Körper wiederentdecken.
0:25:02–0:25:06
Also du hast gerade gesagt 30 Prozent Steigung, kleine Schritte,
0:25:06–0:25:08
versuchen irgendwie das Herz nicht zu hoch geht,
0:25:09–0:25:14
schwitzen, irgendwie in den Tunnel kommen, auch nicht mehr viel denken und wir
0:25:14–0:25:18
waren jetzt an der Atlantikküste und hatten so ein Glamping,
0:25:18–0:25:21
Also ein Zelt mit Kühlschrank und so ein Ding.
0:25:21–0:25:26
Hatten aber auch diese Sache auf dem Campingplatz morgens Zelt auf, Kinder raus.
0:25:27–0:25:29
Und du bist immer auch unter Leuten, dass irgendwie immer Kontakt da ist,
0:25:29–0:25:30
wie es auf der Hütte auch ist.
0:25:31–0:25:34
Und ich finde das einfach, ich habe da dieses Mal zum ersten Mal so ein bisschen
0:25:34–0:25:37
darüber nachgedacht, was ist es eigentlich, was man da tut?
0:25:37–0:25:43
Und es fühlte sich so ein bisschen für mich an wie so eine, wie der Erschließung von so einem Körper.
0:25:43–0:25:47
Also nicht nur endlich mal ausschlafen, das ist ja auch fahrgwürdig,
0:25:47–0:25:52
ob das wirklich geht. Ich habe das Gefühl gehabt, zum Schluss war ich noch müder als am Anfang.
0:25:52–0:25:56
Aber auch eben das rausgehen, mal barfuß sein, irgendwie sich anders zu bewegen.
0:25:58–0:26:01
Ich glaube zumindest für mich ist das so das zentrale Thema.
0:26:01–0:26:05
Weil auf dem Rückweg sind wir dann mit dem Zug über Paris gefahren, musste noch umsteigen.
0:26:06–0:26:09
Und da habe ich in Paris nochmal gedacht, ich würde glaube ich nie Stadturlaub
0:26:10–0:26:13
machen können. Vielleicht, weil ich eben auch aus Berlin komme.
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Ich möchte jetzt keine Stadt höher stellen. Aber dieses Gefühl generell,
0:26:19–0:26:24
dass man von einem Stadturlaub angezogen ist, das kann ich nur ganz schwer verstehen.
0:26:26–0:26:31
Und das ist mir, als wir überlegt haben, über was reden wir heute noch so durch
0:26:31–0:26:32
den Kopf gegangen, dieses Gefühl da.
0:26:35–0:26:38
So auf dem Campingplatz, wie auch in der Hüttenwanderung, so eine schöne Mischung
0:26:38–0:26:42
zu haben, aus alleine sein und mit anderen verbunden sein. Die kleine Gruppe,
0:26:42–0:26:45
die man mitbringt, aber auch so eine größere Gruppe auf der Hütte oder auf dem Campingplatz.
0:26:46–0:26:48
Aber auch eben manchmal diese Momente, wo du ganz allein bist,
0:26:48–0:26:55
wo du bei 30 Prozent Anstieg oder jetzt hier Atlantikwind am Strand.
0:26:55–0:26:58
Und du gehst halt Muscheln suchen, weil man hat ja nichts anderes zu tun.
0:26:58–0:27:00
Dann bist du so ganz allein in so einem Tunnel.
Florian Clauß
0:27:01–0:27:09
Aber bist du, also ich finde, wenn man sich langweilen kann im Urlaub,
0:27:10–0:27:12
dann ist man wirklich im Erholmodus.
0:27:13–0:27:16
Also hast du dich gelangweilt in dem Urlaub?
Micz Flor
0:27:16–0:27:20
Ja, ich habe schon viel auch gelesen. Man könnte sogar sagen aus Langeweile,
0:27:20–0:27:23
weil ich wollte andere Sachen lesen und habe mich dann aber dem verschlossen.
0:27:23–0:27:25
Und dann war mir aber langweilig, dann habe ich doch was gelesen,
0:27:25–0:27:28
aber nicht das, was ich hätte lesen müssen.
0:27:28–0:27:32
Das gehört auf alle Fälle dazu. Ich finde Langeweile ganz, ganz wichtig.
0:27:33–0:27:36
da mit meiner Tochter auch drüber gesprochen, weil,
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dann ich irgendwie so aus so einer anderen Zeit erzählt habe.
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Also eben natürlich nicht die Zeit, wo man ein Handy hat oder wo,
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wo ich auch, habe ich ja auch, kann ich mich dann auch nicht wirklich von meiner,
0:27:50–0:27:54
Tochter irgendwie, ich kann die nicht wirklich überzeugen, weil ich sie auch natürlich nutze und so.
0:27:54–0:27:59
Aber dieses Gefühl von Langeweile, wenn man vom kleinen Dorf kommt Und wenn
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man irgendwie nichts zu tun hatte und dann hat man halt irgendwie mit elf Jahren
0:28:04–0:28:07
dann angefangen schweißen zu lernen, mit zwölf Jahren sich mit der Flex fast
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den Finger abgeschnitten, mit 13
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Jahren mit der Band das erste Mal Musik gemacht auf der Bühne und so was.
0:28:12–0:28:17
Irgendwie so diese Idee, dass man da so, man musste sich Dinge herstellen,
0:28:18–0:28:21
von denen man sich gewünscht hätte, dass es die schon gäbe.
0:28:21–0:28:23
Das ist für mich so eine Form von Langeweile.
Florian Clauß
0:28:23–0:28:29
Ja, interessant. Ja, und jetzt mit dem Handy das Fenster zur Welt, da gibt es ja alles.
0:28:30–0:28:32
Und in einer hohen Perfektion.
0:28:33–0:28:34
Das heißt, so richtig muss man sich ja
0:28:34–0:28:38
nicht mehr bewegen, um irgendwas herzustellen. Es ist ja schon alles da.
Micz Flor
0:28:38–0:28:41
Ja, oder wenn du was herstellen willst, dann guckst du halt,
0:28:41–0:28:44
wie es hergestellt wird. Guckst es halt an. Also bis hin zum,
0:28:44–0:28:49
wie baue ich mir eine klassische Gitarre. Kannst du auf irgendeinem YouTube-Kanal
0:28:49–0:28:50
in 17 Stunden dir anschauen.
Florian Clauß
0:28:50–0:28:53
Oder du kannst jetzt wieder Werbung machen für deinen Workshop.
Micz Flor
0:28:53–0:28:57
Nein, du möbelst den gar nicht. Der ist ja auch nicht auf YouTube.
0:28:59–0:29:05
Nee, aber kannst du damit was anfangen? So einen Körper zurückgewinnen?
Florian Clauß
0:29:05–0:29:11
Ja, also vielleicht ist es die Hütten-Tour nicht unbedingt, weil das ist ja
0:29:11–0:29:13
wirklich auch dann eine Herausforderung.
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Man bewegt ja bestimmte Körperpartien, die man sonst nicht im Alltag bewegt.
0:29:19–0:29:21
Also nicht in Berlin, hier gibt es keine Steigung.
0:29:21–0:29:26
Man kriegt dann halt an komischen Stellen Muskelkater, wie zum Beispiel ein Schienenbein.
Micz Flor
0:29:27–0:29:28
Stimmt.
Florian Clauß
0:29:28–0:29:30
Und ich merke halt auch,
0:29:30–0:29:34
Das, diese Belastung, das gehört ja dazu.
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Man sitzt dann abends in der Hütte und isst halt was Leckeres.
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Und dann auch noch die zweite Beobachtung, neben dass kein Auto da ist.
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Zweite Sache, es gibt wenig Orte, wo dann abends alle Tische spielen.
0:29:53–0:30:00
Wirklich so, es war eine knallvolle Hütte und jeder Tisch hatte irgendein Spiel. Und,
0:30:03–0:30:05
wir haben ja immer Durak gespielt. Kennst du Durak?
Micz Flor
0:30:06–0:30:06
Nee.
Florian Clauß
0:30:06–0:30:10
Das heißt Arschloch. Und dann haben wir uns ein bisschen in die Haare gekriegt.
0:30:11–0:30:13
Und dann haben wir es nicht mehr gespielt.
0:30:14–0:30:18
Weil das ist so ein bisschen, du kannst halt, du musst.
Micz Flor
0:30:19–0:30:22
Ich will gar nicht wissen, wie das Spiel geht. Erzähl mir, wie man sich in die Haare kriegt.
Florian Clauß
0:30:22–0:30:24
Ja, das war wirklich so.
0:30:25–0:30:32
Da ist ganz viel, wo man dann noch Karten abwerfen kann, den anderen verarschen kann.
0:30:32–0:30:39
Was du sagst, das ist auch verrückt, weil du kannst dann halt bestimmte Farben
0:30:39–0:30:42
hinlegen oder auch Werte.
0:30:43–0:30:46
Und du musst die dann verteidigen, die Karten.
0:30:47–0:30:50
Und du musst dann halt die so verteidigen, dass du halt zum Beispiel über einen
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gewissen Wert, also wenn eine 8 liegt, Kreuz 8, dann musst du halt eine Kreuz
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9, kannst du es so verteidigen.
0:30:55–0:30:58
oder alles, was drüber geht, ein Kreuzass oder sowas.
0:30:59–0:31:03
Aber das Verrückte ist, man darf dann halt, sobald dann wieder ein Kreuzass
0:31:03–0:31:06
gelegt hat, darf der andere wieder ein Kreuzass, also da darf er Esser legen,
0:31:06–0:31:09
dann musst du die Esser verteidigen und es gibt eine Trumpffarbe.
0:31:09–0:31:11
Ich will es dir gar nicht groß erklären, aber das Ding ist halt,
0:31:13–0:31:15
du kannst halt auch alle anderen Karten hinschmeißen und eigentlich darfst du
0:31:15–0:31:19
nur von zwei Seiten angegriffen werden, aber andere können dich auch angreifen.
0:31:19–0:31:22
Und wenn du halt so, es ist halt so ein besoffenes Spiel, Wenn du halt dann
0:31:22–0:31:26
nicht mehr merkst, dass dann halt der Dritte dann dir eine Karte hingelegt hat
0:31:27–0:31:30
und dann ist es keine Acht oder so, sondern eine Vier oder es ist halt irgendwie,
0:31:31–0:31:32
was immer gut funktioniert, sechs, neun.
0:31:33–0:31:35
Da liegt eine Neun und eigentlich darfst du keine sechs spielen,
0:31:35–0:31:37
aber da liegt die Kontrolle und bist dann so fixiert darauf,
0:31:37–0:31:41
dass du gar nicht wahrnimmst, dass das halt irgendwie eine korrekt gespielte Karte ist.
0:31:41–0:31:44
Das ist schon ganz interessant, das hat so eine Dynamik in das Spiel.
Micz Flor
0:31:44–0:31:49
Und das ist eingepreist, das steht auch in der Anleitung drin?
0:31:50–0:31:52
Versuchen Sie mal Ihr Gegenüber.
Florian Clauß
0:31:53–0:31:58
Also ich glaube die Anleitung Die ist mehr oder weniger Eine Straßenanleitung,
0:31:59–0:32:03
Wie man das halt irgendwie Besoffen spielt In einer kleinen Gruppe.
Micz Flor
0:32:05–0:32:10
Es gibt ja diese Idee von Blöffen Die ist ja in manchen Spielen drin Das ist
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aber jetzt nicht vorgesehen Doch doch Ich glaube schlechte Laune Weil du Einfach
0:32:17–0:32:19
übergriffig gespielt hast Ja.
Florian Clauß
0:32:19–0:32:21
Nee, der Punkt war, dass ich,
0:32:22–0:32:28
Ich dann einem Kind, ich will es nicht näher benennen, ich war dann quasi in
0:32:28–0:32:32
der Angreiferposition und das Kind hat dann heimlich dann auch angegriffen.
0:32:33–0:32:37
Und ich habe sie dann aber, oder er, ihn dann zurückgewiesen und gesagt so, nee.
0:32:38–0:32:43
Und damit war es dann sauer, dass ihre Karte nicht losgeworden ist oder seine. Und,
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dann wurde ich beschimpft und dann war ich eingeschnappt. Aber das haben wir
0:32:51–0:32:53
gut gelöst. Wir haben es halt nicht mehr gespielt.
Micz Flor
0:32:54–0:32:56
Ja, das ist ein guter Abwehrmechanismus.
Florian Clauß
0:32:56–0:33:01
Ja, und wir haben stattdessen dann Cabo gespielt. Kennst du das?
0:33:01–0:33:03
Das ist auch ein interessantes Spiel.
Micz Flor
0:33:03–0:33:08
Ja, das hatte, als ich mit Elsa wandern war, im Sonnsteingebirge auf der anderen
0:33:08–0:33:10
Seite, wo nicht Sonnsteingebirge ist.
Florian Clauß
0:33:10–0:33:14
Ja, wo die Hütten dann, wo du da nicht so Wertmarken einmieten kannst.
Micz Flor
0:33:14–0:33:18
Super. Und da hatten wir in zwei Nächten die gleichen Leute wieder getroffen,
0:33:18–0:33:21
da hat sie dann glaube ich mitgespielt. Da muss man auch irgendwie so,
0:33:22–0:33:23
Sich seine eigenen Karten merken.
Florian Clauß
0:33:23–0:33:28
Genau, das ist super. Das ist so eine ganz komische Ästhetik.
0:33:29–0:33:33
Das ist ein sehr strategisches Spiel, obwohl dann halt nicht alles offen gespielt wird.
0:33:34–0:33:37
Und du musst dann halt deine Karten merken. Du kannst dann halt bestimmte Karten abwerfen.
0:33:38–0:33:43
So ein bisschen eine Kombination aus dem Gedächtnisspiel, Strategie und dann
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halt auch natürlich Glück.
0:33:45–0:33:51
Aber Cabo fand ich richtig gut. Das wird, glaube ich, jetzt Durak ablösen.
0:33:51–0:33:54
auf unseren nächsten Wanderungen werden wir dann immer Cabot spielen.
Micz Flor
0:33:54–0:33:57
Ja, ich habe es nicht mitgespielt, aber Elsa hat beim ersten Mal neben denen
0:33:57–0:34:00
gesessen, hat sie zugeguckt, zweitem Mal, als wir die getroffen haben,
0:34:00–0:34:03
hat sie da mitgespielt und dann hat sie auf dem Heimweg gesagt,
0:34:03–0:34:06
das wünsche ich mir zum Geburtstag. Ich habe es aber selber noch nicht gespielt.
Florian Clauß
0:34:06–0:34:10
Du kannst es mit allen Karten spielen, also brauchst du noch nicht mal ein spezielles Kartenspiel dafür.
Micz Flor
0:34:10–0:34:12
Aber ich fand die Ästhetik interessant.
Florian Clauß
0:34:12–0:34:16
Ach so, deswegen sagst du Ästhetik. Ich kenne gar nicht die offiziellen Cabot-Karten.
Micz Flor
0:34:16–0:34:17
Ah, okay.
Florian Clauß
0:34:17–0:34:20
Wir haben das einfach mit Rommikarten gespielt.
Micz Flor
0:34:20–0:34:27
Ja, das finde ich ja eh immer am besten. Ja, ich habe jetzt auch das Kartenspiel,
0:34:27–0:34:30
was ich gerne und immer gespielt habe, ist die Streitpassion.
0:34:30–0:34:33
Das hatten wir ja auch schon mal drüber. Ich bin ja auch nicht auf dem Moten.
Florian Clauß
0:34:33–0:34:34
Räuber-Rommi zu spielen.
Micz Flor
0:34:34–0:34:37
Nein, ich... heißt das Räuber-Rommi?
Florian Clauß
0:34:37–0:34:41
Räuber-Rommi. Bei meiner Oma kommt sie und sagt, nein, wir spielen nicht Räuber-Rommi.
Micz Flor
0:34:41–0:34:44
Aber das heißt doch nicht Räuber-Rommi. Das mit diesen verdeckten Karten,
0:34:44–0:34:47
also ein bisschen wie eine Passions, wo man gegeneinander spielen kann.
Florian Clauß
0:34:47–0:34:49
Ja, nee, ich verstehe.
Micz Flor
0:34:50–0:34:54
Die haben wir nicht spielen können, war irgendwie kein Anlass.
0:34:54–0:34:57
Ich wollte sagen, es war nicht genügend Zeit, aber es ist ja Quatsch im Urlaub.
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Da war keine Lust dafür da, aber unser Freund Sarel aus deiner Geburtstagsfolge
0:35:06–0:35:11
auch verewigt, der hatte mich dann angeschrieben und gesagt, wie hieß das nochmal?
0:35:11–0:35:15
Ich versuche gerade das Ziel, die Regeln zu erklären, aber ich komme nicht mehr drauf.
Florian Clauß
0:35:16–0:35:17
Nicht, dass man Gemini hätte.
Micz Flor
0:35:18–0:35:22
Nee, er hat das erst dann halt irgendwie, ich hab's ja gefunden halt auf Wikipedia.
0:35:22–0:35:25
Und dann hat er's dann irgendwie eine Woche später mit seiner Mutter auch nochmal
0:35:25–0:35:28
gespielt und hat mir dann zurückgeschickt, ob ich denn auch diese Regeln bei
0:35:28–0:35:32
verdeckten Karten nutzen würde oder die. Also dann gab's gleich die Flavors,
0:35:32–0:35:35
so regionale Flavor, die dann so reinkommen.
Florian Clauß
0:35:35–0:35:38
Das ist dann wie Doppelkopf, ne? Also ich glaub, das ist auch so,
0:35:38–0:35:43
Passionslegen ist ja so, glaub ich, das ist eines der verbreitetsten Kartenspiele,
0:35:43–0:35:45
die man so hat im europäischen Raum.
Micz Flor
0:35:47–0:35:52
Ein Spiel, also auf dem Campingplatz, wo wir waren, gab es dann an einem Abend,
0:35:52–0:35:54
da gab es immer so natürlich Bespaßung auch so ein bisschen,
0:35:55–0:35:58
aber so eher, sag ich mal, ökig alternativ.
0:35:58–0:36:05
Und eins davon waren, da waren so ganz viele Holzspiele, also Sachen zum Beispiel,
0:36:05–0:36:09
wo du so Disks mit so einem Gummi so dir durch ein Loch gegenüber zuschießt.
0:36:09–0:36:12
Und wenn du dann alle auf der anderen Seite hast, hast du gewonnen,
0:36:13–0:36:16
dann so Geduldsspiele auf dem Campingplatz. Aber die waren alle so groß,
0:36:17–0:36:21
also wirklich so wie so Tischgroß, wo man dann an den Sachen so spielen konnte.
0:36:21–0:36:23
Und ein Spiel konnten wir nicht spielen, weil es belegt war.
0:36:24–0:36:29
Aber ich habe das dann versucht, mir als Muscheln nachzusuchen und dann mal zu spielen.
0:36:29–0:36:31
Fand ich die Regeln ganz interessant, ich habe den Namen vergessen.
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Packen wir alles in die Show.
0:36:33–0:36:39
Aber du hast im Prinzip vier Eigenschaften. Die sind quasi Null und Eins.
0:36:40–0:36:44
Also du hast dann zum Beispiel große und kleine Steine, eckige,
0:36:44–0:36:47
runde, helle, dunkle und welche mit Ornamenten oder ohne.
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Und dann kriegst du halt eben 16 Steine raus. Jeder ist einzigartig.
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Und dann gibt es ein Spielbrett, das ist 4x4.
0:36:57–0:37:01
Und du kannst den Stein, den du in der Hand hast, hinstellen, wo du willst.
0:37:02–0:37:05
Und wer es zuerst schafft, eine Reihe zu schaffen, in der ein Attribut,
0:37:05–0:37:11
zum Beispiel dunkel oder groß, erfüllt ist, hat gewonnen. Das ist ja wie viel Gewind.
Florian Clauß
0:37:11–0:37:13
Aber nur noch mit mehr Dimensionen.
Micz Flor
0:37:13–0:37:17
Mit mehreren Dimensionen, genau. Es ist eine vielfach zweidimensionale Welt.
Florian Clauß
0:37:17–0:37:18
Krass, so wie 3D-Schock.
Micz Flor
0:37:18–0:37:22
Und die einzige Regel, die es gibt, ist, dass die Person auf der anderen Seite,
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dir den Stein aussuchen muss, den Stein, den du dann legen musst.
Florian Clauß
0:37:27–0:37:29
Ah, das ist alles geil.
Micz Flor
0:37:30–0:37:31
Das ist irgendwie ganz einfach.
Florian Clauß
0:37:31–0:37:34
Das ist einfach, aber ein geiles Prinzip.
Micz Flor
0:37:34–0:37:38
Vielleicht können wir das mal da oben in der Hütte spielen. Wir werden berichten, am 9.
Florian Clauß
0:37:38–0:37:39
September geht es los.
Micz Flor
0:37:40–0:37:43
Aber das fand ich so einfach. Und am nächsten Tag, das war der letzte Tag,
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den wir hatten, bevor wir los mussten, habe ich dann,
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nochmal gesucht nach Muscheln. Und zwar gibt es da diese schwarzen Muscheln und die roten Muscheln.
0:37:52–0:37:55
Da habe ich gesagt, ich nehme die schwarzen Muscheln und die roten Muscheln.
0:37:55–0:37:59
Dann nehme ich die einmal hellschwarz, also eher grau, einmal tiefschwarz.
0:37:59–0:38:03
Dann nehme ich die geriffelt, also mit Streifen oder nicht mit Streifen und
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groß und klein. Und dann habe ich mir quasi auch mir so ausgedacht und habe
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dann irgendwann gemerkt, ey, das ist jetzt viel zu nerven.
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Ich bin schon die 17 Kilometer am Strand in der Glauben, um dann eine kleine,
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hellschwarze, getiegelte Muschel zu finden.
Florian Clauß
0:38:19–0:38:25
Ja, du musst so ein Exosheet pflegen und dann gleich der Liegenmitte.
0:38:25–0:38:29
Claude befüttert und sagen, kann ich die jetzt noch einreihen?
Micz Flor
0:38:29–0:38:36
Ja. Aber ich fand die Idee einfach so simpel, ich mag das, wenn es dann einfache
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Idee ist, einfache Spülbrett und muss mal gucken, probieren wir es mal aus.
Florian Clauß
0:38:40–0:38:43
Probieren wir es aus, ja, das klingt spannend. So, haben wir noch,
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haben wir noch, ich habe noch eine Sache, die habe ich, das kam mir vorhin im Engelbecken.
Micz Flor
0:38:50–0:38:50
Ja.
Florian Clauß
0:38:50–0:38:51
Und zwar,
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habe ich ein Hörbuch, das war nämlich der Einstieg zu dem ARD Sounds, ein Hörbuch.
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Ich höre halt total gerne von Sounds dann die Hörbücher, weil da gibt es eine extra Kategorie.
0:39:06–0:39:11
Und kann man eigentlich, wenn man ein Hörbuch hat, dann sind die meistens so
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lang, dass ich dann halt irgendwie so, weiß ich nicht, zwei bis vier Wochen daran höre.
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Und dann ist meistens wieder ein gutes anderes, dass man weiterhört.
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Wir haben eine ganz gute Auswahl.
0:39:21–0:39:27
Und da habe ich jetzt von Georg Herrmann Kubinke gehört. Und das ist halt so
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ein super Berliner Roman. Das ist Wahnsinn.
Micz Flor
0:39:32–0:39:33
Kanntest du den vorher?
Florian Clauß
0:39:34–0:39:36
Kubinke? Nee, den Herrmann kannte ich überhaupt nicht vorher.
0:39:38–0:39:39
Kennst du Herrmann? Das ist halt so ein Klassiker.
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Der ist, glaube ich, in den 1870ern geboren.
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ist Schriftsteller dann geworden und mit Kubinke ist die Figur so ein Friseur
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der dann die Oberquadra abgeschlossen hat, also die hohe Schule und hat dann,
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aber er spielt halt so ein total,
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so ein Arbeitermilieu oder den Servicemilieu mit den,
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Dienstmädchen und Kubinke ist halt so Friseur und kommt dann nach Berlin und
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wird dann bei so einem Geschäft aufgenommen und es zählt mehr oder weniger dann über,
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fängt dann mit dem Frühling an, wenn es halt irgendwie gerade so der Schnee
0:40:25–0:40:27
schmilzt und hört dann am Ende im November auf.
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Ja, spielt dann halt mehr oder weniger also einen Jahreszyklus durch und er
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lässt sich dann halt mit lauter Dienstmädchen ein, aber ist ein total schüchterner
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Typ, der, wo es erstmal nicht klappt.
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Ich bin hier rechts und.
Micz Flor
0:40:48–0:40:49
Also er lässt sich ein, aber es klappt nicht.
Florian Clauß
0:40:49–0:40:52
Ja, nein, eigentlich, weil es klingt jetzt gerade so, als ob er dann so derjenige
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wäre, der dann halt irgendwie so, und er ist eigentlich total schüchtern und,
0:40:57–0:41:01
es klappt aber dann, die Kapitel sind dann nach den einzelnen Dienstmädchen,
0:41:01–0:41:04
ich war die benannt, Emma,
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Hedwig und dann Paulina. Und das ist das Tolle.
Micz Flor
0:41:08–0:41:13
Mit zwei Nachfahren der Dienstmädchen sind die Nachfahren des Autors immer noch im Rechtsstreit.
Florian Clauß
0:41:14–0:41:23
Ja, aber tatsächlich geht es dann so auch um diese Konsequenzen,
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wenn einem der Frühling durch die Glieder fährt.
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So ein bisschen in die Richtung. Aber was total super an dem Roman ist,
0:41:33–0:41:37
oder vor allen Dingen auch, wie es gelesen ist, in dem Hoverbuch, ist dieses Milieu.
0:41:37–0:41:40
Und dann dachte ich echt so, das ist so...
0:41:41–0:41:45
Also es hat dann auch so eine Nähe. Ich meine, diese 20er-Jahre-Beschreibung,
0:41:45–0:41:49
10er-Jahre-Berlin, diesen Stil, den kriegt man ja, den hat man ja hier auch
0:41:50–0:41:52
mit 30 Jahren wohnen in Berlin.
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Kriegst du ja das so mit, liegt ja auf der Straße.
0:41:55–0:42:02
Und das ist so aktuell dann noch so, Das war so toll. Es hat so Spaß gemacht, das dann auch zu hören.
0:42:02–0:42:08
Und der hat auch immer so unglaublich blumig und ausschmücken geschrieben.
0:42:09–0:42:16
Die Szenen und so weiter. Also der Georg Herrmann. Und das ist jetzt so meine Romanempfehlung.
0:42:16–0:42:22
Hörbuchempfehlung. Kann man bei AD Sounds, kann man sich das mal anhören. Macht Spaß.
Micz Flor
0:42:22–0:42:26
Und ist wahrscheinlich sogar als EPUB für E-Reader gratis verfügbar.
0:42:26–0:42:27
Ist das schon alt genug dafür?
Florian Clauß
0:42:27–0:42:36
Super alt. Der Autor hat natürlich auch das Frauenbild zeitgenössisch, also,
0:42:38–0:42:40
nicht mehr so, wie man es irgendwie vermitteln würde.
0:42:41–0:42:49
Und der Autor selber ist dann auch im Deutschen Schriftstellerverband,
0:42:49–0:42:52
war er dann Vorsitzender oder hat den auch mitgegründet.
0:42:52–0:42:57
Ich kriege es nicht mehr ganz zusammen, ich habe nur kurz mal den Wikipedia-Artikel überflogen.
0:42:57–0:43:03
Aber jüdische Abstammung und wurde dann tatsächlich, nachdem er schon ausmigriert
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ist, in den 30ern nach Holland, nach Niederlande, ist er dann aber doch in Auschwitz umgekommen.
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als 70-Jähriger ermordet worden.
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Im KZ, ja. Das ist ein bisschen tragisch, aber auf jeden Fall eine Institution.
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Die hat viel veröffentlicht. Ist mir dann nochmal aufgefallen.
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Ja, das war für mich eine Entdeckung, die ich jetzt auch in den letzten Wochen gemacht habe.
Micz Flor
0:43:33–0:43:35
Ach nee, ich kriege jetzt keine gute Exel.
Florian Clauß
0:43:35–0:43:40
Nee, aber ich habe noch einen Punkt, wo du Glamping gesagt hast,
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weil mir da ist eingefallen, dass ich neulich auch einen tollen Film gesehen
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habe, einen japanischen, wo auch Glamping,
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Glamping ist ein Kofferwort aus Glamour und Camping, also quasi hochversorgtes Camping mit Luxus,
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von dem Regisseur, der auch Drive My Car gemacht hat, Es ist so,
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ich würde mal sagen, im japanischen Independent-Bereich ansiedeln.
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Aber der hat schon ganz gute Preise abgeräumt.
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Und der hat, sein letzter Film heißt Evil Does Not Exist. Und da wird in einer
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so ursprünglichen Gemeinde, wird dann auch von so einer Marketingfirma,
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will dann so einen Glamping-Bereich ansiedeln.
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Und der ist ganz toll, der Film.
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Also er hat so eine ganz tolle Stimmung. Er wird auch nach einer Viertelstunde
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das erste Mal gesprochen.
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Ist ganz wirklich so, ich würde schon sagen, dass es der im Slow Cinema zuzuordnen.
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Also ganz langsam erzählt, aber es gibt so Sprünge, die sind so eruptiv.
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Und teilweise ist es halt krass. Und wo die Geschichte dann so Wort,
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dann so Sprünge bekommt.
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Aber hat so wirklich eine ganz tolle Ästhetik auch.
Micz Flor
0:45:00–0:45:01
Wie heißt der nochmal?
Florian Clauß
0:45:01–0:45:02
Evil does not exist.
Micz Flor
0:45:02–0:45:05
Evil does not exist. Dass ich ihn in die Shownotes packen kann.
Florian Clauß
0:45:05–0:45:11
Ja, das ist es genau. Ja, wir sind jetzt hier in der Singerstraße, Ecke Koppenstraße.
Micz Flor
0:45:12–0:45:15
Und ich meine, wir hätten uns ja auch hier schon mal gekreuzt.
0:45:17–0:45:22
Das klingt jetzt ... Also nachdem, das denke ich gerade, ob es denn auch ein
0:45:22–0:45:24
Kapitel mit meinem Namen gibt in deinem Buch.
Florian Clauß
0:45:28–0:45:29
Genau, Mendel Mitsch.
Micz Flor
0:45:31–0:45:31
Nein,
0:45:34–0:45:35
gekreuzt.
Florian Clauß
0:45:35–0:45:37
Ich meine, du weißt das.
Micz Flor
0:45:37–0:45:38
Ich glaube, oder es war hier.
Florian Clauß
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Als wir uns am Ostbahnhof getroffen haben und dieses Experiment gemacht haben.
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Du hast aufgenommen und ich habe aufgenommen, ohne dass wir uns dann,
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also fünf Minuten bevor wir uns getroffen haben, dann sind wir zusammengekommen,
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und haben das dann aus zwei Perspektiven zusammengeschnitten.
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Und dann haben wir über die Berlinale, habe ich drei chinesische Filme auf der
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Berlinale, habe ich dann berichtet.
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Das war vor mittlerweile vier Jahren, drei, vier Jahre her.
Micz Flor
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Ja, so lange.
Florian Clauß
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Time is running, Michi.
Micz Flor
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Damit endet unsere Schnaps-Folge 111. Es ist 11.11 Uhr auf der Uhr.
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Wir müssen getrennte Wege gehen. Wir haben uns viel gekreuzt und bekreuzigt.
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Die ganzen Shownotes von der Welt findet ihr auf eigentlich-podcast.de Da sind
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auch ein paar Fotos von der Tour, von allen Touren. Da sind auch alle anderen gratis verfügbar.
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Solltet ihr uns auf ARD Sounds suchen, sorry. Ihr findet uns aber sonst wahrscheinlich überall.
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Wir sind dann auch mit schlechtem Gewissen irgendwann sogar bei Spotify eingestiegen. Aber ja,
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da sind auch die ganzen Touren.
Florian Clauß
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Wir haben auch eine interaktive Karte.
Micz Flor
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Eine interaktive Karte gemacht, das ist jetzt im Menü drin. Die Webseite überarbeiten
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wir irgendwann mal, Wenn wir eine Kombination aus Lust mal Zeit größer 5 haben,
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dann fangen wir damit mal an.
Florian Clauß
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Okay, dann sagen wir Tschüss, bis zum nächsten Mal.
Micz Flor
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Macht's gut. Tschüss.

Eine Korrektur zur Episode: die Geschichte, die ich im Podcast Ted Chiang zuschreibe, war nicht von Chiang, sondern von Ted Kosmatka und heißt „Divining Light“ (Asimov’s Science Fiction, 2008). Darin bekommt ein Physiker nach einer schweren persönlichen Krise eine zweite Chance durch einen Bekannten. Er kann in einem Forschungslabor arbeiten, ohne direkten Auftrag. Er wendet sich dem Doppelspaltexperiment zu, um die „Collapsing Wave Function“ und den „Collapse“ durch den:die Beobachter:in zu erforschen. Mit tierischen und menschlichen Probant:innen entdeckt er einen Zusammenhang zwischen bewusster Beobachtung und einer Eigenschaft, die nur Menschen zu haben scheinen. ABER NICHT ALLE!!!

Den Ted Chiang Reader, den ich anspreche, den wollte ich dennoch nicht vorenthalten. Aber was vor sieben Jahren noch frei verfügbar war, konnte ich nicht mehr alles finden. Hier die Liste der Kurzgeschichten:

Online lesen:

Folgende Geschichten lassen sich im Netz finden:

  • Understand (1991)
  • Seventy-Two Letters (2000)
  • What’s expected of us (2005)
  • The Merchant and the Alchemist’s Gate (2007)
  • The Lifecycle of Software Objects (2010)

Inzwischen nicht mehr frei verfügbar:

  • Catching crumbs from the table (2000)
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