"Many of my novels and stories have been optioned for film, but as of this writing none have been produced." (Dan Simmons , "Worlds Enough & Time", 2002)

Dan Simmons ist verstorben. In dieser Episode möchte Micz versuchen den Autor, der sich immer beiläufig über Genregrenzen hinweggesetzt hat, mit dem Lasso mal einzufangen und zu umarmen. Über Jahrzehnte hinweg hat Simmons Horror, Science-Fiction und historische Stoffe zu einem Regenschirm verwoben, mit dem Leser:innen federleicht die Feldsteinmauern übersegeln, die das Genrefallobst einzäumen. Und hätte das diesen Satz noch viel eleganter formulieren können. Mit seinem Tod im Februar 2026 verliert die Literatur eine der eigenwilligsten Stimmen der Gegenwart. Gleichzeitig blieb Simmons Werk das eines Unvollendeten. Weil seine Bücher oft mehr aufrissen, als sie abschließend beantworten wollten. Ob in den verschachtelten Erzählstrukturen von „Hyperion“, den offenen philosophischen Fragen in „Ilium“ oder den ausufernden historischen und moralischen Dimensionen von „Carrion Comfort“. Viele seiner Geschichten wirken deshalb wie Momentaufnahmen aus größeren, kaum greifbaren Zusammenhängen. Micz sieht es positiv: für einen kongenialen Showdown war Dan Simmons selten zu haben, der stresst nur, aber parallel in unterschiedlichsten Schichten eines historischen Moments zu schwelgen und zu flanieren, das konnte er wie kein anderer genießen und teilen. Unvollendet auch, weil es jahrzehntelang sicher war, seit den 1990ern, dass er mit "Hyperion", "Drood", "Ilium", "Carrion Comfort", "The Crook Factory", "The Abominable" und auch dem Erstlingswerk "Song of Kali" ganz groß in die Kinos kommt. Es ist nicht passiert. "Hyperion" wäre der geniale Stoff für eine Stream-Serie. Es ist nicht passiert. "Terror" wurde als Serie verfilmt. Er hatte auf so viel mehr gehofft und darauf immer wieder auch in Interviews gebaut. Wir haben uns im Podcast in einer Mini-Serie an seinem Werk abgearbeitet – und sind dabei durch sehr unterschiedliche Welten gereist. In „Carrion Comfort“ begegnen wir sogenannten Mind-Vampires, die Macht über Menschen ausüben und Geschichte aus dem Schatten heraus beeinflussen. Mit „Hyperion“ entwirft Simmons eine vielstimmige Space Opera, die eher an eine Sammlung miteinander verwobener Geschichten erinnert als an einen klassischen Roman. „Ilium“ wiederum verlegt antike Mythen in eine ferne Zukunft auf dem Mars und stellt die Frage nach Menschlichkeit in einer posthumanen Welt. Und mit „Song of Kali“ sowie „Drood“ zeigt sich seine düstere, literarisch verspielte Seite zwischen Horror und historischer Fiktion. All diese Bücher eint, dass sie sich Zeit nehmen, ausufern dürfen und dabei voller Ideen stecken – manchmal sperrig, oft überwältigend, aber nie beliebig. Simmons war kein Autor für nebenbei. Seine Romane fordern Aufmerksamkeit, Geduld und Neugier. Sein Werk bleibt.

Mitwirkende

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Micz Flor
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Florian Clauß

Transcript

Micz Flor
0:00:00–0:00:03
Das hat er in einem Interview auch gesagt, wenn ich meinen Nachbarn,
0:00:03–0:00:04
wenn die Fragen waren, was schreibst du denn gerade so?
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Und ich sage halt so aktuell, ja, Henry James und Sherlock Holmes fahren zusammen
0:00:10–0:00:14
nach Amerika und versuchen dann, diesen Anschlag zu vereiteln und gleichzeitig
0:00:14–0:00:15
diesen Mörder zu finden.
0:00:15–0:00:19
Und dann sagen manche, sagen dann, ach und, haben sie es geschafft?
Florian Clauß
0:00:25–0:00:26
So, wollen wir?
Micz Flor
0:00:27–0:00:27
Ja.
Florian Clauß
0:00:28–0:00:32
Hallo und herzlich willkommen bei Eigentlich Podcast. Der Podcast,
0:00:32–0:00:34
bei dem wir im Laufen reden und laufend reden.
0:00:34–0:00:38
Und jetzt über die 100 sind mit...
Micz Flor
0:00:38–0:00:40
Über die 100. 101 haben wir heute.
Florian Clauß
0:00:41–0:00:47
101, genau. 101. Die Folge, du hast schon ein bisschen geteasert,
0:00:48–0:00:54
worum es gehen soll in unserer Eigentlich Episode 100, wo wir so ein bisschen Recap gemacht haben.
0:00:55–0:00:59
Ein paar Statistiken rausgeholt, ein paar Remembers gemacht haben.
0:01:01–0:01:05
Und du hattest angekündigt, du wolltest über Dan Simms was machen.
Micz Flor
0:01:05–0:01:09
Ich wollte über Dan Simms angestoßen von unserem Mitstreiter,
0:01:09–0:01:13
meinem Bruder Chris, der in unserem Chat meint, da müsst ihr was dazu machen.
0:01:13–0:01:15
Oder ich glaube sogar, ich muss was dazu machen.
0:01:16–0:01:19
Der ist verstorben und ich habe es gar nicht mitbekommen.
0:01:22–0:01:26
Und ich habe dann Chris gefragt, ja was soll ich denn da machen,
0:01:26–0:01:29
aber da kam nichts zurück, aber trotzdem hatte ich irgendwie das Gefühl,
0:01:29–0:01:36
dass es stimmig ist, da nochmal zu Dan Simons eine Folge zu machen und wie das
0:01:36–0:01:40
dann so ist, wenn jemand verstorben ist, habe ich jetzt gar nicht so das Bedürfnis,
0:01:40–0:01:47
Sachen zu besprechen oder ein Werk rauszunehmen und das so in Tiefe darzustellen
0:01:47–0:01:50
Und dann bei Dan Simmons habe ich auch mal versucht, Plot-Spoiler zu vermeiden,
0:01:50–0:01:52
weil ich wirklich wollte, dass Leute es lesen.
0:01:52–0:01:57
Also man merkt, dieser Autor oder sein Werk, ich kenne den Autor ja nicht,
0:01:57–0:02:01
liegt mir am Herzen. Es hat mich begleitet.
0:02:01–0:02:03
Sachen, die ich auch mehrfach gelesen habe.
0:02:06–0:02:11
Und ja, so kommt jetzt verspätet eine Folge zu Dan Simmons.
0:02:13–0:02:16
Zu seinem Tod raus. Und ich versuche dann ein bisschen die Biografie zu gehen,
0:02:17–0:02:19
aber da habe ich gar nicht so viel irgendwie finden können.
Florian Clauß
0:02:21–0:02:28
Du hast ja schon mehr oder weniger eine Dan Sims Reihe gemacht. Mit mehreren Büchern.
0:02:29–0:02:37
Das war auch so eine Statistik von unserer 100 Episode 100, wo wir dann so Reihen identifiziert haben.
0:02:37–0:02:41
Und Dan Sims, du hast angefangen mit Songs of Kali.
0:02:41–0:02:46
Das war glaube ich die erste der Folgen über Dan Sims,
0:02:47–0:02:56
dann eine großartige Folge, hatten wir auch darüber gesprochen in der 100 Hyperion
0:02:56–0:03:00
von Dan Sims die Space Opera,
0:03:00–0:03:08
wie das immer so gesagt wird und Karrion Comfort das war so über Vampire und.
Micz Flor
0:03:08–0:03:14
Ja Songs of Kali von 1985, war das erste Buch, das ich eben auch hier besprochen hatte. Und,
0:03:15–0:03:17
Eine Sache, die ich mir für die Folge überlegt habe, ist so,
0:03:18–0:03:20
wie Dinge sich bedingen.
Florian Clauß
0:03:20–0:03:21
Ja.
Micz Flor
0:03:21–0:03:25
Weil es gibt für Dan Simmons so einen Gründungsmythos.
Florian Clauß
0:03:25–0:03:25
Okay.
Micz Flor
0:03:26–0:03:30
Und der Gründungsmythos, den ja auch selber, der einmal hat ein gewisser Harlan
0:03:30–0:03:33
Ellison, und über den werden wir vielleicht sogar zuerst sprechen gleich,
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hat das in einem Vorwort für Dan Simmons auch mal reingeschrieben.
0:03:38–0:03:41
Aber ich habe das Vorwort nicht mehr gefunden. Ich habe alle E-Books nochmal
0:03:41–0:03:45
auf meinen Reader und ich habe alles durchgescannt, aber ich habe den irgendwann aufgegeben.
0:03:45–0:03:48
Ich glaube, das aber in einer anderen Folge schon mal zitiert zu haben.
0:03:50–0:03:55
Harlan Ellison hat Dan Simmons sozusagen entdeckt.
Florian Clauß
0:03:55–0:04:01
Ach ja, doch, ich erinnere mich. Das hast du, glaube ich, in Songs of Kali auch erzählt.
Micz Flor
0:04:01–0:04:07
Ja, und der Harlan Ellison ist irgendwie selber wie so eine,
0:04:08–0:04:12
also der ist auch Science-Fiction-Schreiber und vielleicht vorneweg greifend
0:04:12–0:04:15
in dem Vorwort zu Dan Simmons hat er, Soweit ich mich erinnere,
0:04:15–0:04:17
was ich nicht mehr gefunden habe, hat er gesagt,
0:04:18–0:04:23
er hatte früher so gedacht, dass er halt so in die Jahrhunderte hinein einfach berühmt sein wird.
0:04:23–0:04:26
Und in einem anderen Interview, was ich über ihn mal gesehen habe,
0:04:26–0:04:31
hat er auch gesagt, dass jeder Künstler, jede Künstlerin irgendwie versucht,
0:04:32–0:04:34
sich da hineinzuschreiben in die Kulturgeschichte.
0:04:34–0:04:42
Und wenn sie sagen, das ist nicht ihre Intention, dann ist es entweder unbewusst
0:04:42–0:04:44
die Intention oder sie lügen.
Florian Clauß
0:04:46–0:04:50
Ja, ich meine, das ist natürlich der Autor, der Autor als...
Micz Flor
0:04:50–0:04:50
Oder die Autorin.
Florian Clauß
0:04:51–0:04:55
Oder die Autorin, aber ich sage mal, die Instanz Autor, die selbst verwirklichen.
0:04:55–0:05:01
Was gibt es denn Größeres, als seine Gedankenwelt in einem Buch zu komprimieren?
0:05:01–0:05:03
Weil ich meine, guck dir dann andere Kunstformen an.
0:05:04–0:05:09
Es gibt wenig Kunstformen, wo man dann halt als singuläre Entität dann quasi
0:05:09–0:05:11
sein künstlerisches Schaffen...
Micz Flor
0:05:11–0:05:12
Ja.
Florian Clauß
0:05:12–0:05:13
Ähm...
0:05:14–0:05:20
Wieso kein Künstlerschaffen dann halt verwirklichen kann.
Micz Flor
0:05:20–0:05:24
Ja, und wirklich auch so ein Paradox. Ich hatte doch, vielleicht erinnerst du
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dich, dieses Sumi-Label, dieses 7-Inch-Label vor ganz, ganz langer Zeit,
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wo ich halt 7-Inch-Platten rausgegeben habe, wo ich dann Künstler,
0:05:32–0:05:34
Künstlerin eingeladen habe,
0:05:34–0:05:36
unter ihrem Namen was zu machen.
0:05:36–0:05:40
Gerade das Gegenteil der Fall ist für Musik. Ich hatte das damals,
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ich habe ja Ende 1999 bis 2000 in Wien gelebt und habe das dann so mitbekommen,
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dass es da, keine Ahnung, sagen wir mal zwei Handvoll von MusikerInnen gab,
0:05:51–0:05:56
die allerdings in 40 unterschiedlichen Projekten miteinander irgendwie so Musik
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gemacht haben, in unterschiedlichsten Konfigurationen.
0:05:59–0:06:03
Aber die Leute dahinter waren gar nicht so bekannt, außer man war so in der Szene.
0:06:03–0:06:07
Es gab ja immer die Labels obendrauf. Und bei AutorInnen jetzt die Bücher schreiben,
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das ist ja wirklich genau andersrum.
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Da geht es ja dann eher so, dass du so jemand wie Grisham hast,
0:06:12–0:06:16
der dann als Brand da drauf sitzt, der natürlich inzwischen aber auch 100.000
0:06:16–0:06:20
Angestellte hat, die halt Recherche machen, Materialkunde und so weiter und so fort.
0:06:20–0:06:26
Also diese Idee von einem Kollektiv, bei The Expanse zum Beispiel,
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haben wir da auch drüber gesprochen.
0:06:27–0:06:31
Es waren sowieso schon zwei Autoren, die die Bücher geschrieben haben,
0:06:31–0:06:36
aber die auch immer wieder so einem Workshop, Literary Workshop danken,
0:06:36–0:06:39
im Vorwort, ich weiß gerade nicht, wie der heißt, mit dem sie halt diese...
0:06:40–0:06:44
Diese Ideen und diese Plots irgendwie aus der Abklopfen. Also diese Idee von
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der kollaborativen Arbeit ist in der Musik sehr üblich, in der Literatur auch
0:06:48–0:06:52
wohl üblich, aber trotzdem steht immer ein Name obendrein.
Florian Clauß
0:06:53–0:06:59
Das ist auch so ein bisschen wie Ai Weiwei, der auch seinen Namen und dahinter
0:06:59–0:07:02
verbirgt sich ein Riesenproduktionsatelier.
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Damals, da gibt es auch eine tolle Dokumentation, wo man einmal so Insights
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bekommt in Beijing, wie das dann aussieht.
Micz Flor
0:07:10–0:07:14
Oder eben hier Berlin, Olafur Eliasson, der Pfefferberg hat er,
0:07:14–0:07:17
glaube ich, das ist halt eine GmbH, glaube ich, inzwischen sogar,
0:07:17–0:07:20
wo wirklich eben Materialkunde gemacht wird, der eben viel auch mit solchen
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physikalischen Themen arbeitet.
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Also dieser Gelblichtraum, wo auf einmal alles schwarz-weiß wird,
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weil da nur so ein Spektrum drin ist oder diese kleinen Sprühregenbögen oder so.
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Und der natürlich auch zum Beispiel in Island auch dieses eine große Opernhaus
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gebaut hat mit so einer Außenfassade zu einem ganz bestimmten Material.
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Und der wirklich einfach Angestellte hat in der GmbH, die auch for profit dann arbeitet.
Florian Clauß
0:07:47–0:07:50
Genau, also das haben wir jetzt so ein bisschen aufgelöst. Ja, Klammer drin.
Micz Flor
0:07:51–0:07:57
Aber Harlan Ellison hat von sich behauptet, dass er halt eben auch in die Annalen
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der Geschichte sich ein hätte schreiben wollen und auch gedacht hat,
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dass er das tut. Und es gab zum Beispiel eine Kurzgeschichte, die hieß,
0:08:05–0:08:09
Depend Harlequin, said the TikTok-Man. Das ist eine Kurzgeschichte.
Florian Clauß
0:08:09–0:08:11
Klingt ein bisschen nach Horror.
Micz Flor
0:08:11–0:08:15
Ja, es war immer so. Er wollte auch nie Science-Fiction genannt werden,
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Hallen Allison, sondern er hat sich immer als Fantasy-Writer gesehen.
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Also was man heute vielleicht Hard-Science-Fiction nennen würde.
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Er hat sich nicht wirklich in diese Maschinensachen reingeschrieben,
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sondern hat immer eher aus so einem soziologischen Raum drumherum gemacht.
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Also die überschneiden sich natürlich. Harlan Ellison und Dan Simmons,
0:08:37–0:08:39
ich habe jetzt die Daten nicht genau auseinander.
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Ich denke mal, dass die vielleicht so 20 Jahre auseinander sind.
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Und Dan Simmons ist eher, also fast, es ist glaube ich gleicher Alter gewesen
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wie Stephen King. So, die waren ein paar Monate auseinander.
0:08:51–0:08:54
Und Harlan Ellison kam schon aus einer anderen Zeit.
0:08:55–0:08:59
Und Harlan Ellison ist für mich, darauf will ich so ein bisschen hinaus,
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es gibt ja so Konzepte von Ursache und Wirkung. Wenn das nicht passiert wäre,
0:09:07–0:09:10
Dann hätte das nicht passieren können, hätte das nicht passieren können.
Florian Clauß
0:09:10–0:09:14
Das ist ja diese Fahrtgegebenheiten, Fahrtgelegenheiten und dieser historische
0:09:14–0:09:17
Pfad, das wir auch letzte Folge angesprochen haben.
Micz Flor
0:09:17–0:09:21
Ja, gut, dass du es sagst, aber ich will dich nämlich auch nochmal beziehen, wo du das her hast.
Florian Clauß
0:09:21–0:09:26
Das ist von MS Pro, Michael Seemann, der das dann in seinem Podcast,
0:09:27–0:09:31
Krasse Links, beziehungsweise der Podcast ist aus dem Newsletter, Krasse Links.
0:09:31–0:09:36
Und da hat er quasi so, du kannst auf seiner Seite, das können wir gerne verlinken,
0:09:37–0:09:40
das ganze Pamphlet dazu veröffentlicht.
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Da geht es auch um diese Begriffe, die er verwendet mit diesen Faden.
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Und es geht um diesen soziologischen Kontext, den er dann eben auch auf Netzwerke anwendet.
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Und wir haben das ja so ein bisschen dann auch von dieser Niklas-Lumen-Theorie abgeleitet.
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Aber er wendet es nochmal ganz intensiv in unsere Zeit an und dieser Übertrag,
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der wird auch, also das wird auch überall so aufgenommen, der Begriff.
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Ich habe es jetzt auch in anderen Kontexten schon gehört und ich übernehme das
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auch gerne, weil ich das sehr...
Micz Flor
0:10:19–0:10:23
Wie würdest du das so in der Essenz umschreiben, die beiden Begriffe?
Florian Clauß
0:10:23–0:10:29
Naja, es geht darum, dass eine gewisse Historizität in allen Bedingungen liegt, ja.
0:10:29–0:10:36
Also im Prinzip auch so ein recht, ich sag mal so, marxistischer Ansatz,
0:10:36–0:10:41
dass die Umgebung, die uns halt jetzt sowieso begleitet, dass die immer aus
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irgendwelchen Entscheidungen heraus getroffen wurden.
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Und vor allen Dingen, wo so ein Machtespositiv drin ist.
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Weil natürlich Entscheidungen dann von denjenigen, die dann halt die Entscheidung
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treffen können, dann auch die Realität bestimmen. Und das ist so,
0:10:57–0:11:02
du hast dann damit ein Instrument, um auch Macht quasi zu untersuchen.
Micz Flor
0:11:02–0:11:03
Ja, okay.
0:11:05–0:11:07
Und das ist immer in der zeitlichen Abfolge dann?
Florian Clauß
0:11:07–0:11:11
Es ist in der zeitlichen, in der räumlichen Abfolge. Und ja,
0:11:11–0:11:17
also man kann sich ja bestimmte Umstände angucken, Situationen, und dann gucken,
0:11:17–0:11:21
wie ist es dahin gekommen, welche Entscheidungen haben das dann beeinflusst,
0:11:21–0:11:23
dass das entstanden ist.
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Ja, also zum Beispiel, wie jetzt dann quasi die Situation rund um Iran,
0:11:28–0:11:31
was da passiert ist, dass das so jetzt passiert.
Micz Flor
0:11:31–0:11:35
Ja, das ist so eine zeitliche Abfolge von Ursache und Wirkung.
0:11:36–0:11:37
Wo sich die Dinge bedingen.
0:11:39–0:11:43
Und es gibt dann noch so ein anderes, was glaube ich auch in der Theologie benutzt,
0:11:43–0:11:46
so eine andere Argumentation, wo sich Dinge gegenseitig bedingen,
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die jetzt nicht horizontal, so auf einer Zeitachse sind, sondern eher vertikal gegeben sind.
0:11:51–0:11:53
Zum Beispiel, wir laufen jetzt hier durch das blühende,
0:11:55–0:12:05
Durch das blühende Berlin, Gugnerstraße, Friedrichshain und Bäume und die Vögel
0:12:05–0:12:06
bauen jetzt ihre Nester.
0:12:06–0:12:09
Und dann sind halt diese Zweige, die werden dann so draufgelegt,
0:12:09–0:12:12
das wird so gestapelt und der Baum hält das Nest und die Erde hält den Baum.
0:12:12–0:12:17
Und diese Sachen sind jetzt nicht, sie sind natürlich auch horizontal auf einer Zeitebene entstanden.
0:12:18–0:12:20
Aber gleichzeitig in dem Moment, dass es alles steht.
Florian Clauß
0:12:21–0:12:24
Ja, aber ist das nicht so vergleichbar mit einem Snapshot quasi?
Micz Flor
0:12:24–0:12:29
Ja, und es ist jetzt aber jetzt nicht so wichtig, was dafür,
0:12:30–0:12:34
also in dem Moment geht es dann wirklich um eine Form der Statik oder eben eine
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Bedingung, dass die Sachen im Platz sind.
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Und das wird in der Theologie wohl, ich habe das jetzt nicht durchgearbeitet,
0:12:41–0:12:43
aber wohl auch benutzt als ein
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möglicher Gottbeweis. weil die Dinge sich irgendwie gegenseitig bedingen.
0:12:49–0:12:52
Und irgendwann kommst du an einen Punkt, wo du dann entweder eben in diese Physik
0:12:52–0:12:55
zum Big Bang abrutscht oder eben in die Religion abrutscht.
Florian Clauß
0:12:56–0:13:00
Ja klar, wenn du jetzt einfach guckst, wie das jetzt hier so ist und keine Vorkenntnisse
0:13:00–0:13:03
hast, dann denkst du ja natürlich irgendwie so an einen Gott.
0:13:03–0:13:07
Wie kann das jemand sich ausgedacht haben, dass das jetzt so funktioniert?
Micz Flor
0:13:08–0:13:10
Aber in dieser Idee, wo diese Sachen nicht...
0:13:10–0:13:14
Sich hintereinander bedingen, sondern gleichzeitig bedingen.
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So habe ich ein Bild von Harlan Ellison und Dan Simmons. Das ist so in mir entstanden.
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Harlan Ellison ist vor nicht mal zehn Jahren gestorben.
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Der ist in den 30ern geboren, ist 2018 gestorben.
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Jetzt ist Dan Simmons auch gestorben. Harlan Ellison hat sein Werk aufgebaut,
0:13:35–0:13:42
und hat dann bis zu einem gewissen Punkt Ruhm erreicht und Zuspruch erreicht
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und hat dann an einem Workshop sich angeboten und hat da mit anderen Leuten,
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die die Manuskripte mitgebracht haben, Diskussionen geführt. Das war so eine Gruppe.
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Und das war 1981.
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Und in diesem Moment ist der Entstehungsmoment von Dan Simmons,
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der von sich in einem anderen Interview sagt, er hatte eigentlich gerade damit
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abgeschlossen, mit dem ganzen Schreiben, wie es halt immer so ist, ne?
0:14:08–0:14:13
Er war verheiratet, er hat in der Grundschule gearbeitet und,
0:14:16–0:14:19
In dem Moment, wo dann auch noch sie eine Tochter geboren haben,
0:14:19–0:14:22
war so klar, okay, eigentlich ist das jetzt durch.
0:14:22–0:14:25
Und dann gab es so The One Last Shot, The One Last Bullet.
Florian Clauß
0:14:25–0:14:27
Und dann ging es jetzt richtig durch.
Micz Flor
0:14:27–0:14:31
Eigentlich als Abschied zu diesem Genre Schreiber, also Genre falsch,
0:14:31–0:14:35
aber Lebensabschnitt zu schreiben, ist er dann noch mal zu diesem Workshop gegangen.
0:14:35–0:14:38
Hat da Harlan Ellison getroffen.
0:14:38–0:14:42
Harlan Ellison hat dann wohl zu ihm gesagt, das ist dann teilweise auch zitiert,
0:14:42–0:14:45
das hat wahrscheinlich keiner mitgeschnitten, aber hat dann solche pathetischen
0:14:45–0:14:49
Sachen gesagt wie Dan Simmons, you are a writer.
Florian Clauß
0:14:50–0:14:51
Ja, genau, das erinnere ich noch aus.
Micz Flor
0:14:52–0:14:56
Songs of Carly. Und da hat er ihn so hochgehoben und hatte direkt vor der Mittagspause
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wohl einen 70-jährigen Autor, der irgendwie über 20 Bücher geschrieben hat,
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nichts veröffentlicht, dem hat er gesagt,
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Sie können so viel schreiben, wie Sie wollen, Sie sind einfach kein Writer.
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Er war da wohl ziemlich fies. Und dann kam danach,
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The River Sticks Runs Upstream Heißt die Kurzgeschichte. Ganz so ein bisschen
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Friedhof der Kuscheltiere.
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So ein ganz kurzes Horror, fast schon aber Novella oder Novellettenlänge.
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Ein bisschen länger als eine Kurzgeschichte, in der es darum geht,
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dass halt so eine Familie,
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in der die Mutter gestorben ist und der Vater dann die Mutter zu den Resurrectionists
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bringt und die lassen sie wiedererstehen, aber weil die Brain Functions halt
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nicht mehr alle funktionieren.
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Das ist halt eher so Zombie-ähnlich.
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Und die Hauptperson, die zentrale Figur,
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weil dann bringt der Bruder sich um, der Vater bringt sich um und er zieht dann
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halt irgendwie, er zieht dann nicht um, aber er geht dann halt auf die Universität
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und macht dann irgendwas ganz anderes und wir erfahren dann aber zum Schluss
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jetzt doch ein Plottspoiler,
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dass er dann abends, wenn er nach Hause kommt, sitzt dann halt quasi seine Zombie-Familie
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bei ihm. Er hat dann alle seine ganze Familie.
Florian Clauß
0:16:09–0:16:11
Das ist so eine Black Mirror-Folge, oder?
Micz Flor
0:16:11–0:16:15
Genau, das ist ein gutes Beispiel in dem Rahmen. Die hat er da vorgetragen und danach,
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Meinte dann Harlan Ellison, ein Schreiber und sagte dann wohl auch noch zu dem
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anderen so, hier den anderen, den habe ich jetzt quasi so ein bisschen gesagt,
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er sei kein Autor, damit habe ich ihn aber befreit, denn Sie,
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Dan Simmons oder You, Dan Simmons, du bist jetzt verdammt dazu,
0:16:33–0:16:36
selbst wenn du kein Buch mehr schreibst, du bist ein Schreiber, ja?
0:16:37–0:16:40
Du bist jetzt verdammt dazu, die Wochenenden durchzuarbeiten,
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Eheprobleme zu haben. Die Bücher sind immer nie fertig.
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Ganz viel verpasste Filme, Theaterstücke, Sachen. Du läufst ewig hinterher.
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Das wird jetzt dein Schicksal sein. Können Sie jetzt selber entscheiden,
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welches Leben Sie lieber leben würden. So zu den anderen.
Florian Clauß
0:16:57–0:17:03
Und nochmal so, weil du das Bild aktiviert hast. Das ist jetzt für dich so diese vertikale Berufung.
Micz Flor
0:17:03–0:17:06
Genau, es fühlt sich für mich so an, Und das Halen Ellison hatte halt so wirklich
0:17:06–0:17:09
diese Zeit und der war, glaube ich, ganz wichtig für so einen Umbruch.
0:17:09–0:17:15
Der hat damals auch zwei so Reader, würde man vielleicht sagen,
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rausgegeben, die hießen Dangerous Visions.
0:17:21–0:17:26
Und dafür hat er dann auch diesen Term SF, also Science Fiction,
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hat er dann nochmal umgeschrieben und hat gesagt Speculative Fiction.
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Und das finde ich einen ganz guten Twist, weil gerade in der Zeit 60er,
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70er Jahre aus die Science Fiction als Genre sich geöffnet hat und viel auch
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eben gesellschaftliche Themen reingezogen hat.
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Und es ging nicht mehr darum, dass man halt irgendwie eine Rakete auf den Mars
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schießt und so, sondern das war irgendwie dann auch auf einmal ein Genre geworden,
0:17:48–0:17:52
das offen war für soziologische Experimente, gesellschaftliche Experimente,
0:17:53–0:17:55
unterschiedliche Formen des Zusammenlebens und so.
Florian Clauß
0:17:56–0:18:00
Ja, und ich will jetzt auch passend zur Folge mit dir auf diesen Friedhof da
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gehen, den ich noch nicht kenne.
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Ich war noch nie drauf, aber Karin war gestern hier, hat sich das angeschaut
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und meinte, der wäre interessant.
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Interessant. Ja, so bei der bestimmte Areale.
0:18:15–0:18:20
Also wir lassen uns überraschen. Passt auf jeden Fall zu dem Tod von Dan Simms.
Micz Flor
0:18:21–0:18:25
Von Dan Simms, Göring ist auf dem Friedhof. Und Speculative Fiction,
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Harlan Ellison hat Speculative Fiction als Term gecoint in dieser Zeit.
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Ich glaube, dafür war schon ein ganz wichtiger Wegbereiter.
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Die Sachen, die ich vorhin gelesen habe, die sind schon sehr männlich,
0:18:39–0:18:43
so Im Englischen würde man vielleicht sagen raunchy, ich weiß gar nicht genau,
0:18:43–0:18:47
was das bedeutet, aber da assoziiere ich so Barbecue-Soße mit, weißt du,
0:18:47–0:18:49
so huha, so ein bisschen, weißt du, so.
Florian Clauß
0:18:49–0:18:51
Genau, so Chili und Barbecue.
Micz Flor
0:18:51–0:18:54
Er wurde damals auch so ein bisschen angegangen, weil er teilweise sehr,
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sehr detaillierte, brutale Bilder auch so geschaffen hat.
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Es gibt auch eine von ihm sehr bekannte Kurzgeschichte, die heißt,
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Ich glaube, I have no mouth, but I must scream.
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Da geht es darum, dass in dem Dritten Weltkrieg China, Russland und Amerika.
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Artificial Intelligence gebaut haben.
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Und eine davon hat dann eben gewonnen.
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Und diese eine ist dann irgendwie im Zentrum der Erde verortet und tötet alle
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Menschen bis auf fünf. Und diese fünf Menschen quält sie.
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Lässt sie nicht sterben, sondern hält sie im Leben und quält sie.
0:19:36–0:19:41
Und dann müssen diese Menschen, ja, die müssen leiden.
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Und irgendwann kommt einer von diesen Menschen, hat dann so dieses,
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diesen Gedanken, ah, okay, weil diese KI in der Erde ist,
0:19:53–0:19:56
hat sie wahrscheinlich Emotionen, mit denen sie nicht umgehen kann,
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hat keinen Körper, kann sich irgendwie nicht.
0:19:57–0:20:01
Und daher kommt dann dieser Hass auf die Menschen, weil sie geschaffen wurde.
0:20:02–0:20:04
Und sie können sich selber auch nicht umbringen. Das wird kontrolliert.
0:20:05–0:20:08
Aber die stellen dann raus, sie können sich gegenseitig umbringen.
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Und dann bringen sich alle um bis auf einen. Und der eine wird dann aber in
0:20:11–0:20:15
alle Ewigkeit über Jahrhunderte hinweg immer mehr zu so einem Blob,
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der aber immer noch Bewusstsein hat und der einfach von der KI permanent...
0:20:20–0:20:23
Also Alison ist auch wie selber so ein bisschen wie so eine Romanfigur.
0:20:24–0:20:28
Wurde in Cleveland geboren, als einziges Kind einer jüdischen Familie,
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war kleinwüchsig, hat deshalb,
0:20:31–0:20:35
auch wohl in seiner Community immer mal einen auf dem mitzubekommen,
0:20:35–0:20:40
ist dann als 13-Jähriger schon von seinem Elternhaus geflohen, hat sich dann zuerst,
0:20:40–0:20:43
als Schauspieler irgendwie da so einem, was du auch mal gesagt hast,
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dieser Hintergrund damals von den Filmen, wie heißt denn das nochmal,
0:20:46–0:20:49
diese Schausteller oder sowas, so.
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Marktsachen, hat er sich denen angeschlossen mit 13 Jahren?
0:20:54–0:20:58
Und hat dann später auch als Vorholzfäller gearbeitet, als Fischer.
0:20:58–0:21:02
In einem Interview wurde in seiner Liste von Sachen, die er gemacht hat,
0:21:02–0:21:05
bevor er angefangen hat zu schreiben, auch aufgeführt.
0:21:05–0:21:07
Er sei auch mal Auftragskiller gewesen.
0:21:07–0:21:10
Und er hat das zumindest nicht verneint.
0:21:11–0:21:14
Aber wenn man sowas vorgelegt bekommt, dann würde man das wahrscheinlich...
0:21:14–0:21:16
Also da weiß ich nichts zu.
0:21:16–0:21:20
Das ist buchstäblich gefährliches Halbwissen, was ich da habe.
0:21:20–0:21:25
Und kam dann irgendwie in New York an und hat dann da angefangen,
0:21:25–0:21:31
eben mit Kurzgeschichten sich so in diese Pulp-Fiction-Ecke so reinzuarbeiten
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mit solchen Kurzgeschichten.
0:21:33–0:21:37
Und kam dann eben hoch und hat dann diesen Übergang Speculative-Fiction,
0:21:37–0:21:40
glaube ich, so ein bisschen mitmoderiert, auch mitgemacht.
0:21:41–0:21:42
Und...
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Hat dann, vielleicht schon kurz nach seinem Höhepunkt, Anfang der 80er-Jahre,
0:21:48–0:21:52
auf dieser Höhe Dan Simmons genommen, hat den nochmal so hochgehoben.
0:21:53–0:21:57
Und deshalb meine ich, der hat den dann in dem Moment nochmal so hochgehoben.
0:21:57–0:22:02
Und das war, wie du sagst, dieser Snapshot, von wo aus Dan Simmons dann erstens
0:22:02–0:22:06
mit diesem The River Sticks Runs Upstream,
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dann den zweiten Platz wohl gemacht hat bei so einer Competition mit 15.000
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Bewerbungen wie er selber in einem Interview gesagt hat, aber er hätte den ersten Platz bekommen,
0:22:16–0:22:21
weil Harlan Ellison saß mit in der Jury und er hat dann eben sich bei der Abstimmung,
0:22:21–0:22:24
weil er Dan Simmons vorgeschlagen hat, rausgehalten.
0:22:24–0:22:30
Und sonst wäre er der Erste geworden. Und das war Anfang der 80er und 1985 kam
0:22:30–0:22:34
dann eben Dan Simmons' erste Buch Song of Carly,
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auf dem Markt und dann hat er ja also
0:22:37–0:22:41
ich glaube jetzt geht es so ein bisschen wieder in diese Sache warum ich
0:22:41–0:22:47
den so mag weil du hast ja in der letzten Folge was gesagt wo ich dann gesagt
0:22:47–0:22:51
hätte ne dann mal abwarten auf die nächste Folge ich weiß nicht mehr genau was
0:22:51–0:22:59
es war aber es ging irgendwie inhaltlich so ein bisschen um diese er ist halt so irgendwie obwohl er.
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Und ich habe auf YouTube, das habe ich leider nicht mehr gefunden,
0:23:02–0:23:06
das wollte ich mir nochmal angucken, einen Vortrag von ihm mal vor einer Uni gesehen.
0:23:06–0:23:11
Das gibt es ja in Amerika immer wieder mal, dass irgendwelche berühmten SportlerInnen
0:23:11–0:23:13
oder AutorInnen oder so eingeladen werden.
0:23:13–0:23:20
Da hat Dan Simmons erzählt, dass Autor werden ist halt so, wenn man sein Geld
0:23:20–0:23:26
mit Schreiben verdienen möchte, dann scheint es erstmal ganz einfach,
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weil das Investment ist nicht so viel.
0:23:28–0:23:31
Du tippst halt und meint aber so, ja, aber es ist wahrscheinlicher,
0:23:32–0:23:37
dass sie ihren Lebensunterhalt als American Football Spieler verdienen können,
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als als Autor, weil er dann mal so eine Statistik aufgemacht hat,
0:23:40–0:23:41
wie viele Leute davon leben,
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Sportler zu sein und wie viele Autoren wirklich davon leben können und Autoren vom Schreiben.
0:23:48–0:23:50
Und er ist halt einer der wenigen.
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Und er ist halt mit Hyperion, glaube ich, dann wirklich doch einer,
0:23:53–0:23:57
der diesen Schritt gemacht hat, von wo Harlan Ellison gemerkt hat,
0:23:57–0:24:03
ups, das werde ich nicht mehr erleben, dass meine Werke mich deutlich überleben
0:24:03–0:24:05
und weitergetragen werden.
0:24:05–0:24:08
Aber wer weiß, vielleicht wiederentdeckt und anders nochmal irgendwie verortet.
0:24:08–0:24:13
Aber jetzt gerade ist es so, Stan Simmons, glaube ich, auf alle Fälle mit Hyperion,
0:24:13–0:24:17
eben sagte, was haben wir gesagt, Space Opera?
Florian Clauß
0:24:17–0:24:18
Ja, Space Opera.
Micz Flor
0:24:18–0:24:26
Ja, dass er damit irgendwie wirklich was, einen Pflock in den Kulturboden gerammt
0:24:26–0:24:29
hat, der halt irgendwie jetzt so steht. Das wird immer wieder referenziert.
0:24:29–0:24:33
Und wenn man Dan Simmons sucht, dann findet man immer wieder auch Hyperion.
0:24:34–0:24:38
Und bei Hyperion ist es so, dass da auch, mir ist später aufgefallen,
0:24:38–0:24:42
dass da was reinkommt, was aber ich auch ein paar Mal schon,
0:24:42–0:24:44
glaube ich, erwähnt habe, wenn es um Dan Simmons ging.
0:24:44–0:24:50
Und einmal auch bei unserem Horror-Ding, dass Dan Simmons oft,
0:24:50–0:24:55
eine Kurzgeschichte oder eine Novelle nicht so oft, aber die dann so den Grundstein
0:24:55–0:25:00
oder den Keim bildet für ein Buch, ein Hyperion.
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Ist ja auf den ersten Blick einfach
0:25:05–0:25:10
eine unfassbar gut geschriebene Zusammenstellung von Kurzgeschichten.
0:25:10–0:25:16
Canterbury Tales, hatten wir kurz drüber gesprochen, die alle im Stil so unterschiedlich sind.
Florian Clauß
0:25:16–0:25:19
Ja, das hatte ich tatsächlich noch gar nicht mehr so im Kopf,
0:25:20–0:25:22
als du das letzte 100 Folgen...
Micz Flor
0:25:22–0:25:23
Hast du das eigentlich schon gelesen?
Florian Clauß
0:25:24–0:25:28
Nee, habe ich nicht gelesen. Aber dass das so unterschiedlich und diverse Schreibstile
0:25:28–0:25:33
hat. und dass das eigentlich diese Virtuosität in der Sprache ist,
0:25:33–0:25:35
die dann halt auch den Sims dann so ausmacht.
Micz Flor
0:25:35–0:25:41
Da ist es so, dass eine Kurzgeschichte von 1983, Hyperion aus 1989 dann erschienen,
0:25:42–0:25:50
Remembering Siri heißt die, ist die letzte Geschichte und die Metageschichte,
0:25:50–0:25:55
wie wird es zum Spessler, es gibt immer so eine Metageschichte für dieses Format.
0:25:56–0:25:58
Also, die ist das,
0:25:59–0:26:03
Auf, also das ist der Shrike, da komme ich auch gleich noch zu,
0:26:03–0:26:07
der lädt Leute ein, die sollen zum Shrike-Tempel kommen.
0:26:08–0:26:12
Und auf dem Weg dahin haben die so eine Art Whodunit. Also da geht es irgendwie
0:26:12–0:26:17
darum, es gibt einen Traitor oder so, aber wer ist das?
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Und die erzählen alle ihre Geschichte, weil die natürlich auch einfach lange
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brauchen, um da zu diesem Planeten zu kommen.
0:26:25–0:26:29
Und die letzte Geschichte heißt Remembering Siri.
0:26:30–0:26:33
Und ist gleichzeitig dann auch so der Revealed Whodunit.
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Und die ist 1983 schon erschienen und die hat gar nicht so viel,
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also Hyperion hat so ein Metathema damit, hat das gar nicht so viel zu tun,
0:26:42–0:26:43
aber dann irgendwie doch.
0:26:44–0:26:48
Und er hat aber diese Geschichte da reingesetzt und hat dann noch andere Geschichten dazu geschrieben.
Florian Clauß
0:26:48–0:26:53
Darf ich kurz fragen nochmal so, weil du gesagt hast, sie ist 1983 geschrieben,
0:26:53–0:26:59
das heißt Hyperion war nicht quasi von Anfang an als abgeschlossenes Buch veröffentlicht,
0:26:59–0:27:01
sondern sind dann die Geschichten nach und nach...
Micz Flor
0:27:01–0:27:06
Nein, das war ein Buch. Das heißt, wenn du es jetzt liest, dann denkst du, ach, das ist ja ein Buch.
0:27:07–0:27:13
Aber die Quelle davon war Remembering Theory.
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Ich weiß es nicht, und man kann ihn jetzt leider eben auch nicht mehr fragen,
0:27:16–0:27:20
und ich habe dazu auch nichts gefunden, wie das mit den anderen Kapiteln ist.
0:27:20–0:27:24
Aber ich weiß zumindest von Carry and Comfort, das ist dieses sehr,
0:27:24–0:27:29
sehr lange Buch, das dass in zwei Teilen der Anfang des Buchs eins zu eins,
0:27:29–0:27:30
soweit ich es lesen konnte,
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schon veröffentlicht war, bevor er dann wirklich nach dem zweiten Kapitel angefangen
0:27:39–0:27:40
hat, weiterzuschreiben.
0:27:40–0:27:44
Und wenn man es weiß, ich weiß noch beim Lesen, bevor ich es wusste,
0:27:44–0:27:49
habe ich bei Caring Comfort gedacht, ja interessant, jetzt passiert irgendwas Neues.
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Auf einmal kommen halt so Randfiguren an die Oberfläche, die man schon abgeschrieben
0:27:53–0:27:55
hatte, obwohl man noch gar nicht so viel Text gelesen hatte.
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Aber irgendwie war es wirklich ja schon gefühlt fertig und dann ging es nochmal
0:27:59–0:28:00
weiter, dann ging es nochmal los.
0:28:01–0:28:06
Und das ist halt, glaube ich, was, was bei Dan Simmons ab und zu Thema ist.
Florian Clauß
0:28:07–0:28:11
Ganz kurz, ich will nochmal zur Lokalisation. Wir sind hier auf diesem Friedhof.
0:28:12–0:28:14
Ich finde den echt sehr interessant.
0:28:14–0:28:17
Ich hatte dann auch so im Netz nochmal geguckt. Da gab es jetzt nicht so viele Seiten.
0:28:17–0:28:24
Aber eine Seite, die ich gefunden habe, war halt, dass man hier flat für 2.384
0:28:24–0:28:26
Euro sein Grab kaufen kann.
0:28:26–0:28:29
Also no more cost, just this year.
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Und da wurde noch diese Statue beschrieben, die wurde 1984 gebaut.
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Und warte mal, bevor du es liest, oder hast du es schon gelesen,
0:28:39–0:28:42
was würdest du sagen, was das darstellt?
Micz Flor
0:28:44–0:28:52
Also, für die, die nicht auf eigentlich-podcast.de gucken, es geht von unten nach oben.
0:28:52–0:28:58
Es sind zwei parallele Metall, ja, wie soll ich das nennen, Planken,
0:28:58–0:29:00
die jetzt aber nicht so ganz ebenmäßig sind.
0:29:00–0:29:04
Die sind gebogen, sodass im unteren, eine ist dunkel, eine ist hell,
0:29:04–0:29:05
die hellere ist oben ein bisschen länger.
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Von unten etwa so im unteren Drittel wie so eine Schwingung,
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die von rechts nach links geht.
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Und was, worum könnte es gehen? Meine erste Assoziation ist EKG,
0:29:20–0:29:23
aber ich weiß nicht, warum es zwei, warum es dann zwei sind.
Florian Clauß
0:29:23–0:29:25
Weil es so Kurven sind.
Micz Flor
0:29:25–0:29:26
Ja, ja, irgendwie sieht es aus wie so ein Ausschlag.
Florian Clauß
0:29:27–0:29:28
Also wenn es ein Herzschlag war.
Micz Flor
0:29:28–0:29:34
Aber zwei Kurven verstehe ich nicht. Könnte auch so ein Leib-Seele-Dichotomie sein.
0:29:35–0:29:37
Wir sind auf dem Friedhof, also
0:29:37–0:29:41
so religiös motiviert. Ne, Fällt mir nicht ein, ich darf es nicht lesen.
Florian Clauß
0:29:42–0:29:45
Ja, aber so eine Verbundenheit stellt es dar.
0:29:45–0:29:51
Und es ist vielleicht nicht so weit, also jetzt nicht so jenseits gerichtet,
0:29:51–0:29:52
sondern diesseits gerichtet.
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So zwei Pole, die sich miteinander verbinden. Was könnte das jetzt so?
Micz Flor
0:29:59–0:30:03
Also dann ist eine Person gestorben, die Dunkle, und die andere lebt weiter?
Florian Clauß
0:30:03–0:30:07
Nee, nee, nicht so sehr ins Jenseits gerichtet, sondern wirklich so,
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wenn du überlegst, Was gibt es denn so von einer Institution,
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die so zwei Personen bindet?
Micz Flor
0:30:12–0:30:12
Die Ehe?
Florian Clauß
0:30:13–0:30:17
Ja, und das ist jetzt so quasi Mann und Frau soll das darstellen.
Micz Flor
0:30:17–0:30:18
Ah, okay.
Florian Clauß
0:30:18–0:30:19
Jetzt darfst du es lesen.
Micz Flor
0:30:20–0:30:24
Mann und Frau. Zum Andenken an den großen Berliner Arzt und Lehrer.
Florian Clauß
0:30:24–0:30:25
Ach so, okay.
Micz Flor
0:30:25–0:30:27
Kenne ich nicht. Freunde und Schüler.
Florian Clauß
0:30:27–0:30:32
Ja, okay. Also, aber ich finde, das ist eine ganz schöne Skulptur.
Micz Flor
0:30:32–0:30:35
Aber das ist ganz gut. Du hast mich jetzt wieder rausgerissen.
0:30:35–0:30:38
Jetzt kann ich woanders anfangen. Nee, weil es ist auch gut.
0:30:38–0:30:41
Ich wollte vielleicht auch gar nicht mehr so viel sagen, sondern einfach noch
0:30:41–0:30:44
ein paar Beispiele geben, was ich so faszinierend finde, wenn man,
0:30:46–0:30:49
Diese Dan Simms Sachen liest er doch immer sehr schöne Einleitungen,
0:30:49–0:30:56
also teilweise auch wie kleine Novellen, wo er halt darüber schreibt, wie er,
0:30:57–0:30:59
Ich glaube, er sogar in einem späteren Buch nochmal schreibt,
0:30:59–0:31:03
wie das war mit seinem ersten Buch und wie er dann beim Verlag war und wie dann
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gerade Horror so ein Thema war und wie er so komische Leute hatte,
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die als LektorInnen dann halt mit ihm arbeiten sollten.
0:31:11–0:31:16
Und das Interessante finde ich, dass es immer so eine Sache gibt zwischen diesen
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Einleitungen oder diesen kleinen, sag ich mal, Kurzgeschichten oder kurzen Novellen,
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die man als Vorwort nennen würde, die dann auch teilweise immer fiktiver werden.
0:31:26–0:31:31
Er hat ja zum Beispiel eine Sache, die später auch verfilmt wurde, Terror.
0:31:31–0:31:36
Da geht es um die Franklin-Expedition mit den beiden Schiffen Terror und Erebus.
0:31:37–0:31:41
Das hat er 2007 veröffentlicht. Und das wurde dann auch verfilmt und,
0:31:41–0:31:44
greife ich jetzt vorweg, das Einzige, was von ihm verfilmt wurde.
Florian Clauß
0:31:44–0:31:45
Ach, wirklich? Okay.
Micz Flor
0:31:45–0:31:53
Bis jetzt, also vor seinem Tod. Und da schreibt er dann, wie er dazu recherchieren
0:31:53–0:31:55
wollte in einem anderen Buch.
0:31:55–0:31:59
Ich glaube, im Vorwort von The Abominable, da geht es um eine,
0:31:59–0:32:04
da bin ich auch erst halb durch, da geht es um eine Mount Everest-Besteigung
0:32:04–0:32:08
in den 20er Jahren, wo er aber auch diese Nazis,
0:32:08–0:32:10
so diese Proto-Nazis, wie er es nennt, schon so mit reinzieht.
Florian Clauß
0:32:10–0:32:12
Ja, das war, ah, interessant.
Micz Flor
0:32:12–0:32:16
Das ist ein spannendes Buch, das kann ich dir auch nochmal geben.
Florian Clauß
0:32:16–0:32:20
Es ist auch historisch spannend. Da gab es, ich glaube, neulich auch eine Folge
0:32:20–0:32:25
von Geschichten aus der Geschichte, wo es um diese Besteuerung des Mount Everest
0:32:25–0:32:30
ging und dann auch um diesen Typ, also dieser Prototyp, der das schafft.
0:32:31–0:32:37
Und natürlich war das eine Konkurrenz der Ideologien, die sich da auch abgespielt hat.
0:32:38–0:32:41
Und der Mount Everest wurde ja dann erst in den 50ern. Wissen wir was?
Micz Flor
0:32:41–0:32:44
Ja, und in Tibet, also da geht es auch um Tibet, es ist halt eben auch immer
0:32:44–0:32:49
ein bisschen Horror bei Dan Simmons dabei, um so Ritual, Todesrituale,
0:32:49–0:32:53
wo die Verstorbenen den Geiern vorhören.
Florian Clauß
0:32:53–0:32:56
Ja, das ist Luftbestattung. Das ist so klassisch tibetisch.
0:32:57–0:33:01
Das finde ich auch eine ganz gute Bestattungsform. Wenn die hier zulässig wäre
0:33:01–0:33:04
in Europa, würde ich gerne noch bestattet werden.
0:33:04–0:33:08
Aber ich glaube, wir müssen erstmal den Vogel einführen, invasiv.
Micz Flor
0:33:09–0:33:11
Das sind ein paar Spatzen, die den in die Augen picken.
Florian Clauß
0:33:12–0:33:15
Hat ein bisschen länger gedauert, aber war auch nicht so appetitlich.
0:33:16–0:33:18
Vielleicht solltet ihr doch nicht zur Beerdigung kommen.
Micz Flor
0:33:19–0:33:25
Ja, also da muss man vielleicht auch noch dazu sagen, dass es in Song of Kali schon vorkommt.
0:33:25–0:33:29
Er hat das selber wohl auch auf einer Reise in Indien gesehen, in Mumbai.
0:33:29–0:33:34
Da gibt es so hohe Türme, da werden oben dann die Toten reingelegt und oben
0:33:34–0:33:37
drüber kreisen die Geier und ernähren sich dann eben oder essen die Toten.
0:33:37–0:33:42
Und in Tibet sei es wohl so, sagt dann Simmons auch in einem Interview,
0:33:42–0:33:47
dass es da wohl eine eigene Kaste gibt. Ich weiß gar nicht, wie man das beschreiben
0:33:47–0:33:49
sollte jetzt, was dann Kasta ist.
0:33:49–0:34:00
Aber die damit beauftragt ist, die Toten, bevor die dann den Geiern zum Fraß hingelegt haben,
0:34:01–0:34:04
dann diese Kaste ist dafür verantwortlich, den Körper nochmal zu zerteilen.
0:34:05–0:34:08
Die machen die Toten dann, hacken die in kleine Stücke.
Florian Clauß
0:34:08–0:34:11
Ja, vielleicht würde man das eher als Gewerk bezeichnen.
Micz Flor
0:34:16–0:34:22
Das ist das, was er als Wort gesagt hat, aber ich weiß es nicht, was es ist.
0:34:23–0:34:27
Und sein fiktiver Amerikaner, das sind drei Leute, die in Everest besteigen,
0:34:27–0:34:31
in seinem 1924 oder versuchen,
0:34:33–0:34:39
Da in dem Vorwort ist ganz interessant, weil er ich finde es halt total spannend,
0:34:39–0:34:41
wie sein Vorwort dann Teil auch seiner,
0:34:42–0:34:45
also du weißt irgendwann, anfangs, wenn du die Vorwörter mitliest,
0:34:45–0:34:50
dann weißt du immer, das ist so biografisch, oder das ist von ihm jetzt,
0:34:50–0:34:52
und das ist eine Wahrheit, und jetzt geht das Buch los.
0:34:53–0:34:57
Und später verwischt sich das aber alles so immer mehr.
0:34:57–0:35:02
Zum Beispiel gibt es bei The Abominable gibt es dann auf einmal einen Charakter, von dem wir dann.
0:35:03–0:35:09
Nicht mehr genau wissen, ist das jetzt der Typ, der mit in diesem fiktiven Buch
0:35:09–0:35:11
einer der Amerikaner in diesem Trio ist,
0:35:11–0:35:18
der selber auch Bergsteiger war und der auch auf der Antarktik war in der Expedition,
0:35:18–0:35:20
wo der biografisch aufgebaut wird.
0:35:21–0:35:24
Aber irgendwann knickt es so ein bisschen weg und du kommst in so einen komischen
0:35:24–0:35:27
Raum und denkst dir mal, ist das jetzt nicht mehr wahr?
0:35:28–0:35:32
Also kann ich dem Vorwort auch nicht mehr glauben. Vermengen sich da fiktive
0:35:32–0:35:37
Charaktere mit historischen Fakten, was ja eben auch ein ganz Genre ist,
0:35:37–0:35:42
was zum Beispiel in Drood, das finde ich mit eines der besten Bücher von 2009 war das, glaube ich.
0:35:43–0:35:50
Ich weiß nicht mehr genau. Aber dann, wo er Charles Dickens und einen,
0:35:51–0:35:54
wo ich dachte, zuerst fiktiven, aber es ist ein realer Charakter,
0:35:54–0:35:59
als Erzähler einsetzt, Wilkie Collins, ein Schreiber, der damals opiumabhängig
0:35:59–0:36:01
war und der nicht so ganz vertrauenswürdig ist.
0:36:01–0:36:05
Also er nimmt immer historische Personen, nicht immer, aber manchmal nimmt er
0:36:05–0:36:07
die und klebt das so ineinander,
0:36:07–0:36:13
dass du dann auch was über die Zeit erfährst, zum Beispiel über Charles Dickens,
0:36:13–0:36:15
der dann wirklich auf Tour gegangen ist,
0:36:15–0:36:22
sozusagen eine der ersten Stand-up-Sachen war, der damals mit Gaslicht neue
0:36:22–0:36:25
Effekte versucht hat, eben es herter zu bringen. Das war alles.
Florian Clauß
0:36:25–0:36:29
Das hast du auch in Samsof Kali.
0:36:29–0:36:33
Aber darf ich noch was fragen?
0:36:34–0:36:37
Weil du hattest so ein bisschen als...
0:36:38–0:36:44
Als Teaser in Unterhundert hattest du gesagt, als ich erwähnt habe,
0:36:45–0:36:50
weil ich das im Ohr hatte, Hyperion wird ja bald von Netflix verfilmen, hattest du, ja,
0:36:50–0:36:53
aber hört in der nächsten Folge. Was gibt es da für Infos?
Micz Flor
0:36:53–0:36:57
Ich glaube insgesamt, also gar nicht bezogen auf Hyperion, sondern insgesamt
0:36:57–0:36:58
ist es wie ein kleiner Fluch.
0:36:59–0:37:02
Terror, das Buch habe ich versucht zu lesen. Ich fand es einfach nicht spannend.
0:37:03–0:37:07
Viele mögen das, aber das wurde verfilmt. Das wurde in einer Miniserie verfilmt
0:37:07–0:37:10
von einem amerikanischen Sender oder Produktionsfirma.
0:37:11–0:37:13
Habe ich aber auch noch nicht gesehen, würde ich aber gerne mal sehen.
0:37:14–0:37:19
Ansonsten ist es so, dass wenn man Dan Simmons, also wenn man sagt so der Unvollendete,
0:37:19–0:37:25
Man merkt halt, dass er unfassbar gerne seinen Stoff verfilmt gesehen hätte.
0:37:26–0:37:31
Und gerade bei Hyperion heißt es dann auch immer, wo dann die Hardcore-Fans
0:37:31–0:37:34
sagen, das kann man nicht verfilmen, da macht man alles kaputt.
0:37:35–0:37:41
Bei Simmons gibt es aber ganz viele Interviewausschnitte oder auch in einem
0:37:41–0:37:46
Vorwort, wo er schreibt, Hyperion wird bald verfilmt. Ah, jetzt hat er jemanden angebissen.
0:37:46–0:37:53
Er erzählt auch mal in einem Interview, erzählt er dann eben von The Crook Factory,
0:37:54–0:37:57
von The Abominable, diese Mount Everest-Besteigung.
0:37:58–0:38:03
Und Terror war auch noch nicht gedreht. Vorher eben Hyperion.
0:38:04–0:38:07
Er hatte auch Carry & Comfort schon mal. Also es waren immer Leute,
0:38:07–0:38:12
die die Options gemacht haben, also die das Material genommen haben.
0:38:12–0:38:15
Und er sagt jetzt auch bei einem in diesem Interview, sagt er,
0:38:15–0:38:18
das wird jetzt bestimmt passieren, aber...
0:38:20–0:38:26
Ich werde es erst wirklich glauben, wenn ich im Kino sitze, es sehe und dabei Popcorn esse.
0:38:26–0:38:31
Weil ich habe schon mal den Film von The Crook Factory mit Ernest Hemingway
0:38:31–0:38:34
und diese Spionage Anfang 40er Jahre Kuba.
0:38:35–0:38:40
Da war schon der Cast fertig, die Kostüme fertig, der Drehplan fertig und es
0:38:40–0:38:43
ist dann ein paar Wochen davor noch zurückgepfiffen worden. Und dafür meinte
0:38:43–0:38:48
er, er glaubt erst, was im Kino ist. Aber er ist immer so, er freut sich immer drauf.
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Seit den 90er-Jahren freut er sich drauf. Und ich glaube, wirklich die größten
0:38:52–0:38:59
Bücher, Hyperion, Carrying Comfort, das ist alles so Ende 80er,
0:38:59–0:39:00
Anfang 90er entstanden.
0:39:01–0:39:03
Und das waren irgendwie so diese Monolithen, wo er, glaube ich,
0:39:03–0:39:07
innerhalb von 12 Monaten immer so ein Ding rausgehauen hat, was dann gleich
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irgendwie auch in die Top Ten ging.
0:39:09–0:39:11
Da musst du, glaube ich, schon unfassbar viel...
0:39:13–0:39:15
Entspannung innerlich erleben und denken, okay, das habe ich mal gut vorgelegt.
0:39:17–0:39:19
Das kommt jetzt alles ins Kino.
0:39:19–0:39:23
Aber es ist nie passiert. Es ist einfach nicht passiert. Und ich bin auch mit Hyperion.
0:39:24–0:39:27
Das Material wurde, glaube ich, sogar schon mal von Netflix.
0:39:27–0:39:28
Das habe ich, glaube ich, auf Katz mal gehört.
Florian Clauß
0:39:28–0:39:29
Die hatten das geoptet.
Micz Flor
0:39:31–0:39:37
Und dann war der American Sniper Silver Lining, der Schauspieler. Wie heißt der nochmal?
0:39:39–0:39:43
Ja, muss ich, trage ich nach. Aber da hat ein Schauspieler dann die Rechte nochmal
0:39:43–0:39:44
übernommen, wollte das produzieren.
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Dann war es ursprünglich als Serie gedacht, was wirklich sich anbieten würde.
0:39:48–0:39:49
Das fand ich total spannend.
Florian Clauß
0:39:51–0:39:59
Diese unverfilmbaren Stoffe, wir hatten ja schon mal eine Folge zu die Zukunft
0:39:59–0:40:00
der Filmindustrie mit KI.
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Wo wir schon gesagt haben, da wird viel in Post und Pre-Production,
0:40:07–0:40:11
kommt schnell KI zum Einsatz. Es wird ein bisschen dauern, bis dann halt so
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wirklich so dann in der tatsächlichen Produktion KI dann.
0:40:15–0:40:19
Aber ich kann mir vorstellen bei sowas, wenn das noch ein bisschen reift,
0:40:19–0:40:24
ja, dann kannst du halt wirklich diese ganzen völlig episch übertriebenen Sachen,
0:40:24–0:40:28
kann man halt über KI die Bilder erzeugen.
0:40:28–0:40:31
Es ist die Frage, ob du dich dann emotional damit verbinden kannst,
0:40:32–0:40:37
weil ich glaube, ganz stark wird es eben von den Charakteren getragen, ja.
Micz Flor
0:40:37–0:40:42
Ja, aber ich glaube, dass es dann vielleicht so eine Art von Verbindung gibt,
0:40:42–0:40:45
wie Leute das bei Spielen empfinden, so Ego-Shooter oder sowas.
0:40:45–0:40:47
Ich glaube, da ist es ja schon so, dass man merkt,
0:40:48–0:40:51
dass die Leute ganz tief sich emotional auch mit dem Stoff verbinden können,
0:40:51–0:40:54
der komplett synthetisch entstanden ist.
Florian Clauß
0:40:54–0:40:57
Aber weil du selber so eine Task machst, du bist ja quasi dabei,
0:40:57–0:40:59
was zu machen und zu entdecken.
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Ich kann mich auch noch daran erinnern, wie ich mich irgendwie in den 80ern
0:41:05–0:41:11
bei den C64 unglaublich intensiv mit irgendeinem Ghost & Goblin verbunden habe.
0:41:12–0:41:16
Und auch die Welt dann halt total so aufgesaugt habe.
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Also ich glaube, aber du musst halt irgendwie so und ich weiß es nicht,
0:41:21–0:41:24
also es wäre interessant, ob man dann solche...
Micz Flor
0:41:24–0:41:27
Aber ich meine mich daran, bei dieser Folge war ja die Idee,
0:41:27–0:41:31
dass dann jeder sein Hyperion kriegt, also dass du mit KI dann diese Sachen
0:41:31–0:41:36
nicht mehr machen musst, sondern dann werden die eher wie...
Florian Clauß
0:41:36–0:41:39
Du bist dann halt quasi der Autor der Geschichte.
Micz Flor
0:41:39–0:41:41
Das wird dann genauso sein.
Florian Clauß
0:41:41–0:41:45
Wie du es gerne hättest. Ja, genau, das wäre noch so eine Ausbaustufe.
0:41:45–0:41:47
Aber interessant, ja, das ist...
Micz Flor
0:41:47–0:41:51
Also das war so ein bisschen diese Sache, so Dan Simmons eigentlich als gescheiterter,
0:41:51–0:41:53
weil ich glaube, sein ganz, ganz großer Traum,
0:41:54–0:41:58
ein Buch von sich mal verfilmt im Kino zu sehen, wo ja dann zum Beispiel sein
0:41:58–0:42:04
Kollege Stephen King oft auch genervt war, wenn er seine fertigen Produkte dann
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so im Kino gesehen hat. Er war ja nicht immer so begeistert.
Florian Clauß
0:42:07–0:42:14
Ja, und wie wir gelernt haben zum Beispiel von The Shining, fand er gar nicht gut.
Micz Flor
0:42:14–0:42:20
Ja, The Shining oder auch diesen Vampir-Verfilmung, Brennen muss Salem.
0:42:20–0:42:24
Das war, glaube ich, so eine dreiteilige Fernsehserie in Amerika,
0:42:24–0:42:28
wo er wohl auch danach meinte, das ist nicht mehr mein Buch.
0:42:31–0:42:34
Und Simmons ist, glaube ich, dann auch, und dann mache ich jetzt gleich mal
0:42:34–0:42:38
Schluss damit, mich fliegen zwar immer noch so kleine Fetzen von gefährlichem
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Halbwissen an, aber ich glaube, ich komme jetzt mal langsam zum Punkt.
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Weil bei Simmons glaube ich, anders als bei Stephen King,
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Stephen King hat mich von seiner Art zu schreiben nie wirklich erwischt.
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Also ich war nie fasziniert von dem Stil zu schreiben, aber vom Plot.
0:43:02–0:43:06
Und bei Dan Simmons ist es irgendwie oft andersrum. Ich habe so das Gefühl,
0:43:06–0:43:09
der ist so gerne bei seinen Charakteren und er findet da was.
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Wir haben ja über Ilium gesprochen, wo dann diese beiden Androiden miteinander
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reden, über diese Nette von Shakespeare und so. Also das sind so Sachen,
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wo du das Gefühl hast, der Autor hat einfach gerade einen Riesenspaß.
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Und diesen Spaß, das ist ansteckend. Und manchmal eben auch,
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es muss nicht immer Spaß gehen, auch im Horror.
0:43:28–0:43:31
Und ich finde, dass er so Bilder schafft, die dich einfach mitnehmen.
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Und du merkst, du willst es auch zulassen, das zu erleben, was er will,
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was du erlebst. Also da ist so ein Vertrauen da.
0:43:39–0:43:44
Aber die Abschlüsse sind immer nicht so auf den Punkt. Also er lässt es gerne
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und vielleicht fühle ich mich da aber auch vom Charakter her mit ihm verbunden,
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weil ich das von mir selber auch kenne.
0:43:49–0:43:55
Ich komme dann auch nicht wirklich am Punkt, sondern bin dann eher so, ja, aber.
Florian Clauß
0:43:55–0:43:57
Ja, interessant.
Micz Flor
0:43:57–0:44:00
Ich bin dann jemand, der sagt, weißt du was, wir gehen jetzt da essen.
0:44:00–0:44:03
Und wenn dann alle sagen, gute Idee, gehen wir da hin. Oder wir gehen zum Koreaner.
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Und dann alle, oh Gott. Das kenne ich von mir.
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Und ich habe bei Dan Sims das Gefühl, gerade zum Ende hin möchte er auch nicht
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fertig werden. Und dadurch werden die Enten keine Erlösung, die werden nicht
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ekstatisch, sondern die werden immer so wie eine Welle, so befriedend.
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Aber keine Welle, die gegen so einen Leuchtturm bricht und danach das Wasser
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runter klatscht und der Turm aber noch steht und alle sagen Hurra.
Florian Clauß
0:44:27–0:44:30
Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.
Micz Flor
0:44:30–0:44:34
Sondern eher wie so eine Tsunami-Welle kommt diese Geschichte auf den Strand zu.
0:44:34–0:44:40
Aber Gott sei Dank ist der Strand so flach, dass sie einfach nur ausläuft und es passiert gar nichts.
Florian Clauß
0:44:40–0:44:41
Ja, toll.
Micz Flor
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Nur zwei Rehe waren erschreckt. Also irgendwie habe ich das Gefühl,
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dass Dan Simmons' Unvollendetheit in den Filmen.
0:44:50–0:44:54
Dass das Material nie da hingekommen ist, hat glaube ich auch damit zu tun,
0:44:54–0:44:58
weil es irgendwie zum Schluss nicht so diesen einen Punch gibt oder den Showdown gibt,
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mit dem man dann wirklich sagen könnte, die Leute gehen aus dem Kino und empfehlen
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das sofort weiter. Musst du sehen.
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Ich glaube, das ist so eine Sache, wo Simmons, und ich finde es sympathisch.
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Und um die Sache von vorne nochmal aufzugreifen, dann damit mache ich dann Schluss.
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Ich lese jetzt gerade so Fifth Heart, das ist fünfte Herz. und diese Verwebung von Fakten und Fiction,
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das hat er ja schon öfter gemacht, hat er ja gerade schon gesagt,
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bei Drew hat er Charles Dickens, Wilkie Collins und andere AutorInnen aus der
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Zeit und die Verlagswelt aus der Zeit zusammengemanscht mit völlig fiktiven Figuren und Plots,
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die halt dann scheinbar passiert seien und dann Dickens dazu motiviert haben,
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das Buch Drew zu schreiben, was nicht fertig wurde, bis er dann gestorben ist.
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Also das ganze Setup ist genial für das Buch und ich finde, der baut es auch gut.
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Auch da ist der Schluss meiner Meinung nach nachvollziehbar, aber...
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Nicht wirklich so. Aber es macht unfassbar viel Spaß zu lesen, ganz tolle Sachen drin.
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Und jetzt bei The Fifth Heart ist es so ein bisschen, als ob jetzt in dieses
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Buch hinein er diese Faction, Fiction, historische Hintergründe und Fantasiesachen
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wirklich mal so richtig zusammengeschoben hat.
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Und zwar der reale Autor Henry James.
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Bruder von William James, den könnten wir auch mal was drüber machen,
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über die Fechner, Wund, Und James, so diese Psychologie, Philosophie aus dem späten 19.
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Jahrhundert, da war der ein ganz, ganz wichtiger Philosoph in der Zeit und Psychologe.
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Und Henry James, am bekanntesten ist vielleicht Turn of the Screw,
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das ist so eine Novelle auch.
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Der hat so wie Dickens auch, hat er so Fortsetzungsserien in Magazinen veröffentlicht,
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die dann teilweise auch nochmals Bücher rauskamen.
0:46:47–0:46:51
Und der so ein bisschen wie Dan Simmons, glaube ich, auch nicht geschafft hat,
0:46:51–0:46:56
Bis auf dieses Turn of the Screw, das ist so ein bisschen so ein Horror-Grusel-Ding,
0:46:56–0:47:00
wirklich was zu pflanzen, was überlebt.
0:47:01–0:47:05
Und auf jeden Fall, Henry James, realer Charakter, reale Zeit,
0:47:06–0:47:08
Amerikaner, der in England lebte und so weiter.
0:47:10–0:47:16
Trifft Sherlock Holmes, eine fiktive Figur, eine Romanfigur.
0:47:17–0:47:21
Und Henry James und Sherlock Holmes fahren dann gemeinsam nach Amerika,
0:47:21–0:47:26
treffen sich in Paris, fahren gemeinsam nach Amerika, um dort den Mörder zu finden,
0:47:26–0:47:33
der Frau von einem Bekannten und gleichzeitig auch noch eine Verschwörung der
0:47:33–0:47:39
Anarchisten zu vereiteln, bei der kommenden Expo irgendwie eine Bombe zu pflanzen
0:47:39–0:47:40
und den Präsidenten zu töten.
0:47:41–0:47:45
Und das Ganze ist halt so in der Verwoben, dass es, und Sherlock Holmes sagt
0:47:45–0:47:49
es von sich aus, selbst Henry James gegenüber, sagt an einem Punkt,
0:47:49–0:47:55
ich habe die große Befürchtung, ich könnte nur eine fiktive Person sein.
0:47:55–0:48:00
Und gleichzeitig hast du dann aber entweder Henry James oder Sherlock Holmes als den Erzähler.
0:48:00–0:48:05
Also es ist nicht ich, aber eben du bist in der Psyche von Sherlock Holmes,
0:48:05–0:48:11
der halt beschreibt, wie er kokainabhängig war, jetzt in Amerika dann das Heroin
0:48:11–0:48:13
probiert, was gerade noch auf dem Markt ist.
0:48:15–0:48:20
Und du bist bei diesen Charakteren und du, das ist irgendwie,
0:48:20–0:48:25
finde ich, ein ziemlich genialer nächster Schritt, sowas sich zu trauen zu sagen.
0:48:25–0:48:28
Ich nehme eine echte historische Figur.
0:48:29–0:48:35
Und setze der jetzt nicht irgendwelche fiktiven, flankierenden Narrative entgegen,
0:48:35–0:48:38
sondern ich nehme eine sehr bekannte Fiktivfigur,
0:48:38–0:48:42
die dann wirklich auch diese Sache, das hat er in einem Interview auch gesagt,
0:48:42–0:48:45
wenn ich meinen Nachbarn, wenn die Fragen waren, was schreibst du denn gerade so?
0:48:45–0:48:50
Und ich sage halt so aktuell, ja, Henry James und Sherlock Holmes fahren zusammen
0:48:50–0:48:54
nach Amerika und versuchen dann diesen Anschlag zu vereiteln und gleichzeitig
0:48:54–0:48:55
diesen Mörder zu finden.
0:48:55–0:48:59
Und dann sagen manche, sagen dann, ach und, haben sie es geschafft?
0:48:59–0:49:04
Also so im Sinne von, das klingt historisch, ist das wirklich passiert? Wie ging das damals aus?
0:49:07–0:49:10
Das fand ich halt so quasi diese Kumulation gerade für mich.
0:49:10–0:49:15
Macht total viel Spaß zu lesen und ist auch da wieder so, dass man irgendwie
0:49:15–0:49:18
so sehr, sehr schön diesen historischen Hintergrund,
0:49:18–0:49:24
wie sieht Washington zu der damaligen Zeit aus und die Selbstverständlichkeit,
0:49:25–0:49:28
mit der halt Bedienstete in diesen Häusern irgendwie anwesend sind.
0:49:28–0:49:31
Und ja, auch da schon die unfassbaren Gehaltsgefälle, könnte man sagen.
0:49:32–0:49:34
Es ist also wirklich fun to read.
Florian Clauß
0:49:35–0:49:41
Toll, vielen Dank Mitch für diesen auch recht persönlichen Rückblick auf Den Sims.
0:49:42–0:49:46
Wir haben gar nicht so sehr über Ilium gesprochen, aber da gibt es auch eine
0:49:46–0:49:47
Folge, das hat man am Anfang vergessen
0:49:47–0:49:52
zu erwähnen, wo du mich mehrfach gezwungen hast, das Buch zu lesen.
0:49:52–0:49:55
Und ich dann auch froh war, das gelesen zu haben.
0:49:56–0:50:00
Genau, dann würde ich sagen, machen wir hier Schluss.
0:50:00–0:50:05
Wir sind auch kurz vor dem Tor, vor dem Eingangstor, Haupteingangstor des Friedhofs.
Micz Flor
0:50:06–0:50:07
Zurück zu den Lebenden.
Florian Clauß
0:50:08–0:50:12
Genau, wir gehen zurück ins Krankenhaus. Da ist nämlich genau gegenüber das
0:50:12–0:50:13
Krankenhaus Friedrichshain.
0:50:14–0:50:20
Das war eigentlich Podcast-Episode 101.
0:50:22–0:50:27
Alles, was wir jetzt hier auch besprochen haben, gibt es nochmal als Links auf
0:50:27–0:50:32
unserer Seite, als Blogpost und die Bilder, die ich gemacht habe.
0:50:33–0:50:34
Du hast gar nicht fotografiert.
0:50:34–0:50:37
Von dem Friedhof und die Route könnt ihr dann auch sehen.
Micz Flor
0:50:38–0:50:39
Ja, du hast fotografiert.
Florian Clauß
0:50:39–0:50:44
Ja, ich habe fotografiert. Also, dann sage ich tschüss, bis zum nächsten Mal.
Micz Flor
0:50:44–0:50:46
Macht's gut. Wir haben nicht geklatscht am Anfang.

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"For instance, does anyone here know why he or she was chosen by the Shrike Church and the All Thing to go on this voyage?" -- Sol Weintraub, Hyperion, Chapter 1

In unserer kleinen Podcast-Serie zu Dan Simmons besprechen wir heute 'Hyperion'. Dieser Science-Fiction-Roman von 1989 folgt sieben Pilger:innen auf dem Weg zu den Zeitgräbern des Planeten Hyperion. Auf ihrer Reise erzählen sie sich gegenseitig von ihrer Beziehung zu diesem Planeten und dem mystischen 'Shrike', einer rätselhaften humanoiden über drei Meter großen Kreatur aus Stahl und Klingen. Um diese totbringende, scheinbar unsterbliche, gottgleiche Gestalt, die sich durch die Zeit bewegen kann, hat sich die Kirche des Shrike gebildet, die aus tausenden von Bewerber:innen genau diese sieben für die letzte Pilgerfahrt ausgewählt hat. Was sie so besonders macht, genau das versuchen die Pilgernden durch ihre einzelnen Geschichten herauszufinden. In der vielschichtigen Struktur des Romans entblättert Dan Simmons die Welten von 'Hyperion' in unterschiedlichsten Genres. Wir nutzen Simmons' literarischen Kniff in Hyperion, eine Reihe von kurzen Erzählungen mittels einer Rahmenerzählung ineinander zu verweben, um über E.T.A. Hoffmanns 'Die Serapions-Brüder' und die 'Canterbury Tales' von Geoffrey Chaucer zu sprechen, die ebenfalls mit Rahmenhandlungen arbeiten. Aus letzterem lesen wir die Ansprache des Wirts vor, mit der er die Pilernden zum Erzählen bewegt.

Shownotes

Mitwirkende

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Micz Flor
Erzähler
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Florian Clauß

Transcript

Micz Flor
0:00:00–0:00:04
Dokumente, die dann jemand zusammenführt und nacherzählt. In gewisser Weise
0:00:04–0:00:08
ist Dracula ja auch so ein Thema, wo so einzelne unterschiedliche Medien zusammengestellt
0:00:08–0:00:11
werden, in Reihen voll gebracht werden, um eine Geschichte zu erzählen.
0:00:11–0:00:13
Die Idee von so einer Rahmenhandlung.
0:00:20–0:00:21
Bei Hyperion gibt es das eben.
Florian Clauß
0:00:22–0:00:23
Hyperion von?
Micz Flor
0:00:24–0:00:24
Dan Simmons.
Florian Clauß
0:00:25–0:00:26
Und wie kommst du auf Dan Simmons?
Micz Flor
0:00:26–0:00:34
Das Das ist jetzt die Serie. Wir sind im dritten Teil und sind Folge 47.
Florian Clauß
0:00:34–0:00:39
Folge 47 von eigentlichpodcast.
0:00:39–0:00:45
Eigentlich-podcast.de Ja, wir sind zu meiner linken Läuft.
Micz Flor
0:00:45–0:00:45
Mitch.
Florian Clauß
0:00:46–0:00:50
Und ich bin Flo. Hallo und herzlich willkommen bei dem Podcast,
0:00:50–0:00:53
bei dem wir im Laufen reden und laufend reden. denn?
Micz Flor
0:00:54–0:00:57
Jetzt gehen wir einfach mal über das Ziel kurz hinaus, weil ich es gerade ganz
0:00:57–0:01:01
lustig finde, passt irgendwie zu dem Grab an, dass wir gleich gehen.
0:01:01–0:01:04
Dieser Friedhof ist komplett leer und ich habe vorhin schon mal geguckt,
0:01:04–0:01:05
dass ich es gleich finde, auch wenn ich davor schon war.
0:01:07–0:01:10
Aber es gab genau einen Mann, der telefonierend auf einer kleinen Bank in der
0:01:10–0:01:13
Nähe genau dieses Grabe sitzt und dass wir jetzt gehen.
Florian Clauß
0:01:14–0:01:17
Ach, und dann sind wir vorbeigegangen. Okay, das heißt, also ihr merkt,
0:01:17–0:01:18
wir sind wirklich im Laufen.
0:01:19–0:01:24
Alle Tracks, die wir während unserer Folgen ablaufen, findet ihr auf unserer Netzseite.
0:01:25–0:01:28
Die nehmen wir dann auf und stellen die dann da.
0:01:28–0:01:32
Also das heißt, Trecks zum Nachlaufen meistens in und um Berlin.
0:01:33–0:01:39
Hier tatsächlich auf dieser Strecke haben wir uns schon mal mit anderen Episoden
0:01:39–0:01:41
gekreuzt. Mit, du kennst die noch?
0:01:43–0:01:44
Konrad Zuse.
Micz Flor
0:01:44–0:01:47
Zuse, genau. Da sind wir hier dran vorbeigelaufen.
Florian Clauß
0:01:47–0:01:51
Und ich war noch nie drin in dem Friedhof und das ist wirklich ein kleiner Ort der Stille.
0:01:51–0:01:55
Ich bin positiv überrascht. Ich mag eh Friedhöfe total gerne.
0:01:55–0:01:58
Das erste, was ich auch in Paris immer mache, ist auf den Friedhof zu gehen,
0:01:58–0:02:02
weil die sind nochmal richtig eindrucksvoller.
0:02:04–0:02:08
So, also was hast du dir jetzt? Den Connect möchte ich gerne.
Micz Flor
0:02:08–0:02:12
Hier zu diesem Grab hin, weil hier gibt es auf diesem Friedhof gibt es eine
0:02:12–0:02:13
Reihe, die Familie Mendelssohn.
0:02:16–0:02:18
MusikerInnen, MathematikerInnen, die sind hier auch präsent.
0:02:18–0:02:22
Aber ein Grab, was viele kennen, manche Berliner, die zuhören,
0:02:22–0:02:27
wissen vielleicht schon, wo wir drauf hinaus wollen, ist das Grab von E.T.A. Hoffmann.
Florian Clauß
0:02:27–0:02:28
Das ist E.T.W.
Micz Flor
0:02:29–0:02:35
Ja, interessant, das weiß ich jetzt auch nicht. gleich mal wilhelm stadt hier
0:02:35–0:02:39
erwähnte aus verehrung für mozart stadt wilhelm amadeus steht hier unten noch
0:02:39–0:02:45
als erklärer nicht weitersucht sondern das muss es sein er,
0:02:46–0:02:48
wird hier ausgezeichnet auf dem grabstein im amt als
0:02:48–0:02:52
dichter als tonkünstler und als maler die es
0:02:52–0:02:56
gibt auch so eine etf mann gemeinschaft und die haben immer das
0:02:56–0:02:59
war glaube ich sogar januar oder februar ich glaube zum todestag eine
0:02:59–0:03:02
zeit lang da gab es immer einen schönen artikel mit foto trafen
0:03:02–0:03:06
sich dann immer ein paar hier und haben mit wein angestoßen am
0:03:06–0:03:12
grab in als es noch so richtig kalt und dunkel war ich möchte hier anfangen
0:03:12–0:03:17
obwohl es eigentlich um den simmons hyperion geht weil wir sind in berlin und
0:03:17–0:03:23
es gibt ein sehr sehr schöne sehr schöne dokument Dokument, Geschichte,
0:03:24–0:03:26
Sammlung eben von E.T. Hoffmann.
0:03:27–0:03:30
Die heißt Serapions Brüder. Hast du davon mal gehört?
Florian Clauß
0:03:30–0:03:30
Nee.
Micz Flor
0:03:31–0:03:36
Die wurde von 1819 bis 1821 von ihm mehr oder weniger zusammengestellt.
0:03:37–0:03:40
Also da gab es eine ganze Reihe von Artikeln von Kurzgeschichten.
0:03:40–0:03:43
Eine ganz bekannte Geschichte wurde da auch noch mal mit reingenommen.
0:03:43–0:03:47
Nussknacker und Mausekönig, was man ja auch immer mit Kindern als Ballett so
0:03:47–0:03:48
oft vor Weihnachten guckt.
0:03:49–0:03:52
Und von Serapions Brüder bin ich drauf gestoßen per Zufall.
0:03:53–0:03:56
Ich musste das auch nur nachrecherchieren. Ich glaube, der Bayerische Rundfunk
0:03:56–0:04:00
2006 hat eine zwölfteilige Serie gemacht davon als Audio.
0:04:00–0:04:03
Und die macht richtig Spaß. Also die ist total schön.
0:04:03–0:04:07
Ich habe da ein ganzes Wochenende das durchgehört und gleichzeitig renoviert.
0:04:07–0:04:10
Also einfach so einen Audio-Raum hergestellt.
0:04:11–0:04:16
Nur Jungs oder junge Männer, die dann quasi leicht alkoholisiert diese Rahmenhandlung
0:04:16–0:04:20
um diese einzelnen Geschichten, wie zum Beispiel auch Nussknacker und Mausenkönig
0:04:20–0:04:23
bestreiten, die sich die Serapionsbrüder nennen.
0:04:24–0:04:28
Und das waren wohl auch wirklich eine Gruppe um E.T.A.
0:04:28–0:04:34
Hoffmann, so ein literarischer Kreis, die sich auf den...
0:04:35–0:04:41
Auf den Mönch und Märtyrer, heißt das dann, glaube ich, Serapion bezogen haben, der im 12.
0:04:41–0:04:47
Jahrhundert ursprünglich aus Schottland oder Irland in Spanien landete und dann
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Teil von so einem Orden wurde, der versuchte, Christen im umgebenden islamischen Raum,
0:04:52–0:04:54
die versklavt waren oder gefangen
0:04:54–0:04:58
waren, rauszukaufen, also nicht mit dem Schwert, sondern mit Geld.
0:04:58–0:05:02
Und der dann selber in so einem Tausch sich selbst als Pfand eingelegt hat,
0:05:02–0:05:06
um einige von den Christen frei zu bekommen.
0:05:06–0:05:09
Dann kam das Geld aber nicht rechtzeitig nach Algier zurück.
0:05:10–0:05:15
Und er wurde dann von dem islamischen Herrscher in der Region an so ein,
0:05:15–0:05:18
also nicht so ein christliches Kreuz, sondern dieses Diagonale-Kreuz,
0:05:18–0:05:24
wie heißt es nochmal, mit M, also diese auch für Zugschranken.
0:05:24–0:05:29
Auf jeden Fall wurde Serapion da drangenagelt und dann zerstückelt.
0:05:31–0:05:34
Und wurde so der erste Märtyrer dieses Ordens in Spanien.
Florian Clauß
0:05:34–0:05:36
Das heißt, von welcher Zeit sprechen wir da?
Micz Flor
0:05:36–0:05:38
Das war jetzt im 12. Jahrhundert.
Florian Clauß
0:05:38–0:05:39
Ist das eine Fiktion?
Micz Flor
0:05:39–0:05:42
Das ist, ja, also man weiß nicht genau, wann er geboren ist,
0:05:42–0:05:46
aber der Tod, und da gibt es Dokumente zu, der war wohl auch von Richard Löwenherz,
0:05:46–0:05:48
wenn ich mich recht erinnere, war der auch irgendwie verbandelt.
Florian Clauß
0:05:49–0:05:53
Und das war dann halt zur Zeit des Kalifats dann in Andalusien.
0:05:53–0:05:55
Oder, nee, das war Algier, hast du gesagt.
Micz Flor
0:05:55–0:05:59
Algier wurde er hingerichtet, aber das war damals, damals, wie hieß es nochmal,
0:05:59–0:06:04
also war ja Spanien, Portugal, Gibraltar, Andorra, hieß ja damals noch anders,
0:06:04–0:06:08
Iberische Halbinsel war das, glaube ich, alles. Und da war eben Nord...
Florian Clauß
0:06:09–0:06:09
Afrika.
Micz Flor
0:06:10–0:06:14
Nordafrika sowieso eben islamisch und man hat, ja, egal.
0:06:15–0:06:18
Aber auf jeden Fall ist es lustig, Serapionsbrüder benennen sich nach etwas,
0:06:18–0:06:21
was ich nicht recherchieren konnte, nämlich die nennen das diesen,
0:06:23–0:06:23
serapionische oder,
0:06:27–0:06:31
die sie als Schriftsteller, es sind jetzt nur Männer, brauche ich nicht gendern,
0:06:32–0:06:36
nutzen, dass man alle seine Dinge sich innerlich schon mal ein Bild herstellt.
0:06:36–0:06:38
Also man stellt von allem, was man schreibt, innerlich schon mal ein Bild her,
0:06:38–0:06:42
bevor man es aufs Papier bringt, um auch sicherzustellen, dass es erlebbar wird.
0:06:42–0:06:47
Was mich so ein bisschen an unsere Gestalttherapie über diese Phänomenologie,
0:06:47–0:06:51
also dass man sich selber als Körper, als Instrument, als Resonanzraum seiner
0:06:51–0:06:55
eigenen Geschichte nicht bildhaft schon mal mit dem, was man gerade verfasst,
0:06:55–0:06:58
auseinandersetzt, damit das in Anführungszeichen vielleicht nicht zu verkopft
0:06:58–0:07:02
oder abstrakt wird, sondern wirklich auch erlebbar für die, die es lesen.
Florian Clauß
0:07:02–0:07:08
Und das ist jetzt eine Schreibhaltung, die E.T. Hoffmann mit entworfen hat?
0:07:08–0:07:11
Oder ist das in der Geschichte von E.T. Hoffmann?
0:07:11–0:07:17
Wir sind jetzt mitten in einer Dan Simms-Folge, Teil 3. Und jetzt ist die Geschichte,
0:07:17–0:07:18
schnuckt die Geschichte. E.T.
Micz Flor
0:07:18–0:07:23
Hoffmann ist aus der Romantik, wo es auch sehr viel eben immer um individuelle
0:07:23–0:07:25
Schicksale, Außenseiter und sowas ging.
0:07:25–0:07:31
Und diese Idee, dass man ganz viel Wert darauf gelegt hat, sich mit dem zu identifizieren
0:07:31–0:07:35
und da Bilder zu entwerfen, zu beschreiben, das liegt, glaube ich,
0:07:35–0:07:38
so ein bisschen einfach in der Zeit, das nicht genau seins.
Florian Clauß
0:07:38–0:07:43
Das Illuminieren ist ja dann letztendlich auch eine technische Geschichte geworden
0:07:43–0:07:47
mit der Fotografie, die sich dann auch jetzt nicht zu dem Zeitpunkt, aber 40 Jahre später,
0:07:47–0:07:51
also ich glaube, das ist dann dieser Zeitgeist, der sich dann vielleicht auch
0:07:51–0:07:54
erstmal in so einer künstlerischen Gattung wie in der Literatur niederschlägt.
Micz Flor
0:07:54–0:08:01
Ja, und für mich wäre das das kleine erste Kapitel dieser Episode abgeschlossen.
0:08:01–0:08:05
Also Serapions Brüder ist eine Geschichte, wie es viele gibt,
0:08:05–0:08:10
eben auch Hyperion, die eine Rahmenhandlung hat. In dieser Rahmenhandlung philosophieren
0:08:10–0:08:14
oder plaudern junge, schreibende Männer über die Geschichten,
0:08:14–0:08:15
die sie sich gegenseitig erzählen.
0:08:16–0:08:19
Und das ist in Hyperien auch.
0:08:19–0:08:22
Und ich wollte einfach E.T. Hoffmann einfach einmal irgendwie,
0:08:23–0:08:24
keine Ahnung, vielleicht mal inhaltlich nochmal.
Florian Clauß
0:08:24–0:08:29
Das heißt, wir haben hier so eine übertragbare Rahmenerzählung in Form dieser
0:08:29–0:08:31
Brüder. Und die treffen sich jedes Mal hier am Grab.
Micz Flor
0:08:32–0:08:36
Das ist die Gemeinschaft. Es gibt jetzt inzwischen auch regelmäßig Tagungen,
0:08:36–0:08:40
aber ich glaube, so ein eher informelles Treffen war hier auch in der Vergangenheit
0:08:40–0:08:43
schon, dass E.T.A. Hoffmann Fans, würde man vielleicht eher sagen.
Florian Clauß
0:08:43–0:08:43
Fans?
Micz Flor
0:08:44–0:08:44
Fans.
Florian Clauß
0:08:44–0:08:46
Fans, also die Fanboys.
Micz Flor
0:08:46–0:08:48
Only Fans treffen sich dann hier.
Florian Clauß
0:08:48–0:08:52
Okay, und das, was du gehört hast, war eine Produktion?
Micz Flor
0:08:52–0:08:57
Ja, das ist 2006. Es war damals im BBR Hörspielpool, glaube ich.
0:08:58–0:09:02
Wobei 2006 war es wahrscheinlich auf CD, es kam später wahrscheinlich ein Hörspielpool.
0:09:02–0:09:05
Aber das Original, zwölf Episoden, ich habe gesucht.
0:09:05–0:09:09
Ich habe lustigerweise den zwölften Teil auch noch im BA Hörspielpool auf so
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einer Unterseite gefunden, im Web und nicht im Podcast.
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Den hat vielleicht einfach jemand vergessen zu löschen, aber die anderen elf
0:09:16–0:09:18
sind leider gerade aktuell nicht abrufbar. Aber schade.
0:09:18–0:09:23
Wenn man sich einen Alert setzt, die rotieren ja ihre eigenen Archive immer
0:09:23–0:09:24
wieder durch die Podcasts.
Florian Clauß
0:09:24–0:09:29
Okay, okay, das war jetzt ein geschichtlicher Einstieg.
0:09:29–0:09:34
Es geht weiter mit Hyperion. Hyperion ist das wievielte Buch von Dan Sims?
0:09:34–0:09:40
Ich glaube, das ist eines der bekanntesten von dem Autor. Von Dan Sims, dann Hyperion.
Micz Flor
0:09:40–0:09:48
Also wir hatten ja King, The Song of Kali war 85 sein erstes Buch,
0:09:48–0:09:53
was erschien. Das war noch überschaubar umfassend und 1989 kam Hyperion raus.
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Und Hyperion, und das ist halt eben das, was ich hier so klar machen wollte,
0:09:58–0:10:03
ist eben auch so eine, hat so eine Rahmenhandlung, wo wir das auch noch kennen.
0:10:03–0:10:07
Zum Beispiel ist bei Tausend eine Nacht, da gibt es eine Rahmenhandlung.
0:10:07–0:10:12
Es gibt aber auch in der deutschen Literatur Wirtshaus zum Spessart.
0:10:12–0:10:15
Da gibt es ja auch die Leute, die sich im Wirtshaus zum Spessart treffen.
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Kann ich auch jedem empfehlen, mal Wikipedia zu suchen, weil die versuchen dann
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zu identifizieren, was denn das Wirtshaus zum Spessart ist.
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Für Leute, die halt irgendwie den Spessart so ein bisschen kennen.
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Ich komme aus der Gegend.
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Da ist dann irgendwie so eine Bundesstraße im Schatten und die Straße ist halt
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so breit, dass dieses Haus, was so rangeflanscht ist, wo dann irgendwie auch
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neu angebaut wird, oder so völlig lieblos, das könnte das Wirtshaus zum Spessart,
0:10:39–0:10:41
das war früher mal eine Post und so.
0:10:42–0:10:46
Und da ist es ja auch so, dass zum Beispiel die, mit dem Kohlepeter,
0:10:46–0:10:52
Munk Kohlepeter, ich glaube, das kalte Herz ist zum Beispiel auch eine Geschichte,
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die eingebettet ist in diese.
0:10:56–0:11:00
Geschichte von Wirtshaus zum Spessart.
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Und diese Rahmenhandlungen, die können unterschiedlich dominant sein.
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In dem Fall von Serapion's Brüder plaudern die einfach, Witzers zum Spessar
0:11:10–0:11:14
warten die nachts einfach, unterhalten sich gegenseitig, dass sie nicht einschlafen,
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dass die Räuber sie nicht überfallen.
0:11:16–0:11:20
Und bei Hyperion ist es auch so,
0:11:21–0:11:32
dass sich sieben Pilger auf dem Weg zu einem Planeten mit dem Namen Hyperion treffen.
0:11:32–0:11:33
So, jetzt sind wir raus.
Florian Clauß
0:11:33–0:11:38
Genau, jetzt sind wir ganz kurz zur Lokalisation, nein, das machen wir jetzt
0:11:38–0:11:42
nicht, wir sind am Meringendamm, wir sind hinterm Halleschen Tor,
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Meringendamm, direkt an dem Friedhof.
0:11:47–0:11:54
Und gehen jetzt, ja mal gucken, wo uns der Wind hintreibt oder der Mitsch mit seiner Geschichte.
0:11:55–0:11:58
Aber wir suchen uns mal wieder so ein paar Nebenstraßen.
0:11:58–0:12:06
Das heißt, so professionell, dass wir die leisen Straßen von Berlin abgehen, sind wir noch nicht.
0:12:06–0:12:09
Wir kommen immer wieder an Kreuzungen und größeren Straßen vorbei.
0:12:10–0:12:13
Also seht uns das Nebengeräusch nach.
Micz Flor
0:12:14–0:12:18
Ja aber ich werde einfach vielleicht dieses dieses hintergrundrauschen
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nutzen um ein bisschen was vorzulesen weil
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hyperion wird immer wieder eben auch
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eingeleitet mit dem verweis darauf dass es
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ähnlich strukturiert ist wie die canterbury tales und die
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canterbury tales die sind aus dem vierzehnten jahrhundert und
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das ist eine wallfahrt die einige machen die
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werden auch einzeln so beschrieben vorher da ist der ritter da
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sind unterschiedliche leute und ähnliches bei
0:12:43–0:12:47
hyperion auch und bei canterbury
0:12:47–0:12:50
tales gibt es dann auch so eine rahmenhandlung die nicht unähnlich ist
0:12:50–0:12:53
weil hier ist es ein wird ich lese das mal kurz vor das ist
0:12:53–0:12:56
jetzt die deutsche version die sich
0:12:56–0:12:59
trotzdem reimt im original ist
0:12:59–0:13:03
es eben aus england und da
0:13:03–0:13:06
so war der wird sagt sowohl anständig
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war des wirtes wesen als er
0:13:09–0:13:12
zum hofmarschall auserlesen sein wuchs war
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stark tief lag sein augenpaar in tschepe
0:13:15–0:13:18
kenne ich nicht was ist selbst kein besserer bürger
0:13:18–0:13:24
war gewandt und klug und gerade heraus er sprach in nichts ist ihm an männlichkeit
0:13:24–0:13:29
gebracht dazu war ein aufgeweckter mann gleich nach dem abendessen hupe an in
0:13:29–0:13:36
heiterer laune dies und das zu sprechen und Und als berichtigt waren unsere Zechen, begann er also.
0:13:37–0:13:40
Da hinten kommt die Feuerwehr. Auf jeden Fall sagt hier der Wirt,
0:13:40–0:13:44
sagt all den Leuten, die auf der Wallfahrt sind, sagt er.
0:13:44–0:13:49
Also begann er also. Wahrlich, meine Herren, willkommen heiße ich euch hier herzlich gern.
0:13:51–0:13:56
Denn meiner Treue, wenn ich nicht lügen soll, sah mein Gasthof ich noch nie
0:13:56–0:14:00
so voll in diesem Jahr wie heute am Tag er ist. Gerne möchte ich euch erheitern,
0:14:00–0:14:06
darum wisst, dass ich mir eben einen Scherz erdacht, der vielen Spaß und keine Kosten macht.
0:14:06–0:14:12
Ihr geht nach Canterbury, eure Pfade, beschirme Gott und seines Märtyrers Gnade.
0:14:12–0:14:18
Und sicher weiß ich, dass ihr euren Weg zu kürzen denkt durch heiteres Gespräch.
0:14:19–0:14:24
Denn unbehaglich wahrlich ist es so dumm, einherzureiten wie der Stein so stumm.
0:14:24–0:14:28
Drum wird es mich, wie ich schon sagte, freuen, euch angenehm und lustig zu
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zerstreuen. Und wenn ihr insgesamt des Willens seid, mir zu gehorchen und mit
0:14:32–0:14:35
Volksamkeit dasjenige zu tun, was ich euch weise.
0:14:36–0:14:40
Bei meines Vaters Seele, seid auf der Reise, ihr Morgen dann nicht hochvergnügt
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und munter, schlagt mir den Kopf von meinem Rumpf herunter, macht keine Worte, hebt entpor die Hände.
0:14:48–0:14:52
Und dann jetzt der Erzähler hinter dem Wirt, der sagt, wir waren rasch mit dem
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Entschluss zu Ende und schienen nicht wert, es lang zu beraten.
0:14:55–0:15:00
Wir gingen schlicht hin drauf ein und baten, ihm kundzumachen, was im Sinn ertrage.
0:15:01–0:15:05
Nun, Herren Sprache, hört, was ich euch sage, doch bitte ich dringend,
0:15:05–0:15:08
Nehmt es mir nicht krumm, denn kurz und gut, es handelt sich darum,
0:15:09–0:15:13
es soll jeder von euch vier Geschichten den Weg zu kürzen auf der Fahrt berichten.
0:15:14–0:15:18
Zwei während wir nach Canterbury wandern und auf dem Heimweg dann die beiden anderen.
0:15:19–0:15:23
Der aber, welcher schließlich unter allen von Abenteuern, die einst vorgefallen,
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das Beste vorgetragen hat, das heißt, was euch erbaut, wie er Götz zumeist,
0:15:29–0:15:34
erhält zum Lohn dafür in diesem Haus auf Kosten aller einen Abendschmaus.
0:15:34–0:15:40
Wenn wir von Canterbury heimwärts kehren und gern will ich eure Lust zu mehren
0:15:40–0:15:45
auf eigene Kosten selber mit euch reiten und euch als Führer auf der Fahrt begleiten.
0:15:46–0:15:54
Also das ist quasi das Setup in Canterbury Tales, auf das Dan Simmons sich dazu berufen scheint.
Florian Clauß
0:15:54–0:16:01
Also im Prinzip geht es hier um sich die Zeit mit Geschichten zu vertreiben, Ja.
0:16:01–0:16:04
Weil damals gab es noch keine Streaming-Services, hatten wir auch schon mal.
Micz Flor
0:16:04–0:16:07
Ja, genau. Die gibt es dann jetzt bei Hyperion schon.
0:16:08–0:16:16
Aber das Ding ist, dass hier jetzt sich sieben Pilger in einem Raumschiff treffen.
0:16:16–0:16:21
Wir steigen auch total mittendrin ein. Der Konsul erwacht, das ist einer der sieben Pilger.
0:16:22–0:16:26
Und dann treffen sich alle Pilger zum ersten Mal. Warum gepilgert wird, erkläre ich dir gleich.
Florian Clauß
0:16:26–0:16:31
Ja, das ist eigentlich ein total schönes Setup, weil wenn man sich jetzt Sci-Fi
0:16:31–0:16:34
Geschichten anguckt, dann ist es ja immer so, dass,
0:16:37–0:16:43
Handlungen durch Aktionen passiert. Es tritt irgendein Ereignis ein und dann
0:16:43–0:16:46
gibt es halt irgendwie und natürlich gibt es im Science-Fiction-Bereich alle
0:16:46–0:16:48
möglichen Handlungen, die man sich ausdenken kann.
0:16:49–0:16:53
Aber, und ich glaube, da fällt mir nur noch Stanislaw Lem ein,
0:16:54–0:16:59
ist die Zeit dazwischen. Weil es gibt so viel Reisezeit bei Science-Fiction,
0:16:59–0:17:01
die nie thematisiert wird.
0:17:01–0:17:07
Bis auf Stanislaw Lem mit dem Raumfahrer Perks, der auch dann aus lauter Langeweile
0:17:07–0:17:09
dann auch sich irgendwelche Sachen ausdenkt.
0:17:09–0:17:16
Und das finde ich eigentlich ein total gutes Setup, dass man dann dieses Warten
0:17:16–0:17:22
auf die Ankunft auch entsprechend so mit Geschichten auflädt.
Micz Flor
0:17:22–0:17:26
Ja, und das ist interessant, dass du das sagst, weil nämlich gerade hier es
0:17:26–0:17:29
auch so ist, dass die eine ganz besondere Form des Reisens gewählt haben,
0:17:29–0:17:31
um zum Planeten Hyperion zu kommen.
0:17:31–0:17:35
Und das gibt ja, das kennen wir schon aus der Ilium-Folge, gibt es ja diese
0:17:35–0:17:39
Farcaster-Systeme in der Logik, in den Welten von Dan Simmons.
0:17:39–0:17:41
Farcaster heißt, du kannst von jetzt auf...
Florian Clauß
0:17:41–0:17:44
Faxe? Das heißt, glaube ich, in der deutschen Übersetzung Fax.
Micz Flor
0:17:44–0:17:45
Ah, du wirst ja durchgefaxt.
Florian Clauß
0:17:45–0:17:49
Ja, ja, du wirst im Prinzip... Ich habe übrigens ein bisschen weiter gelesen.
Micz Flor
0:17:49–0:17:49
Oh!
Florian Clauß
0:17:49–0:17:57
Ja, ja, ja. Nachdem ich auch von anderen Freunden des Podcasts gesagt bekommen habe, lies das weiter!
0:17:58–0:18:02
Und ich finde es toll.
0:18:02–0:18:07
Das ist wirklich so ein schöner kurz vor das Bett gehen, ein paar Seiten lesen,
0:18:07–0:18:08
bringt einen total runter.
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Ist aber auch aufregend. Aber die Fax ist ja so, die funktionieren ja so,
0:18:12–0:18:18
dass quasi die Cloud in Illium für diese Menschen,
0:18:19–0:18:23
haben ja sämtliche Geninformationen gespeichert und du wirst durch so einen
0:18:23–0:18:26
Fax komplett auseinandergesetzt.
0:18:26–0:18:30
Du bist quasi tot und wirst dann komplett neu aufgebaut. Deswegen funktioniert
0:18:30–0:18:34
das für die ewige Jüdin nicht, weil sie ja außerhalb der Cloud ist und nicht
0:18:34–0:18:36
mehr ins Memorium eingeschrieben ist.
Micz Flor
0:18:36–0:18:41
Ah, damit haben wir die eine Frage vom letzten Mal auch, weshalb die dann nicht...
Florian Clauß
0:18:41–0:18:46
Genau, sie kann nicht faxen, weil sie quasi so ein Outlaw ist und nicht in dieser
0:18:46–0:18:48
Cloud als Speicher vorhanden ist.
Micz Flor
0:18:49–0:18:51
So, du siehst es halt schon wieder vergessen. Und das ist vielleicht auch gut
0:18:51–0:18:53
nochmal, was Plot Spoiler angeht.
0:18:53–0:18:56
Der in Simmons schreibt, finde ich einfach so schön, dass ich immer so dachte,
0:18:56–0:18:58
es ist ein bisschen so, Plot Spoilern,
0:19:00–0:19:04
kann man manchmal, finde finde ich gar nicht so richtig, weil es so ein bisschen
0:19:04–0:19:06
so ist, wie wenn man jemandem ein Bild erklärt und im Endeffekt sagt,
0:19:07–0:19:09
aber geh doch dir das einfach mal anschauen.
0:19:09–0:19:14
Du erkennst da so ein Van Gogh Bild und dann sind die Sterne und das ist alles
0:19:14–0:19:16
so durch und so. Ach, du musst dir einfach angucken.
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So ähnlich kommt es mir manchmal auch vor. Ich versuche das hier zusammen zu
0:19:19–0:19:23
stottern und kann einfach nur sagen, auch wenn ich Inhalte wiedergebe,
0:19:23–0:19:27
dann ist der Plot nicht gespoilert, weil da kommt wirklich der Spaß vom Lesen.
0:19:29–0:19:34
Und wir sind jetzt parallel zur großen Straße. Du hast eine Route im Kopf?
Florian Clauß
0:19:34–0:19:39
Ich, äh, nö. Wir können auch nicht in den Gleisdreieckpark gehen. Okay, gut.
Micz Flor
0:19:39–0:19:41
Dann führst du, dann kann ich einfach vorbeischauen.
Florian Clauß
0:19:41–0:19:45
Du kannst deinen Kopf abschalten und einfach der Geschichte folgen.
0:19:45–0:19:48
Der Geschichte folgen, ja. Nee, ich kann das machen.
Micz Flor
0:19:48–0:19:51
Und dieses Reisen ist ganz wichtig. Da greife ich schon mal auf.
0:19:51–0:19:55
Auch wie der typische Dan Simmons-Universum, Hyperion-Universum, Ilium und so.
0:19:55–0:19:58
Es gibt da diese Fahrcaster. Wir wissen also eben diese Faxe,
0:19:58–0:19:59
wie sie schon beim Deutschen heißen.
0:19:59–0:20:03
Dass die auf der alten Erde, da macht es den Menschen möglich,
0:20:04–0:20:06
einfach von A nach B zu gehen, als ob man durch eine Tür geht.
0:20:06–0:20:12
Und dieses B ist dann wirklich aber auch beliebig weit entfernt von dem Punkt.
0:20:12–0:20:17
Es ist halt so ein bisschen wie wenn wir jetzt irgendwo in Neuseeland anrufen
0:20:17–0:20:20
und die Verzögerung ist eigentlich nicht spürbar.
0:20:20–0:20:25
Bei den Fahrkastensystemen lernen wir in Hyperion, was ja vorher rauskam,
0:20:25–0:20:29
eben 1989, dass es wirklich keine Zeit gibt.
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Information ist da schneller als das Licht.
0:20:33–0:20:38
Das heißt, diese Fahrkastensysteme sind da so aufgebaut, dass du in unterschiedlichsten
0:20:38–0:20:40
Sonnensystemen überall rauskommst.
0:20:40–0:20:45
Ein ganz großer Bereich des Universums ist erschlossen, also ein relativ großer
0:20:45–0:20:49
Bereich. Aber drumherum, was nicht über Fahrkaste erschlossen wurde,
0:20:49–0:20:51
das sind die Outbacks oder so.
0:20:51–0:20:56
Das würde man in Australien so diese, da fehlt die Infrastruktur dahinter.
0:20:57–0:21:02
Und in diesen Bereichen, und das ist so ein bisschen Expans-Thema auch,
0:21:02–0:21:06
also ich merke sowieso, dass wir da zwischen Expans und Hyperion oder Dan Simmons sind so,
0:21:07–0:21:11
gibt es so Sprünge, die hin und her gehen, die sich beide vielleicht aber eben
0:21:11–0:21:14
auf dieses Stars My Destination berufen.
0:21:14–0:21:17
Da gibt es die Austers.
0:21:17–0:21:28
Und die Austers sind nicht in der Hegemonie der Farkaste erschlossenen Welt erreichbare Menschen,
0:21:29–0:21:32
die allerdings sich selbst auch so modifiziert haben über die Zeit.
0:21:32–0:21:35
Also man denkt jetzt eben an die Belters, die Austers und die Belters.
0:21:36–0:21:42
Die Belters in Xpans sind aufgrund der fehlenden Schwerkraft anders über Generationen
0:21:42–0:21:43
geworden, weil sie anders aufwachsen.
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Aufwachsen und andere Kräfte auf den Körper wirken.
0:21:46–0:21:52
Die Austers haben sich wirklich genetisch modifiziert und die Austers führen
0:21:52–0:21:56
immer wieder jetzt auch Krieg mit der Hegemonie.
0:21:56–0:21:59
Also mit dem und die Hegemonie sind nicht nur Menschen, da sind auch andere.
0:22:02–0:22:06
Ähm, ja, Kreaturen klingt immer so negativ.
Florian Clauß
0:22:06–0:22:07
Ja, modifiziert kannst du es.
Micz Flor
0:22:08–0:22:13
Nee, aber wir lernen jetzt zum Beispiel auch gleich als einen der Prediger den
0:22:13–0:22:15
Kapitän dieses Schiffs.
0:22:16–0:22:20
Das sind die Tree Ships, also Baumschiffe, die einen Kilometer lang,
0:22:20–0:22:24
also wirklich so ein Baum, der dann durch, ist wunderschön auch beschrieben.
0:22:24–0:22:27
Auch da kann man sich wieder sagen, lesen gleich im ersten Kapitel,
0:22:27–0:22:30
wie beschrieben wird, wie das aussieht, wenn du auf diesem unglaublich riesigen
0:22:30–0:22:34
Baumschiff, wo du dann auch ein Gefühl dafür kommst, dass einfach dieser Baum
0:22:34–0:22:37
gewachsen ist über die Jahrhunderte, Jahrtausende.
0:22:37–0:22:43
Der größte Baum, der es gibt, der hat, glaube ich, 80 Kilometer Durchmesser, der Stamm.
0:22:43–0:22:47
Auf dem Baumschiff, auf dem Sie sind, wird dann beschrieben,
0:22:47–0:22:51
wie alles so leuchtet und so Verzweigungen hat. Es gibt alte Holztreppen,
0:22:51–0:22:56
es ist wirklich Fantasy fast schon, nicht so Hardcore oder Hard Fiction.
Florian Clauß
0:22:56–0:23:04
Aber wächst der dann im All oder wächst der dann immer weiter, während er dann fliegt?
0:23:04–0:23:06
Ist das irgendwie erklärt? Nimmt der die Energie dann vom Fliegen?
Micz Flor
0:23:06–0:23:12
Das wird nicht so genau erklärt und wenn man so ein bisschen rumhorcht, Leute,
0:23:12–0:23:16
die Hyperion kritisieren, kommen meistens auf so eine, ich glaube das heißt
0:23:16–0:23:21
Hard Science-File oder sowas, Also so eine Science-Fiction-Tradition,
0:23:21–0:23:24
die wirklich sehr stark an möglicher Technologie orientiert ist.
0:23:25–0:23:29
Die Simmons vorwerfen, dass er eh eigentlich Fantasy schreibt und nicht Science-Fiction.
0:23:29–0:23:35
Und diese Science, in Anführungszeichen, von diesen Bäumen, das wird nicht weiter erklärt.
0:23:35–0:23:38
Die Farcaster, wie das schneller als Licht gehen soll, wird auch nicht weiter
0:23:38–0:23:41
erklärt. Es gibt so Räume, die wirklich Fantasy-mäßig funktionieren.
Florian Clauß
0:23:42–0:23:43
Also spekulative.
Micz Flor
0:23:43–0:23:48
Die spekulativ sind, aber manchmal auch so, gerade bei Hyperion finde ich,
0:23:48–0:23:55
diese Folge von dir, MacGuffin, da gibt es irgendwie das Shrike,
0:23:55–0:23:58
da ist es ein Wesen, auf das wir gleich zu sprechen kommen, was immer wieder
0:23:58–0:24:02
auftaucht, was aber nicht wirklich im Buch auftaucht bis zum Schluss,
0:24:02–0:24:04
nur Spuren hinterlässt.
0:24:06–0:24:09
Dass das das ist wie so ein macguffin also
0:24:09–0:24:12
wir wir alle geschichten die
0:24:12–0:24:16
wir hören wie bei canterbury tales führen da
0:24:16–0:24:20
anders als die geschichten bei canterbury tales oder serapions brüder oder schwitzers
0:24:20–0:24:25
zum spessart oder tausende die geschichten führen alle ein bisschen wie bei
0:24:25–0:24:30
dem hyperlink cinema die führen alle wirklich informationen auf den einen punkt
0:24:30–0:24:34
was ist das Was ist Hyperion?
0:24:35–0:24:39
Was ist Mythos, was ist Wissenschaft, wie ist das zu erklären?
0:24:39–0:24:44
Weil da sind ganz viele Sachen, die nicht erklärt werden, aber die unglaublich
0:24:44–0:24:46
toll die Geschichte vorantreiben.
Florian Clauß
0:24:46–0:24:52
Also wir haben im Prinzip auch so wie bei Ilium mehr oder weniger drei Storylines.
0:24:52–0:24:56
Haben wir jetzt hier so viele Storylines, wie dann im Pilger da sind.
0:24:58–0:25:04
Jeder Pilger bringt eine eigene Geschichte mit oder gibt es da noch andere Erzählungsstränge?
Micz Flor
0:25:05–0:25:09
Es gibt eben diese Rahmenhandlung, die treibt auch die Geschichte immer so ein
0:25:09–0:25:13
bisschen weiter. Aber die Geschichten, würde ich mal sagen, machen so 80 Prozent des Buchs aus.
Florian Clauß
0:25:13–0:25:24
Okay, noch eine Frage zu dem Universum. Ist dieses Spiel, wenn Universum gesprochen
0:25:24–0:25:26
wird, ist das die Milchstraße oder gibt es auch andere Galaxien?
0:25:27–0:25:32
Weißt du das, ob das jetzt irgendwie noch so über die Milchstraße wirklich Universum ist?
0:25:35–0:25:37
Oder bleibt es auf die Galaxie-Wildstraße beschränkt?
Micz Flor
0:25:37–0:25:39
Da muss ich jetzt passen.
Florian Clauß
0:25:39–0:25:40
Okay.
Micz Flor
0:25:42–0:25:44
Ist vielleicht jetzt auch nicht so notwendig für die Geschichte.
Florian Clauß
0:25:45–0:25:51
Nee, ich wollte es jetzt nur als quasi als dieses Universum, was da aufgebaut wird.
Micz Flor
0:25:52–0:25:56
Also wir haben ja dann wieder bei Expanse, da haben wir ja diese Ring Station
0:25:56–0:26:00
und die Gates, wo man so durchfliegen kann und dann weißt du ja nicht mal genau, wo du bist.
Florian Clauß
0:26:00–0:26:03
Ja, aber es geht nur ums Worldbuilding.
0:26:04–0:26:08
Ob das jetzt wirklich so völlig universell ist oder ob das noch die lokale Gruppe
0:26:08–0:26:12
ist, wie das heißt, die benachbarten Galaxien hier.
0:26:12–0:26:16
Ja wir betreten
0:26:16–0:26:19
jetzt den gleis dreieckpark auch wieder mehrfach
0:26:19–0:26:25
gekreuzt von anderen geschichten von anderen eigentlich episoden zu so war hier
0:26:25–0:26:30
und ich hätte auch webfonds mit
0:26:30–0:26:39
tobs er stimmt und und wir hatten auch von kelly reichert den film ja Ja.
Micz Flor
0:26:39–0:26:39
Stimmt, stimmt, genau.
Florian Clauß
0:26:40–0:26:41
Den haben wir jetzt mal gesehen.
Micz Flor
0:26:42–0:26:45
Es klingt so, als ob wir bald alles abgearbeitet haben. Und wenn dann Berlin
0:26:45–0:26:48
durch ist, dann haben wir auch nichts mehr zu sagen.
Florian Clauß
0:26:48–0:26:49
Nee, dann sind wir auch durch.
Micz Flor
0:26:49–0:26:54
Unser Denken ist im Ort, entsteht im Ort. Und wenn der Ort erschlossen ist,
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dann gibt es nichts mehr zu denken.
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Einer dieser Pilgerer, also das ist auch eine Analogie eben zu Canterbury Tales,
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Es geht um eine Pilgerfahrt zu Hyperion und immer auch diese Pilger wollen das Shrike.
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Erkläre ich gleich noch, was das ist. Also diesen sehr brutalen,
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gottähnlichen irgendwas.
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Nee, kein Blob. Das ist wirklich so mit Metallstacheln.
Florian Clauß
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Kein Schleimbild.
Micz Flor
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Nein, gar nicht. Und einer davon ist Zollweintraub. Und der sagt am Anfang...
Florian Clauß
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Ist das eine Übersetzung oder ist das...
Micz Flor
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Nee, der heißt im Englischen so. Zollweintraub. Ob soll das natürlich irgendwie so sein?
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Aber auf jeden Fall sagt der im Prinzip, was der Wirt sagt.
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Der sagt, in Englisch habe ich es jetzt hier rausgeholt, It would seem that
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our reasons for returning to Hyperion,
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also da geht es jetzt anders als bei Canterbury Tales nicht so,
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erzählt euch mal was, damit die Zeit kurz wird, sondern jetzt geht es wirklich
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wie bei, vielleicht eben bei Hyperlink Cinema,
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geht es darum, the reasons for returning to Hyperion, Also wenn man die Geschichten
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alle zusammennimmt, wie bei Dracula, vielleicht können wir mehr erfahren,
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warum wir in Anführungszeichen auserwählt sind, um diese Reise anzutreten.
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Es gibt eine Kirche, eine Religion um das Schreik herum.
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Und die Hegemonie-Probability-Intelligences, also die waren so wichtig,
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that we deserve to return, he said.
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I suggest that we share our stories in the few days remaining to us.
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Also das ist quasi die Einleitung.
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Und was auch noch ganz wichtig ist, was auch Sol Weintraub sagt.
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Does anyone here know why he or she was chosen by the Shrike Church to go on this voyage?
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Also, das heißt, die wurden auserwählt.
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Und das heißt jetzt aber nicht, dass die nicht wollten, aber es gab einfach
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eine sehr lange Liste und diese sieben wurden auserwählt.
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Was verbindet die? Das wollen die durch diese Kurzgeschichten,
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die zwischendrin erzählt werden, herausfinden. Und sie sind auf diesem Treeship.
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Hyperion ist eins dieser Planeten, die nicht durch das Farcaster-System angeschlossen wurden.
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Und Hyperion ist auch ein Ort, den wir immer besser kennenlernen durch die einzelnen
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Geschichten. Aber ich versuche das jetzt mal ein bisschen einzuleiten.
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Hyperion hat zum ersten Mal eben das Shrike. Das Shrike ist ein über drei Meter
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großes Wesen, was humanoid aussieht, was allerdings aus Metall zu bestehen scheint,
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aus Stacheln, die überall rauskommen.
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Und das Shrike, das fand ich halt irgendwie total schön, das hatte ich dir ja schon geschickt.
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Der Name, das wird im Buch nicht erklärt, ich habe es wirklich jetzt erst so
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erfunden oder ich kann mich nicht erinnern, dass es im Buch erklärt wurde.
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Aber es gibt einen Vogel Shrike, der eigentlich eine Sperrlingsart ist.
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Und der Vogel Shrike, der spießt Tiere auf und da gibt es einen schönen Artikel,
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den habe ich auch verlinkt in Shownotes,
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ein bisschen länger das erklärt, weil der nicht nur Käfer oder so Kleinzeugs macht,
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sieht man auch Fotos von Grashüpfern und sowas und die Forscherin,
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die das geschrieben hat, erzählt auch, dass sie es irgendwie ganz schön findet,
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auch wenn es gruselig ist, ist, wenn man einen Zaun sieht, an dem Käfer aufgesteckt
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sind, dass man weiß, dass irgendwo der Schreik lauert.
Florian Clauß
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Und nicht irgendein komisches Kind, das sich die Zeit im Vertreib...
0:30:48–0:30:54
Ja, ich glaube, es ist auch eine Art von Haltbarmachung, dass der Vogel dann
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halt immer ab und zu mal das dann so als Vorratskammer aufbaut.
Micz Flor
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Ja, es ist wohl so, dass der immer wieder zurückkommt. Und so wie,
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glaube ich, bei manchen Echsen ja auch dann irgendwie Zeug einfach mal so im
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Baum gestopft wird und dann geknabbert, wann immer man vorbeikommt.
Florian Clauß
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Wann man Hunger hat.
Micz Flor
0:31:08–0:31:13
Und das ist halt so ein Sperling, der aber so ganz brutal eben seine Opfer aufspießt,
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das sogar mit kleinen Säugetieren macht oder Echsen, also da wirklich Brutals vorgeht.
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Und das Schreik ist benannt nach diesem System.
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Und das Schreik hat die Fähigkeit, wie wir in den Kurzgeschichten auch erfahren,
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die Zeit zu beeinflussen.
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Und auf Hyperion gibt es auch sogenannte Zeitgräber.
Florian Clauß
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Darf ich nochmal kurz eine Zwischenfrage zum Verständnis stellen? Ja.
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Die Church of Schreik, ist das so eine Community, die dann eben diesen Schreik
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als so ein gottesähnliches Wesen anbetet und den als einer Löser darstellt?
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Oder ist es eher so eine Organisation, die dann versucht, mit diesem dämonischen
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Wesen umzugehen irgendwo und das dann zu domestizieren oder irgendwie in Zaum zu halten?
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Also wie ist diese Stellung? Weil warum werden die Pilger rekrutiert,
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um dann zu diesem Schreik zu kommen?
Micz Flor
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Ja, das wird so genau nicht erklärt. Die Kirche fühlt sich aber eher an wie
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so eine Idee von so einer amerikanischen Kirche mit einem Anführungszeichen.
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Um die drum herum ganz viel administrativer Überbau und so.
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Also wird halt quasi schon auch entschieden in Hierarchien und so.
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Was natürlich auch in der bei uns sehr dominanten alten katholischen Kirche
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der Fall ist. Aber das fühlt sich da schon an wie eine Organisation.
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Aber gleichzeitig...
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Ist das schon, glaube ich, auch
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ein Thema, was nicht explizit angesprochen wird, aber diese Situation,
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in der das Schreik existiert und der Wunsch zu glauben, sage ich mal,
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das Menschliche, aber es ist ja nicht nur Menschen,
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es sind auch andere Wesen, die uns eigentlich sehr unähnlich sind in ihrer Erscheinung,
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dass sich dann darum ein Glauben, eine Religion gebaut hat. Das wird zur Religion genannt.
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Aber genau erklärt wird es nicht.
Florian Clauß
0:33:13–0:33:18
Also das Schreik ist, richtet das dann auch irgendwelche Katastrophen an oder
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ist es einfach nur ein Damm?
Micz Flor
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Das kommt in den Kurzgeschichten gleich. Das ist genau das. Also dieses Stage-Setting
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jetzt mache ich nur, weil ich vielleicht nicht alles in den Kurzgeschichten
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abhandle, dass man es wissen muss.
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Aber wenn dann Fragen kommen, liebes Publikum neben mir, dann machen wir die,
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glaube ich, in den Geschichten.
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Weil gerade die erste Geschichte, da geht es auch darum, dass ein katholischer
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Priester mit einem jungen Priester zusammen zu Hyperion reisen.
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Weil der möchte auf Hyperion, es gibt nämlich so ein komisches Tunnelsystem,
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was man nicht genau versteht.
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Und es gibt eine Handvoll von Planeten, glaube ich, im Universum,
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die man gefunden hat, auf denen diese ur-ur-uralten Systeme sind.
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Und irgendwelche Artefakte, von denen man denkt, dass das irgendwie vielleicht
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gottesbeweisähnlich genutzt werden könnte oder nicht.
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Er möchte auf jeden Fall, dieser katholische Priester möchte auf jeden Fall
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auf dem Planeten das recherchieren und herausfinden, ob das nicht so eine Art
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Beweis für Gott und Religion sein könnte.
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Gleichzeitig stellt sich dann langsam später auch raus, dass er auch ein bisschen
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ausgestoßen wurde. Es bleibt so ein bisschen unklar, warum er da hingehen konnte
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oder musste oder wollte.
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Aber deshalb, da kommen wir ein bisschen ins Religiöse rein.
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Was so Speculative Fiction oder Speculative Science mäßig ist,
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gibt auf Hyperion Zeitgräber.
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Zeitgräber sind Bereiche auf dem Planeten, in denen die Zeit rückwärts läuft.
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Und diese Zeitgräber werden umgeben von Entropiefeldern.
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Die Entropiefelder sind sozusagen ein Buffer, um diese Rückwärtszeit und Vorwärtszeit
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voneinander so zu trennen.
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Und das Shrike kann sich da bewegen. Es kann sich in beide Richtungen der Zeit bewegen.
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Das braucht aber auch diese Zeitgräber nicht, sondern wir erfahren dann auch
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in der zweiten Geschichte,
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das ist eher so militärische Geschichte, dass das Shrike halt da wird mordend
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gezeigt wird, wie es einfach schneller und langsamer wird, wie es in der Zeit
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zurückgeht und vorgeht.
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Also das ist dadurch einfach extrem mächtig und gefühlterweise in unserer Welt,
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aber nicht von unserer Welt.
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Und das ist ja dann auch wieder so ein Thema, worum sich gerne schnell religiöse
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Bedürfnisse bilden, bis hin zu einer Kirche.
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Dann gibt es in diesem Hyperion-Universum auch noch den Technochor.
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Das ist im Prinzip die Verkettung Von allen, also was wir jetzt sagen würden,
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das von 89, da gab es ja schon dann irgendwie das ARPANET und so Vernetzung,
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Informationsnetzwerke, Satelliten und so.
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Also das weitergedacht ist so der Technocore und der Technocore ist aber auch
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die Infrastruktur für die Farcaster-Portale.
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Und der Technocore hat also irgendwie die Fähigkeit eben die Lichtgeschwindigkeit
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als Grenze auszusetzen, Aber es ist über Artificial Intelligence in sich selbst
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auch inzwischen so weit von dem, sag ich mal, menschlichen, obwohl es eben auch andere.
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Das sage ich auch wieder in Anführungszeichen, Kreaturen sind,
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die in diesem biologischen Raum sind, ist davon irgendwie losgelöst und hat
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so seine eigene Agenda, die auch dann später eine Bedeutung spielen wird.
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Dann gibt es eben noch eine Beschreibung, so kam ich ja drauf,
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von alten Reisemöglichkeiten, dass man eben im kreonischen Schlaf,
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also tiefgekühlt reisen konnte.
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Dass man auch in hoher Geschwindigkeit, aber eben nicht unter Lichtgeschwindigkeit reisen konnte.
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Und in all diesen Reisen wird natürlich dann eine Zeitschuld angehäuft.
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Also das heißt Time Debt, glaube ich auch. auch habe es jetzt nicht genau im
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Kopf, aber dass man eben die Zeit seiner umgebenden Menschen irgendwie verlässt.
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Und es gibt dann Leute, die eben aufgrund dieses Reisens, also wir lernen später
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auch einen Dichter kennen,
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das ist einer der reichsten Menschen
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der Hegemonie, der geschätzterweise zwischen 90 und 150 Jahre alt ist,
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aber der aufgrund seiner frühen Reisen im Tiefschlaf eingefroren einer der letzten
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Menschen ist, die noch von der Erde kommen,
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der eine subjektive Lebenszeit von maximal 150 Jahren erlebt hat und auch modifiziert
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wurde, weil er so viel Kohle hat, dass er so alt werden kann,
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aber gleichzeitig in so einer von von
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von einem stadt stationären punkt
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aus betrachteten zeit eben noch viel länger also
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für sein leben viel mehr zeit noch überbrückt also
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zeit ist das schon noch ein thema wird aber jetzt dann nicht wird nicht wirklich
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erklärt also wir werden nie erfahren wie die fahrer schneller sein können als
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das licht was auch noch ich vorneweg zur struktur sagen wollte weil deshalb
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habe ich auch angefangen,
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Serapion's Brüder, Canterbury Tales und so.
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Dass dieses Ur-Universum, habe ich gelesen, dass als Dan Simmons schon in den
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70er Jahren als Grundschullehrer in Missouri gearbeitet hat,
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hat er seinen Schülern und Schülerinnen so Geschichten erzählt und die dann
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zusammengefasst zur Kurzgeschichte The Death of the Centaur,
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die in der Sammlung von Prayer to Broken Stones abgedruckt ist.
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Und diese Einleitung von Harlan Ellison aus dieser Kurzgeschichtensammlung von
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1991, die hatte ich, glaube ich, auch in der zweiten Folge meiner Dan Simmons-Serie
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schon zitiert, weil er da so
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ein bisschen über die Entdeckung von Dan Simmons schreibt und so weiter.
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Und noch viel konkreter zeigt sich das aber dieser...
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Dass die Kurzgeschichten die Kurzgeschichten sind insofern großartig,
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weil die vom Genre her auch sich sehr unterscheiden.
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Die Art, wie geschrieben wird, sich unterscheidet und trotzdem natürlich alle
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auf diese Hyperion- Fragen hindeuten, auf eine gewisse Art.
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Aber es ist trotzdem auch interessant, dass eine der Geschichten,
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die fast eins zu eins da drin übernommen wird, und das wird uns nochmal begegnen
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im vierten Teil von Dan Simmons.
Florian Clauß
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Du meinst noch den vierten Teil?
Micz Flor
0:39:50–0:39:56
Immer den vierten Teil. Wo es auch so ist, das ist, kennst du Omnimagazin?
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Hast du davon mal gehört?
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Das ist so ein, ich glaube, 80er, 90er Jahre.
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Das klingt total spannend und ich habe da auch ein paar Sachen online zugefunden,
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wo halt wirklich damals so frühe Technik und so Sachen mitgegangen sind.
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Da hat er eine Kurzgeschichte veröffentlicht und die wurde dann auch ein essentieller
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Teil von dem vierten Buch, was ich besprechen möchte.
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Nee, fünfte besprechen, aber vierte Episode.
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Aber es gibt eine Story, die hieß Remembering Siri.
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Das ist eine Kurzgeschichte, die er 1983 schon in Asimov Science Fiction Magazine
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veröffentlicht hat und die dann aber die letzte Geschichte, die Geschichte des
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Konsuls, der das Buch auch eröffnet, wird.
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Der Konsul ist also die Person, mit der wir in das Buch einsteigen.
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Dann kommt, ich weiß jetzt gerade nicht genau wie der heißt,
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ich glaube Methasen oder der,
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muss ich gerade nochmal gucken, ich habe mir so ein paar Notizen gemacht,
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was ich eigentlich vermeide, aber manchmal ist es dann doch notwendig.
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Hedmastain, Hedmastain, keine Ahnung wie man das ausspricht,
0:41:04–0:41:12
der ist Teil dieses, diese Gesellschaft,
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sag ich mal, die auch mit diesen Schiffen, mit den Baumschiffen durch den Weltraum
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fahren und der sagt, I'm the true voice of the tree, als er gefragt wird,
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wie er denn zu Shrike und der der Religion des Schreiks steht.
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I am the true voice of the tree, said Het Maasten, while many Templars believe
0:41:35–0:41:40
that the Schreik is the avatar of punishment for those who do not feed from the root.
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Das ist dann in seiner Religion eben, als der Schreik aus seiner Religion entsteht.
0:41:45–0:41:48
Those who do not feed from the root, whatever that means.
0:41:49–0:41:54
I must consider this a heresy, not founded in the covenant or the writings of the Moa.
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Also das ist dann quasi, er ist in seiner Religion und der Schweig lässt sich
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nur, also er könnte den wenn überhaupt dann nur über seine Religion erschließen.
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Das heißt, solche sind auch mit auf der Pilgerfahrt unterschiedliche Menschen.
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Der Konsul kommt in den Raum, die sitzen alle da. Sol Weintraub sagt dann irgendwann,
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als sie beginnen sich zu unterhalten, sollen wir uns nicht unsere Geschichten
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erzählen, wie wir dazu kamen.
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Wir wissen nicht, warum wir ausgewählt wurden, aber wir können doch zumindest
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erzählen, was unsere Verbindung zu Hyperion ist.
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Und dann beginnen die, die zu erzählen. Und die möchte ich jetzt alle mal kurz zusammenfassen.
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Und dann bin ich, glaube ich, auch schon durch.
Florian Clauß
0:42:37–0:42:40
Ja, was heißt schon? Wir reden ja schon eine Dreiviertelstunde.
Micz Flor
0:42:42–0:42:46
Also dann versuche ich das wirklich schnell zu machen und das muss.
Florian Clauß
0:42:46–0:42:48
Ich nicht beeilen wir haben zeit.
Micz Flor
0:42:48–0:42:53
Ich habe manchmal das gefühl also ich weiß nicht ob sie ausgeht manche ist das
0:42:53–0:42:57
gefühl dass ich dann sowieso nicht alles gesagt habe was ich mir so vor gedacht
0:42:57–0:43:00
hatte und vor allen dingen aber auch während ich recherchiere und die sachen
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so zusammenschraube das was ich dann so ausspucke,
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mir wünsche,
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es gäbe noch einen zweiten Versuch hinten raus,
0:43:08–0:43:10
aber keine Ahnung.
Florian Clauß
0:43:10–0:43:13
Willkommen beim ersten undurchsagten Versuch.
Micz Flor
0:43:13–0:43:15
Hier ist mein Sketch.
Florian Clauß
0:43:16–0:43:24
Nein, ich glaube, so geht es einem immer, wenn man irgendwie irgendwas erzählt.
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Man hat nie das Gefühl, dass man alles erfasst hat.
Micz Flor
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Also die erste Geschichte ist die Geschichte des Priesters, im Englischen The Man Who Cried God.
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Und zwar, da habe ich jetzt auch nochmal rausgeguckt, es ist schön gemacht,
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dass der Konsul alle kurz erklärt, so mit einem Satz oder zwei Sätzen oder kurz
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einen Absatz und genau in der Reihenfolge, in der sie dann später auch die Geschichten erzählen.
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Das ist dann irgendwie ganz schön parallelisiert. Und da sagt er zu dem,
0:43:53–0:43:59
der jetzt erzählt, Father Lennar Hoyt, a priest of the old style Christian sect known as Catholic.
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Also in der Zukunft, wir sind etwa im Jahr 3000, ist die katholische Kirche
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nur noch eine christianische Sekte, die man eigentlich eher nur noch so marginal kennt. Und?
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Und es gibt einen Priester, der heißt Paul Duret, mit dem Lennart Hoyt vor vielen
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Jahren bei der katholischen Sekte oder Kirche nach Hyperion geschickt wurde.
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Duret ist also der Ältere, er ist der Jüngere. Und es ist so,
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dass Hoyt dann irgendwann auch wieder Hyperion verlässt und dann später aber
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ein Tagebuch von Duret bekommt.
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Das bekommt er irgendwie zugeschickt. und das ist das Ende der Geschichte.
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Er wollte nach Hyperion reisen, um das für sich zu schließen,
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zu lösen, zu gucken, was da passiert, weil auch das Tagebuch irgendwo einfach abbricht.
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Und er wollte jetzt auf die Spuren von Paul Duret nochmal zurückkehren.
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In dem Tagebuch schreibt Duret, dass er in so einem abgelegenen Teil,
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der wirklich schwer zu erreichen ist, Da sind ganz viele Stacheln und auch so
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ein bisschen märchenhaft.
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Das ist so getrennt. Wenn man dann auch erstmal da ist, dann kommt man nicht so leicht zurück.
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Dann gibt es auch solche Wälder von Tesla-Bäumen. Tesla-Bäume sind so Bäume,
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die sich elektrisch aufladen und dann mit den Wolken quasi verbinden und einfach
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dann jede Nacht in Flammen aufgehen.
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Wobei ich weiß nicht genau, ob es jede Nacht ist, aber regelmäßig in Flammen
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aufgehen, komplett verbrennen und dann halt aber wieder gleich aufwachsen.
Florian Clauß
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Und du weißt auch überhaupt nicht, ob es in dieser Welt Nacht gibt.
Micz Flor
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Das stand jetzt exuziat auch nicht so drin, aber ich glaube, Nacht fällt als Wort.
Florian Clauß
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Und wie lang die Nacht ist, ob das vielleicht so eine ganze Jahreszeit ist. Winter is coming.
Micz Flor
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Und Dore erzählt, dass er in dieser Gegend bei den Bikura ist.
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Die Bikura sind so kleine, affenähnliche Menschen, Primaten,
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primitiv aussehende Wesen.
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Und er stellt dann auch irgendwie fest, die sehen alle irgendwie sehr ähnlich
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aus, irgendwie alle so abgerundet, also wie so domestiziert abgerundet.
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Die Geschlechtsteile sind auch nicht mehr wirklich ausgeprägt.
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Das ist alles so, wie so als ob die Tump so verstumpft wurden über die Zeit
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hinweg. Und er kann sich das auch so nicht so richtig erklären,
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aber es beobachtet und beschreibt er so.
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Und er ist dann mit einem anderen Menschen, als er die besucht,
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und bekommt dann mit, fast per Zufall, dass die Bikura diesen anderen Menschen,
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mit dem er da hingewandert ist, nachts einfach den Kehl durchschneiden und den umbringen.
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Und er konfrontiert die an, die haben eine sehr simple, einfache Sprache,
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er kann es auch nicht genau verstehen, aber er hört dann irgendwie von denen,
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dass die halt einfach den umgebracht haben, weil er kann ja den wahren Tod haben,
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während er, also Duré, er trägt ja dieses Kreuz, deshalb hat er ja den wahren Tod nicht.
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Deshalb haben sie ihn jetzt auch nicht umgebracht, aber der,
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der den wahren Tod haben darf, dem wollten sie den auch geben.
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Und er kann das irgendwie nicht so richtig für sich einordnen,
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was das bedeutet, kriegt dann aber mit.
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Ich glaube, einer von denen stürzt dann mal so einen kliff runter und obwohl
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die alle so ähnlich aussehen hat das gefühl am nächsten tag dass der wieder
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da ist obwohl er dann hunderte von metern runter gestürzt.
Florian Clauß
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Ein bisschen über die um die einen der vom dinosaurier gefressen wird dann auch wieder da ist.
Micz Flor
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Und da ist es dann so dass er,
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den dann so ein bisschen folgt und dann einfach mal so mit geht als er mitbekommt
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dass dies durch so eine so eine treppe außentreppe quasi ganz schmalen pfad
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runter laufen er traut sich er Er macht das auch mit und er kommt dann unten
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so ein Hüllensystem rein.
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Und diese Hüllensysteme ist ja das, was eben auf dieser Hand von Planeten gefunden wurde.
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Und in diesen Hüllen ist eigentlich nie irgendwas drin. Aber als er dann da
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drin ist und dann wird er, glaube ich, von einem sogar noch in so einen extra Raum geführt.
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In dem Moment, und das erinnerte mich so ein bisschen an den beschriebenen Raum
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in Song of Kali, ist das Shrike da.
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Und das Shrike gibt ihm, also er begegnet dem Shrike.
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Und und und als er dann aus der höhle wieder
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hervorkommt ich glaube er wird ohnmächtig weiß nicht genau auf jeden
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fall hat er dann die kruziform so heißt
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es die bikura nennen das mal kruziform und er dachte die meinten das kreuz was
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er auf der brust trägt aber das kruziform ist eine art virus der auch die form
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des kreuzes hat der auf dem brustbein dran ist der hat den dann der dann auch
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so veradert ist mit einem körper und wenn du die kruziform hast bikura haben
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alle alle auch die Kruzikum,
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die können nicht sterben und die werden immer wieder.
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Auferstehen und scheinbar, das ist dann so die Hypothese, die nicht explodiert
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hat, deshalb werden die auch immer rund geschmirgelt, aber irgendwie scheint
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sich diese auferstehen.
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Aber da geht es eben nicht wie bei Ilium darum, dass man so in den Ring gefarcastet
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wird und da repariert und zurückgeschickt, sondern das ist eben dieses virenähnliche
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parasitäre System oder wie auch immer, was sich da wirklich mit deinem Knochen
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und deinem Gewege verbindet.
Florian Clauß
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Das erinnert mich so ein bisschen wie bei The Expanse, als die Tochter von einem
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Eilen dann auch befallen ist.
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Von einem Bruttomolekül. Von einem Bruttomolekül, da siehst du ja auch diese
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desfluoreszierende Flüssigkeit, die dann in den Adern polisiert und alles.
Micz Flor
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Und das sind eben so Bilder, die immer irgendwie auch funktionieren,
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die man dann wie so Tarotkarten vielleicht auch aneinanderreihen kann.
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Und dann erzählen die selber schon eine Geschichte. also bilder wo
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wir sofort denken okay so als ob man diese tür
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also biologisch alien auch
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nur so ans gesicht der face also diese dieses bild wird und und du kommst dann
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eben die verzweiflung versucht sich umzubringen kommt dann aber auch irgendwie
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wieder aber ist dann quasi durch diese diese Kruziformen nicht mehr tot zu kriegen.
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Und das wird dann nicht genau erklärt, wie es dann so aufhört.
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Und der jüngere Priester, der dann eben nochmal hinfährt.
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Der kommt im Endeffekt dann in diesen Wald mit den Tesla-Bäumen und sieht dann,
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dort hat sich der Dürer an einen Tesla-Baum gefesselt, damit er da endlich den
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Tod, den wahren Tod wiederfinden kann, trotz Kruzifolm.
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Was aber nicht geklappt hat. Also jedes Mal, wenn der Tesla-Baum dann in Flammen
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aufgeht, verbrennt er einen lebendigen Körper.
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Also natürlich auch wenn man katholische Kirche, das ist wie so Jesus hoch fünf.
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Also wirklich gekreuzigt, jedes Mal die Schuld irgendwie auf sich laden,
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verbrennend und da festgefesselt.
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Und dann aber kommt er wieder zum Leben, hängt an dem Baum, wird wieder verbrannt
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und immer fort und eben über diese ganze Zeit auch und das ist das Bild,
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da wird immer mehr abgeschmirgelt.
Florian Clauß
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Ein bisschen wie bei Sisyphos, oder wie heißt der, der dann immer die Leber
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weggefressen bekommt? Prometheus.
Micz Flor
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Prometheus, glaube ich, oder?
Florian Clauß
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Ja, der griechische Held. Aber erinnert mich auch so ein bisschen an die Geschichte
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jetzt an in einer Episode Pasolini,
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der auch dieses ambivalente Verhältnis zur Kirche hat und Heretiker ist und
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immer wieder so in seinen Filmen dann diese Figuren verwendet von Gläubiger und,
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Priester und dann aber auch so das Ganze zu Proletariaten auch mit Institutionen.
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Das war jetzt Geschichte 1.
Micz Flor
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Das ist die Geschichte 1, die damit endet, ohne Plot Spoiler,
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aber ich fand es ein schönes Motiv, dass wir dann erfahren, dass der junge Priester
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die Kruziform beim verbrannten Älteren irgendwie berührt und dann fällt die runter,
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aber haftet ihm dann an. Und er hat dann sogar zwei.
Florian Clauß
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Okay, er ist dann stigmatisiert.
Micz Flor
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Er ist dann doppelt kruziformisiert. die
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zweite geschichte ist eine militärische geschichte da hat man eher so das gefühl
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das könnte wirklich eigenständiger film auch sein den man nicht gucken würde
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aber wo man auch schon weiß wie der läuft so stormtroopers mäßig also da ist
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starship troopers genau da ist dann wirklich diese,
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das gegenüber das schießen das kämpfen das ist da irgendwie so drin und auch
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da ist wieder so so eine Analogie der Colonel Fedman Cassatt,
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über den wir jetzt sprechen, der wird nämlich der Butcher of South Brescia genannt.
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Und der Name von Fred Johnson, der uns nicht eingefallen ist,
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beim ersten Mal, als wir über The Expanse gesprochen haben, der wird ja The
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Butcher of Anderson Station genannt.
Florian Clauß
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Ja, The Butcher.
Micz Flor
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Und in beiden Fällen ist es sogar so, dass das irgendwie militärische Leader
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waren, die einen Erfolg hatten, deshalb haben die diesen Butchertitel bekommen,
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so eine Form von Ehrung und Furcht.
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Und entwertung und gleichzeitig aber sich
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dann auch aus diesem krieg zurückgezogen haben und er frieden stiften
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wollten das war bei ihm aus und bei
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dem ist die geschichte so dass er erzählt dann alle
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erzählen so ein bisschen widerwillig aber fangen dann irgendwie an er war halt
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noch in der ausbildung in force force ist die militärakademie auf dem mars auch
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das nicht unähnlich und da wird wird dann eben Schlachtenwender simuliert.
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Und in einer Simulationsschlacht, in der er kämpft, taucht aus dem Nichts eine Frau auf,
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frauenbild da ist auch so ein bisschen ach ja
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weil es gar nicht mehr sagen soll also die frau
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was sie macht ist einfach dies nackt und feucht
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und setzt sich auf seinen schwanz und dann haben wir als sechs also das passiert
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einfach so gesagt nix also ist wie so eine teenager fantasie
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eine projektion ja das ist dann auch irgendwie so ein so sage ich mal wenn man
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jetzt sagt was ich ja meinte dann simmons kann auch so schön unterschiedliche
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genre auskauen und ausrollen dass das jetzt irgendwie einfach schon von vornherein
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so ein ganz anderes Setting ist.
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Du bist echt so ein bisschen perplex, das Gefühl, das ist ein anderer Autor.
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Die fühlt sich komplett anders an diese Geschichte.
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Und diese, immer wieder mal erscheint ihm diese Frau, die haben immer wieder
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Sex, aber eben nur in den Simulationen auf der Ausbildungsakademie,
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er findet die auch gar nicht.
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Und sie taucht dann aber doch noch mal
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auf als er eine echte
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schlacht kämpft das ist dann glaube ich sogar die schlacht weshalb
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er danach der butcher of south presser heißt bin ich
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mir aber nicht ganz sicher und ach nee sie erscheint ihm glaube ich nur im traum
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kann aber auch mit ihm nicht kontakt aufnehmen aber es kommt es kommt eben hyperion
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spiel soll da bin ich jetzt auch ein bisschen blank gerade und er.
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Ist auf der Rückreise von dieser Butcher of South Brescia Schlacht.
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Und von Austers wird sein Raumschiff überfallen.
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Und das ist dann auch wirklich so richtig Science Fiction, wie man sich das vorstellt.
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Da wird erklärt, wo der Druck abfällt. Kein Druck, welche Waffen,
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wie die aussehen, Armer, welche Durchschlagskraft.
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Also du bist dann wirklich so drin. Es ist gut geschrieben.
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Es macht Spaß, das auch zu lesen. Aber man hat immer so das Gefühl,
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das ist auch ein bisschen zu martialisch, als dass man es genießen könnte.
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So und richtig military science fiction
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er schafft es dann auch so
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ein escape port und fliegt auf hyperion kommt
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unten auf hyperion an ein aus der schiff hat ihn aber gespottet und verfolgt
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die landen auch und dann erscheint das schweig also jetzt erleben wir es erstmals
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schweigt auch in dieser geschichte in action weil das schweig und das ist sehr
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brutal auch beschrieben diese diese kompletten Auster alle so zerfleischt.
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Und in dieser Schlacht, das Strike, da sehen wir auch, das ist schnell und langsam,
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vorwärts, rückwärts, Zeit.
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Also all das passiert einfach um diesen Conneln drumherum.
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Und dann erscheint wieder diese Frau, die jetzt dann auf Hyperion auch wirklich
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auch noch mal mit ihm schläft.
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Und während sie Sex haben, verwandelt sie sich aber.
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Und da kommen dann auch so Stahlklingen aus den Zähnen, rote Augen und so ein
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bisschen das Strike-hafte.
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Und er kriegt so eine Vision von einem.
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Aller Hegemonie-Planeten umfassenden Kampf, den er mit verschuldet.
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Sowas wird ohnmächtig und als er aufwacht, ist sie weg.
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Und das ist sein Wunsch gewesen, nochmal nach Hyperion zu kommen.
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Damit endet dann seine Geschichte.
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Dann haben wir im dritten Teil den Dichter.
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Das ist Martin Selenius, der hier beschrieben wird als Martin Selenius was pleasantly demonic.
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Also dämonisch so. The poet's silver hair had been cropped into rough-hewn bangs.
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Also so einfach zusammengeschnippelte Frisur.
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Martin Selenius erinnert mich so ein bisschen an den Dämon in Ilium auf der Erde.
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Also der ist so ein aus der Form gekommener, alkoholisierter und auch eben sehr,
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sehr alter, weil er so reich war, hat er diese ganzen Modifikationen machen lassen.
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Der leuchtet auch so ein bisschen bläulich, was dann auch so ein bisschen wieder
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an die Protomolekülfarbe erinnert von The Expanse.
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Wobei ich das jetzt gar nicht so austreten möchte und vergleichen möchte.
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Er ist aber Dichter und er ist einer der letzten Menschen, mit dem man jetzt
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noch sprechen kann, die von der sterbenden Erde kommen.
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Und er ist reich geworden, auch mit einer, also Hyperion ist ja auch von Kiez
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ein unvollendetes Gedicht.
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Was und darauf zielt das dann irgendwie ab martin zylinders hat
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er quasi über die sterbende erde ein gedicht band
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geschrieben der wurde verlegt und innerhalb von minuten weil
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das war dann auch schon irgendwie bei den 10 89 klar dass man in der zukunft
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was veröffentlicht und innerhalb von minuten entscheidet sich ob es ein erfolg
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ist oder nicht und innerhalb von minuten war dann der reichste mensch des universums
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und geschrieben hat das allerdings auf so einem planeten wo er,
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nachdem er einen Hirnschlag hatte in diesem Tier.
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Als Arbeiter ums Überleben kämpfte, kaum sprechen konnte und dann war er auf
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einmal einer der reichsten.
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Und der erzählt, dass er in seiner Geschichte halt diese The Dying Earth Reihe geschrieben hat.
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War ein Riesenerfolg. Seine Lektorin hat aber so ein paar Sachen weggekürzt.
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Er wollte es dann halt nochmal im zweiten Anlauf seine eigenen Sachen schreiben
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über die Zeit auf diesem gefangenen Planeten oder auf diesem Arbeitsplaneten.
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Das buch total gefloppt das
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war auch innerhalb von minuten klar und dann hat
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er so irgendwie so ein bisschen einfach mit seinem vielen geld
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sich so eine wohnung gekauft ja die auch schon erwähnt wo jeder zimmern eigene
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fahrkasten tür auf einem anderen planeten war und und zum beispiel ist seine
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toilette ist einfach so eine kleine insel oder so eine plattform glaube ich
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die Die schwimmt mitten auf dem Ozean,
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wo man überhaupt dann eben auf dem Klo sitzt und gar nichts um sich herum hat, auch nichts braucht.
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Man sitzt einfach und kackt in den Ozean rein und geht durch die Tür,
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ist wieder bei sich zu Hause.
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Also diesen ganzen Reichtum auch irgendwie so umgesetzt hat,
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aber dann trotzdem, wie es wohl bei vielen ist, die diesen Reichtum haben und
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das Alter erreichen, die werden fast schon von innen heraus manchmal so ein bisschen mad.
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Also verrückt.
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Zumindest beschreibt dass der konsul also den vorstellt uns beschreibt ein bisschen
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über so merkel ziehe was mäd oder sowas in der art kommt mir hier durch zwischen am potsdamer platz und.
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Ja, diesen Weg bin ich noch nie gegangen. Bin ich gespannt. Ich glaube,
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es geht nicht, aber vielleicht...
Florian Clauß
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Machen wir. Gucken.
Micz Flor
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Und die Geschichte von Selenius, der Bezug zu Hyperion, der sich dann irgendwie
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herausstellt, dass er folgte so einem anderen Dichter oder so einem Typ, der hieß Billy.
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Und Billy hat irgendwie seine Skripte, die er so geschrieben hat,
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erstmal alle verbrannt.
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Hat dann später aber...
Florian Clauß
1:00:57–1:00:59
Ich glaube, da kann man wirklich... Nee, kann man nicht durch.
Micz Flor
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Und ist dann, glaube ich, aber mit Billy zusammen auf die Stadt Kiez,
1:01:06–1:01:12
Hyperion Kiez, auf Hyperion die Stadt Kiez gezogen. Und dort hat er,
1:01:14–1:01:17
mit sich Billy quasi wie so ein Follower.
1:01:17–1:01:24
Der ist immer hinterhergereist und so. Und Billy wurde dann aber vom Shrike wohl umgebracht.
1:01:24–1:01:27
Und auch, wenn ich mich recht erinnere, aufgespießt. hatte
1:01:27–1:01:30
am anfang gesagt schweig spießt auf es gibt
1:01:30–1:01:33
so ein metallbaum in diesen time
1:01:33–1:01:37
tunes auf die die auch pilger
1:01:37–1:01:40
wenn du das pilger zu perren willst dann stehen
1:01:40–1:01:44
die chancen nicht schlecht dass der auf diese metallbaum aufgespießt endest
1:01:44–1:01:47
wenn du es allerdings überlebt dann bekommst du etwas vom schweig aber auch
1:01:47–1:01:52
das wird nicht erklärt aber auf jeden fall wurde billy vom schweig umgebracht
1:01:52–1:02:00
und danach hat Martin Selenius das Shrike nie wieder erlebt,
1:02:00–1:02:04
gesehen oder wahrgenommen und reißt jetzt die Hyperion, weil er sich eingestehen
1:02:04–1:02:07
musste, dass das Shrike seine neue Muse ist.
Florian Clauß
1:02:07–1:02:10
Das ist dann so ein bisschen der Twist, dieses Zerstörende.
Micz Flor
1:02:13–1:02:16
Dann kommt soll weintraub ist.
Florian Clauß
1:02:16–1:02:17
Die vierte geschichte die.
Micz Flor
1:02:17–1:02:20
Vierte geschichte in der vierten geschichte die wird
1:02:20–1:02:23
folge weiß jetzt auch nicht wie es in
1:02:23–1:02:26
deutschland aber der konsul stellt soll weintraub vor
1:02:26–1:02:35
als steht dann der konsul hört hat hört tales of the wandering jew and his hopeless
1:02:35–1:02:41
quest also the wandering jew kommt ja auch eben diese hexe aus der alten erde
1:02:41–1:02:44
in ilium vor also dieses motiv the wandering jew,
1:02:45–1:02:49
wird hier auch noch mal aufgegriffen soll weintraub ist mit einem kleinen baby
1:02:49–1:02:54
auf dem arm da das kleine baby ist sehr sehr ruhig kann man nur beneiden manchmal
1:02:54–1:02:56
quakt es ein bisschen dann.
Florian Clauß
1:02:56–1:02:57
Bewegt das kurz dann kann.
Micz Flor
1:02:57–1:03:00
Die geschichte weitergehen aber es ist nie so dass man sagen muss sorry ich
1:03:00–1:03:04
muss wickeln oder das passiert nicht aber jetzt sehen sich die geschichten und
1:03:04–1:03:10
dieses baby ist aber auch Die Geschichte ist die, dass das war seine Tochter,
1:03:10–1:03:11
den Namen habe ich vergessen,
1:03:13–1:03:22
die als ausgebildete Archäologin auf Hyperion gefahren ist, um diese Zeitgräber zu erforschen.
1:03:23–1:03:26
Da gab es eben auch so Gänge, da war aber nie irgendwas drin.
1:03:26–1:03:29
Aber eines Nachts, als sie dann in diesen Gängen drin war.
1:03:33–1:03:36
Passiert was die geräte fallen aus es wird
1:03:36–1:03:39
alles anders licht erscheint neue
1:03:39–1:03:42
türen erscheinen die geräte zeigen räume
1:03:42–1:03:48
an die eigentlich nicht da sein könnten hinter wo man schon ewig geforscht hatten
1:03:48–1:03:52
und dann gehen türen auf und so und sie wird dann auf einmal hat angst weil
1:03:52–1:03:59
sie das gefühl hat sie verfolgt und und dann auch da weiß ich nicht genau wie
1:03:59–1:04:02
es passiert ich glaube dann irgendwie Ohnmächte, sie wacht wieder auf,
1:04:02–1:04:06
aber das Shrike war da irgendwie involviert in der Nähe dieser Zeitgräber und
1:04:06–1:04:09
sie kommt dann wieder raus.
1:04:10–1:04:14
Am Anfang merkt man nicht, dass sich irgendwas verändert, aber es zeigt sich
1:04:14–1:04:21
dann sehr schnell, dass sie die, wie es da heißt, Merlinskrankheit hat.
1:04:21–1:04:23
Was ich ganz interessant finde, weil Mehrlingskrankheit bedeutet ja,
1:04:23–1:04:27
es gibt eine Diagnose, das heißt, es gibt nicht nur einmal diese Anomalie.
1:04:27–1:04:31
Und die Anomalie ist das, was wir, fällt mir gerade nicht ein,
1:04:31–1:04:35
von Fitzgerald, diese Geschichte, Benjamin Buttons.
Florian Clauß
1:04:36–1:04:37
Sie wird immer jünger.
Micz Flor
1:04:37–1:04:41
Und er trägt eben seine Tochter auf dem Arm.
1:04:41–1:04:47
Und die Geschichte ist die, dass er und seine Frau, dieses Kind,
1:04:47–1:04:54
jeden Tag wurde das Kind geboren und hat die Zukunft vergessen.
1:04:54–1:04:59
Also war quasi in dem, es gab eigentlich nur eine Vergangenheit in der Zukunft,
1:04:59–1:05:00
das wusste immer weniger.
1:05:01–1:05:04
Und die mussten jeden Tag, je kleiner es auch wurde, immer wieder alles erfinden,
1:05:04–1:05:07
bis es dann irgendwann auch nicht mehr gefragt hat, weil es jetzt nur noch ein Baby war.
1:05:08–1:05:11
Beide, er und seine Frau, hatten nie darüber gesprochen, aber unabhängig voneinander
1:05:11–1:05:16
immer schon diesen Traum von diesem metallenen Gesicht mit den roten Augen,
1:05:16–1:05:21
dass sie ihnen befahl, das Kind nach Hyperion zu bringen und dem Shrike zu geben.
1:05:22–1:05:28
Als sie dann darüber reden, entscheiden sie es auch zu tun. Die Frau von Sir Weintraub stirbt.
Florian Clauß
1:05:28–1:05:29
Aber er ist dann alleine.
Micz Flor
1:05:32–1:05:36
Und Hyperion, muss man auch noch sagen, ist halt nicht durch die Fahrkaste erschlossen
1:05:36–1:05:39
und in so einem Randgebiet und es ist alles so kriegerisch und die Aussicht
1:05:39–1:05:46
ist halt das auch, Das ist die letzte von der Church of Shrike genehmigte Pilgerfahrt.
1:05:46–1:05:48
Danach geht nichts mehr. Und da wollten halt ganz viele noch hin.
1:05:49–1:05:55
Und er hat dann versucht, seine Geschichte auch über die Medien im Techno-Corps,
1:05:56–1:05:58
oder Tech-Corps, weiß nicht mehr genau, wie es heißt,
1:06:01–1:06:04
kundzutun, um da einfach auch so ein gewisser Gravitas zu bekommen,
1:06:04–1:06:07
dass er noch da auf diese letzte Pilgerfahrt mit darf.
1:06:10–1:06:16
Das ist jetzt also die vierte von den sieben Geschichten. Und nach dieser Geschichte ist es so,
1:06:16–1:06:22
dass die mitbekommen und sich das dann aus so einem Ort auf diesem Baumschiff
1:06:22–1:06:26
anschauen, dass das Baumschiff angegriffen wird von Austern und die beginnen
1:06:26–1:06:30
es zu zerstören, während sie auf der Fahrt da zu Hyperion sind.
1:06:34–1:06:38
Der Kapitän des Schiffes, also Het Masten, hatte ich ja vorhin schon gesagt,
1:06:38–1:06:41
der reagiert da gar nicht so richtig drauf. Der zieht sich dann einfach so zurück.
1:06:41–1:06:45
Und obwohl er einer der Pilger ist, am nächsten Tag ist er einfach verschollen.
1:06:45–1:06:47
Er ist weg. Wir finden ihn nicht mehr oder wir kriegen ihn nicht mehr mit.
1:06:47–1:06:50
Das Einzige ist, in seiner Kabine ist halt überall Blut.
1:06:51–1:06:53
Aber er wird auf dem ganzen Schiff nicht mehr gefunden.
1:06:55–1:07:00
Das heißt, da waren es nur noch sechs. Und nach der vierten Geschichte haben
1:07:00–1:07:02
wir also jetzt nur noch zwei Geschichten.
1:07:03–1:07:10
Es gibt dann die Geschichte der Privatdetektivin. Die heißt Braun Lamia und Braun Lamia.
Florian Clauß
1:07:10–1:07:11
Das ist die fünfte Geschichte.
Micz Flor
1:07:12–1:07:18
Das ist jetzt die fünfte Geschichte. Braun Lamia, the detective,
1:07:18–1:07:23
die ist Detektivin, the detective stared at the consul with such intensity that
1:07:23–1:07:26
he could feel the pressure of her gaze even after she looked away.
1:07:26–1:07:30
Also die ist als Detektivin eine sehr starke Präsenz.
1:07:30–1:07:36
Wir erleben dann später auch noch zum Schluss, dass sie auch nicht eine Person
1:07:36–1:07:40
ist, sondern zwei Personen, weil sie das Bewusstsein von einem Cybrid,
1:07:40–1:07:45
also menschlicher Körper, der von einer Techno-Core-KI kontrolliert wird.
1:07:45–1:07:54
In ihrem fall hieß der johnny den hat sie bevor johnny im echten raum starb hatte sie dessen.
1:07:56–1:08:01
Identität bewusstsein wie auch immer in sich geladen also sie ist immer auch zu zweit,
1:08:03–1:08:12
braun lamia ist privat detektiven und dieser klient johnny der der möchte dinge
1:08:12–1:08:14
über den den Techniker rausfinden.
1:08:14–1:08:17
Der möchte ein bisschen besser verstehen, was da irgendwie so läuft.
1:08:17–1:08:23
Und die beiden sind dann auch einmal auf so einem Planet, der ein bisschen wie die alte Erde aussieht.
1:08:23–1:08:27
Die Erde gibt es nicht mehr, muss man dazu sagen, weil da gab es ein Experiment,
1:08:27–1:08:30
in dem ein schwarzes Loch entstand, was die ganze Erde verschluckt hatte.
1:08:30–1:08:36
The Dying Earth. Also Silenius hat die sterbende Erde noch mitbekommen und ist entkommen.
1:08:37–1:08:42
Und da ist es wie so eine Nachbildung der alten Erde, was uns dann wiederum
1:08:42–1:08:46
natürlich auch an an Ilium erinnert, weil in Ilium.
1:08:49–1:08:52
Jetzt haben wir uns hier ein bisschen eingesperrt. Wir sind jetzt gerade da
1:08:52–1:08:58
am Potsdamer Platz, wo diese Wippen sind, die dann leider irgendwann festgemacht
1:08:58–1:08:59
wurden, dass sich keiner wehtun kann.
1:09:00–1:09:03
Und eins meiner Lieblingsgebäude hier am Potsdamer Platz ist dieser Komplex.
1:09:03–1:09:05
Ich finde den so großartig.
Florian Clauß
1:09:05–1:09:10
Ja, der sieht aus wie so ein Bauprojekt in den 70er Jahren, eine Terrassenwohnung.
Micz Flor
1:09:10–1:09:13
Ja, aber gleichzeitig finde ich auch, wenn wir jetzt von Ilium sprechen,
1:09:13–1:09:18
wie so eine Architektur, wie sie dann in so den Ringen um die Erde umgesetzt
1:09:18–1:09:23
wird. was gleichzeitig total tacky aussieht, aber irgendwie auch billig.
1:09:23–1:09:29
Beides gleichzeitig. Jetzt klettern wir hier mal kurz hoch, um geradeaus weiter zu laufen.
Florian Clauß
1:09:29–1:09:34
Wir sind ganz fit. Wir müssen noch trainieren für unsere Hüttenwandlung.
Micz Flor
1:09:35–1:09:43
Braun Lamia ist das die, das ist so ein bisschen die, heißt ja auch The Long Goodbye.
1:09:43–1:09:50
Das ist ist ja eine Referenz auf diese noir-ähnlichen Detektivgeschichten.
1:09:50–1:09:53
Und ist auch wieder anders beschrieben vom Stil. Auch wenn es dann darum geht,
1:09:53–1:09:58
dass die zum Beispiel Johnny und Simon zu Kampfanzügen auf so einem Planeten kämpfen,
1:09:59–1:10:06
wo diese Anzüge eben auch mit ihrem Wahrnehmungssystem und selbst mit KI ausgestattet sind.
1:10:06–1:10:09
Also das wird alles irgendwie auch sehr militärisch erklärt und trotzdem ist
1:10:09–1:10:12
es irgendwie eine Detektivgeschichte. Du hast ein anderes Grundgefühl.
1:10:12–1:10:15
Auch da finde ich wieder, dass Simmons einfach so vielfältig schreiben kann.
1:10:16–1:10:19
Viele von den kürzeren Büchern sind so genremäßig immer sehr, sehr unterschiedlich.
1:10:19–1:10:24
Man hat ja schon mal gesagt, manchmal dann eher so Horror-Steven King angelehnt,
1:10:24–1:10:29
aber manche sind dann auch wirklich so eher so Militär angelehnt.
1:10:29–1:10:32
Und in dieser ist es halt so eine Noir-Detektivgeschichte.
1:10:34–1:10:38
Und was die beiden herausfinden, was sozusagen ein Baustein ist,
1:10:38–1:10:47
ist, dass der Technocore in sich selbst drei unterschiedliche Ansätze hat,
1:10:47–1:10:52
wie man jetzt mit seiner eigenen Entwicklung auch in Bezug auf die Menschheit,
1:10:52–1:10:55
also die gesamte Biosphäre, umzugehen hat.
1:10:55–1:11:00
Soll man jetzt so eine gottgleiche, singuläre Intelligenz schaffen?
1:11:00–1:11:05
Soll man versuchen, im Sinne auch von so einer Hegemonie, ein Zusammenleben
1:11:05–1:11:11
zwischen Techno- und biologischen Intelligenzen aufrechtzuerhalten?
1:11:11–1:11:15
Und das Dritte ist mir jetzt gerade entfallen. Aber das sind dann diese Sachen,
1:11:15–1:11:20
von denen Sie herausfinden, dass halt im Techno-Core da auch unterschiedliche
1:11:20–1:11:22
Strategien vertreten werden.
1:11:22–1:11:26
Und eine Sache, die auch noch rauskommt über die Fahrkassasysteme,
1:11:26–1:11:30
und ich glaube, das ist in der Geschichte, aber vielleicht auch erst im zweiten
1:11:30–1:11:31
Band, bin ich mir nicht sicher,
1:11:31–1:11:36
aber ich erwähne es jetzt einfach mal, ist, dass Technocore ja das Fahrkass
1:11:36–1:11:38
der Infrastruktur zur Verfügung steht,
1:11:38–1:11:47
aber jedes Mal, wenn ein Mensch oder ein Lebewesen dieses Fahrkassasystem benutzt, das Technocore,
1:11:50–1:11:55
von einem Gewinn hat. Also irgendwie ist es, das ist nicht so gut erklärt, aber...
Florian Clauß
1:11:55–1:12:02
Ein bisschen wie bei das Word, wenn du dann irgendwo im Word was mitnimmst,
1:12:02–1:12:04
gibt es dann auch irgendwie einen Austausch.
1:12:05–1:12:07
Du kriegst dann halt irgendwie so ein Wesen aus dem Word.
Micz Flor
1:12:08–1:12:13
Das ist Jeff Noon, die Referenz. Und da fühlt es sich für mich eher so ein bisschen
1:12:13–1:12:15
an, wie was man heute auch so diskutiert.
1:12:15–1:12:20
Zum Beispiel, nutzt du Google als Suchmaschine oder nicht, weil du möchtest
1:12:20–1:12:23
ist halt nicht das, was von dir irgendwo verwertet wird.
1:12:25–1:12:27
Also du wirst immer kontrollierbarer.
Florian Clauß
1:12:27–1:12:30
Das ist aber ziemlich genial so gedacht.
Micz Flor
1:12:31–1:12:37
In die Zukunft rein. Das ist das Gefühl, was so entsteht. Also du gehst durch
1:12:37–1:12:42
Farcast und danach weiß der Technikor mehr über dich. Und nicht nur,
1:12:44–1:12:50
Bewegungsprotokolle natürlich, aber auch eben so molekulare Proteinfaltung.
1:12:51–1:12:54
Wie es sich halt anfühlt, ist halt eben dieses Google-Wesen,
1:12:54–1:12:58
sage ich mal. Du bist halt im Internet unterwegs und während du da...
1:12:59–1:13:02
Da wirst du in deinem Freiheitsraum immer mehr eingeschränkt,
1:13:02–1:13:05
in dem Raum, in dem du versuchst, dich frei zu bewegen.
Florian Clauß
1:13:06–1:13:07
Das ist so das.
Micz Flor
1:13:07–1:13:13
Was da rauskommt. Und was interessant ist, dass,
1:13:15–1:13:22
Lamia dann eben Johnny, der getötet wird, auf sich lädt, also in ihren Speicher
1:13:22–1:13:26
im Schädel so reinlädt und dann von der,
1:13:27–1:13:31
ich glaube Church of Frike oder so, bekommt sie dann Asyl,
1:13:32–1:13:36
unter der Bedingung, dass sie auch auf diese letzte.
1:13:38–1:13:46
Pilgerfahrt geht. Aber warum wird da nicht erklärt. Also sie hatte keine intrinsische
1:13:46–1:13:49
Motivation, nach Hyperion zu gehen, sondern extrinsisch sozusagen,
1:13:49–1:13:53
weil sie dieses Asyl wahrgenommen hat und dann ist sie dann da hingefahren.
1:13:53–1:13:56
Sie weiß aber nicht genau, was sie erlebt.
1:13:56–1:14:00
Und wir werden dann aber im zweiten Teil von der Hyperion-Serie,
1:14:00–1:14:03
die sind aber meiner Meinung nach alle nicht mehr so gut wie der erste Teil.
1:14:04–1:14:11
Hatte ich auch schon oft gesagt, bei Dan Simmons sind die weiteren Teile meiner
1:14:11–1:14:12
Meinung nach immer nicht so stark.
1:14:14–1:14:19
Und die sechste Geschichte ist die Geschichte des Konsuls selbst,
1:14:19–1:14:26
das ist Remembering Ciri und da erzählt der Konsul die Geschichte eines Planeten,
1:14:26–1:14:31
der hauptsächlich aus dem Meer besteht, wunderschön, so fernparadiesmäßig,
1:14:31–1:14:33
palmmäßig kann man sich das vorstellen.
1:14:34–1:14:40
Wo eine sehr hippieske Native-Menschheit sich ansiedelt.
1:14:40–1:14:44
Also sie wird schon besiedelt von Menschen, aber die haben kein Fahrkastensystem,
1:14:44–1:14:48
die machen so ihr Ding in ihrer eigenen Welt, wie so eine Kommune,
1:14:48–1:14:49
die irgendwie nicht angedockt ist.
1:14:50–1:14:55
Und dann kommt aber die Hegemonie in Kontakt und möchte unbedingt da Fahrkasten,
1:14:55–1:14:56
weil es ein toller Touri-Planet ist.
1:14:57–1:15:01
Und einer der Menschen, die da die Fahrkasten mit installieren sollen,
1:15:01–1:15:03
verliebt sich in eine Frau,
1:15:03–1:15:08
die auch auf dem Planeten wohnt und immer wenn er wegreist und wieder herreist,
1:15:08–1:15:13
ist aufgrund dieser Zeitschuld, die er anhäuft, ist sie halt immer signifikant
1:15:13–1:15:17
älter als er und die bleiben aber trotzdem Paar.
1:15:17–1:15:22
Für ihn vergehen einfach nur wenige Jahre, aber für sie vergeht quasi das ganze Leben.
Florian Clauß
1:15:22–1:15:29
So ein bisschen wie der Mann, der durch die Zeit reist. Kennt ihr den Roman? Der war vor 15 Jahren.
1:15:30–1:15:37
Es gibt auch eine Verfilmung. Der ist eigentlich ein ganz schönes Zeitreisen-Paradox.
1:15:37–1:15:41
Also auch eine Beziehung zwischen einer Frau und einem Mann.
1:15:41–1:15:44
Ich glaube, das ist aus ihrer Perspektive teilweise geschrieben.
1:15:44–1:15:47
Und der reist halt durch die Zeit. Er weiß nicht, wann es passiert.
1:15:47–1:15:50
Und wenn es passiert, dann ist er halt auf einmal so nackt und hat keine Kleider.
Micz Flor
1:15:50–1:15:51
Der Astronauts Wife.
Florian Clauß
1:15:52–1:15:56
Äh, die Astronauts Wife ist glaube ich noch mal eine andere Adaption davon.
Micz Flor
1:15:56–1:15:57
Ah, okay, gut.
Florian Clauß
1:15:57–1:16:03
Aber es ist mehr so in den 2000ern in New York angesiedelt.
1:16:06–1:16:11
Und er weiß dann halt teilweise mehr als sie und teilweise weniger.
1:16:11–1:16:13
Weil er halt so immer springt.
Micz Flor
1:16:13–1:16:14
Und.
Florian Clauß
1:16:14–1:16:18
Das ist und gibt es halt noch mal so am ende noch mal eine begegnung zwischen
1:16:18–1:16:23
den beiden aber es ist toll also tolles buch.
Micz Flor
1:16:23–1:16:36
Ja okay muss ich mir dann reinziehen wenn ich durch bin reinziehen mit dem potz angehen sind.
Florian Clauß
1:16:36–1:16:38
Wir im ebi zentrum des.
Micz Flor
1:16:38–1:16:47
Ich fasse jetzt kurz zusammen weil hier ist glaube ich auch ein guter guter
1:16:47–1:16:55
schluss zum schluss entscheiden die die Die ursprünglichen,
1:16:55–1:17:02
zum Schluss entscheiden die ursprünglichen BesiedlerInnen des Planeten,
1:17:02–1:17:06
dass sie das Fahrkassystem zerstören wollen und darauf kriegen sie dann den
1:17:06–1:17:10
kompletten Ärger der Hegemonie auf sich.
1:17:10–1:17:14
Und die Hegemonie zerstört dann den Planeten auch in einer Form,
1:17:14–1:17:18
in der dann die Touristen es wahrscheinlich nicht mehr so dramatisch hätten
1:17:18–1:17:19
komplett zerstören können.
1:17:19–1:17:24
Das ist dann das Ende der Geschichte. Und was der Konsul dann beichtet ist,
1:17:27–1:17:31
Und jetzt könnte ich Plot spoilern oder nicht? Was meinst du, soll ich Plot spoilern?
Florian Clauß
1:17:32–1:17:35
Wir können ja jetzt einen Trailer mit Plot Spoiler einblenden.
1:17:35–1:17:38
Ich habe das beim anderen Podcast gehört. So ein Plot Spoiler.
1:17:40–1:17:40
Skip.
Micz Flor
1:17:42–1:17:49
Dass er nämlich das Enkelkind von dieser Liebesbeziehung von diesen beiden ist.
Florian Clauß
1:17:49–1:17:52
Oh, okay. Und dass er als Rache...
Micz Flor
1:17:53–1:17:55
Nein, nein, er ist eher als Rache. jetzt ist der
1:17:55–1:17:59
konsul er wollte sein ganzes leben hat er darauf angelegt die
1:17:59–1:18:02
rache üben zu können er hat schon mit den
1:18:02–1:18:05
aus dass ein pakt abgeschlossen hat
1:18:05–1:18:08
wohl schon irgendein gerät aktiviert was
1:18:08–1:18:14
dazu führen wird wahrscheinlich dass alles alles zerstört wird alles lebende
1:18:14–1:18:19
zerstört wird und wie das mit hyperion verknüpft das weiß ich nicht mehr genau
1:18:19–1:18:26
aber das ist quasi quasi dann der Konsul,
1:18:26–1:18:30
der uns irgendwie so als der nahbarste,
1:18:30–1:18:33
ähnlichste, netteste Erzähler so begleitet.
Florian Clauß
1:18:33–1:18:37
Das ist doch immer so, hast du noch nichts gelernt, Mensch.
1:18:37–1:18:41
Der Netteste, wo man das schnellste Vertrauen zu hat im Film,
1:18:41–1:18:45
ist derjenige, der alle platt macht mit der Kettensäge am Ende.
Micz Flor
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So, und das sind die Kurzgeschichten. Und Remembering Ciri ist wie gesagt die
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Geschichte, die schon sechs, sieben Jahre vor Hyperion fast identisch erschienen
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ist und da reingesetzt wurde.
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Und dahinter passiert dann nicht mehr so viel. Die landen auf Hyperion,
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die müssen dann mit dem Schiff fahren, mit so einer Seilbahn fahren,
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sind irgendwie so unterwegs, um dann zu diesen Zeitgräbern zu kommen.
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Und man muss schon als Leser und Leserin dann irgendwie runterschlucken,
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dass das in Anführungszeichen Finale...
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Dieses Bild von denen, wir gehen auf die Zeitgräber zu, jetzt geht es los,
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das ist das Ende. Und dann gibt es einen zweiten Teil.
Florian Clauß
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Okay, es ist ein Cliffhanger.
Micz Flor
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Es ist ein Cliffhanger, es gibt einen zweiten Teil. Und im zweiten Teil ist
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aber eine sehr andere Erzählform und auch eine gute Geschichte,
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aber hatte viele Längen und hat einfach nicht, finde ich, so dieses Leben gehabt.
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Und Fazit für mich war zu sagen, ja, das ist jetzt kein Science Fiction so klassischerweise,
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hat aber unglaublich, hat einen Hugo Award auch bekommen,
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hat einfach unglaublich viel positive Kritiken bekommen und ich finde es auch
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völlig gerechtfertigt, weil wenn man jetzt mit so einem Hard-Sci-Fi-Denken drangeht,
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dann ist es vielleicht alles nicht gut erklärt und diese Möglichkeitsräume,
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die man dann erschaffen kann,
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indem man über, keine Ahnung, über,
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was wir bei The Expanse ja auch schon angesprochen haben,
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diese was ist denn jetzt in diesem subatomaren
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raum könnte es nicht sein dass also diese ganzen sachen das macht
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er nicht sondern der baut hat einfach die bilder auf macht hier sehr unterschiedliche
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geschichten die sich einfach auch in ihrem stil eben auf noir detektiv geschichten
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der 40er jahre beziehen und und schafft dadurch aber irgendwie so ein raum der
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total spaß macht da durchzulaufen.
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Das ist im Prinzip nicht so wie so ein Donkey Kong Level Spiel,
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wo man Screen für Screen durchleben muss, sondern eher so wie so eine freie
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Welt, in der man frei fahren kann.
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So erlebe ich das. Ich finde es total schön und einfach auch viel besser geschrieben,
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als ich das jetzt erzählen oder vorlesen konnte.
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Und deshalb macht es dann auch einfach Spaß zu lesen.
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Und damit liebes Publikum und Flo.
Florian Clauß
1:21:13–1:21:19
Schluss sind wir am Ende der Episode und wir sind eigentlich auch ein Einschlafen-Podcast,
1:21:19–1:21:24
also für diejenigen Hörerinnen und Hörer, die bis hierhin gekommen sind herzlichen
1:21:24–1:21:30
Glückwunsch besucht uns auch auf unserer Internetseite eigentlich-podcast.de
1:21:30–1:21:34
gebt uns Bewertungen einschlägigen Podcast,
1:21:35–1:21:41
Portalen wir sind ja jetzt auch auf Spotify haben wir uns mal angemeldet um
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zu gucken, wie da die Resonanz ist also Spotify, Apple Podcast und wie auch immer,
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bewertet uns gut, hoffe ich, wenn nicht empfehlt uns weiter,
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insofern macht's gut und bis zum nächsten Mal bis zum nächsten Mal,
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tschüss wuhu ich will kurz über die Imperie die Imperie reden.

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