"Richtig angewendet kann alles zur Waffe werden. Auch Güte kann eine Waffe sein." -- Arum Lee, The Expanse, Season 4, Episode 10

Wir wandern im "Uncanny Valley" der Tuxer Alpen: durch einen alpinen Truppenübungsplatz zur Lizumer Hütte. Wo wenn nicht hier und wer wenn nicht wir packt in diesem martialischen Idyll die heißen Eisen "The Expanse" und "Künstliche Intelligenz" an? Das Protomolekül in "The Expanse" ist ein McGuffin, dass uns vorführt, wie Menschen mit etwas umgehen, das sie nicht verstehen. Sie wollen damit spielen. Sie wollen es nicht teilen. Sie wollen davon profitieren. Sie haben Angst davor und noch mehr, dass andere zuerst damit spielen, es nicht teilen und davon als erste profitieren. In dieser Episode versuchen wir die fiktive Geschichte des Protomoleküls mit der aktuellen Debatte und Entwicklung der Künstlichen Intelligenz zu alignen. "Uncanny" wie gut das zusammenpasst. Flo bleibt skeptisch. Micz (ich) finde beim zweiten Mal hören die Parallelen wirklich greifbar. Technolgie und Begehren.

Mitwirkende

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Micz Flor
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Florian Clauß

Transcript

Micz Flor
0:00:01–0:00:05
Aber das ist, finde ich, nochmal interessant, dieses Thema Sterblichkeit damit
0:00:05–0:00:11
reinzunehmen auch, weil das ist ja ein zutiefst biologisches Thema und man vergisst,
0:00:11–0:00:16
glaube ich, im Transhumanismus manchmal, dass es aber auch ein postbiologisches Thema ist.
Florian Clauß
0:00:24–0:00:29
Hallo und herzlich willkommen bei Eigentlich Podcast. Der Podcast,
0:00:29–0:00:32
bei dem wir im Laufen reden und laufend reden.
0:00:32–0:00:38
Tatsächlich heute wandern auch, weil unsere Gründungsgeschichte ist ja,
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dass unser Podcast in den Alpen gestartet hat.
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Wie ihr wisst, haben wir ja schon letzte Folge erläutert. Wir sind gerade auf
0:00:46–0:00:51
dem Inntaler Höhenweg unterwegs und durch die Tuxer Alpen.
0:00:52–0:00:56
Und jetzt stiefeln wir tatsächlich im alpinen Gelände.
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Und wir haben Folge eigentlich 113 und dieses Mal wird auch Mitch uns mit einem
0:01:05–0:01:11
Thema, ich will nicht sagen beglücken, denn ich bin ein williger Zuhörer.
Micz Flor
0:01:13–0:01:14
Ein was?
Florian Clauß
0:01:14–0:01:20
Ein williger Zuhörer. Was jetzt deine Themen anbelangt. Ich glaube,
0:01:21–0:01:22
kann man das sagen, Mitch?
Micz Flor
0:01:22–0:01:24
Ja, du bist der Beste.
Florian Clauß
0:01:24–0:01:27
Der beste, der einzige beste Zuhörer.
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Kann man das sagen, dass es so ein bisschen unsere Bewusstseinsreihe fortsetzt?
0:01:33–0:01:37
Oder hast du nochmal einen ganz anderen Themenaufschlag hier parat?
Micz Flor
0:01:38–0:01:41
Ja, man kann es irgendwie so sagen, aber ich möchte die Leute,
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die es jetzt sich anhören, haben den Titel schon gelesen oder vertrauen uns
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blind und saugen sich alles rein, was wir bereitstellen.
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Du weißt ja den Titel noch nicht und ich hatte es auch schon angekündigt.
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So ein bisschen was, wo ich es halb machen möchte.
0:01:58–0:02:01
Und ich wollte ja so ein bisschen eben in dem Spirit, wie wir früher beim Wandern
0:02:01–0:02:03
einfach auch Glück empfunden haben.
0:02:03–0:02:11
Einfach, dass die Gedanken so frei laufen und man eben auch mehr über Emotionen,
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zu Dingen berichtet als über Fakten.
0:02:15–0:02:19
Während wir in der Stadt, ich habe ja manchmal sogar Angst vor meinen Episoden,
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weil man manchmal so viel vorbereiten muss und dann weiß genau,
0:02:23–0:02:26
oh Gott, das kann ich mir da gar nicht merken, melken.
0:02:26–0:02:29
Jetzt habe ich gedacht, mache ich mal mit dir so, wie wir das früher gemacht
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haben. Wir haben einfach so angefangen und es kommt immer an Punkte,
0:02:31–0:02:35
nee, warte mal, war das nicht so oder war das nicht so? Oder man redet über
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einen Film oder irgendwas anderes.
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Und ich möchte etwas mit dir nochmal aufwärmen und dann anbinden,
0:02:43–0:02:46
was ich gerne hier immer auch mit dir besprochen hatte und vorher.
0:02:46–0:02:50
Und uns beide, glaube ich, auch einfach Spaß macht, darüber zu reden.
0:02:50–0:02:54
Und zwar wollte ich mit dir wieder über The Expanse reden.
Florian Clauß
0:02:54–0:02:54
Oh nein!
Micz Flor
0:02:55–0:03:00
Yeah, die Expense. Ich kam so ein bisschen auch drauf, weil wir neulich jemanden
0:03:00–0:03:03
hatten, der gepostet hat, hey, eure Expense-Folge ist kaputt.
0:03:03–0:03:05
Und scheinbar war die wirklich kaputt. Du hast sie dann ausgetauscht.
0:03:05–0:03:12
Das MP3 war corrupted. Nach einer Minute brach das bei manchen Playern ab, bei manchen nicht.
0:03:13–0:03:15
Aber das ist jetzt gefixt. Und ich habe so ein bisschen darüber nachgedacht.
0:03:15–0:03:20
Und dann hatte ich irgendwie auf einmal noch mal so einen Scheinwerfer.
0:03:20–0:03:25
Es gibt ja einerseits die Folge, wie die Geschichte, also in den Büchern weitergeht.
0:03:25–0:03:28
Da habe ich eine Folge gemacht, wo die letzten drei Bücher, die nicht verfilmt
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wurden, nochmal so im schnell...
0:03:32–0:03:36
Suchlauf, ich versucht habe, die ganzen Handlungsstränge nochmal darzulegen.
0:03:37–0:03:39
Das ist genau die Folge, die korrupt war, die jetzt wieder da ist.
0:03:39–0:03:45
Und dann gab es aber so diese andere Sache, die mich immer auch so beim Serie
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gucken, bevor ich angefangen habe, die Bücher zu lesen, auch beschäftigt hat,
0:03:49–0:03:50
ist dieses Protomolekül.
0:03:50–0:03:52
Ich möchte eigentlich eine Folge über das Protomolekül machen.
Florian Clauß
0:03:54–0:03:56
Sehr gut, sehr gut. Freue ich mich.
Micz Flor
0:03:57–0:03:57
Findest du gut?
Florian Clauß
0:03:57–0:03:58
Ja, finde ich gut.
Micz Flor
0:03:59–0:04:03
Weil das Protomolekül da, finde ich, steckt so viel drin, weil das ist,
0:04:03–0:04:05
du hast ja auch diese Folge über den McGuffin gemacht,
0:04:05–0:04:10
also diese Sache, die irgendwie immer weiter verfolgt wird, aber nie wirklich
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erreicht wird, oder bei dem einen Mission Impossible die Hasenpfote und keiner
0:04:14–0:04:17
weiß, was es ist, aber es ist einfach nicht wichtig, sondern
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die Geschichte läuft ihm hinterher, es ist die Macht aus jeder Geschichte ein
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Roadmovie sozusagen, wo man einsteigt und da vorne ist er und los geht's.
Florian Clauß
0:04:24–0:04:27
Ja, wie bei Pulp Fiction, der Koffer, der leuchtet.
Micz Flor
0:04:27–0:04:33
Ja, genau und Und das, finde ich, ist ja für diese ganze Serie, auch für die Bücher.
Florian Clauß
0:04:33–0:04:38
Also vielleicht sollten wir das mal kurz, wir nehmen das jetzt als Begriff gerade
0:04:38–0:04:40
so vorweg, voraus, oder setzen das voraus.
0:04:40–0:04:44
Also MacGuffin, du hast es ja kurz schon erläutert, MacGuffin ist im Prinzip
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das, was die ganze Filmhandlung antreibt, aber letztendlich nicht wichtig ist für die Filmhandlung.
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Das hat dann Hitchcock in den 39 Stufen, da habe ich auch eine Episode drüber
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gemacht, Da kam das zum ersten Mal als Begriff vor und auch als Filmprinzip.
0:05:00–0:05:04
Das heißt, man hat die ganze Zeit das Gefühl, der Charakter muss hinter einer
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gewissen Sache hinterher sein, so wie bei Pulp Fiction die Hasenpfote in einem Teil.
0:05:10–0:05:14
Ah ja, Quatsch, bei Pulp Fiction ist es der Koffer. Aber letztendlich ist es
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egal, was mit diesem Koffer passiert und es ist auch egal, was drin ist.
0:05:17–0:05:22
Es ist nur so ein Katalysator, so wie beim Hosentaschenwärmer,
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quasi dieses kleine Blech, wenn du das dann halt umschlägst,
0:05:27–0:05:31
dass dann halt auf einmal die Energie dafür ausreicht, dass das ganze Ding warm wird.
Micz Flor
0:05:31–0:05:34
Macht und dann sich dieses Flüssige in Hartes umwandert.
Florian Clauß
0:05:34–0:05:35
Und dann Wärme.
Micz Flor
0:05:35–0:05:36
Abgibt.
Florian Clauß
0:05:37–0:05:40
Und der McGuffin ist einfach nur so ein Katalysator dafür.
Micz Flor
0:05:41–0:05:46
Um anzutreiben. Guck mal, hier sind so Kriechtunnel. Oh ja.
Florian Clauß
0:05:46–0:05:50
Das sind ja wirklich hier so Schießscharten. Wir sind nämlich in einem,
0:05:52–0:06:00
Gebiet, in einem Truppenübungsgebiet hier und als wir hier reingefahren sind, gab es eine Tafel.
Micz Flor
0:06:00–0:06:05
Wo dann Erst mal einen singenden Taxifahrer, der uns italienische Volkslieder vorgesungen hat.
Florian Clauß
0:06:05–0:06:06
Genau, und dann wird angezeigt...
Micz Flor
0:06:06–0:06:08
Grüße an Harry, falls ihr das hier hört.
Florian Clauß
0:06:08–0:06:16
Harry, genau. Hallo Harry. Da wird angezeigt, wo quasi Lebensgefahr besteht,
0:06:16–0:06:21
an welchem Teil dieses ganzen Gebietes um Weichen herum.
0:06:21–0:06:24
Und wir hatten aber hier keinen markierten Teil. Also das heißt,
0:06:25–0:06:27
hier sind heute keine Truppenübungen.
0:06:27–0:06:33
Das heißt, wir können den Weg ohne Probleme gehen und ab und zu findet man halt
0:06:33–0:06:37
hier militärisches Equipment, wie Funkturme oder Schießscharten.
Micz Flor
0:06:38–0:06:42
Jetzt hast du natürlich dafür gesorgt, dass wir doch bei dem...
0:06:44–0:06:50
Algotalk rausgeschmissen werden, weil das mit irgendwelchen Billo-Algorithmen
0:06:50–0:06:54
erkannt wird oder in unserem Metatext erkannt wird oder im Transkript erkannt
0:06:54–0:06:58
wird und dann ist es einfach vielleicht manchen,
0:06:59–0:07:03
Plattformen zu kritisch und wird gleich weggeworfen. Aber na gut, ist ja nur meine Folge.
0:07:03–0:07:06
Aber jetzt können wir über das Protomolekül reden.
Florian Clauß
0:07:06–0:07:10
Nicht, dass wir beim Protomolekül rausgeworfen werden.
Micz Flor
0:07:11–0:07:14
Jetzt dachte ich nämlich zuerst, als du Stopp sagst, wir nehmen jetzt viel vorweg,
0:07:14–0:07:18
dass du sagst, was ist denn überhaupt, hä, warte mal einen Moment,
0:07:18–0:07:19
waren wir nicht hier gerade hochgekommen?
Florian Clauß
0:07:19–0:07:20
Ja.
Micz Flor
0:07:20–0:07:22
Unten der See und dann dieser Fels?
Florian Clauß
0:07:22–0:07:28
Ja, wir laufen jetzt durch das Wurmloch durch und spiegeln und da sehen wir uns quasi hochlaufen.
0:07:28–0:07:33
Wir sind jetzt im Tenet in dem Film von Christopher Nolan.
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Wir sehen uns gerade selbst hochlaufen.
Micz Flor
0:07:36–0:07:39
Ja, ich dachte, du willst nochmal kurz The Expanse erklären.
0:07:40–0:07:45
Auf The Expanse vielleicht eben aus diesem subjektiven, das war eine Serie auf
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dem Sci-Fi-Channel, die irgendwie mit einer sehr billigen Produktion,
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begann, aber irgendwie hat es uns gehuckt gleich.
0:07:55–0:07:59
Miller war dieser inzwischen auch schon ältere Schauspieler,
0:07:59–0:08:03
der, wo hat der nochmal vorher mitgespielt? Bei Dread, glaube ich, hat er gespielt.
0:08:03–0:08:07
Und so ein B-Celebrity, aber das Gesicht kennt man.
0:08:07–0:08:10
Holden, der spätere Star sozusagen.
Florian Clauß
0:08:10–0:08:14
James Holden. James Holden, der Schauspieler.
Micz Flor
0:08:14–0:08:17
Den keiner kannte. Also der ganze Cast war größtenteils völlig unbekannt.
Florian Clauß
0:08:17–0:08:25
Ja, der war unbekannt, aber Hogan hat was von Keanu Reeves von dem Jungen. Aber nicht ganz so.
Micz Flor
0:08:26–0:08:31
Und so eine leicht nervige Stimme, weil er so immer so ganz tief sprechen möchte.
0:08:32–0:08:36
Und diese Serie begann eben einfach in unserem Solar System,
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ich glaube auf Eros sogar.
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Was ist Eros? Ein Planet? Ein Zwergplanet.
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Und deshalb, wie gesagt, du kannst mit deinem Wissen auch immer rein.
Florian Clauß
0:08:47–0:08:48
Im Kuipergürtel.
Micz Flor
0:08:48–0:08:53
Und Miller ist ein Polizist oder Detektiv auf diesem...
0:08:53–0:08:57
Und das ist alles quasi so eine zukünftige Welt, in der es halt die Belter gibt,
0:08:57–0:09:00
die im Asteroidengürtel,
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mehr oder weniger leben und wirtschaften, die alle auch sich jetzt inzwischen
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über Generationen hinweg auch an diese geringe Schwerkraft angepasst haben.
0:09:10–0:09:11
Dann gibt es die Earther,
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die sind dann eher auch dargestellt als so eine...
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Das industrialisierte, komplett Großstadtverbauter Planet der Demokratie und Rechtsprechung.
0:09:23–0:09:25
Dann gibt es den Mars, das ist auch...
Florian Clauß
0:09:25–0:09:26
Genau, die UN.
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Eigentlich ist die Örste ein riesen Metropole, ein riesen bebauter Raum,
0:09:35–0:09:37
aber dann halt so UN-getrieben.
Micz Flor
0:09:38–0:09:42
Also es ist die Erdregierung in gewisser Weise.
0:09:42–0:09:49
Aber es gibt eben auch Spaltungen und der Mars ist dann so ein Teil der Erdbevölkerung,
0:09:50–0:09:57
die dann später die Laconia sich in diesem Solar System Laconia ansiedeln,
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die so martialisch sind. Das ist ja irgendwie das Militär.
Florian Clauß
0:10:01–0:10:05
Ja, das ist so, die Chinesen sollen das, glaube ich, so ein bisschen darstellen.
Micz Flor
0:10:05–0:10:07
Ja, das weiß ich gar nicht.
Florian Clauß
0:10:07–0:10:13
Ja doch, ich glaube schon, das ist so der Ostblock, dieses ganze chinesisch
0:10:13–0:10:17
Ost und dann halt diese stark paramilitarisierte.
Micz Flor
0:10:17–0:10:19
Paramilitar, das sind jetzt ja alles Begriffe, die gar nicht passen.
Florian Clauß
0:10:19–0:10:25
Nein, nicht paramilitär, aber die sind sehr militärisch und sehr in dem unterwegs.
0:10:26–0:10:31
Die haben ja, die werden ja dann auch abverkauft. Das ist ja quasi auch so eine
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untergehende Regierung da.
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Dann wird das ganze Waffenarsenal von denen verkauft und so weiter.
Micz Flor
0:10:37–0:10:42
Okay, deshalb sind wir jetzt wieder wirklich so wie früher. Wir diskutieren
0:10:42–0:10:44
das jetzt aus, unser gefährliches Halbnis.
0:10:45–0:10:49
Mal gucken. Aber auf jeden Fall, die Geschichte geht los, dass es halt eben
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die Earther, die MarsianerInnen und die Belter gibt. Belt heißt Gürtel,
0:10:54–0:10:55
eben aus dem Astroingürtel.
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Und die sind irgendwie miteinander verbunden, aber es kriselt.
0:10:58–0:11:02
Das hat so bürgerkriegsähnliche Spaltungen sind da so am,
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gerade die Belte wollen halt mehr Autonomie, wollen irgendwie bessere Bezahlung,
0:11:07–0:11:14
soziale Absicherung und solche Sachen, also es kriselt alles und in dieses Triumvirat hinein.
0:11:14–0:11:20
Fällt dann eben das Bruttomolekül. Das Bruttomolekül, das ist wirklich so eine
0:11:20–0:11:24
Sache, ich kann mich nämlich gar nicht mehr genau erinnern, wie es eingeführt wird.
0:11:24–0:11:29
Aber es ist so, dass Miller, die Hauptperson auf Eros als Kommissar und dann,
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trifft er irgendwie die Tochter von einem Überreichen, der ein Industriekomplex
0:11:36–0:11:40
aufgebaut hat und der eben jetzt gerade forscht an einem Bruttomolekül.
0:11:43–0:11:47
Wo die Herkunft ungeklärt ist und was man wohl auf Phoebe gefunden hat.
0:11:48–0:11:51
Und man weiß aber nicht, wo das herkommt. Es fühlt sich nicht so an,
0:11:51–0:11:55
als ob es aus unserem Sonnensystem käme. Also es muss aus einem interstellaren Raum kommen.
0:11:57–0:12:02
Aber es hat besondere Qualitäten. Und das, finde ich, ist so eine Sache,
0:12:02–0:12:04
die ich auch mit dir besprechen möchte, weil das ändert sich ja sehr.
0:12:04–0:12:11
Also dieser McGuffin des Protomoleküls, die Funktion ändert sich so,
0:12:11–0:12:13
als ob die Geschichte ein anderes McGuffin braucht.
0:12:13–0:12:20
Weil in diesem ersten ist das Protomolekül etwas, das erleben wir auf Eros.
0:12:20–0:12:26
Eros sind dann eben viele Belter oder auch andere, aber eben hauptsächlich Belter,
0:12:26–0:12:31
die da zusammenleben, wie man halt so lebt.
0:12:31–0:12:35
Es gibt Hotels, es gibt Kneipen, es gibt Jobs, es gibt Docks,
0:12:35–0:12:39
wo Schiffe an- und abdocken und es wird halt einfach gehandelt und gelebt.
0:12:40–0:12:44
Und dann gibt es eben so eine Reihe von...
0:12:46–0:12:49
Irgendwie geht es dann los. Wie kommt Miller eigentlich an dieses Protomolekül?
0:12:49–0:12:50
Kannst du dich erinnern?
Florian Clauß
0:12:51–0:12:56
Ich weiß nicht, ob er dann tatsächlich, ist ja nicht darauf angesetzt worden, auf die...
Micz Flor
0:12:57–0:13:03
Er sollte die Tochter finden. Ja, genau. Und die Tochter, die wiederum war ja
0:13:03–0:13:04
dann mit solchen komischen,
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Spalter-Menschen so unterwegs. ist halt so eine Form der antikapitalistischen
0:13:13–0:13:19
Antifa oder so, die das Protomolekül hatten, oder? War das nicht so?
Florian Clauß
0:13:21–0:13:24
Ja, ich weiß nicht. Sorry, kalt erwischt.
Micz Flor
0:13:24–0:13:27
Aber lass uns mal aus Protomolekül draufschauen. Es ist nicht so wichtig,
0:13:27–0:13:28
wie es in die Geschichte kommt.
Florian Clauß
0:13:28–0:13:30
Aber was macht es denn am Anfang?
Micz Flor
0:13:30–0:13:34
Genau, es geht darum, was es so tut. Und es wird als etwas gesagt,
0:13:36–0:13:39
was erforscht wird und eben von diesem Industriekomplex schon erforscht wird.
0:13:39–0:13:43
Und auch als mögliche militärische Anwendung, bevor man überhaupt genau weiß,
0:13:43–0:13:46
was das überhaupt kann. Und da bleibt das auch so ein bisschen komisch,
0:13:46–0:13:48
weil es ist ja irgendwie ein Molekül.
0:13:49–0:13:56
Und das hat halt wohl bestimmte Fähigkeiten, die aber unklar bleiben.
0:13:56–0:13:58
Und das ist so ein bisschen, kriegt man glaube ich das Gefühl,
0:13:58–0:14:00
als ob dieser Industriekomplex auch Experimente macht.
0:14:01–0:14:04
Und das brutalste Experiment in der ersten Serie ist ja dann,
0:14:05–0:14:07
dass dieses ganze Eros...
0:14:08–0:14:13
Wird abgeriegelt, darf keiner weg, darf keiner drauf und dann wird ja das Protomolekül
0:14:13–0:14:14
losgelassen. Kannst du dich erinnern?
Florian Clauß
0:14:15–0:14:15
Ja,
0:14:18–0:14:21
das infiziert das Protomolekül.
Micz Flor
0:14:22–0:14:26
Ja, das Protomolekül verbindet sich dann mit allem, was es da irgendwie hauptsächlich
0:14:26–0:14:31
eben auch an bioorganischen Materialien so findet.
0:14:31–0:14:35
Und dem ist es egal, wo die sind, wo die herkommen. Das befällt dann irgendwie Menschen und Dinge.
0:14:35–0:14:39
Und das ist dann im ersten, zweiten Teil, wo sich das so ein bisschen zeigt,
0:14:39–0:14:44
dass es auch eingebaute Kräfte hat, wenn es anfängt umzubauen.
0:14:44–0:14:52
Es kann zum Beispiel dann in dem Buch zumindest, ist es so, dass Eros auf einmal
0:14:52–0:14:54
beginnt, auf die Erde zuzufliegen.
0:14:54–0:14:57
Und das ist nicht so, dass es dann auf einmal einen Antrieb gibt mit Raketen,
0:14:57–0:15:01
sondern es ist unklar, welche Technik dahinter steht, dass auf einmal dieses
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Protomolekül, was Menschen, eben auch diese Tochter des.
0:15:12–0:15:17
Industrie-Bosses befallen hat, das hat einfach die Menschen dann noch aufgelöst
0:15:17–0:15:21
und teilweise neu zusammengebaut. Und Eros stürzt sich auf einmal Richtung Menschheit,
0:15:22–0:15:25
so, auf die Erde. Und Miller...
0:15:26–0:15:30
Hatte mit Mao keine sexuelle, romantische Beziehung, aber die hatten irgendwie,
0:15:30–0:15:35
irgendwas hat da geklickt bei den beiden und er sucht sie dann auch wirklich.
0:15:35–0:15:39
Das war sein Auftrag und er ist dann auch auf Eros, wenn ich mich recht erinnere,
0:15:39–0:15:42
und findet sie dort dann auch. Und du siehst dann im Film eben,
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da ist sie so glitzernd, leuchtend, sparkling, irgendwas ist in sie rein und
0:15:48–0:15:49
durch sie durchgewachsen.
0:15:52–0:15:53
Und das...
Florian Clauß
0:15:54–0:15:59
Wie so eine Alienpflanze, wie so ein Moosgeflecht, was sich da so auflegt.
Micz Flor
0:16:00–0:16:02
Und dann ist dieses Protomolekül...
Florian Clauß
0:16:02–0:16:06
Aber es ist auch tödlich, es gibt keine Symbiose so richtig.
Micz Flor
0:16:08–0:16:11
Und dann endet das erste Buch, ich glaube auch die Serie damit,
0:16:12–0:16:19
dass Miller über die Tochter Mao oder so wie sie heißt, dann,
0:16:19–0:16:21
Neymau ist der Nachname,
0:16:21–0:16:28
das Protomolekül, wie auch immer, als Bewusstsein, als Apparat oder so,
0:16:29–0:16:32
überzeugt, nicht auf die Erde zu stürzen.
0:16:32–0:16:35
Und es ändert den Kurs und es soll dann zuerst mal, glaube ich,
0:16:35–0:16:37
in die Sonne stürzen. Kannst du dich erinnern?
Florian Clauß
0:16:37–0:16:41
Ja, ich kann das nur mit der Venus dann.
Micz Flor
0:16:41–0:16:46
Genau. Und letztendlich landet es dann aber auf der Venus. Und diese Tatsache,
0:16:46–0:16:51
dass es auf der Venus landet, das hat das Protomolekül sich wieder selber ausgedacht.
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Ist dann auf die Venus geflogen, landet dort und das ist eigentlich das Ende
0:16:57–0:16:59
der Serie, der ersten Serie und des ersten Buches auch.
Florian Clauß
0:16:59–0:17:04
Ja, aber das kriegt was Monströses und es geht ja irgendwie in eine Verbindung mit Miller ein.
Micz Flor
0:17:05–0:17:10
Genau. Miller bleibt nämlich auf Eros und ist dann nachweislich tot.
0:17:12–0:17:17
Also der ist ja dann auf Eros und der ist quasi tot. Und er scheint dann immer
0:17:17–0:17:20
wieder auch im Buch und eben auch in den Sellen,
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Das ist eine Erscheinung für Holden. Nur Holden sieht den.
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Aber Miller ist eigentlich tot. Und wir wissen auch nie genau,
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wer dieser Holden ist, der da gesehen wird. Also warum das vorgegaukelt wird,
0:17:32–0:17:37
dass Miller ist, das hat dann immer mit Holden zu tun. Aber da sind wir noch
0:17:37–0:17:39
nicht. Wir bleiben ein Bruttomolekül.
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Wir lernen, da ist was. Keiner weiß, wo es herkommt.
0:17:44–0:17:49
Das Ganze wird dann vom Militär als Experiment auf die Menschen draufgeschmissen,
0:17:49–0:17:53
die auf Eros leben, das durchwächst die irgendwie, löst sie auf,
0:17:53–0:17:56
das wird dann alles so, ja.
0:17:57–0:17:59
Und dann crasht das Ganze auf Venus.
0:18:01–0:18:07
Und das ist das Ende. Und dann im zweiten Buch, da wird dann gezeigt,
0:18:07–0:18:11
dass das Protomolekül auf Venus keineswegs vernichtet ist, ganz im Gegenteil,
0:18:11–0:18:13
sondern es beginnt zu bauen.
0:18:13–0:18:18
Es beginnt Dinge herzustellen. Man kann das so beobachten, weiß aber nicht genau
0:18:18–0:18:20
was es ist und was es da tut.
Florian Clauß
0:18:22–0:18:25
So ein bisschen wie bei X-Man.
0:18:26–0:18:28
Nee, Watchman, Dr. Manhattan.
Micz Flor
0:18:28–0:18:29
Ja, auf dem Mond.
Florian Clauß
0:18:29–0:18:34
Auf dem Mond, der dann halt auch so monströs ist. Es wird einfach so eine Riesenmonstrosität.
Micz Flor
0:18:34–0:18:39
Ja, ja. Und jetzt fängt es ein bisschen an zu regnen.
0:18:40–0:18:44
Wollen wir eine kurze Pause machen und Hüsse drauf? Oder wollen wir durchlaufen?
Florian Clauß
0:18:44–0:18:47
Lass uns erst mal abwarten, wie sich das entwickelt. Das könnte jetzt auch einfach
0:18:47–0:18:49
nur der Regen aus den Wolken sein.
0:18:50–0:18:54
Der dann eher so... Guck mal, hier sind Matronenhöhe. Die dürfen wir nicht aufheben.
Micz Flor
0:18:54–0:18:58
Die dürfen nichts aufheben mehr. auch nicht fotografieren, komm, lass gut sein.
Florian Clauß
0:18:58–0:19:04
Auch nicht fotografieren, wegen dem Algorhythmus. Der Algorhythmus.
Micz Flor
0:19:04–0:19:04
Der Algorhul.
Florian Clauß
0:19:05–0:19:07
Wer muss mit? Der Algorhythmus.
Micz Flor
0:19:09–0:19:15
Und was dann passiert, ist halt, da wird die Venus, da zeigt sich dann irgendwie,
0:19:15–0:19:20
dass das Bruttomolekül weniger einfach so rein organische Dinge durchsetzen.
0:19:20–0:19:22
Es beginnt dann Strukturen zu bauen.
0:19:23–0:19:29
Und man beobachtet das auch, man weiß auch nichts, man will es aber auch nicht zerstören.
Florian Clauß
0:19:29–0:19:36
Ja, man muss sagen, es ist auch ein Object of Desire. Alle wollen das Protomodik,
0:19:36–0:19:39
so ein bisschen wie das Alien bei Alien.
0:19:39–0:19:45
Das ist halt so, wenn du die Waffe hast, dann bist du halt der Unbesiegbare.
Micz Flor
0:19:45–0:19:50
Und die Person, die sie zuerst hat und die sie zuerst kontrollieren kann und
0:19:50–0:19:55
eben zuerst damit dann auch, was dann später kommt, zum Beispiel Soldaten machen kann oder so.
0:19:57–0:20:02
Die, sag ich mal, Partei, es gibt jetzt nicht wirklich ein Planeten oder Sonnensystem,
0:20:02–0:20:07
aber diese Gruppe wird die Macht haben. Da hängt ganz viel Macht mit drin.
0:20:08–0:20:14
Und da guckt man einfach zu und versucht es zu verstehen, was das Protomolekül auf Venus macht.
0:20:14–0:20:19
Und zum Schluss fliegt es dann auf einmal von der Venus los innerhalb des Sonnensystems
0:20:19–0:20:24
bis hinter den Uranus und fängt dort an, sich irgendwie zu entfalten und nochmal
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neu zu strukturieren. Und alle gucken einfach nur zu.
0:20:27–0:20:29
Keiner checkt so richtig, was da los ist.
0:20:30–0:20:35
Und stellt sich dann heraus, dass sich daraus eben diese Portale bilden.
Florian Clauß
0:20:35–0:20:40
Ah ja, genau. Das waren nämlich nochmal die Fragen. Die Portale und das,
0:20:42–0:20:44
Protomolekül, das hängt zusammen, ja?
Micz Flor
0:20:45–0:20:49
Genau. Das, was auf der Venus, das wollte ich nochmal so ein bisschen durchdringen.
0:20:49–0:20:53
Also auf der Venus entsteht das dann, fliegt dann hinter den Uranus,
0:20:53–0:20:58
entfaltet sich dort als dieser Ring.
0:21:00–0:21:03
Durch die dann glaube ich ein oder zwei Folgen lang niemand durchfliegen darf,
0:21:05–0:21:08
und keiner weiß genau was da ist und das ist wiederum auch eine Ermächtigung
0:21:08–0:21:12
interessanterweise eben dieser Belter, weil auf einmal in der Nähe des Belts
0:21:12–0:21:15
was bewacht werden muss und aufgepasst werden muss, die Menschen sich darüber
0:21:15–0:21:18
kommunizieren müssen und so und dann darf da keiner durchfliegen Ja.
Florian Clauß
0:21:18–0:21:24
Die Belter sind so diese ganzen, also auf der einen Seite die Abgehängten, weil die so am,
0:21:24–0:21:28
die müssen halt Ressourcen abbauen und liefern den anderen zu,
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also die sind in so einer prekären Situation und haben gleichzeitig halt auch
0:21:33–0:21:37
die wenig stabilste Lebensgrundlage, weil die dann halt immer auf diesen,
0:21:39–0:21:44
Asteroiden dann da auf den größeren wohnen und dann aber vor allen Dingen immer
0:21:44–0:21:49
so mit irgendwelchen Lager, mit irgendwelchen Raumschiffen, wo sie dann halt
0:21:49–0:21:52
Sachen abbauen oder irgendwie Asteroiden einfangen,
0:21:52–0:21:56
dann da rumkreisen. Nee, ich glaube, wir müssen da landen.
Micz Flor
0:21:56–0:21:57
Ich finde die Wolke davon ist irre.
Florian Clauß
0:21:57–0:22:00
Das ist ein Loch in der Wolke. Das sieht total böse aus.
Micz Flor
0:22:00–0:22:01
Das ist ein Loch in der Wolke.
Florian Clauß
0:22:01–0:22:02
Aber es sieht aus wie eine Wolke.
Micz Flor
0:22:02–0:22:03
Was ist dahinter?
Florian Clauß
0:22:04–0:22:05
Das ist echt abgefahren.
Micz Flor
0:22:06–0:22:11
Das ist wie eine schwarze Wolke. Aber in Wahrheit ist es ein Loch in der weißen Wolke.
Florian Clauß
0:22:14–0:22:19
Und die Bälta sind aber auch gleichzeitig so ein bisschen, aufgrund dadurch,
0:22:19–0:22:20
dass die halt immer diese...
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Diese Flotten,
0:22:25–0:22:30
durch den Raum, durch diesen Transporten von Materialien machen,
0:22:30–0:22:33
kriegen die aber auch so ein bisschen so ein Pirate-Geschwing.
0:22:34–0:22:40
Also sind so ein bisschen die Piraten. Und es gibt dann auch so eine Welt,
0:22:40–0:22:44
die auch sehr karibisch-piratisch angehaut ist.
0:22:46–0:22:49
Diese Banden, die sind auch in Banden organisiert und so weiter.
0:22:49–0:22:51
Also es hat so eine Mischung.
Micz Flor
0:22:51–0:22:52
Ja, hat nur so Tribal-Sachen.
Florian Clauß
0:22:52–0:22:53
Tribal-Geschichten.
Micz Flor
0:22:53–0:22:55
Tattoos, Haar-Haar-Styles und so ist alles.
Florian Clauß
0:22:56–0:22:58
Also es ist schon super von der Ästhetik auch.
Micz Flor
0:22:58–0:23:05
Ja. Und was jetzt aber der Sprung ist, wenn wir uns jetzt nur auf das Protomolekül
0:23:05–0:23:07
konzentrieren, in der ersten Folge lernen wir es halt irgendwie kennen als etwas,
0:23:07–0:23:12
was so, das macht was, aber keiner weiß so richtig wie.
0:23:12–0:23:17
Industrie ist da irgendwie so dran und will halt auch militärisches gleich nutzen und so.
0:23:17–0:23:21
Und dann in der zweiten Sache ist es eher so ein Staunen, was es alles kann
0:23:21–0:23:24
oder was macht es da eigentlich genau dann fliegt es halt los,
0:23:24–0:23:31
dann kommt was da hinten raus und dann wird aber eben auch klar in dem in dem.
0:23:33–0:23:37
Wie heißt es, in dem ganzen Konstrukt, dass dieses Bruttomolekül einen eigenen
0:23:37–0:23:42
Plan hat wir möchten natürlich diese Energie die da drin steckt oder diese Fähigkeiten
0:23:42–0:23:44
die man versucht zu erforschen und nutzen möchte,
0:23:45–0:23:50
Dahinter steckt so ein eigener Bauplan. Nämlich, und das ist dann glaube ich
0:23:50–0:23:53
auch die Sache, die im Buch vielleicht deutlicher ist als im Film,
0:23:54–0:23:59
kommt ja dann eben auf einmal diese Verbindung zu dieser Idee von der milliarden
0:23:59–0:24:02
Jahre alten Intelligenz,
0:24:03–0:24:08
im Universum, die vor langer Zeit wie so Sonden weggeschickt hat mit diesem
0:24:08–0:24:12
Protomolekül in alle möglichen bewohnbaren Sonnensysteme.
0:24:12–0:24:15
Keiner weiß warum, das ist alles nicht erklärt, das Protomolekül weiß das auch
0:24:15–0:24:21
nicht, aber man konnte zumindest diese Hypothese plausibel begründen, es sei uralt.
0:24:21–0:24:32
Und das ist ursprünglich auch Phöbos, das ist ein Mond vom Saturn, Saturnmond?
Florian Clauß
0:24:32–0:24:35
Ja, ich glaube, ich verwechsel mal, Jupiter oder Saturn.
Micz Flor
0:24:36–0:24:42
Also die Jupiter-Monde waren, glaube ich, die Kepler, oder? Sind das nicht die Kepler-Monde?
Florian Clauß
0:24:42–0:24:44
Ja, näher die,
0:24:45–0:24:47
Kepler, also meinst du von...
Micz Flor
0:24:47–0:24:50
Saturn hat Ringe, aber hat sicherlich auch Monde. Ja, ja, klar.
0:24:51–0:24:58
Und ja, auf jeden Fall, da wurde wohl dieses, genau, Phöbos selbst,
0:24:58–0:25:04
das ist wahrscheinlich dann sogar ein Fakt, ist nämlich auch ein Himmelskörper,
0:25:04–0:25:05
der nicht aus unserem Sonnensystem kommt.
0:25:05–0:25:09
Und der in der Tat, glaube ich, auch in der Wirklichkeit eingefangen wurde von
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der Gravitation und deshalb bei uns geblieben ist.
0:25:11–0:25:19
Und das war dann eben der Ursprungsort, dass das wirklich von woanders hergeschossen
0:25:19–0:25:22
wurde und dann bei uns im Sonnensystem gelandet ist.
0:25:23–0:25:26
Und alles, was dann so erstmal rückblickend da passiert ist,
0:25:26–0:25:30
dass dieses Protomolekül so einen eigenen Willen hatte, einen eigenen Auftrag
0:25:30–0:25:32
hatte. Wille ist natürlich dann sehr vermenschlicht.
0:25:32–0:25:35
Aber einen Bauplan hatte und das dann alles gemacht hat.
0:25:35–0:25:41
Und das hat sich die organische und nicht organische Materie angenommen und
0:25:41–0:25:47
hat es so umgebaut, dass daraus dann eben diese Ringwelt entstand, dieses Ringportal.
0:25:48–0:25:52
Und dieser Ring selbst, muss man mal sagen, in unserem Sonnensystem,
0:25:52–0:25:56
wie sich dann später herausstellt, den kann man öffnen.
0:25:56–0:26:02
Und wenn man dann durch diesen Ring durchfliegt, das kann man nur mit einer
0:26:02–0:26:06
ganz langsamen Geschwindigkeit machen, dann kommt man in einen riesengroßen
0:26:06–0:26:08
Raum, der eine eigene Physik hat auch.
0:26:08–0:26:14
Und da sind etwa hundert Portale oder sowas, also so andere Ringe in andere
0:26:14–0:26:18
Solar Systems anwesend. Und das dauert aber noch ein bisschen,
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bis man es irgendwie kapiert.
0:26:21–0:26:24
Also das Protomolekül bei uns baut nur diesen einen Ring.
0:26:24–0:26:29
Dieser Ring ist dann aber auf einmal so eine Öffnung in alle möglichen Felder hinein.
Florian Clauß
0:26:32–0:26:36
Dann ist es auch so ein bisschen der Interstellar-Moment, dass dann halt auch
0:26:36–0:26:39
die Beltas als quasi so eh,
0:26:41–0:26:46
die nomadische Fraktion in unserem Sonnensystem, dass die dann halt auch die
0:26:46–0:26:47
Siedler dann losschickt.
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Die gucken halt, welche Welten sie besiedeln können.
0:26:52–0:26:55
Und die haben dann auch, glaube ich, den Contract. Die dürfen das dann auch.
0:26:55–0:27:00
Und das ist auch so, dass sie halt so ein bisschen auch berechtigt werden, da was zu machen.
Micz Flor
0:27:00–0:27:03
Er ist ja versucht, das auch zu regulieren von Anfang an da.
0:27:03–0:27:07
Erstmal darf er keiner da durchfliegen und das wird überhaupt zum ersten Mal,
0:27:09–0:27:13
es passiert dann ganz am Anfang von einer Staffel, wo ein Tätowierter von seiner
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Freundin gerade verlassener Pirate oder so in seinem Mini-Raumschiff der erste
0:27:18–0:27:23
Mensch sein möchte, der halt durch diesen Ring durchfliegt.
Florian Clauß
0:27:23–0:27:23
Fliegt.
Micz Flor
0:27:23–0:27:27
Und der dann an einer Reihe von Planeten so Slingshot-mäßig sich beschleunigt
0:27:27–0:27:28
und immer mehr beschleunigt, immer mehr
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beschleunigt und dann mit voller Geschwindigkeit auf diesen Ring drauf.
0:27:31–0:27:34
So ein bisschen wie in dem Ärzte-Lied, also die Frau, die ihn verlassen hat
0:27:34–0:27:38
und eines Tages werde ich mich rächen.
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Ich werde die Ärzte-Mäder-Mädchen brechen. So, dass er halt der wird,
0:27:42–0:27:46
weißt du, berühmt und dann wird sie schon verstehen, dass sie mit ihm zusammen
0:27:46–0:27:49
sein sollte. Und er schießt mit rasender Geschwindigkeit da drauf und dann siehst
0:27:49–0:27:52
du, wie er einfach so wie so kleben bleibt.
0:27:54–0:28:00
Er zerfließt in seine Biomasse, also alles bleibt stoppt, obwohl es keine Wand
0:28:00–0:28:01
ist, kein Glas ist, kein Garnis, aber ...
0:28:02–0:28:04
Er wird hart gestoppt.
Florian Clauß
0:28:04–0:28:07
Die späteren Staffeln haben auch mehr Budget. Ja, genau.
Micz Flor
0:28:08–0:28:12
Wurde von Amazon dann übernommen, oder? Ich glaube, nach drei Folgen,
0:28:12–0:28:16
nach drei Seasons, dann hat Amazon auch noch drei gemacht.
0:28:17–0:28:21
Und auf jeden Fall ist es dann, wie du sagst, dass halt immer mehr Leute dann
0:28:21–0:28:25
eben ganz langsam, es wird dann so reguliert, dann dürfen die halt dann in diese
0:28:25–0:28:26
anderen Sonnensysteme.
0:28:26–0:28:31
Die sind noch nicht wirklich inhabitable, weil die Biologie auf dem Planeten,
0:28:31–0:28:34
obwohl die eine eigene Biologie und Biosphäre haben, ist es natürlich nicht
0:28:34–0:28:37
unbedingt gesund für uns. Wir können dort nicht das trinken,
0:28:37–0:28:40
was aus dem Fluss kommt, auch wenn es aussieht wie ein Fluss und so.
0:28:42–0:28:44
Und dann wird das alles teilweise besiedelt und erschlossen.
0:28:45–0:28:50
Und die finden dann immer wieder auch Artefakte von diesen uralten Kulturen
0:28:50–0:28:53
und merken dann auch, dass das zwei Kulturen waren.
0:28:53–0:28:56
Eine noch mächtigere, die eine, von der das Protomolekül kommt,
0:28:56–0:29:01
dann zerstört hat und ganz zum Ende, so mit Sprung ganz zum Ende,
0:29:01–0:29:05
ist es dann auch Holden, der irgendwie dann in Kontakt steht mit,
0:29:07–0:29:13
in einem riesen Diamant Planeten gestortem Wissen, wo er dann so ein Bild davon bekommt,
0:29:14–0:29:17
was das für eine Existenz war.
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Aber Bruttomoleküle ist so, wir lernen dann, es hat diesen Bauplan,
0:29:23–0:29:26
kann man rein und dann finden die das überall auf einem Planeten auch nochmal
0:29:26–0:29:30
Und dann gibt es vor allen Dingen die, also Laconia ist auch ein Sonnensystem.
0:29:31–0:29:35
Und das Militär vom Mars verschwindet. Das kommt, glaube ich,
0:29:35–0:29:38
auch in ein oder zwei Büchern fast gar nicht vor.
0:29:39–0:29:44
Die hauen ab vom Mars und fliegen mit ihrer kompletten Flotte durch dieses Ringgate
0:29:44–0:29:47
und dann durch ein anderes Ringgate und sind dann in diesem System.
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Und damit sind die erst mal weg.
0:29:49–0:29:53
Stellt sich dann aber später raus, dass die im Hintergrund, ähm,
0:29:54–0:29:59
Es gibt ein Buch oder eine Staffel, die sich komplett auf einen Planeten bezieht,
0:29:59–0:30:04
wo Holden hingeschickt wird mit seinem Team, um da mal zu gucken,
0:30:05–0:30:09
weil die sich nicht an die Abmachung halten, weil die zu schnell und zu oft
0:30:09–0:30:10
hin und her fliegen oder so.
0:30:11–0:30:15
Und dann sollen die zur Strafe mitgeteilt bekommen, dass sie jetzt drei Jahre
0:30:16–0:30:20
entweder konditional oder es ist schon entschieden, dass jetzt drei Jahre deren
0:30:20–0:30:24
Portal zugemacht wird, was quasi ein Todesurteil ist, weil die sich nicht selbst ernähren können.
Florian Clauß
0:30:24–0:30:27
Ja, also die sind schon so ein bisschen die, wie soll man sagen,
0:30:28–0:30:33
die nicht nur Weltpolizei halten und sein Team, sondern die haben ja auch immer
0:30:33–0:30:36
so eine Undercover-Mission, die sie dann beauftragt bekommen.
0:30:36–0:30:44
Also die sind dann schon immer so in der direkten Direktive von der Erde,
0:30:44–0:30:47
wo dann die Herrscherin der Erde oder die gewählt.
Micz Flor
0:30:48–0:30:52
Es läuft ja gerade so dieser Begriff der Wegwerfagenten, läuft jetzt die russische
0:30:52–0:30:55
Wegwerfagenten, ist ja gerade so ein Thema also,
0:30:55–0:30:59
und die haben was davon, also die werden quasi eingesetzt wenn da was schief
0:30:59–0:31:03
läuft dann kann man jetzt nicht das Militär oder die Regierung dafür verantwortlich
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machen, aber gleichzeitig sind sie trotzdem sichtbar, es ist nicht so,
0:31:05–0:31:07
dass sie anonym unsichtbar sind, sondern,
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die sind genau an dieser Schwelle wenn es schief geht,
0:31:11–0:31:16
dann kann man Holdenblame und es war deren Schuld, was auch in der Tat hat sich
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dann so entfaltet, dass Holden eben nicht das macht, was ihm beauftragt wurde.
0:31:20–0:31:25
Aber diese ganze, eine ganze Folge beschäftigt sich damit, wie es überhaupt
0:31:25–0:31:28
ist, was du gerade gesagt hast, so einen Planeten zu kolonialisieren und dann
0:31:28–0:31:31
irgendwie auf einmal Reibungen entstehen eben zwischen den Direktiven,
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für die alle gestimmt haben, in Anführungszeichen.
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Und dann muss man aber auf der, on the ground, muss man halt irgendwie dann
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doch anders umgehen mit den Realitäten, die man sieht. So, das ist ein Buch.
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Und dann vielleicht, glaube ich, noch ein zweites. Und dann irgendwann kommt
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Laconia zurück und dann ist Duarte, der Führer von Laconia, der.
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Ganz, ganz viel auch mit Bruttomolekül gearbeitet hat und geforscht hat.
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Und es gibt so einen ganz ekelhaften Forscher, der da auch ganz viel mitmacht,
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der dann Kinder infiziert und die versucht, länger am Leben zu halten,
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weil sich vorher herausgestellt hat, dass die Organismen, auch die Menschen,
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relativ schnell sterben.
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Und es ist ganz fürchterlich. Aber vor allen Dingen hat Duarte noch so eine zweite Ebene.
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Er möchte das Bruttomolekül.
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Und wir sehen in der letzten Folge oder so in einer Serie zum Schluss sehen
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wir auch so ein bisschen diese,
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Raumschiffe und so einen kleinen Jungen und seine Schwester, der Junge, der,
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fällt, wird irgendwie im Unfall getötet und wird dann von solchen Droids irgendwie
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wiederhergestellt, hat den schwarzen Augen und durch dessen Augen sieht alles
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so schillernd an und da sieht man irgendwie so, okay, da ist gerade so was Neues
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passiert, eine neue Form von möglicher Verschmelzung.
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Und Duarte will das auch herstellen Und dann sieht man halt eben so Maschinen,
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auch Kampfmaschinen, die dann eben auch unfassbar wirksam sind und mächtig sind,
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die dann auch ins Solar System wieder eindringen und versuchen,
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da die Herrschaft zu übernehmen,
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die da entstanden sind. Schon in eben in Jönissen mit dem.
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Protomolekül und dieser Technik, die sich daraus entwickeln lässt oder auf der
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das Protomolekül auch beruht.
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Organische heilende Metalle und so in der Art. Also ganz viel,
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was man sich so vorstellen kann in so einer Cypher-Welt, was so an dieser Ecke
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zwischen Biologie und Material läuft, Chemie, Physik.
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Also da hat dann das Protomolekül nochmal was anderes, dass es wirklich neue
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Welten schaffen kann, neue Materialien schaffen kann, Sachen herstellen kann,
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die man sich vorstellen konnte, aber nie hätte sich vorstellen können, dass man jemals,
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eine heilende Metallhülle eines Raumschiffs, wie soll sowas gehen?
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Und das macht dann dieses Protomolekül.
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Ja, fällt dir dann auch was ein, das kennst du gar nicht mehr,
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aber das ist schon nicht mehr in der Serie drin, oder?
Florian Clauß
0:33:52–0:33:56
Doch, doch, doch. Aber so wie du es beschreibst, genau.
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Es wird dann so verschiedentlich eingesetzt, es wird versucht dann quasi zu
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domestizieren, aber es lief ja dann noch so ein Subplot.
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Dass eben diese einzelnen Zivilisationen, die dann sich im Universum gebildet
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haben, dass da ja so ein Run auf das Bruttomolekül kam.
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Und dann aber auch durch so einen subversiven, terroristischen Akt dann quasi
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die benachteiligste Zivilisation davon dann auch das Bruttomolekül bekommen hat.
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Ja, also das heißt so eine gewisse, ah, ja, ich meine, das lässt sich ja jetzt
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mit dem, keine Ahnung, mit dem ganzen, jetzt, wo sich alle so aufrüsten zurzeit.
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Und jeder will dann halt jetzt die Drohnen und jeder will die Panzer und jeder,
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das passiert ja auch gerade so weltweiten Aufrüstung.
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Und ein bisschen ist das wie bei der Protobombombe, obwohl das natürlich die
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Analogie der Atombombe dann so mehr oder weniger in der realen Welt dann darstellt.
Micz Flor
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Ja, genau, es wird auch so verteilt. Aber das bringt mich jetzt so ein bisschen,
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ich mache jetzt mal so einen langsamen Schwenk auf diesen, weshalb ich überhaupt
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draufkam, das nochmal so aufzurollen.
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Und zwar ist das ja schon lange her, diese Verfilmung, du hast das jetzt wirklich,
0:35:12–0:35:15
ich weiß gar nicht, in Nullerjahren entschieden wahrscheinlich die Romane oder ging damit los?
Florian Clauß
0:35:15–0:35:18
Ist doch die eingeleitet. Was waren das? Waren das Nullerjahrechen?
0:35:18–0:35:20
Nee, die sind doch gar nicht so alt. Die sind doch in den Zehnerjahren.
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Das ist doch irgendwie, wo die dann...
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Die haben doch irgendwie so 2012 oder so sich zum Schreiben...
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Das ist halt das Absurde, dass die ziemlich schnell dann...
Micz Flor
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Müssen wir in unseren eigenen Folgen nochmal nachfragen. Die haben,
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glaube ich, jedes Jahr eine veröffentlicht und es sollten zwölf werden. Es wurden dann nur neun.
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Oder irgendwie, ich weiß nicht mehr genau.
Florian Clauß
0:35:39–0:35:43
Ich glaube, die haben nie in den Nullerjahren. Die haben schon in den Zehnerjahren da angefangen.
Micz Flor
0:35:43–0:35:47
Okay. Und auf jeden Fall ist es halt schon ein bisschen länger her,
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aber ich habe dann auf einmal, als ich jetzt darüber nachgedacht habe,
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nachdem wir diesen einen Post bekommen mit dem kaputten MP3,
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da habe ich gedacht, was passiert eigentlich, wenn man versucht,
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so diese Storyline vom Protomolekül mit der KI zu alignen,
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also mit der Art, wie man, wie Menschen mit KI umgehen, also Gesellschaft,
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Politik, Militär, Individuen, also wie das halt,
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Und das fand ich irgendwie, ich kann es ja mal ganz kurz machen,
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ich fand es ganz interessant, weil wir haben natürlich auf der einen Seite diese,
0:36:18–0:36:23
uralte Intelligenz von vor Milliarden Jahren, die gibt es bei KI gerade nicht.
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Vielleicht gibt es so ein paar komische Posthumanisten, die vielleicht dann,
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in gottgleichen Gedanken darauf spekulieren, dass die KI einfach eine logische
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Fortsetzung ist von der Evolution.
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Das gibt sicherlich Leute, die in die Richtung denken. Aber das ist jetzt nicht mein Argument.
Florian Clauß
0:36:43–0:36:45
Ja, das ist so ein transhumanistischer Ansatz.
Micz Flor
0:36:45–0:36:50
Genau. Und das ist jetzt nicht mein Denken. Ich möchte gar nicht dahin gehen,
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sondern die Art und Weise, wie mit der Technik umgegangen wird.
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Im Ersten bei Eros, da lernen wir halt, das kann irgendwas.
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Wir müssen das gleich fürs Militär testen. Wir wissen noch nicht,
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warum und wie das für Militär gut sein könnte. Aber das ist auf alle Fälle.
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Wir müssen es aber auch irgendwie raushalten. Wir müssen es öffentlich machen.
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Wenn wir es jetzt nicht machen, wir müssen die Ersten sein, die Forschungsergebnisse haben.
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Wir hauen das jetzt mal raus. Wir können nicht anders. Und dann gibt es halt eben Eros.
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Und das ist so ein bisschen diese, diese frühe, so diese ersten ein,
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zwei Jahre Tchipitin mit irgendwelchen Bildern von Mäusen vor Feuer und so Sachen.
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Und es gibt so einen Podcast, da geht es um Artificial Intelligence Street Talk. Wenn du dir die,
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Überschriften von den einzelnen Episoden anguckst, waren die am Anfang alle
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immer auch noch sehr philosophisch, sehr spekulativ, sehr euphorisch auch,
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wo es dann irgendwie so ging.
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So utopisch, also so nach vorne guckend. Und das ist so diese Eros und dann
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kracht es auf die Venus und das sind so jetzt vielleicht,
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so ein bisschen die Zeit, in der die KI dann einfach in die Produktion ging
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und man hat so ein bisschen zugeguckt, was kann man denn damit machen,
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dann hat man lustige Videos gemacht,
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also die einzelnen Menschen, aber es ist dann weggeflogen.
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Und in dem Moment, wo es jetzt um diese Ringsache geht, wir sind irgendwie,
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finde ich, so ein bisschen an dieser Ringzeit gerade.
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Und ich glaube nicht, dass es prophetisch ist, wie es weitergeht,
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aber wo es darum geht, regulieren ja oder nein. Darf jetzt jeder seine eigene machen?
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Muss man da irgendwie damit umgehen? Da wächst irgendwie so ein Druck auf dieses ganze Thema.
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Es ist ein bisschen anders, weil es wurde ja reguliert in The Expanse.
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Man kann nicht durch den Ring fliegen. Da wurde eben dann, es war so ein Belter
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getriebene Station davor, die aufgepasst hat, dass keiner durchgeflogen ist.
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Das haben wir jetzt nicht. Also jetzt ist es ja eher so ex post factum.
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Es ist das alles schon da draußen.
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Müssen wir es regulieren? Können wir es überhaupt regulieren?
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Wie würden wir es regulieren?
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Ich fand einfach so dieses Alignment zwischen dem Diskurs von KI und dem Protomolekül,
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ich fand das irgendwie sehr ähnlich.
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Jetzt gerade gucke ich dich ein bisschen Hilfesuchend an, ob du mich da unterstützen
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kannst oder mir total in die Grätschöfe.
Florian Clauß
0:39:10–0:39:14
Tatsächlich, als du das so eingeleitet hast, dann hatte ich auch überlegt,
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wie kann man das jetzt mit connecten so.
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Und dann fiel mir der eine Ansatz ein, der dann halt offensichtlich ist,
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mit irgendwie quasi Atombombe.
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Also sind dann mehr oder weniger gleich wettgerüstet.
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Auf der anderen Seite, der zweite Gedanke war auch da KI. Weil das natürlich irgendwie das Aligned.
Micz Flor
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Hattest du den Gedanken schon, aber noch nicht ausgesprochen.
Florian Clauß
0:39:38–0:39:42
Nee, aber noch nicht so weiter entwickelt, aber ich finde, das passt schon ganz gut.
Micz Flor
0:39:42–0:39:47
Ich finde es insofern passender als die Atombombe, weil dieses Bruttomolekül...
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So irgendwie doch viel auch mit Wissenschaft, Politik und Militär zu tun hat.
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Und die Atombombe ist so ganz klar irgendwas, wo die,
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ja klar, jetzt kann man sagen, die Atombombe jetzt für, wer darf Atombomben
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haben, wird das reguliert oder kriegt das Protomolekül, wird das eben auch an
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die Belter gegeben und so. Das ist dann vielleicht schon ein ähnlicher Diskurs.
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Aber ich habe es irgendwie mit KI so zusammengefasst.
Florian Clauß
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Also, jetzt, wenn man da von vorne anfängt, dass man nochmal so aufgekommen
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ist, das Bruttomolekül entwickelt ja aus sich heraus eine unglaubliche Energie.
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Also das heißt, es wuchert ja so, das muss sich irgendwie mit organischer Materie
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verbinden, aber erstmal ist es ja so, dass dieser...
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Aber dieser Wachstum vom Protomolekül
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eher so quasi mehr oder weniger mutiert aus sich selbst heraus.
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Wenn wir jetzt gucken, wie hat sich KI entwickelt, dann ist es ja so, dass es invertiert ist.
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Das heißt, es wurde ganz viel Energie reingesteckt, bis man dann halt so ein
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Plateau erreicht hat, wo man dann halt so ein LLM rausgetragen hat,
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was dann halt mit weniger Energie dann halt weiter wirtschaften kann.
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Also da ist ja so dieses, da kommt ja wieder dieses, woher kommt die Energie
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her, dieses Lebensmotiv, oder diese Zellteilung,
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wie verbraucht das Brutomolekül, was verbraucht es, was braucht es für Ressourcen,
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um dann halt quasi so einen Stable-Zustand zu bekommen. Ja, und dann gibt es
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halt so quasi diese Domestizierung,
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durch die einzelnen Zivilisationen, sind ja unterschiedlich.
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Aber die versucht so anders damit umzugehen, das zu domestizieren.
Micz Flor
0:41:44–0:41:47
Genau, die Domestizierung aber als Prozess, nicht als Ziel.
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Also es wird ja nicht domestiziert, sondern es bleibt ja irgendwie so radikal
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unberechenbar. Und das finde ich halt, diese Zeit mit Venus und der Venus-Verobachtung,
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die hatten wir irgendwie auch. Wo dann auf einmal, oh, guck mal,
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es hat Sanskrit gelernt.
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Also wo die Leute, die LLMs herstellen, erforschen, betreiben,
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dann einfach auch verwirrt war, was die sich so alles angeeignet haben.
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Und das war so ein Moment, wo dann sehr viel eben auch gesagt hat,
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oh Gott, das sind schon bewusste Wesen, wir können die nicht mehr abschalten
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oder wir sollten die abschalten,
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weil man einfach so verblüfft war, als ob die eine eigene Motivation hätten,
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eigene Sprachen zu lernen.
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Das war die Zeit, glaube ich, so ein bisschen wie in Venus. Guckte man so zu
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und was macht das da? Bevor es dann irgendwie losflog.
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Das wäre dann natürlich dieses Losfliegen, ist dann diese große Angst,
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die alle immer haben, dass sich das verselbstständigt und die ganzen Grenzen,
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durchbricht und dann auf einmal im Internet ist und die Weltmacht übernimmt und so weiter.
Florian Clauß
0:42:55–0:42:59
Ja, da steht uns ja bevor, da ist ja wieder einer schreiend von dem Trophic
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weggerannt und gesagt, wir werden alle stören, die KI wird uns beherrschen.
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Das passiert ja regelmäßig, wobei dann immer nicht so klein.
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Ist das jetzt ein Marketing-Deck oder ist das jetzt, wie heißt es, nicht Starlight?
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Wie heißt denn dieser Konzern bei Terminator?
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Der die Terminators dann entwickelt hat. Star, weiß ich nicht.
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Aber das ist also da, wo quasi sich das so verselbstständigt hat,
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dass eben der Mensch dann die Entität, die auszulöschen gilt.
Micz Flor
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Ja. Und das ist eben dann auch zukunftsgerichtet natürlich dann wieder eine Anbindung auch.
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Es gibt ja auch in dem AI-Film von Steven Spielberg diese ganz Schlussszene,
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wo dieser Roboter, der einer der Main-Character der ist dann ganz tief im Eis verschollen,
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gefunden wird, nach wir wissen nicht wie vielen Milliarden Jahren,
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von solchen engelsgleichen Figuren, wo man auch nicht weiß, sind das jetzt Androiden
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mit irgendeiner Hightech, die wir nicht verstehen können.
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Aber die Bilder sind sehr schön, finde ich. Ich mag das sehr gerne,
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wie die dann schichtenweise Eis abtragen. Dann finden die da unten diesen Roboter,
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diesen humanoiden Roboter.
Florian Clauß
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Ja, und ich finde, der Film ist schon echt super.
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AI von Spielberg, der war ja so Anfang 2000 und da ist ja diese Konditionierung
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des Roboters, dass der genau für diesen Zweck, das ist der Kindroboter,
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dass er geliebt wird und Liebe gibt,
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und er ist so dermaßen damit aufgehoben und auf einmal kann er diese Liebe nicht
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mehr irgendwo abgeben und das heißt, diese Emotionalisierung von Technik,
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durch diese Figur der AI und dass er immer noch nach Milliarden von Jahren auf
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dem Meeresgrund ist und unglücklich ist Und man freut sich für ihn,
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dass er jetzt auf einmal seine Liebe weitergeben kann an dieses sphärischen Wesen.
Micz Flor
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Und er ist ja gegenüber von diesem Karussell, wo er immer auf diese Meerfrau
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guckt, die er halt liebt, also stellvertretend liebt für seine Mutter.
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Ich wollte das halt alleine mit dieser Idee von das Protomolekül als KI,
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dass halt diese Wesen, die ihn dann so finden, wir wissen nicht,
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wo die herkommen, aber das Protomolekül eben auch so ist, dass sie rausgeschossen wurden.
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Dem ist Zeit egal, diesen Protomolekül. Es fängt halt an, wenn es soweit ist.
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So irgendwie die Bärt-Hirchen.
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Ja, dass das dieser Transhumanismus, dass halt die KI dann eben auch das ist,
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was ohne Menschen funktioniert irgendwann.
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Oder wie wir es bei Zuse hatten, die Idee, dass Miniaturwerkbänke,
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die sich selber immer mehr kleiner machen, dass die dann auf einmal eine mechanische,
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sich selbst verfertigende,
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Universum machen können, sodass die Menschen und die Biologie nicht mehr gebraucht
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wird und die KI dann, diese ganzen LLMs sind dann wir und dann können wir weiterleben und,
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eben in diesem Bild auch wie ein AI von Steven Spielberg dann diese transhumanen
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Wesen, die aber irgendwie doch scheinbar bewusst und siegelgerichtet arbeiten.
Florian Clauß
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Ja gut, aber dann kommt es genau an diesen Kipppunkt, wo du dich fragst,
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ob nicht Biologie viel, viel, ob dadurch dieser Lebensbauplan viel intelligenter
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ist, als das, was KI jemals sein kann.
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KI immer noch an diesem Not-unplugable ist.
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Also das heißt, KI hängt immer noch am Stecker, hängt noch in Rechenzentren.
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Das heißt, es gibt immer noch die Möglichkeit, das rauszuziehen und das Ding
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kann sich nicht selbst reproduzieren.
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Das ist ja so dieses Ding, was dann halt Leben, Evolution so geschaffen hat.
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Du weißt ja nicht, was da alles für Prozesse abgeht. Das ist ja so ein Milliardenbauplan,
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der dann halt irgendwie in jeder Zelle drin liegt, mehr oder weniger.
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Aber das ist ja schon so, kann das KI?
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Und das ist halt so, wo man dann vielleicht das da an dieser Stelle so ein bisschen
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differenzieren. wenn das Protomolekül tatsächlich dann irgendwie so eine Intelligenz,
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die sich auf organischem Weg entwickelt hat, dann ist es,
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schwierig, das mit KI zu vergleichen, weil KI kann es halt den Stecker rausziehen und dann ist Ende.
Micz Flor
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Ende Gelände, ja. Und gleichzeitig ist ja die Stecker raus, also die Idee,
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wenn du jetzt Biologie reinstehst, ich habe jetzt ein bisschen meinen Faden
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verloren, aber ich komme gleich wieder drauf.
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Ach doch, genau, die Anbindung von dem, was du sagst, nochmal dann an Mobilität,
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also Mortalität, Entschuldigung, also Sterblichkeit.
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Interessanter Versprecher. Weil wir diese KI, wenn wir die jetzt mit der Fristen-Folge,
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die war nicht so gut, die müssen wir vielleicht noch eine machen irgendwann.
0:47:46–0:47:52
Und aber auch mit der Mark-Solms-Folge über die Entstehung von Bewusstsein verbinden,
0:47:52–0:47:55
da wurde ja argumentiert, dass,
0:47:55–0:48:00
das Bewusstsein per se entsteht aus einer Reihe von Schritten,
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die bedingt sind dadurch,
0:48:03–0:48:08
dass Systeme sich selbst stabilisieren wollen und erhalten wollen.
0:48:10–0:48:14
Das kann man beginnend mit einer einzelnen Zelle argumentieren oder mit Fristens
0:48:14–0:48:19
Modell von dem Free Energy Principle sogar auch auf physikalische Modelle übertragen,
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wie Wirbelstürme, die auch eine Eigendynamik entwickeln, die in gewisser Weise
0:48:23–0:48:24
sich selbst stabilisieren können.
0:48:26–0:48:33
Und diese Stabilisierung, die Homööstase, ist dieser, sag ich mal, lebensfähige Bereich.
0:48:34–0:48:37
Und aus dem heraus entstand ja dann, könnt ihr euch gerne nochmal anhören,
0:48:37–0:48:43
diese Idee von Bewusstsein als Folge von einem, eine Möglichkeit,
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ein komplexes System am Leben zu erhalten, primär.
0:48:48–0:48:54
Und die KI, die hat natürlich auf den ersten Blick diese Mortalität nicht eingebaut,
0:48:54–0:48:56
aber in gewisser Weise, wie du sagst, man kann Stecker ziehen.
0:48:56–0:49:00
Das wäre natürlich bedrohlich. Da müsste die KI, wenn sie das erkennt,
0:49:01–0:49:06
dass sie dann stirbt, dann müsste sie arbeiten, um eben auch da eine Homööstase
0:49:06–0:49:08
herzustellen, damit das auf keinen Fall passiert, dass jemand einen Stecker zieht.
0:49:08–0:49:13
Und dann würden die Leute halt dann sagen, siehst du, die will uns umbringen.
0:49:14–0:49:18
Aber das ist, finde ich nochmal interessant, dieses Thema Sterblichkeit damit
0:49:18–0:49:24
reinzunehmen auch, weil das ist ja ein zutiefst biologisches Thema und man vergisst,
0:49:24–0:49:29
glaube ich, im Transhumanismus manchmal, dass es aber auch ein postbiologisches Thema ist.
0:49:30–0:49:34
Lizumer Hütte und Klammjoch. Jetzt sind wir gleich da schon.
0:49:35–0:49:36
Meinst du, wir müssen hier durch?
Florian Clauß
0:49:36–0:49:37
Ja, meine ich.
Micz Flor
0:49:38–0:49:42
So, jetzt sind wir schon auf den letzten 15 Minuten, aber das ist ja fast eine
0:49:42–0:49:48
ganze Fristen-Folge, wo es eigentlich nichts zu sagen gibt.
0:49:50–0:49:52
Ich habe auch gerade, als du angefangen hast zu erzählen, habe ich gemerkt,
0:49:52–0:49:55
dass ich fasziniert zuhöre und mitdenke und gleichzeitig mich frage,
0:49:57–0:50:04
was hilft das, wenn man das Bruttomolekül mit KI-Entwicklung oder der Art,
0:50:04–0:50:10
wie Militär, Menschen, Individuen und Gesetze damit umgehen,
0:50:11–0:50:12
wenn man das miteinander alignt.
Florian Clauß
0:50:14–0:50:23
Ja, also ich meine, was man sagen kann über KI ist, wir kennen ja alle aus dem
0:50:23–0:50:26
Technikmuseum so diese...
0:50:26–0:50:29
Diese Kulturgeschichte, wo du dann halt,
0:50:30–0:50:36
bis in die Steinzeit ins Neolithikum gehst, dann gibt es dann halt irgendwie
0:50:36–0:50:42
so ein Geigenzähler, dann halt immer so ein Schlag, wenn irgendeine Erfindung aufgekommen ist.
0:50:42–0:50:46
Dann Feuer, dann gibt es halt irgendwie, keine Ahnung was, also irgendwie auch
0:50:46–0:50:51
Stein. Und dann gibt es halt Rad, dann gibt es halt irgendwie so Bronze,
0:50:51–0:50:52
dann gibt es halt irgendwie Eisen.
0:50:54–0:50:58
Die Erfindungen werden ja dann halt so, wird immer schneller und dann kommst
0:50:58–0:51:04
du halt so langsam auf unsere Jetzt-Zeit, steuerst du zu und es wird dann irgendwann
0:51:04–0:51:08
so ein Dauerton, weil so viele Sachen dann sich so erfunden werden.
0:51:09–0:51:12
Und jetzt ist dann halt so das Letzte, also ich meine nicht das Letzte,
0:51:12–0:51:15
aber das KI ist halt so ein Enabler.
0:51:15–0:51:18
Das heißt, du musst ja gucken, wie jetzt die ganze Kriegsführung ist.
0:51:18–0:51:24
Da, wo früher noch ein Panzer dann gebaut wurde, da wurde dann erstmal beschlossen,
0:51:24–0:51:26
dass ein Panzer die Gelder bereitgestellt hat.
0:51:26–0:51:29
Und so und so für Milliarden für dieses Panzerprogramm wurde dann,
0:51:30–0:51:33
weiß ich nicht, Thyssen gegeben. Und dann haben die angefangen,
0:51:33–0:51:36
dann rollte der dann zehn Jahre später vom Band.
0:51:36–0:51:41
Und jetzt ist es halt so, wir haben diese Drohnen, wir haben hier die KI,
0:51:41–0:51:45
wir machen die Drohnen und die KI zusammen und innerhalb der Lebenszyklus von
0:51:45–0:51:48
so Kriegsgeräten, der ist momentan so kurz.
0:51:48–0:51:52
Also dieser ganze Ukraine-Krieg ist ja quasi so ein Testgebiet für genauso die
0:51:52–0:51:55
neuen Waffentechnologien-Systeme.
0:51:55–0:51:59
Und da weißt du gar nicht, wie viel wiegt denn so ein Panzer gegen halt irgendwie
0:51:59–0:52:02
so eine Drohne und wie billig es geworden ist.
0:52:02–0:52:05
Also das heißt, auf der einen Seite hast du KI, erstmal die Entwicklung ist
0:52:05–0:52:10
relativ teuer, aber so als Enabler hast du jetzt auf einmal so eine Möglichkeit,
0:52:10–0:52:14
da so viele Sachen dann halt mit abzubilden und einzupumpen.
0:52:14–0:52:19
Ja, das ist schon so eine neue Form und es ist diese Beschleunigung,
0:52:19–0:52:24
die dann so immer noch schneller wird durch diese Invention.
Micz Flor
0:52:24–0:52:28
Ja, aber können wir das auch nochmal ohne Militär machen und Krieg?
0:52:28–0:52:32
Also weil das stimmt, was du sagst und das ist ja eine Driving Force.
Florian Clauß
0:52:32–0:52:35
Ja, aber ich komme doch immer irgendwie auf Krieg zurück. Oh,
0:52:35–0:52:38
guck mal, jetzt lichtet sich der Nebel und es kommen die ganzen Bäume.
0:52:39–0:52:43
Aber es ist doch immer der Krieg, der Innovationstreiber ist.
0:52:44–0:52:48
Also das heißt, alles, was wir jetzt haben, ist doch irgendwie Kriegstechnologie
0:52:49–0:52:52
an Technik. GPS zum Beispiel.
0:52:52–0:52:54
Und ein GPS wären wir nicht hier.
Micz Flor
0:52:56–0:53:00
Und wüssten nicht, wo wir sind, wenn wir hier sind. Aber dann heißt es ja umgedreht
0:53:00–0:53:04
nochmal, diese Sterblichkeit der biologischen Systeme, die wir noch sind,
0:53:04–0:53:07
die jetzt gerade eben die Kontrolle auch über die technischen Systeme,
0:53:07–0:53:08
die wir herstellen können, haben.
0:53:08–0:53:14
Denn unsere Angst, die dahinter steckt, die sorgt dafür, dass wir vor allen
0:53:14–0:53:16
Dingen immer im Krieg versuchen,
0:53:18–0:53:22
die Oberhand behalten zu müssen. Natürlich, weil wir nach wie vor biologisch bedroht sind.
Florian Clauß
0:53:22–0:53:26
Genau. Also es ist so ein bisschen, um dann nochmal diese Brücke zu schlagen,
0:53:26–0:53:31
wie dieser Mortalitätsindex, den wir dann hatten, als wir hier quasi in den
0:53:31–0:53:33
Truppenübungsplatz gegangen sind.
0:53:34–0:53:38
Wir haben ja eben erzählt von dieser Tafel, wo dann bestimmte Gebiete gesperrt
0:53:38–0:53:39
werden, weil da Truppenübungen passieren.
0:53:40–0:53:45
Und darunter war wirklich so eine Indexanzeige von wie viel Lebensgefahr.
0:53:45–0:53:48
Sehr hoch, hoch, mittel, nicht so hoch.
0:53:51–0:53:55
Das ist schon total absurd eigentlich. Das ist fast so ein Monty Python-Sketch.
Micz Flor
0:53:55–0:54:00
Es passt aber, wie du sagst, es passt echt absurd gut eben auch zu unserer jetzigen
0:54:00–0:54:02
Episode, dass wir in diesem Gelände sind, was,
0:54:04–0:54:09
einerseits Millionen, Milliarden alte Gesteine unter uns trägt und andererseits
0:54:09–0:54:13
aber auch diesen geflanschtes Militärding da so richtig reingebaut ist.
0:54:13–0:54:17
Also es ist ja fast so, wir haben so, hast ja auch ein Foto gemacht,
0:54:17–0:54:20
das dann vielleicht da von so Trenches, wo die Leute dann üben und wir haben
0:54:20–0:54:24
so ein paar Sachen gesehen, wo so Türen in die Berge gehen oder so.
0:54:25–0:54:31
Passend, dass wir das jetzt hier auch, dass wir diesen Begriff Militär und Krieger,
0:54:31–0:54:32
die Begriffe damit reinnehmen.
0:54:33–0:54:35
Mir wäre es natürlich lieber gewesen, die immer außen vor zu lassen,
0:54:35–0:54:39
weil ich mag das nicht, dass man über Dinge redet, weil natürlich dann immer,
0:54:39–0:54:46
wenn man sie benennt, dann ist es auch möglicher und es wird viel zu viel über Krieg geredet.
Florian Clauß
0:54:46–0:54:51
Du willst die dann zum Wohlbefinden weg abstrahieren?
Micz Flor
0:54:51–0:54:59
Nicht zum Wohlbefinden, aber Aber ich möchte Geschichten entgegenschreiben,
0:55:00–0:55:01
in denen Krieg nicht vorkommt.
Florian Clauß
0:55:02–0:55:04
Du willst andere Geschichten erzählen?
Micz Flor
0:55:04–0:55:07
Ich will Geschichten erzählen, in denen Krieg nicht vorkommt.
Florian Clauß
0:55:07–0:55:08
Okay.
Micz Flor
0:55:08–0:55:13
Und denke, dass Geschichten, wenn sie plausibel sind, auch leben können oder
0:55:13–0:55:16
entstehen können. Nicht, weil ich damit magische Sprüche mache.
0:55:17–0:55:23
Aber in der Sportpsychologie weiß man inzwischen, dass der Satz einem,
0:55:23–0:55:28
Fußballer vorm Elfmeter zu sagen, das Wichtigste ist, du schießt nicht daneben,
0:55:28–0:55:34
ist nicht hilfreich, weil die Möglichkeit daneben zu schießen auf einmal da ist,
0:55:35–0:55:37
wo sie vielleicht vorher gar nicht da wurde.
0:55:37–0:55:39
Und das verändert dann den Schuss.
0:55:40–0:55:43
Und genau in dieser Art ist es halt so, selbst wenn man versucht,
0:55:43–0:55:47
hilfreich zu sagen, du machst es schon, schieß bloß nicht daneben,
0:55:48–0:55:55
hat man auf einmal einen Vorbehalt geschaffen, der dann eben den Prozess verändern kann.
Florian Clauß
0:55:55–0:55:59
Ja, aber ich meine, wir reden über Sci-Fi und das, was Sci-Fi vor 40 Jahren
0:55:59–0:56:02
geschrieben hat, ist jetzt unsere Realität.
Micz Flor
0:56:02–0:56:06
Ja, also außer fliegende Autos. und.
Florian Clauß
0:56:06–0:56:08
Doch, Flugtaxi haben wir auch.
Micz Flor
0:56:09–0:56:14
Italienisch singendes Flugtaxi ins Sperrgebiet sehr toll,
0:56:17–0:56:21
Ja, keine Ahnung, wir lassen es nicht mal so stehen. Wir räumen jetzt mal zusammen.
0:56:21–0:56:25
Im Hintergrund hat er schon die Kuhglocken. Wir sind gleich nämlich im Tal angekommen,
0:56:25–0:56:27
auf der Hütte, müssen einchecken und so.
0:56:29–0:56:32
Danke fürs Zuhören. Machst du den Abhinde oder ich?
Florian Clauß
0:56:36–0:56:41
Wenn ihr sehen wollt, wo wir langgelaufen sind, dann geht auf eigentlich-podcast.de.
0:56:42–0:56:44
Da veröffentlichen wir die Tracks.
0:56:44–0:56:51
Die Tracks und diesen hier auch, den Track und auch Bilder und mal gucken,
0:56:51–0:56:57
was jetzt noch an Text und Links aus dieser Episode fällt, Mitch wird da noch was zusammenstellen.
Micz Flor
0:56:59–0:57:03
Und jetzt würde mich nochmal interessieren du hast ja diese Tracks Darstellung
0:57:03–0:57:09
gebaut, da werden ja alle GPX Tracks reingeladen und auf eine Map gelegt und,
0:57:10–0:57:13
zum Schluss, wenn alle drin sind, wird auch glaube ich, die Ansicht nochmal
0:57:13–0:57:17
so korrigiert, dass alle Tracks auch in dieser Map drin sind, oder?
Florian Clauß
0:57:17–0:57:17
Ja.
Micz Flor
0:57:17–0:57:20
Das heißt, wir haben jetzt einen Ausreißer.
Florian Clauß
0:57:20–0:57:24
Nein, wir hatten ja schon viele Ausreißer, aber ich habe das Plugin so gebaut,
0:57:24–0:57:27
dass du Tracks exkludieren kannst.
0:57:27–0:57:32
Also es macht keinen Sinn, dass wir den Track hier in den Alpen anzeigen,
0:57:33–0:57:38
weil dann halt die Karte wäre dann so nicht mehr so richtig bedienbar.
Micz Flor
0:57:38–0:57:38
Ja.
Florian Clauß
0:57:39–0:57:42
Also ich habe da quasi jetzt würde ich den auch exkludieren.
Micz Flor
0:57:42–0:57:42
Okay.
Florian Clauß
0:57:42–0:57:48
Den kannst du dann in dem Plugin zur Sendung, kannst du dann halt da die eigentlich
0:57:48–0:57:50
Folge setzen, dann wird die explodiert.
Micz Flor
0:57:51–0:57:54
Okay, verstehe. Gut, vielen Dank für die Klärung nochmal.
0:57:54–0:57:56
Auch wichtig für euch, wo euch
0:57:56–0:58:00
vielleicht wundert, warum wir jetzt von wo reden, wo wir gar nicht sind.
0:58:01–0:58:09
Und schaltet auch in 14 Tagen wieder ein, wenn es heißt, eigentlich beim Laufen
0:58:09–0:58:11
reden und laufend reden.
0:58:12–0:58:17
Und dann vielleicht noch eine Folge mit Wandern, wo die Gedanken wandern. Tschüss.
Florian Clauß
0:58:18–0:58:18
Tschüss.

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Congress-Walk mit Ali Hackalife

In dieser Folge trifft Flo den Programmierer, Künstler und Podcaster Ali Hackalife auf dem 38c3 in Hamburg. Der Chaos Communication Congress findet vom 27.12. bis 30.12. im Congress Center Hamburg (CCH) statt. Ali ist auch 2024 wieder dabei und Flo nutzt die Gelegenheit, um mit ihm eine Episode aufzunehmen. Ali produziert seit gut einem Jahr den Podcast "Auch interessant" und präsentiert darin eine große Themenvielfalt. Mit verschiedenen Gästen nimmt er Sendungen über Pilze, Segelfliegen, Hitlers Drogenkonsum, wie man einen Wingsuit fliegt, verschiedene Literaturrezensionen, Neuigkeiten aus der Tech-Welt und vieles mehr auf. Bevor wir "Reden beim Laufen", sitzen wir im 3. Stock des Kongresszentrums und sprechen über die Entwicklung der Kongresse in den letzten 10 Jahren. Ali erzählt, wie er zum Chaos kam und was er auf den Kongressen alles getrieben hat. Wir sprechen auch über einzelne Sendungen von "Auch interessant", die Flo besonders bemerkenswert fand. Darunter das Interview mit Norman Ohler, der in seinem Buch "Der totale Rausch" über die Rolle der Drogen im Dritten Reich und in der Biografie Hitlers berichtet. Dann verlassen wir den 38c3, um getreu dem Prinzip des Eigentlich Podcasts laufend zu reden und bewegen uns zum Alsterufer. Das eigentliche Thema soll Kochen sein und wir tauchen ein wenig in die Frühgeschichte des Menschen ein, um die evolutionäre und kulturgeschichtliche Rolle des Kochens zu beleuchten. Der Homo sapiens mit seinem hohen Kalorienverbrauch war auf gekochte Mahlzeiten angewiesen und soll auch zum Aussterben des Neandertalers beigetragen haben. Zurück in der Jetztzeit erzählt uns Ali von seiner Sehbehinderung und wie er "Kochen ohne Gucken" kann. Als wir wieder vor dem CCH stehen, stellt Ali fest, dass er keine der Notizen, die er sich vorher gemacht hat, angesprochen hat. Wir beenden die Folge mit der Aussicht, bei der nächsten Chaos-Veranstaltung eine neue Folge aufzunehmen. Viel Spaß beim Hören.

Shownotes

Mitwirkende

avatar
Ali Hackalife
Gast
avatar
Florian Clauß

Transcript

Florian Clauß
0:00:00–0:00:05
Okay, ich bin ein bisschen aufgeregt, weil das wirklich das erste Mal ist in
0:00:05–0:00:08
dieser Konstellation, aber...
Ali Hackalife
0:00:08–0:00:09
Ich kann dir ja was über Gitarren erzählen.
Florian Clauß
0:00:11–0:00:17
So, hallo und herzlich willkommen bei eigentlichpodcast, eigentlich-podcast.de.
0:00:17–0:00:22
Der Podcast, bei dem wir im Laufen reden und laufend reden, ja,
0:00:22–0:00:28
aber wir haben hier was Neues, Nämlich wir sind gerade auf dem Chaos Communication
0:00:28–0:00:36
Congress und neben mir ist und läuft nicht Mitch, sondern neben mir sitzt Ali. Ali Hackeleif, hallo.
Ali Hackalife
0:00:36–0:00:40
Hallo, freut mich, dass du mich eingeladen hast. Und ja, wir sind hier auf dem
0:00:40–0:00:42
38. Chaos Communication Congress in Hamburg.
0:00:43–0:00:45
Wir laufen noch nicht, aber das wird später noch passieren.
0:00:45–0:00:47
Und deswegen reden wir jetzt erstmal.
0:00:48–0:00:50
Wie war das? Laufend reden, redend laufen.
Florian Clauß
0:00:50–0:00:55
Laufend reden und im Reden laufen. Ja, genau. Wir suchen uns hier an der Strecke rundum aus.
0:00:55–0:00:58
Ich dachte erst, dass wir so ein bisschen im Planten und Blumen flanieren.
0:00:58–0:01:02
Ja, Planten und Blumen, der Chaos Communication Congress ist,
0:01:03–0:01:07
im zweiten Jahr in Hamburg. Das CCH ist direkt am Dammtor.
0:01:08–0:01:12
Das ganze Kongressgebäude wurde renoviert die letzten fünf Jahre.
0:01:12–0:01:17
Und dann ist der Kongress, der war vorher in Leipzig, über Corona erstmal nicht aktiv.
0:01:18–0:01:24
Also letztes Jahr hier im CCH den 37 C3 und wir sind jetzt auf den 38 C3.
0:01:24–0:01:30
Das CCH liegt direkt an Planten und Blumen, aber der Park ist ordentlich hier
0:01:30–0:01:32
kultiviert in Hamburg und er schließt.
0:01:33–0:01:36
Wir werden wahrscheinlich nicht über den Park planieren können,
0:01:37–0:01:41
aber eventuell draußen Richtung Außenalster. Hamburg hat ja schöne Ecken.
Ali Hackalife
0:01:42–0:01:45
Ich war auch ganz beeindruckt, den ganzen Tag, auch schon gestern hängt hier
0:01:45–0:01:49
so eine Nebelglocke über der Stadt. Es sieht alles sehr mystisch aus mit den Scheinwerfern und so.
0:01:50–0:01:53
Ja, so ist das nun mal, wenn man mitten im Gewässer wohnt.
0:01:54–0:01:59
Und wir haben im Vorfeld kurz gesprochen, dass wir möglicherweise über das Thema
0:01:59–0:02:00
Kochen ohne gucken reden wollen.
0:02:01–0:02:04
Aber bevor es dahin kommt, würde ich mal den Ort als solchen nutzen und ein
0:02:04–0:02:06
bisschen über den Kongress mit dir reden.
Florian Clauß
0:02:06–0:02:06
Sehr gerne.
Ali Hackalife
0:02:07–0:02:13
In meinem Fall, ich war das erste Mal auf dem 32C3 2015 hier vor Ort.
0:02:13–0:02:18
Da war ich aber auf dem Camp schon vorher gewesen und wusste ungefähr, was mich erwartet.
0:02:18–0:02:20
Und du sagtest, du bist auch schon öfter hier gewesen.
Florian Clauß
0:02:20–0:02:26
Ja, ich war das erste Mal, das muss 2014, der 31 C3.
0:02:26–0:02:31
Es war so Deutschland im Jahre Null, also im Jahre Null nach Snowden.
0:02:31–0:02:35
Es war dann, als hier der Poitras-Film präsentiert wurde.
0:02:36–0:02:41
Citizen Four, heißt der? Von Laura Poitras, die dann halt dokumentiert hat,
0:02:41–0:02:48
wie Snowden quasi die ganzen Enthüllungen, die Leaks und so weiter und wie sie ihn geschützt haben.
0:02:48–0:02:54
Und so diese ganzen Geschichten, das war hier und ja, das war der 31 C3.
0:02:54–0:03:00
Das war ein sehr hängengebliebener Kongress. Dann war ich eigentlich fast jedes Jahr da.
0:03:01–0:03:03
Ich glaube, einmal habe ich ausgesetzt und dann natürlich über Corona.
Ali Hackalife
0:03:03–0:03:07
Ich habe das letzte Jahr, also den 37 C3 ausgesetzt.
0:03:08–0:03:11
Ich finde es sehr gut, wie hier Rücksicht genommen wird und niemand wird dich
0:03:11–0:03:13
jetzt schräg angucken, wenn du eine Maske trägst.
0:03:13–0:03:17
Aber vor einem Jahr war ja die Situation noch eine andere und mir fehlt ein
0:03:17–0:03:20
bisschen was vom Zusammensein, wenn alle maskiert sind.
0:03:21–0:03:25
Also ich finde völlig okay, dass sie es machen, aber ich sehe schon sehr wenig Mimik.
0:03:25–0:03:29
Und wenn dann noch ein Großteil der Mimik fehlt, dann ist das immer ein bisschen eine Herausforderung.
0:03:29–0:03:33
Und jetzt würde ich sagen, ist ja der Umgang so, ich rechne fest damit,
0:03:33–0:03:35
dass man nach dem Kongress eine Erkältung haben wird oder so.
0:03:35–0:03:37
Aber ja, das war schon immer so.
Florian Clauß
0:03:37–0:03:42
Ich bin geimpft, ich bin Erkältung geimpft und ich hätte vor anderthalb Wochen Corona.
0:03:43–0:03:47
Also das heißt, ich fühle mich da ganz gut aufgestellt. Da hast du auch sicher
0:03:47–0:03:50
mitbekommen, das fand ich sehr faszinierend, dass jetzt der Grippe-Impfstamm
0:03:50–0:03:54
nicht mehr auf vier Virenstämme läuft, sondern auf drei.
0:03:54–0:03:59
Weil einer quasi durch Corona, durch diese Maßnahmen komplett ausgestorben ist.
0:03:59–0:04:04
Deswegen sind die Grippe-Impfungen jetzt beinhaltet nur noch drei Impfstämme
0:04:04–0:04:07
quasi. Also fand ich jetzt auch mal so einen guten Nebeneffekt,
0:04:08–0:04:10
dann spart man sich einen Impfstand. Ich habe das gesehen.
Ali Hackalife
0:04:10–0:04:14
Aber ich muss ganz ehrlich sagen, technisch verstehen tue ich es nicht.
0:04:15–0:04:18
Ich arbeite mit Computern in der Biologie, aber ich habe Bio in der 10.
0:04:18–0:04:21
Klasse abgewählt. Also ich bin immer fasziniert, wenn Biologen mir Dinge erzählen.
0:04:21–0:04:25
Aber mein technisches Verständnis Biologie ist auf einen sehr engen Bereich
0:04:25–0:04:26
Neurobiologie beschränkt.
0:04:27–0:04:29
Und alles andere, ja, ich weiß, dass es Viren gibt und ich weiß,
0:04:29–0:04:32
wie sie funktionieren. Also ich sehe die Schlagzeile, ich bin fasziniert und
0:04:32–0:04:34
denke mir, aha, sie hätten jetzt aber auch schreiben können,
0:04:34–0:04:38
statt vier müssen wir jetzt leider gegen fünf impfen. Ich hätte keine qualifizierte Meinung dazu.
Florian Clauß
0:04:38–0:04:42
Ich fände es so faszinierend, dass diese Maßnahmen dann halt wirklich was Sichtbares,
0:04:43–0:04:47
was Signifikantes durch Corona dann auch dahin getrieben haben,
0:04:47–0:04:50
dass es eben ein kompletter Grippestamm dann ausgestorben ist.
0:04:50–0:04:54
Das fand ich halt so das Interessante an dieser Meldung.
Ali Hackalife
0:04:54–0:04:58
Wobei, also da wäre ja jetzt auch wieder interessant, wie sich das mit den Grippetoten
0:04:58–0:05:00
verändert hat. Weil ich glaube, die haben sich gar nicht so sehr verändert,
0:05:00–0:05:04
was dann immer als Kriterium angeführt wurde von wegen, wie gut können die Pandemie-Maßnahmen
0:05:04–0:05:06
sein, wenn die Zahl der Grippetoten sich ähnlich verhält.
0:05:06–0:05:08
Aber kein Experte, kein Virologe.
Florian Clauß
0:05:09–0:05:14
Ja, genau, da steigen wir in ein Thema ein. Vielleicht lassen wir dieses Rapid-Fold
0:05:14–0:05:17
zu. Aber du hast es gerade erwähnt, du bist auch interessant.
Ali Hackalife
0:05:17–0:05:18
Danke, danke.
Florian Clauß
0:05:18–0:05:23
Auch interessant, der Podcast, den du machst und bei dem auch viele unterschiedliche
0:05:23–0:05:26
Gäste und vor allen Dingen auch Themen.
0:05:26–0:05:31
Also du hast eine Themendiversität, habe ich selten in der Podcast-Landschaft
0:05:31–0:05:32
so in dieser Form gesehen.
0:05:33–0:05:35
Und ich überlege gerade, wie machen wir das am besten?
0:05:35–0:05:42
Also du kommst aus der Junghacker-Szene. Das war auch dein Kontakt hier zum Kongress.
0:05:42–0:05:48
Warst du da auch mit Jugendhack? Ich habe zumindest in deiner Wikipedia Benutzereintrag
0:05:48–0:05:55
gesehen, dass du im Bereich von Hackathons und Jugendhakt dann dich auch hervorgetan hast.
Ali Hackalife
0:05:55–0:05:59
Das ist das mysteriöse Jahr 2015. Also es war,
0:06:01–0:06:05
12 bin ich ins Internat gekommen, weil ich nicht gut gucken kann und wenn du
0:06:05–0:06:08
in Deutschland ein Abitur machen möchtest, gibt es da eigentlich nur zwei Orte
0:06:08–0:06:12
für, einen bei Berlin und einen in Marburg, wo eine Schule mit,
0:06:12–0:06:14
also ein Gymnasium mit dem Förderschwerpunkt sehen ist.
0:06:14–0:06:19
Deswegen bin ich auch weiterhin großer Fan von Förderschulen mit einem Schwerpunkt,
0:06:19–0:06:21
weil das halt solche Institutionen dann rettet.
0:06:21–0:06:24
Ansonsten bedeutet Inklusion in den meisten Fällen sehr konkret,
0:06:24–0:06:26
ja wir haben eine Rolli-Rampe und wenn du andere Hilfe brauchst,
0:06:26–0:06:30
musst du die irgendwie selbst improvisieren können, aber wir haben noch eine Rolli-Rampe, hey.
0:06:30–0:06:35
Und long story short, ich war auf einmal im Internat und Internet war limitiert,
0:06:35–0:06:37
aber das war ja keine wirkliche Hürde.
0:06:37–0:06:41
Und dann relativ schnell herausgefunden, wie ich nicht von dem Router in der
0:06:41–0:06:43
Zeit begrenzt werde und dann meinen Marburg umgeschaut.
0:06:43–0:06:47
Computer waren schon immer ein Interesse, den örtlichen Hackspace gefunden,
0:06:47–0:06:48
da Leute kennengelernt.
0:06:48–0:06:52
Also ich erinnere mich, dass ich zu meinem 14. Geburtstag in dem Hackspace schon aktiv war.
0:06:52–0:06:56
Und wir noch am Vorabend überlegt haben, was ich jetzt noch alles hätte tun
0:06:56–0:06:59
können, solange ich minderjährig bin. Also dass ich natürlich diesen Leak und
0:06:59–0:07:00
diesen Hack verantwortet habe.
0:07:02–0:07:07
Naja, auf jeden Fall, so kam eins zum anderen und ich war in dem Umfeld der Leute,
0:07:07–0:07:11
die dann, also vorher gab es einen Stammtisch vom Chaos Computer Club,
0:07:11–0:07:15
gab es einen offenen Linux Computertreff in Marburg, Unistadt,
0:07:15–0:07:18
viele Informatikstudenten und darüber war ich dann im Umfeld.
0:07:18–0:07:22
Und dann hieß es 2014, alle fahren zum Kongress, das hatte ich noch nicht so richtig auf dem Schirm.
0:07:23–0:07:25
Und 2015 ist ja wieder Camp und das ist ja nur alle vier Jahre,
0:07:25–0:07:28
da möchte man auf jeden Fall hin, auch wenn du dir unsicher bist. Also ...
0:07:29–0:07:34
Dahin. Und dann war ich in dem Umfeld. Dann habe ich Leute kennengelernt.
0:07:34–0:07:37
Dann war die Frage, hier, es gibt Jugendhekt, möchtest du da nicht mal hin?
0:07:37–0:07:39
Dann war ich Jugendhekt in Berlin.
0:07:39–0:07:42
Damals gab es noch nur die Events in Berlin.
0:07:43–0:07:46
Da erinnere ich mich, da habe ich Markus Richter das erste Mal getroffen,
0:07:46–0:07:49
weil der die Veranstaltung moderiert hat. Und ich war sehr ehrfürchtig.
0:07:49–0:07:51
Da hat er gesagt, ich hatte einen Podcast, danke.
0:07:52–0:07:55
Meinte er, welchen? Ich habe nicht damit gerechnet, dass eine Rückfrage kommt.
0:07:56–0:08:01
Wie heiße ich eigentlich und wo bin ich? Auf jeden Fall, da haben wir damals
0:08:01–0:08:04
in Haskell eine Ricochet-Implementierung gebaut.
0:08:04–0:08:08
Also Ricochet ist ein auf dem Tor-Netzwerk basierender Chat-Client,
0:08:08–0:08:11
der Chat-Protokoll. Und wir haben das Ganze in Haskell gebaut.
0:08:11–0:08:14
Und das war dann so, hier, cool Jungs, was ihr gemacht habt,
0:08:14–0:08:16
hier ist ein Preis. Verrückt, dass ihr Computer bedient.
0:08:18–0:08:22
Und das war aber ganz lustig. Das war ein Hackathon voll mit jungen Leuten,
0:08:22–0:08:23
die auch Spaß an Computern hatten.
0:08:23–0:08:29
Und dann gab es noch ein Regional-Event in Köln, auf dem ich noch mit dabei war, Jugendhekt West.
0:08:29–0:08:33
Da haben wir was zum Thema Smart Home Devices für Flut- und Hochwasserschutz
0:08:33–0:08:36
gebaut und auch da gewonnen. Und danach haben sie Gewinn abgeschafft bei Jugendhekt.
0:08:38–0:08:41
Also ich verstehe, dass das pädagogisch bestimmt irgendeinen Wert hat,
0:08:41–0:08:42
aber ich habe gerne gewonnen.
0:08:42–0:08:45
Ja, dann war man aber auf jeden Fall in dem Umfeld. Dann war klar,
0:08:45–0:08:47
man fährt zum nächsten Kongress und so weiter.
0:08:48–0:08:54
2015 hier der Kongress, wenn ich zurückblicke, da war dann noch jemand in Hamburg,
0:08:54–0:08:56
hat jemanden gefragt, ob wir bei ihm übernachten können.
0:08:56–0:09:00
Und dann hat der zu allen Ja gesagt und da waren wir mit zwölf Leuten in einer Zwei-Zimmer-Wohnung.
0:09:00–0:09:04
Ja, also man hat in Schichten geschlafen, hat sehr wenig geschlafen und im Vergleich
0:09:04–0:09:09
dazu jetzt mit eigenem Hotelzimmer und dem Zugang zu einer Dusche und vor allem
0:09:09–0:09:12
der Möglichkeit in neun Minuten von hier zum Hotel zu spazieren und sich dann
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einfach mal hinzulegen zwischendurch, Das hat die Qualität schon massiv verbessert,
0:09:15–0:09:19
aber wenn ich zurückschaue auf die Anfangsjahre Kongress, das war,
0:09:19–0:09:24
also einerseits, man hat mehr abgekonnt, mehr vertragen, es war jetzt nicht
0:09:24–0:09:26
so schlimm, eine Nacht durchgemacht zu haben, das merke ich jetzt.
0:09:27–0:09:28
Ich gehe das gerne an die Resilie.
Florian Clauß
0:09:28–0:09:30
Du bist nicht mehr Jugendhackt?
Ali Hackalife
0:09:30–0:09:33
Ich bin nicht mehr Jugendhackt, nein. Also ich habe dieses Jahr erst erfahren,
0:09:33–0:09:35
dass man eine Einführung für die Aufzüge braucht.
0:09:36–0:09:39
Und ich habe gedacht, naja, weil ich habe auf allen von diesen Aufzügen schon
0:09:39–0:09:41
mal oben im Wartungskörbchen gestanden.
0:09:44–0:09:47
Also gut, die Einführung beinhaltet, wie man ihn richtig beläht und welchen
0:09:47–0:09:48
Knopf man drücken muss. Aber es war halt so.
Florian Clauß
0:09:48–0:09:49
Aber nicht, wie man hochkommt.
Ali Hackalife
0:09:50–0:09:53
Man war halt hier und beim ersten Kongress meinte jemand, weißt du,
0:09:53–0:09:55
wie man den fährt? Und ich meinte, ja, man drückt den Knopf.
0:09:55–0:09:56
Und er meinte, nein, guck mal hier.
0:09:57–0:10:00
Da oben beim Eingang, drehst du mit dem Vierkant, dann ist dein Wartungsmodus.
0:10:01–0:10:03
Dann gehst du raus, drückst den Runterknopf, der fährt auf die halbe Höhe.
0:10:03–0:10:06
Dann kannst du oben auf das Körbchen einsteigen und das Wartungspanel bedienen.
0:10:07–0:10:13
Und so war es, dass ich mit 15 im Aufzugsschacht stand und mal selber diesen Knopf gedrückt habe.
0:10:13–0:10:16
Und ich weiß nicht gegen wie viele, also es ist ja verjährt,
0:10:16–0:10:17
aber es waren bestimmt viele Sicherheitsvorschriften.
0:10:19–0:10:22
Und dementsprechend habe ich eine recht enge Bindung zu dem CCH gehabt.
0:10:23–0:10:26
Es liegt hier immer noch überall Teppich, aber damals lag noch mehr Teppich
0:10:26–0:10:30
und der war ein bisschen dämpfender. Das war halt wirklich so ein großes Wohnzimmer.
0:10:31–0:10:34
Und ich habe auch gesehen, sie haben jetzt angefangen Spaß zu verbieten.
0:10:34–0:10:39
Früher konnte man auf eine Dachterrasse, auf der konnte man frei rumlaufen.
0:10:39–0:10:40
Jetzt ist das ein Flatterband eingezogen.
0:10:41–0:10:44
Und ich erinnere mich daran, dass ich, also hier drin ist ja alles mit LEDs,
0:10:44–0:10:46
es funkelt, es blinkt, man verliert ein bisschen das Zeitgefühl.
0:10:46–0:10:51
Und ich erinnere mich, dass ich damals den Thomas Brand, der macht auch Podcasts, der.
0:10:54–0:10:57
Macht einen eigenen Podcast, der heißt irgendwas mit Vektor.
0:10:57–0:11:01
Auf jeden Fall, er macht Podcasts darüber, dass er Politiklehrer ist und erklärt
0:11:01–0:11:05
Politik, redet über Probleme von Auszubildenden und Schülern und so weiter.
0:11:06–0:11:08
Auf jeden Fall, ihn lernte ich kennen und man quatscht über Politik.
0:11:08–0:11:12
Und dann passiert es, dass man irgendwie an dieser großen Fensterfront vorbeilief
0:11:12–0:11:13
und auf einmal ging die Sonne auf.
0:11:15–0:11:19
Dann erinnere ich mich, wie ich auf diesem Dach stand und wir haben aus Bechern
0:11:19–0:11:24
Tee getrunken, weil da so ein Zelt aufgebaut war, wo Leute einfach eine Teeküche hingestellt haben.
0:11:24–0:11:27
Und jetzt, wenn ich das Dach sehe und das Flatterband, dann denke ich mir,
0:11:27–0:11:31
früher haben sie uns schon noch mehr erlaubt. Es war weniger verboten.
Florian Clauß
0:11:31–0:11:35
Ja, jetzt kannst du auch das Lied von früher singen.
0:11:35–0:11:39
Also als ich dann noch auf Dachterrassen stand und die Nächte durchgemacht habe,
0:11:40–0:11:42
das war dann zu Lovebraid-Zeiten.
Ali Hackalife
0:11:43–0:11:46
Ich verstehe auch, warum. Also der Kongress ist seit dann ja dann nochmal ein
0:11:46–0:11:46
bisschen größer geworden.
0:11:47–0:11:50
Dieses Jahr gab es, das ist ja glaube ich auch schon, Evacuation Angel.
0:11:50–0:11:56
Also Leute, die nur für den Fall, dass es ein Brandmelder einen Feueralarm gibt,
0:11:56–0:12:00
nur für den Fall sind hier Leute, die sagen alle da lang, nicht da lang, nein da lang.
Florian Clauß
0:12:00–0:12:04
Das sind quasi so Schläferinnen, die dann geweckt werden, sobald ein Brandalarm...
Ali Hackalife
0:12:04–0:12:06
Die sitzen an kritischen Abzweigungen der Fluchtwege.
Florian Clauß
0:12:06–0:12:08
Die müssen, die sind die ganze Zeit stationiert.
Ali Hackalife
0:12:08–0:12:12
Das sind Schichten, da sitzen Engel die ganze Zeit an den Fluchtwegen und sagen
0:12:12–0:12:15
dir, nein, da Fluchtweg, wir haben Feueralarm, da ist jetzt nicht da lang, da Fluchtweg.
Florian Clauß
0:12:16–0:12:19
Ja, ich meine, das ist die Gefahr des Over-Engineerings, Aber vielleicht sind
0:12:19–0:12:25
auch diese Sicherheitsauflagen so streng geworden, dass eben so ein Apparat da auch nötig ist.
0:12:25–0:12:27
Ich weiß nicht, wie die Bedingungen sind jetzt für das neue CCH.
Ali Hackalife
0:12:27–0:12:30
Ja, also ich habe auch Dinge erlebt, so sicherheitstechnisch.
0:12:31–0:12:33
Auf meinem allerersten Kongress habe ich mich beinahe,
0:12:34–0:12:37
Sagen wir es so, es gibt in diesem Gebäude jede Menge City-Roller.
0:12:37–0:12:41
City-Roller haben, damit das Brett fester ist, unten so einen T-förmigen Träger,
0:12:41–0:12:42
der ein bisschen nach unten rausschaut.
0:12:43–0:12:46
Hier liegen überall dicke Kabel auf dem Boden und ich bin mit dem City-Roller
0:12:46–0:12:47
rumgefahren und in so ein Kabel.
0:12:47–0:12:50
Und auf einmal stand der Roller unter Strom und ich habe mächtig eine gewischt
0:12:50–0:12:53
bekommen. Aber ich hatte halt total Glück, dass ich mit beiden Füßen auf dem Roller stand.
0:12:53–0:12:57
Also ich nicht in den Boden geleitet habe, sondern der Roller in den Boden geleitet
0:12:57–0:12:59
hat. Und der Roller ist ja okay isoliert.
0:12:59–0:13:02
Also es war für mich nur unangenehm, aber hätte ich in dem Moment Schwung geholt,
0:13:02–0:13:04
dann hätte ich mir, glaube ich, mächtig einen gezwiebelt.
0:13:04–0:13:07
Und dann halt durch das Griffbrett, durch die Hände einmal runter in den Boden.
0:13:07–0:13:10
Das hätte unschön ausgehen können. Also es gibt einen Grund für Sicherheitsregeln.
Florian Clauß
0:13:12–0:13:15
Und wir haben ja Experten ja hier auf diesem Kongress. Sicherheit.
Ali Hackalife
0:13:16–0:13:21
Also wir haben das CERT, das Cars Emergency Response Team, die hier rumlaufen. und Dinge verarzten.
0:13:22–0:13:24
Das ist das erste Mal, dass ich erfahren habe, dass es Ketamin gibt.
0:13:24–0:13:29
Das war mein zweiter oder dritter Kongress. Da lag ein Herr ohne Hose im Bällebad.
0:13:29–0:13:32
Das war drei oder vier Uhr morgens. Und der hatte eine Begleitperson dabei.
0:13:33–0:13:35
Und dann fragte ich, ob alles gut ist, weil das ist halt so ein verwirrender
0:13:35–0:13:37
Anblick. Und dann meinte er, ja, der hat seine Hose verloren,
0:13:38–0:13:39
aber er glaubt, er ist seine Hose.
0:13:39–0:13:42
Der Umgang damit ist hier sehr locker. Ich finde das ja grundsätzlich gut,
0:13:43–0:13:46
weil dafür, wie viele Leute hier sind, es ist eine relativ sichere Veranstaltung.
0:13:46–0:13:50
Aber das geht halt eben nur, nur weil es Sicherheitsvorgaben gibt,
0:13:50–0:13:53
wo man dann Bereiche der Dachterrasse verbietet und es Engel gibt,
0:13:53–0:13:57
die unermüdlich rumlaufen und gucken, dass niemand richtig abschmiert.
Florian Clauß
0:13:57–0:14:01
Ich kann mich noch daran erinnern, ich weiß nicht, welches Jahr das war, aber es war Hamburg,
0:14:01–0:14:09
wo eine große Kugel, ein Plastikbeil aufgeblasen war und der war hier zur Parkseite
0:14:09–0:14:12
und da war die ganze Zeit, tags und nachts, war halt Techno drin.
0:14:12–0:14:17
Ab und zu lief da mal so ein Konfetti-Kanode und eine Nebelmaschine,
0:14:17–0:14:18
dann konnte man nichts sehen.
0:14:18–0:14:19
Also man war dann quasi so einen
0:14:19–0:14:23
transparenten Plastikball, der einen Durchmesser von fünf Metern hatte.
0:14:23–0:14:26
Das war auch auf jeden Fall eine Experience da.
Ali Hackalife
0:14:26–0:14:30
Ich erinnere mich auch daran, vor allem zu dem Zeitpunkt gab es eine Undercover-Security.
0:14:30–0:14:34
Es gibt ja hier die Security, die rumläuft mit den Jacken, auf denen auch Security steht, und die,
0:14:35–0:14:38
Und dann gibt es hier Leute, die unauffällig sein sollen. Das Problem ist,
0:14:38–0:14:41
die Leute, die hier sind, würde ich sagen, würden dir für gewöhnlich auffallen,
0:14:41–0:14:43
weil sie alle sehr ähnlich aussehen.
0:14:43–0:14:47
Und wenn jemand dann da ein bisschen rausfällt, dann war relativ schnell klar,
0:14:48–0:14:50
also zum einen Verteidigung, wir waren 15 oder 16, aber wir haben uns dann halt
0:14:50–0:14:52
den Spaß daraus gemacht, die Undercover-Security rauszusuchen.
0:14:53–0:14:56
Und dann die Leute halt zusammengefragt, was ist denn dein Nick?
0:14:56–0:14:57
Und dann meinte er, ich heiße nicht Niklas.
0:14:58–0:15:01
Naja, das ist hier auf dieser Veranstaltung kein guter Satz.
0:15:02–0:15:04
Welches Betriebssystem benutzt du denn?
Florian Clauß
0:15:06–0:15:10
Also ihr habt ja quasi Social Engineering betrieben genau.
Ali Hackalife
0:15:10–0:15:17
So eine Unterhaltung hatte ich in einer von diesen Outdoor Kugeln ich erinnere mich an die,
0:15:17–0:15:22
und jetzt ist es halt wenn man ein paar Jahre dabei ist ich laufe eigentlich
0:15:22–0:15:25
nicht mehr durch dieses Gebäude ohne dass mich Leute zwischendurch abfangen und grüßen und so weiter,
0:15:26–0:15:31
das ist schon verrückt also wenn ich überlege als ich auf diese ganze Computerbubble
0:15:31–0:15:35
gestoßen bin und Bits und so gehört Tim Pridloves Produktion gehört.
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Jetzt rede ich halt relativ regelmäßig mit dem Alex von Bits und so und dem
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Basti von Bits und so und Tim Pridloves hatte ich jetzt auch schon im Gespräch
0:15:43–0:15:46
und es gibt Nachfolgetermine und das sind jetzt halt auf einmal auch alles Leute, die einen ja kennen.
0:15:46–0:15:50
Also man hat Zeit miteinander verbracht, man war auf denselben Veranstaltungen
0:15:50–0:15:54
und so weiter und man kann hier sehr schnell reinwachsen, wenn man Interesse
0:15:54–0:15:56
an den Leuten hat und wenn man so ein bisschen was zurückgibt.
0:15:56–0:15:58
So wie Community Podcast.
0:15:58–0:16:01
Also ich finde, es ist eigentlich ein total angenehmes Gefühl.
0:16:01–0:16:06
Ich habe jetzt diesen Kongressaufenthalt im Wesentlichen finanziert durch Leute geben Support.
0:16:06–0:16:08
Und Leute geben nicht Support, weil ich sage, hier ist eine Paywall,
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wenn du mir zuhören möchtest, kostet das Geld, sondern ich sage,
0:16:10–0:16:13
hier ist ein Hut, wenn es dich interessiert, wirf halt Geld rein.
0:16:14–0:16:17
Und das ist nochmal eine ganz andere Form der Dankbarkeit, als ein tatsächliches
0:16:17–0:16:20
Produkt zu verkaufen, weil die Leute wissen ja, was sie haben und entschließen
0:16:20–0:16:23
dann, dass es mir Geld wird und nicht, ich kaufe mal auf Verdacht,
0:16:23–0:16:26
weil es gut sein könnte und dadurch entsteht dann ein Einkommen.
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Ja, dieser Kongress, nachdem ich einen Transparenzbericht veröffentlicht habe
0:16:30–0:16:32
über meinen Podcast, kam noch mal relativ viel Geld rein.
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Die Leute gesagt haben, sie finden nicht richtig, dass das auf Null rausgeht.
0:16:36–0:16:38
Ich schon. Ich meine, es bezahlt mir ein sehr luxuriöses Hobby.
0:16:39–0:16:42
Ich habe viel Literatur, Audio-Equipment und so weiter gekauft.
0:16:42–0:16:45
Ich zahle Gästen Honorare und ich habe keine Kosten, die dadurch entstehen.
0:16:45–0:16:47
Einfach, weil die Leute hören wollen, was ich da mache.
0:16:47–0:16:51
Und ja, jetzt habe ich den Kongress effektiv durch den Podcast finanziert.
0:16:51–0:16:53
Und sehe das dann auch so ein bisschen als Mission dann hier.
0:16:54–0:16:56
Also du hast es ja gefragt, Podcast, habe ich gesagt, natürlich können wir es
0:16:56–0:16:58
sehr gerne machen. freut mich auch. Also ich fühle mich geehrt,
0:16:58–0:17:00
dass jemand anderes zuhören möchte.
0:17:01–0:17:03
Und ja, das ist so, man wächst sehr gut in die Community rein,
0:17:04–0:17:05
wenn man etwas rausgibt, was die Community hört.
0:17:06–0:17:09
Ich glaube, von den paar tausend Leuten, die da monatlich draufklicken,
0:17:09–0:17:12
die Dichte der Hörer wird hier so hoch sein wie sonst nirgendwo.
Florian Clauß
0:17:12–0:17:16
Also erst mal die Art, wie du an das Podcasting rangegangen bist.
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Du hast es ja einen Transparenzbericht total offen gemacht. Das fand ich super
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ehrlich und total klar, wie du das auch strukturiert hast. Ich fand jetzt nicht
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so viel, dass da rausgekommen ist, unterm Strich für dich.
0:17:27–0:17:30
Und dann dachte ich so, okay, jetzt spende ich auch was. Und dann frage ich
0:17:30–0:17:33
mal, vielleicht können wir jetzt noch einen Podcast aufnehmen.
0:17:33–0:17:34
Er kann nicht Nein sagen.
Ali Hackalife
0:17:35–0:17:39
Also das ist natürlich eine gute Bestechung. Ich hätte mit dir aber auch ohne die Unterstützung.
Florian Clauß
0:17:39–0:17:42
Ja, aber ich finde es auch toll, dass du dann deinen Gästinnen und Gästen ein
0:17:42–0:17:44
entsprechendes Entgelt anbietest.
Ali Hackalife
0:17:44–0:17:48
Ich finde, die meisten lehnen es ab. Aber ich finde, grundsätzlich gehört sich das bei Freiberuflern.
0:17:48–0:17:52
Die könnten mit ihrer Zeit ja genauso gut arbeiten. Und sie schenken diese Zeit
0:17:52–0:17:54
mir. Und also mittlerweile bringe ich ja ein bisschen Reichweite mit,
0:17:54–0:17:56
aber anfangs war das ja nichts.
0:17:56–0:17:59
Also anfangs war das, sie reden mit jemandem, der meine freundliche E-Mail formuliert hat.
0:17:59–0:18:03
Und da finde ich, wirkt es einfach seriöser, wenn ich sage, das hier ist Community
0:18:03–0:18:06
finanziert. Ich verdiene daran eh nichts, aber es gibt hier diesen Topf Geld.
0:18:06–0:18:09
Und ich habe angeboten, ich habe angefangen mit, ich kann Aufwandsentschädigungen
0:18:09–0:18:13
zahlen. Und meinte dann irgendwas zwischen 30 und 50 Euro, wenn wir Stunde anderthalb miteinander reden.
0:18:15–0:18:19
Man macht es nicht fürs Geld, aber die Leute müssen es nicht völlig umsonst machen.
0:18:19–0:18:22
Die kennen mich ja nicht. Was ist, wenn das Gespräch wirklich zäh ist,
0:18:22–0:18:24
wenn es sie nicht interessiert und sie jetzt aber ein Gesicht wahren wollen?
0:18:24–0:18:26
Dann machen sie es immerhin nicht für umsonst.
0:18:26–0:18:30
Das ist das Schöne, wenn Leute dann wiederkommen oder sich selbst wieder einladen.
0:18:31–0:18:33
Ich hatte ja auch unter anderem den Norm Ola da, da hatten wir ja drüber gesprochen.
0:18:34–0:18:38
Norm Ola hatte vorher bei Joe Rogan im Podcast geredet, war also jemand,
0:18:38–0:18:40
der jetzt in der Podcast-Welt die Reichweite haben konnte, die man haben kann.
Florian Clauß
0:18:40–0:18:42
Ja, da geht nichts drüber.
Ali Hackalife
0:18:42–0:18:44
Nee, wurde auch ein bisschen bespöttelt, ob ich jetzt versuche,
0:18:44–0:18:48
der deutsche Joe Rogan zu werden. Die ehrliche Antwort ist, ich bin der deutsche Joe Rogan.
0:18:49–0:18:52
Na, auf jeden Fall hatte ich ihn dann angefragt und hatte aber auch geschrieben,
0:18:52–0:18:54
ich würde gerne mit ihm über alle seine Bücher reden.
0:18:54–0:18:56
Ich hatte sein neuestes Buch auch gelesen und dann war er sofort interessiert,
0:18:56–0:19:01
weil sein neuestes Buch ist sein Liebhaberprojekt über die Geschichte des Zauberbergs.
0:19:02–0:19:04
Und Thomas Mann und den Zauberberg. Und er schreibt halt über die Geschichte,
0:19:05–0:19:06
wie der Zauberberg entstehen konnte.
0:19:06–0:19:09
Das ist sowas, das verkauft sich nicht im Ansatz so gut wie,
0:19:09–0:19:11
guck mal, die Drogen, die die Nazis genommen haben.
Florian Clauß
0:19:11–0:19:12
Ja, die Hitler genommen hat.
Ali Hackalife
0:19:13–0:19:17
Ja, das waren ja beides seine Themen. Also in Tript geht es darum,
0:19:18–0:19:21
was die Aufputschdrogen im Zweiten Weltkrieg für den Blitzkrieg waren.
0:19:21–0:19:24
Also Perfettin und die Methamphetamine. Und es geht um das, was Hitler selbst genommen hat.
0:19:24–0:19:33
Vor allem Eukodal, das heute das Chemie-identische Formel von Oxykotten.
0:19:33–0:19:37
Und das ist schon eine verrückte Geschichte, wie das so direkt miteinander zusammenfällt.
Florian Clauß
0:19:37–0:19:40
Völlig verrückt. Das war wirklich für mich ein totaler Eye-Opener.
0:19:41–0:19:42
Ich habe erst das Interview mit
0:19:42–0:19:46
dir gehört, Norm Ola, und dann habe ich nochmal den Joe Rogan geklickt.
0:19:46–0:19:51
Und dann bin ich also auch in diese ganzen Geschichten von, wie eben Hitler
0:19:51–0:19:53
da den Drogenkonsum, wie sich das vorbereitet hat.
0:19:53–0:19:56
Das am Anfang hatte er ja von deinem Arzt, ja?
Ali Hackalife
0:19:57–0:19:57
Ähm, Morell.
Florian Clauß
0:19:58–0:19:58
Morell.
Ali Hackalife
0:19:58–0:20:01
Das war, ähm, ich meine...
Florian Clauß
0:20:01–0:20:03
Patient A hieß Hitler bei ihm.
Ali Hackalife
0:20:03–0:20:04
Theodor Morell war der Name.
Florian Clauß
0:20:05–0:20:10
Theodor Morell, genau. Und er hat ihm am Anfang dann eben so Vitamine übersprittet,
0:20:11–0:20:16
Ja, weil das auch damals auch total, also es war nicht verbreitet.
0:20:16–0:20:20
Und dann, wie er dann nach und nach eben die Opiate, aber auch alle mögliche
0:20:20–0:20:21
an anderen Ruhm verabreicht hat.
0:20:22–0:20:26
Und wie dann so zwei Ärzte um die Gunst bei Hitler gebettelt haben.
0:20:26–0:20:29
Der eine hat ihnen Kokain, der andere Opiate gespritzt.
0:20:29–0:20:32
Und er hat dann so einen Snowball-Effekt am Ende gehabt.
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Ich hatte es immer so am Rand gehört, so anekdotisch, aber mir war es nicht
0:20:37–0:20:42
klar. Und das, was ich absolut faszinierend von Olaf fand, dass er dann tatsächlich
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einer der Ersten war, die dann auch diese Tagebücher wirklich mal durchgelesen haben.
Ali Hackalife
0:20:47–0:20:50
Also das war auch was, worüber ich mit ihm länger dann noch auf Erger geredet
0:20:50–0:20:52
habe, denn das hatte mich ein bisschen gewundert.
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Es klingt verdächtig, aber I can explain. Ich habe ein schweres Interesse für
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alles rund um die Nazi-Zeit, weil ich mich frage, wie kann das passieren,
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dass aus einer Gesellschaft,
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die sich so technisch entwickelt, Die Denkelite, die intellektuelle Elite Europas
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kam nach Deutschland zum Studieren und verlässt auf einmal dieses Land in den 30ern.
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Und es kippt wirklich in, wir benutzen jetzt unsere guten Erkenntnisse aus dem
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Pressen, aus dem Gießen, aus der Elektrotechnik, um Kampfmittel zu bauen.
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Und dieselben Leute, also auch so ein Werner Heisenberg, der ja wirklich einer
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der Frontier-Physics-Nerds war, der dann sagt, es ist für ihn einfacher,
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hier mitzuforschen, als das Land zu verlassen, weil er dann Angst hat,
0:21:37–0:21:39
dass er das, was er sich da in der Akademie aufgebaut hat, alles verliert.
0:21:40–0:21:42
Das ist so eine der Sachen, die mich dann doch sehr fasziniert,
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wie Menschen, die noch zehn Jahre vorher so wirken, als wären sie wirklich weltoffen,
0:21:47–0:21:49
progressiv auf einmal in so ein System mit reinfallen können.
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Und ich hatte die Memoiren von der Traudel Junge gelesen, das ist die Sekretärin
0:21:54–0:21:56
von Hitler gewesen, die auch bis zuletzt im Führerbunker mit dabei war.
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Und deswegen waren mir ganz viele Namen aus dem Umfeld, also Linge,
0:21:59–0:22:01
der Leibwächter, Junge, die Sekretärin und so weiter.
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Waren mir geläufig und ich kannte relativ viel davon.
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Ich wusste auch um den schlechten Gesundheitszustand. Also sie schreibt das
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halt unwissend, relativ naiv als Anfang 20-Jährige, wie sie ihn dann begleitet
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und auch auf dem Obersalzberg sind.
0:22:15–0:22:20
Und er zwischen den Teezeiten dann wahlweise sehr aufgekratzt ist oder nicht
0:22:20–0:22:21
ansprechbar erschöpft.
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Und entweder ist er immer in Visionen davon, wie jetzt die Zukunft zu gestalten
0:22:25–0:22:28
ist und er sieht immer noch den Weltsieg oder er ist total niedergeschlagen.
0:22:28–0:22:31
Und sie sieht das einfach nur als der Mann hat starke Gefühlsschwankungen,
0:22:31–0:22:35
weil er gerade sich das größte militärische Unterfangen der Welt vorgenommen hat.
0:22:35–0:22:40
Und jetzt mit dem Wissen von Norm Ohler, der ja auch ganz viele Dokumente eingesehen
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hat, über dann tatsächlich die Ärztetagebücher.
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Ich hatte vorher von Erwin Kirchow das Buch gelesen, einfach nur Hitler.
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Kirchow hat die größte Hitler-Biografie bis dahin geschrieben, 1200 Seiten.
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Sieht auch nicht gut aus im Bücherregal, weil es steht halt auf dem Rücken groß
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Hitler und es ist ein sehr dickes Buch.
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Es ist auch ein super Geschenk, wenn man in Restaurants Geschenke überreicht.
0:23:01–0:23:05
Auf jeden Fall. Jim Curzio hat halt so diese Komplettbiografie nachgezeichnet.
0:23:05–0:23:07
Und der erwähnt natürlich Morell. Um den kommt man nicht rum.
0:23:07–0:23:10
Bei Trolljunge wird Morell auch erwähnt, weil das schon eine wichtige Person
0:23:10–0:23:13
ist, der ja immer in Rufweite ist oder immer nur ein Telefonat weit weg.
0:23:13–0:23:14
Wenn Hitler verreist ist, war er mit dabei.
0:23:15–0:23:18
Und auf einmal dann aus Morells Sicht das Ganze zu lesen, der am Anfang nur
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Vitamine gibt und dann anfängt, Hormoncocktails und so zu bauen.
0:23:21–0:23:24
Und Hormone zu dem Zeitpunkt auch total mystifiziert. Ich glaube,
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1934 wurde das erste Mal Testosteron überhaupt synthetisiert.
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Und das war ja noch alles super neue Forschung. und man hat mal so ein bisschen
0:23:31–0:23:34
das Blaue rein experimentiert und wenn Morell dann auch so was schreibt,
0:23:34–0:23:38
dass Hitler der Kuchen zerdrückt werden musste, weil er so sehr mit dem Kiefer
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geklappert hat, dass er den nicht mehr kauen konnte, sondern nur noch löffeln,
0:23:41–0:23:44
das ist schon ein krasser Einblick.
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Und ja, Norm Ola, um den Bogen zuzumachen, den ich anfing, der war das erste
0:23:48–0:23:51
Mal da gegen Aufwandsentschädigung und dann hat er erzählt, was sein neues Buch
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ist, dass es da um Stone Sapiens geht, also um die Kultur- und Menschheitsgeschichte
0:23:56–0:23:57
rund um den psychoaktiven Rausch.
0:23:57–0:24:01
Und da hatte ich ihn gefragt, ob er aus der Bibel die Stelle mit dabei hat,
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wo Moses in das Zelt geht und ein Rauchsäule steigt auf und er redet mit Gott.
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Weil ich finde, das beschreibt halt die Hotbox.
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Nur er darf in den Tempel, es steigt Rauch auf, er kommt raus und er kann dir
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sagen, was Gott ihm gesagt hat, also das Zelt.
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Und das war so eine der Sachen. Ich habe in der Corona-Pandemie,
0:24:17–0:24:20
wenn andere Leute spazieren gegangen sind und Podcasts gestartet haben.
Florian Clauß
0:24:20–0:24:21
Ich weiß nicht, wie du meinst.
Ali Hackalife
0:24:21–0:24:27
Naja, das waren wohl einige. Habe ich viel im Bett gelegen und darüber nachgedacht,
0:24:27–0:24:31
was ich jetzt mit meiner Zeit tue, die ich nicht im Hackspace und auf Veranstaltungen
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verbringen kann. Ich habe von Rufus Beck liest die Bibel gehört.
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93 Stunden. Und das war halt so das Ding von wegen...
Florian Clauß
0:24:37–0:24:38
In einfacher Geschwindigkeit?
Ali Hackalife
0:24:39–0:24:43
Nee, doppelte natürlich. Also, ja, ich habe mich nur 47 Stunden mit dem Lass allein.
0:24:43–0:24:47
Aber da fällt man dann in dieses Rabbit Hole mit Leuten, die dann auch...
0:24:47–0:24:50
Also es gibt so viel Literatur, die sich zu einzelnen Büchern der Bibel äußern.
0:24:50–0:24:53
Ich war total beeindruckt von dem Buch des Propheten Habakkuk,
0:24:54–0:24:57
weil es dann darum geht, wie die Seuche übers Land zieht und die Städte werden
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zerstört und sie werden dreimal zerstört.
0:24:59–0:25:01
Einmal, wenn sie ausgehungert werden, dann, wenn sie eingenommen werden und
0:25:01–0:25:06
dann, wenn die Seuche kommt, diese Beschreibung zu lesen, was Menschen für aufschreibenswert
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halten und so weiter, hat es mich fasziniert.
0:25:07–0:25:10
Auf jeden Fall, da bin ich dann über die Rauchssäule gestolpert,
0:25:10–0:25:13
hat Norm Uller gefragt, wenn man über Stone Sapiens schreibt,
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finde ich, ist das Wichtigste zu schauen, das Alte Testament,
0:25:16–0:25:20
eine der umfassendsten, meist kopierten Schriftquellen, die wir haben, was schreiben die denn?
0:25:20–0:25:24
Und das hatte er noch nicht auf dem Schirm und dann sind wir so in Kontakt gekommen
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und haben auch noch ein bisschen weitergequatscht.
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Wenn dieses Buch rauskommt, dann werden wir auf jeden Fall da noch mal drüber reden.
0:25:30–0:25:33
Ich schließe durch diesen Podcast Netzwerke. Also da ist es für mich völlig
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okay, dass ich da viel Zeit als Hobby reinwerfe, aber ich schließe Netzwerke
0:25:35–0:25:40
zu Leuten, die jetzt auf einmal von mir Inhalte mit syffliert bekommen und die
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dann zurückkommen, um darüber zu reden.
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Und das ist so der eigentliche Mehrwert, dass jetzt Leute, die ich früher immer
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nur gehört oder gelesen habe, weil ich es interessant fand, jetzt so in Anführungszeichen
0:25:48–0:25:51
zur Verfügung stehen, dass man mal reden kann, dass ich die Fragen stellen kann.
Florian Clauß
0:25:51–0:25:55
Was deinen Podcast ausmacht, ist einfach diese Themenvielfalt.
0:25:55–0:26:00
Da ist dieses auch interessant. Es ist lustig, weil ich habe dich angefangen zu hören.
0:26:00–0:26:05
Ich hätte Malek in einer anderen Sendung gehört. Malek, der dann mit Audiodump
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macht und ab und zu auch mal bei Freakshow auftaucht.
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Da hatte ich seine Referenzen mal angeguckt auf seiner Netzseite.
0:26:12–0:26:16
Und dann kam irgendwann, dass er bei dir zu Gast war. Und dann dachte ich, da rühr ich mal rein.
0:26:16–0:26:18
Auch interessant, klingt so ein bisschen wie Eigentlich-Podcast.
0:26:20–0:26:23
Und war wirklich überrascht. Und vor allen Dingen, ich finde,
0:26:23–0:26:27
du triffst ganz gut das Mindset, mit dem man sich gerade so beschäftigt,
0:26:27–0:26:30
weil das ist so eine Themenvielfalt, wo ich auch immer dachte,
0:26:30–0:26:32
ja stimmt, das ist interessant, ja,
0:26:32–0:26:37
also dieses Segelfliegen, dann hattest du über Pilze, Pilze ist natürlich der Dauerbrenner.
Ali Hackalife
0:26:37–0:26:40
Also Pilze ist auch ein Thema, das mich schon in der Recherche nicht mehr losgelassen
0:26:40–0:26:43
hat und ich habe ein bisschen Angst, dass wir der große Pilz-Podcast werden,
0:26:43–0:26:47
denn ich habe danach natürlich Tipps bekommen, über dieses Buch sollte man auch
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gelesen haben und dieses Buch auch und jetzt habe ich gerade Entangled Life gelesen und bin,
0:26:50–0:26:55
also meine Freizeitliteratur besteht im Moment nur aus Pilzen und das wird nochmal
0:26:55–0:26:58
ein großes Thema werden, denn also so Sachen mit,
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es gibt, der Austernseitling enthält Ergotricin oder so, also ein Antioxidant
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und er enthält das in einer super großen Dose.
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Und wir haben eine direkte Bio-Verfügbarkeit dessen als Menschen.
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Die Frage ist jetzt, warum haben wir das? Also, dass Antioxidantien für uns
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wichtig sind, das wissen wir, die brauchen wir auch für unsere roten Blutkörperchen und so weiter.
0:27:17–0:27:22
Aber die Vorstellung, dass dieser Pilz und der Mensch sehr konkret in Ko-Evolution
0:27:22–0:27:26
sich entwickelt haben über die letzten 100.000 Jahre, der war in Europa verfügbar.
0:27:26–0:27:28
Deswegen haben wir viel gegessen, deswegen können wir mit dem Stoff.
0:27:29–0:27:32
Fasziniert mich total. Und Pilze sind eines der wenigen Themen,
0:27:32–0:27:33
wo ich im Moment Optimismus verspüre.
0:27:33–0:27:37
Denn, das habe ich in der Pilz-Folge auch gesagt, befasse mich berufsbedingt viel mit Computern.
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Computer machen mir eigentlich schlechte Laune, weil ich das Gefühl habe,
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habe ich mit dem Michael Seemann auch darüber geredet, wir laufen viel zu sehr
0:27:43–0:27:46
in Selbstzensur und Überwachungsmöglichkeiten.
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Und ich hatte früher einen großen Technik-Optimismus, der flaut von Jahr zu Jahr ab.
0:27:52–0:27:56
Und jetzt sind Pilze aber etwas, die moderne Pilzforschung bringt so viel hervor
0:27:56–0:28:00
mit Filtern, durch die Abwässer durchgefiltert werden, um den Nitratgehalt in
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Wasser von Äckern zu senken mit Pilzen, die enzymatisch Mikroplastik zerteilen können.
0:28:05–0:28:09
Also tatsächlich nicht nur kleiner machen, sondern auch verstoffwechseln und
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in Dinge aufspalten, die dann leichter wieder abbaubar sind und nicht über Jahrtausende
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mit in unseren Gewässern drin sind.
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Pilze, die Radioaktivität, radioaktive Isotopen einlagern können und dann sind
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sie zwar im Pilz, aber dann sind sie im Pilz konzentriert und nicht mehr irgendwo in der Erde.
0:28:22–0:28:25
Und Pilze machen mich total optimistisch, wenn wir sehen, was da alles,
0:28:26–0:28:28
also gerade in den letzten zehn, zwanzig Jahren erst erforscht wird,
0:28:29–0:28:31
dass ich glaube, dass wir viel, wir werden die Welt damit nicht retten,
0:28:31–0:28:35
aber auf dem Weg zur Rettung der Welt brauchen wir etwas, um aufzuräumen und da sind Pilze ideal.
Florian Clauß
0:28:36–0:28:39
Ja, vielleicht wenn man das dann so auf die Computerwelt überträgt,
0:28:39–0:28:42
ne, Viren haben wir ja in Computern, Pilze, was sind Pilze?
0:28:42–0:28:45
Das ist wahrscheinlich am ehesten so ein Netzwerk, eine Mycena,
0:28:45–0:28:49
das ist diese Vernetzung von, also ich weiß nicht, ob das jetzt ausgeht,
0:28:49–0:28:52
aber also Pilze finde ich auch absolut faszinierend.
0:28:52–0:28:55
Ich merke, dass ich noch nicht so ganz so tief drin bin wie du.
0:28:56–0:28:59
Aber ich freue mich auf die Sendungen, die dann noch folgen werden.
0:29:00–0:29:05
Noch eine andere Sendung, die ich auch wirklich mit totaler Spannung gehört
0:29:05–0:29:07
habe, war die Sendung mit dem Wingsweet.
0:29:08–0:29:11
Also es ist gut, als der Fallschirm...
Ali Hackalife
0:29:11–0:29:13
Ah, mit Kalle. Ja, Kalle ist irre sympathisch und irre.
Florian Clauß
0:29:13–0:29:16
Ja, der ist Wahnsinn. Der ist wirklich so ein sympathischer Mensch,
0:29:17–0:29:22
ein junger Mann, aber auch von seinem Unfall so detailliert beschreibt.
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Also beschreibt, das ist ja wirklich Wahnsinn, was er da auch so reportiert,
0:29:27–0:29:31
wie er dann für andere, was man eben beachten sollte, also dann wirklich ein
0:29:31–0:29:34
How-To rausgibt, was passiert, wenn du auf einer Klippe liegst mit deinem Fallschirm
0:29:34–0:29:37
und wie man das überleben kann.
0:29:37–0:29:41
Also unglaublich, weil ich auch immer so, also ich habe, das ist länger her,
0:29:41–0:29:45
aber ich habe natürlich dann auch diese ganzen Sprünge mit diesen Anzügen,
0:29:45–0:29:50
wo man dann auch nochmal viel mehr Erfahrung mitbringen muss,
0:29:50–0:29:51
als mit reinen Fallschirmspringen.
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Das ist wirklich absolut faszinierend und wie der davon berichtet hat,
0:29:55–0:29:58
also da blieb mir wirklich die Spucke weg und ich musste auch dann halt einfach
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auch wieder so auf YouTube die ganzen Filme gucken, weil das ist eine Welt,
0:30:02–0:30:06
wo ich auch nie, nie irgendwo sein werde, aber trotzdem total interessant finde.
Ali Hackalife
0:30:06–0:30:09
Ja, das war so ein bisschen das Ding, ich hatte einen Gast angefragt und der
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ist in Österreich etwas größer und, ach so, vom Profil her, der baut beruflich
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in seinem Dayjob, baut der so Sofalandschaften für Lobbys von Hotels, Banken und so weiter.
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Am Wochenende wird dann der Anzug ausgepackt und der stürzt sich von irgendeinem Berg runter.
0:30:26–0:30:28
Und wir hatten eigentlich auch schon die Sendung so geplant.
0:30:28–0:30:31
Also ich biete dann immer an, ich würde gerne dann mit dir reden, alles remote.
0:30:31–0:30:33
Ich kann dir im Vorfeld Fragen schicken. Meistens ist es so,
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dass ich zu dem Zeitpunkt noch keine Fragen habe, weil ich warte ja erstmal,
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dass sie zusagen und dann schreibe ich mir Fragen runter. Aber ich habe so eine
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grobe Idee, wo ich hin möchte.
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Und oft habe ich keinen Moderationsbogen, wenn es losgeht, sondern habe nur
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so vier, fünf Stichpunkte da stehen, bei denen ich mir denke,
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ich würde mich ärgern, wenn ich die nicht eingebracht habe.
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Bei dem Wingsuit-Herren war es so, dass ich das schon alles ausformuliert hatte,
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weil er dann meinte, ja, schickt gerne die Fragen.
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Er möchte nicht, dass der Sport falsch dargestellt wird. Und dann ist er mir
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kurz vorher, Achtung Wortwitz, abgesprungen und hat die Sendung nicht mitgemacht.
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Und dann saß ich da mit diesem fertig formulierten Fragebogen und erzählte einem
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Kollegen, klappt jetzt nicht. Und dann meinte er, er hat hier einen Kollegen, der macht das auch.
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Und dann war halt so die Verbindung zu Kalle relativ zügig da.
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Kalle ist ein netter Typ. Also ich kenne niemanden, der sich nicht mit ihm versteht.
0:31:12–0:31:17
Aber er hat ein Risikobewusstsein. Also ich glaube, man muss ein bisschen verrückt
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sein, um diesen Sport überhaupt zu machen.
Florian Clauß
0:31:18–0:31:19
Ja, völlig.
Ali Hackalife
0:31:19–0:31:22
Und das war dann auch so was, also in den kann man ja auch keine Vernunft reinreden.
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Also ich habe dann mit ihm noch ein bisschen drüber gesprochen,
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so wie das der mit den Folgen aussieht.
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Und da meinte er, ja, das ist schon jetzt ärgerlich mit den Kosten,
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auf denen er sitzen bleibt, wegen der Bergrettung und so. Aber wenn die abbezahlt
0:31:32–0:31:33
sind, dann geht es natürlich wieder los.
Florian Clauß
0:31:33–0:31:36
Das ist verrückt, ja. Es ist wirklich so, ich meine, auch wie er erzählt hat,
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dass man wird nicht alt in dem Sport.
Ali Hackalife
0:31:39–0:31:42
Ja, das ist ein Ding. Also die Leute, die alt werden, sind ausgestiegen und
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die sind dann Instructor.
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Und das war auch so was, was er ganz nebenbei erzählt hat. dass der Typ,
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der ihm das Ganze gezeigt hat und ihn da eingelernt hat, den gibt es auch nicht mehr.
Florian Clauß
0:31:49–0:31:53
Ja, das fand ich auch total krass. Genau, der war bei einem Punkt,
0:31:53–0:31:56
wo ich dann dachte, wie, der ist jetzt auch nicht mehr.
Ali Hackalife
0:31:56–0:32:01
Ja, aber ich glaube, vergleichbar ist das noch mit Leuten, die so Rennmotorrad
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fahren, wo bei dem Isle of Man Motorradrennen auch eigentlich jedes Jahr sich
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mindestens einer so sehr aus der Kurve fliegt, dass es den nicht mehr gibt.
0:32:07–0:32:10
Und trotzdem gibt es super viele Menschen, die als Traum haben,
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irgendwann da mal mitzufahren.
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Also niemand von denen will sterben, aber alle nehmen es in Kauf.
0:32:14–0:32:16
Deswegen passiert da so viel.
Florian Clauß
0:32:18–0:32:22
Wir steigen so ein bisschen in die Themenvielfalt ein, die du mitbringst.
0:32:22–0:32:25
Aber ein, ich sag mal so ein Leuchtturm, der immer wieder kommt,
0:32:25–0:32:30
ist die Sendung mit dir und Basti, wo ihr dann über die Tech-News sprecht und
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was für Projekte oder was für Hobbys ihr gerade so ausgebuddelt habt und mit
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was ihr euch beschäftigt.
0:32:35–0:32:40
Auch sehr unterhaltsam auf dem Niveau. Macht es Spaß, einfach so zu hören und
0:32:40–0:32:43
man hat dann das Gefühl, okay, jetzt weiß ich den Monat Bescheid.
Ali Hackalife
0:32:43–0:32:46
Ja, also wir senden ja nicht nur einmal im Monat. Wir senden fast wöchentlich
0:32:46–0:32:49
eine Textsendung. Wir haben dieses Jahr 33 Textsendungen gemacht.
Florian Clauß
0:32:49–0:32:50
Oh, okay.
Ali Hackalife
0:32:50–0:32:55
Und ja, das ist die sehr angenehme Ausgangssituation. Basti ist Fachinformatiker,
0:32:55–0:32:56
leitet eine IT-Abteilung.
0:32:56–0:33:00
Ich bin komplett quernsteig. Also ich habe nie irgendwas mit Informatik studiert
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oder gelernt. Ich mache das einfach als Hobby.
0:33:02–0:33:05
Und die Schlagzeilen liest man eh. Und jetzt haben wir ein geteiltes Dokument.
0:33:05–0:33:07
Da werfen wir Schlagzeilen rein. Es wird schon noch ein bisschen sortiert.
0:33:07–0:33:10
Was ist unterhaltsam? Was bildet eine Brücke? Und dann grasen wir das ab.
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Aber es gibt so ein paar Dinge, um die kommt man nicht drum herum.
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Der XZ-Hack war vermutlich eine der größten Geschichten dieses Jahr,
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weil es auch nochmal die Art und Weise wie Open Source Software entsteht,
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infrage gestellt hat und da haben wir dann ausgiebiger drüber geredet und das
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ist schnell produziert.
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Also das ist halt was beim Techniknachrichten die Woche lesen eh anfällt und
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das sendet man dann runter.
0:33:28–0:33:30
Und die anderen Sendungen, also im Moment sende ich im Schnitt alle vier Tage,
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die anderen Sendungen gehen dann meistens, ich habe ein Buch gelesen,
0:33:33–0:33:36
ich frage den Autor an, ob er mit mir reden möchte oder ich habe ein Thema,
0:33:36–0:33:38
zu dem ich mit jemandem reden möchte und dann suche ich mir jemanden und dann
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schreibe ich zwei, drei Leute an und man hat ja schon einen gewissen Vorfilter,
0:33:42–0:33:47
wer wird zusagen, wer spielt in meiner Liga und von denen sagen dann auch super viele zu.
0:33:47–0:33:50
Also die Leute, die absagen, das sind wenige und die Leute, die sich gar nicht
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melden, sind noch weniger.
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Ja, so sammelt man sich dann so seine Leute zusammen und jetzt auch.
0:33:54–0:33:56
Mit diesem Kongress habe ich jeden Tag eine Sendung.
0:33:56–0:33:59
Also wir machen heute eine, dann rede ich morgen mit einer Frau,
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die ist Amerikanerin, die ist nach Deutschland gekommen, um Medizin zu studieren.
0:34:03–0:34:06
Und sie hat in kürzester Zeit Deutsch gelernt. Sie spricht mittlerweile so gut
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Deutsch, dass Leute glauben, sie macht diesen amerikanischen Akzent als Witz.
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Und da reden wir in einer Folge auf Englisch dann über Deutschland und in einer
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Folge auf Deutsch dann über die USA. und dann am letzten.
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Da rede ich mit dem Michael Seemann, dem Dr. Michael Seemann,
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der ist Technikphilosoph.
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Und wir reden über die Entwicklung des letzten Jahres. Der Talk heißt Technikthemen
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2024, Klima, Krypto und KI.
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Und ich glaube, das KI-Thema ist so eins, das mich dann doch sehr pessimistisch
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macht, weil ich das Gefühl habe, dass wir gerade vor allem, wir sehen riesige
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Sprünge, aber wir sehen vor allem auch riesige Sprünge bei der Überwachung.
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Und Leute überwachen es einfach geworden wie noch nie. Leute überwachen sich
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selbst viel strikter. Das ist alles mit Infrastruktur von Firmen.
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Also ich weiß nicht, wie gut OpenAI ihre Sachen verschlüsselt am Ende des Tages.
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Und dann, dass Apple sich so hervorgehoben hat mit hier, guck mal,
0:34:57–0:35:01
wenn wir OpenAI integrieren und ChatGPT, dann hat es diesen verschlüsselten Kanal.
0:35:01–0:35:04
Das hat ja nochmal aufgezeigt, dass das standardmäßig nicht so ein verschlüsselter Kanal ist.
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Das lässt dann doch nochmal sehr zu denken übrig, weil was weiß ich,
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wer als Machine in the Middle vor dem Datencenter von OpenAI sitzt und dann
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alles abschnorchelt, was Leute da reinwerfen.
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Der Umstand, dass heute alles irgendeine KI-Integration braucht und alles bei
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OpenAI landet, heißt halt von Tagebüchern über Kalender und so weiter und so
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fort am Ende des Tages läuft super viel bei diesem Konzern zusammen.
0:35:26–0:35:30
Du hast das ja gerade auch gesehen. Also meine Notizen, die wichtig sind,
0:35:30–0:35:33
die schreibe ich auf Papier. Da vertraue ich keinem Computer.
0:35:33–0:35:37
Und das ist nicht verschlüsselt, das ist richtig. Aber ich gehe davon aus,
0:35:37–0:35:40
dass wenn man mir den Rucksack klaut, ich eh andere Probleme habe als meine Notizen.
0:35:41–0:35:43
Und das sind dann auch so Sachen, wenn ich irgendwas mittracken,
0:35:44–0:35:45
wenn ich gerade das Gefühl habe, ich habe eine Erkältung oder so,
0:35:45–0:35:47
dann schreibe ich mir das in den Papierkalender, weil ich nicht möchte,
0:35:48–0:35:50
dass zufällig die Daten bei meiner Krankenkasse landen.
0:35:50–0:35:52
Und die Krankenkasse sagt, oh, er hat sich in sein Tagebuch aber notiert,
0:35:52–0:35:56
er hatte hier zwei Erkältungen. wir sagen mal, das nächste Jahr wird der Beitrag ein 20er teurer.
Florian Clauß
0:35:58–0:36:03
KI bringt eben aufgrund der Infrastruktur und aufgrund dieser Aggregierung von
0:36:03–0:36:07
Informationen, du musst ja einfach ganz strikt Informationen aggregieren,
0:36:07–0:36:09
um dann halt auch die Modelle trainieren zu können.
0:36:09–0:36:14
Das ist einfach eine Monopolbildung, die du eigentlich nirgendwo sonst so stark
0:36:14–0:36:17
hast, gerade in der Tech-Welt als bei diesen ganzen KI-Firmen.
0:36:17–0:36:21
Das bringt die Gefahr mit sich. Ich weiß nicht, ob das dann irgendwie so ein
0:36:21–0:36:25
Hoffnungsschimmer ist, aber die ganzen Open-Source-KI-Modelle sind vielleicht
0:36:25–0:36:26
so ein, zwei Jahre hinterher.
0:36:26–0:36:30
Und so wie man jetzt so KI einsetzt, ich weiß nicht, also ich habe es häufig
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als Assistenzsystem, es ist
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super, sich mit so Sonnet oder Claude oder OpenAI unterhalten zu können.
Ali Hackalife
0:36:38–0:36:41
Ja, das stimmt. Das tue ich auch durchaus zu Fachthemen dann.
Florian Clauß
0:36:41–0:36:44
Ja, man kann wirklich Dialoge führen, man kann Fragen stellen,
0:36:45–0:36:49
wo man sonst mit anderen Suchmaschinen erst länger Antworten suchen muss,
0:36:49–0:36:52
bis man dann halt auch die Antworten findet, die man haben will.
0:36:52–0:36:56
Und wenn man dann gezielt, also ich mache das gerne dann als Vorbereitung für den Podcast,
0:36:56–0:37:00
dass ich dann wirklich gezielt dann Fragen stelle und dann in den Dialog gehe
0:37:00–0:37:04
und dann tatsächlich auch so daraus sich dann so das Skript ableitet,
0:37:04–0:37:08
die Erzählung, die ich dann irgendwo in dem Podcast dann später verfolge.
0:37:08–0:37:11
Das ist sehr effektiv, ja, aber ich glaube, ich brauche nicht mehr.
0:37:11–0:37:15
Also es ist dann schon wieder so ein Assistenzsystem, wenn sich das besser integriert
0:37:15–0:37:18
und so weiter, aber so die Informationsdichte, die ich da bekommen kann,
0:37:19–0:37:20
die reicht mir erstmal so aus.
Ali Hackalife
0:37:21–0:37:21
Ich weiß,
0:37:23–0:37:26
Von wegen, die Open-Source-Systeme sind nur zwei, drei Jahre hinterher.
0:37:26–0:37:31
Das stimmt, aber das Problem ist ja nicht die Technik. Also die Modelle sind
0:37:31–0:37:34
im letzten Jahr im Compute skaliert, nicht in der Art und Weise, wie sie rechnen.
0:37:34–0:37:37
Und das ist ja das Erschreckende, dass wir jetzt einfach an dem Punkt sind,
0:37:37–0:37:41
dass genug Investoren erkannt haben, das ist so lukrativ, wir werfen da Milliarden
0:37:41–0:37:45
und Milliarden für Compute, also für Rechenleistung rein, damit wir es dir so
0:37:45–0:37:48
günstig anbieten können, dass wir dann mit deinen Daten spielen können.
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Und würden wir tatsächlich sehen, dass der Sprung von Anfang des Jahres zu jetzt
0:37:52–0:37:55
ein algorithmischer, ein mathematischer ist, dann würde ich dir zustimmen,
0:37:56–0:37:57
dass die Open-Source-Systeme aufholen.
0:37:57–0:38:00
Aber die Open-Source-Systeme, denen fehlt im Moment diese massive Menge Compute.
0:38:01–0:38:04
Und da haben wir dann einfach technische Kosten. Also selbst wenn Strom günstiger
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wird, Silizium wird nicht so viel günstiger, als dass ich jetzt sagen kann,
0:38:09–0:38:12
OpenAI hat von Versionsmodell zu Versionsmodell die Art und Weise,
0:38:12–0:38:15
wie viele Tokens sie da einrechnet, immer um Faktoren erhöht.
0:38:15–0:38:19
Ich kann nicht ohne weiteres sagen, ich stelle bis die zehnfache Rechenleistung nächstes Jahr hin.
0:38:19–0:38:22
Das heißt, ich werde immer deutlich weiter Open Source hinterherhängen.
0:38:23–0:38:27
Ja, also für Assistenzsysteme hat das viel Potenzial, das stimmt.
0:38:27–0:38:31
Ich habe nur das Gefühl, wir laufen wieder in so eine göttliche Hochheit rein.
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Also so wie in der Kirche über 2000 Jahre die Instanz für Wissen und Wahrheit
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war, ist jetzt, also ich habe Leute im Bekanntenkreis, für die ist,
0:38:38–0:38:41
ja, ChatGPT sagt das ein valides Argument, weil ihr denkt sich das ja nicht
0:38:41–0:38:43
aus der Luft aus, naja, außer wenn er es doch tut.
Florian Clauß
0:38:43–0:38:49
Ja, ich meine das, was jetzt auch Microsoft in der ganzen Produktfamilie aufgebaut
0:38:49–0:38:53
hat, wie dann da die KI integriert ist bei denen.
0:38:54–0:38:57
Also wenn du dich einmal darauf eingelassen hast, ist es schwierig,
0:38:57–0:38:58
irgendwie davon wieder loszukommen.
0:38:59–0:39:02
Und das ist halt so dieses einmal anfixen und dann halt am Zug bleiben,
0:39:03–0:39:06
weil du willst ja nicht mehr, du willst ja quasi diesen Schritt nicht mehr zurück machen.
0:39:06–0:39:10
Du willst ja diesen Komfort nicht verlieren, der sich durch diese Integration aufgebaut hat.
0:39:10–0:39:13
Und da ist es halt irgendwie da den Grad zu finden, dass ich es halt irgendwie
0:39:13–0:39:17
nicht zu sehr mich abhängig mache von einem Global Player,
0:39:17–0:39:20
sondern dass ich dann auch gucke, dass ich das entsprechend streue auf verschiedene
0:39:20–0:39:25
Modelle, die dann eben nicht in einer festen in unserem Global Player mit integriert sind.
Ali Hackalife
0:39:26–0:39:28
Wollen wir mal im Sinne dieses Podcasts ein paar Schritte laufen?
Florian Clauß
0:39:28–0:39:30
Wir wollen ein paar Schritte laufen, das ist eine gute Idee.
Ali Hackalife
0:39:31–0:39:35
Dann möchte ich dich darauf hinweisen, dass während des Laufens so es passieren
0:39:35–0:39:38
kann, dass wir kurz in Frankreich landen. Ja, das ist nämlich so,
0:39:38–0:39:41
dass irgendjemand hier als Scherzvogel das GPS manipuliert.
0:39:42–0:39:45
Es ist mir jetzt mehrfach passiert, dass meine Bank, Bunk, gesagt hat,
0:39:45–0:39:49
ich hoffe, du hast eine schöne Reise in Frankreich, weil das GPS-Signal halt gejammt wird.
0:39:50–0:39:54
Und dementsprechend, wir laufen jetzt auf dem Weg raus zur Tür einmal quer durch Frankreich.
Florian Clauß
0:39:54–0:39:58
So, guter Stichpunkt, nämlich ich fange jetzt mit der Aufzeichnung an.
0:39:58–0:40:03
Ist das so? Ja, ich hätte sonst nur hier so einen kleinen Punkt,
0:40:03–0:40:08
auf dem wir dann halt geblieben wären. So, jetzt mache ich den GBS-Track an.
Ali Hackalife
0:40:09–0:40:13
Ah, Punkt von unserem Spaziergang. Ich dachte, der Podcast ist bisher noch...
0:40:14–0:40:16
Du wolltest dir also eine private Folge ergleichen.
Florian Clauß
0:40:17–0:40:21
Das ist jetzt der Punkt der Aufzeichnung.
Ali Hackalife
0:40:23–0:40:28
Ich würde mal im Sinne von Datensparsamkeit auf dem direkten Weg zur Tür gehen.
Florian Clauß
0:40:28–0:40:33
Ja, lass uns das machen. Wollen wir nochmal so die Klammer zum Kongress schließen
0:40:33–0:40:35
und sagen, warst du in Leipzig?
Ali Hackalife
0:40:35–0:40:38
Ich war in Leipzig und ich war auch großer Fan der Glaswurst.
Florian Clauß
0:40:39–0:40:42
Genau, wie Tim Pritlaff sie dann auch getauft hat.
Ali Hackalife
0:40:43–0:40:47
Ja, es ist ein sehr deskriptiver Begriff. Also alle wissen, was gemeint ist mit der Glaswurst.
0:40:47–0:40:51
Und ich fand den Kongress in Leipzig okay, was mich ein bisschen,
0:40:52–0:40:56
also was mir hier besser gefällt ist, die Messe in Leipzig ist so raus aus der Stadt,
0:40:56–0:41:00
also du bist vom Hauptbahnhof bis zur Messe auf jeden Fall eine halbe Stunde
0:41:00–0:41:06
unterwegs und damit bist du halt zum Kongress immer gut und gerne von ich möchte jetzt dahin,
0:41:07–0:41:11
bis ich bin da, war eine Stunde um und mir geht da ein bisschen viel verloren,
0:41:11–0:41:15
also wie gesagt, meine ersten Jahre hier das war,
0:41:15–0:41:18
ich hatte einen Rucksack voll Klamotten mit und den Laptop.
Florian Clauß
0:41:18–0:41:20
Wie können wir rausgehen? Lass uns mal gucken.
Ali Hackalife
0:41:20–0:41:22
Ja, das ist die Dachterrasse, wo der Spaß verboten ist.
Florian Clauß
0:41:23–0:41:24
Aber hier war auch die Kugel, ne?
Ali Hackalife
0:41:25–0:41:26
Ja, genau.
Florian Clauß
0:41:26–0:41:29
Hier, wo diese Spiegelinstallation ist, da war hier, glaube ich, die Kugel.
Ali Hackalife
0:41:29–0:41:34
Lass uns mal vor den Kongress rausgehen. Wir haben gerade kurz einen Blick auf
0:41:34–0:41:35
die Dachterrasse geworfen.
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Das ist so ein Kiesbeet und die Dachterrasse ist auch dafür designt,
0:41:40–0:41:43
dass Leute drauf rumlaufen, aber wie gesagt, man kann jetzt nicht mehr so sehr.
0:41:45–0:41:50
Ich finde, das Notausgangsschild, das runter vom Dach zeigt, ist ein bisschen...
Florian Clauß
0:41:51–0:41:53
Ja, sieht aus wie Weihnachtsbeleuchtung.
Ali Hackalife
0:41:53–0:41:59
Wir laufen jetzt durch den Eingangsraum des CCH und hier steht seit ungefähr
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18 Uhr ein totaler Nebel in der Luft.
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Die Leute haben hier eine Nebelmaschine angemacht, es gibt so eine Diskokugel
0:42:05–0:42:09
und in alle Richtungen wird Licht verteilt. Also es sieht schon sehr salber aus alles.
Florian Clauß
0:42:10–0:42:16
Warst du schon in den einzelnen Hallen hier drumherum? Hast du da auch ein Homespace?
Ali Hackalife
0:42:17–0:42:20
Dieses Jahr nicht. Ich war sonst immer mit den Marburger Hackern hier.
0:42:20–0:42:24
Die haben dieses Jahr kein Assembly, aber ich habe dieses Jahr ein Hotelzimmer
0:42:24–0:42:25
8 Minuten von hier entfernt.
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Also ich habe im Rucksack, was ich brauche und ansonsten laufe ich halt hin und her.
0:42:29–0:42:32
Ja, das ist so ein bisschen der Luxus, der mit der Zeit reinkommt.
0:42:33–0:42:36
Deswegen, ich erinnere mich daran, am Anfang, als ich hier war ohne Hotel und
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mit der Schlafgelegenheit bei jemandem, der allen zugesagt hat,
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Es ist dann durchaus auch passiert, dass man hier vor Ort mal irgendwo einen Nap machen wollte.
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Früher waren die Rolltreppen hier alle verschalt im alten CCH, waren mit einem,
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Ich mache Anführungszeichen hier die Luft, denn wir sind hier umgeben von einer
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Gruppe. Also ich habe, glaube ich, zwei, vier Kantschlüssel im Rucksack und
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bin damit keine Seltenheit hier.
Florian Clauß
0:42:59–0:43:00
Ich glaube auch.
Ali Hackalife
0:43:00–0:43:03
Und dann haben wir unter den Rolltreppen, also es brummt die ganze Zeit im Hintergrund,
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das ist auch ein bisschen Einschläfern, das ist dunkel, dann haben wir unter
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den Rolltreppen Sitzsäcke hingelegt und geschlafen.
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Und im Vergleich dazu ist jetzt in wenigen Metern Entfernung ein Hotel haben
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schon ein ziemlicher Fortschritt.
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So, ich ziehe mal eben meine Jacke an.
Florian Clauß
0:43:16–0:43:21
Ja, also es gibt dieses Jahr auch die Möglichkeit, dass man in Turnhallen schläft.
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Das finde ich auch für junge Kongressbesucherinnen, finde ich,
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das ist eine ganz komfortable Lösung.
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Du hast dann 10 Euro, wird am Tag, kann man sich dann melden,
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möchte in der Tonhalle schlafen.
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Erinnert mich so ein bisschen an die Jugendfreizeiten von früher,
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aber es ist besser, es gab auch Kongresse, wo die Leute direkt auf dem Kongress
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geschlafen haben, aber es ist dann irgendwann nicht mehr geblieben.
Ali Hackalife
0:43:43–0:43:47
Also es ist ja auch nicht erlaubt. Und die Security ist früher rumgegangen und
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hat dir dann immer gesagt, ja, bitte nicht machen. Und das macht ja auch Sinn.
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Es können nur oh so many Leute tatsächlich im Kongresszentrum schlafen,
0:43:59–0:44:00
bis du irgendwann ein Sicherheitsproblem bekommst.
Florian Clauß
0:44:00–0:44:06
Ich finde, die Stimmung hier ist, seit gestern liegt Hamburg und auch der Weg
0:44:06–0:44:10
nach Hamburg alles so in einem Nebel. Ja, man kann nicht weiter als,
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ich sage mal 100 Meter, aber das hat so mal so eine besondere Stimmung.
Ali Hackalife
0:44:15–0:44:16
Ja, absolut.
Florian Clauß
0:44:16–0:44:18
Ich mag diese Stimmung.
Ali Hackalife
0:44:18–0:44:21
Vor allem mit den Lichtinstallationen, die hier um den Kongress gebaut sind,
0:44:21–0:44:25
sieht es halt einfach noch mehr abgefahren aus, weil jetzt die Lichtkegel alle
0:44:25–0:44:26
sehr, sehr weit einsehbar sind.
Florian Clauß
0:44:27–0:44:32
Mein eigentliches Thema, was ich mir hier bevor... Deswegen heißen wir auch
0:44:32–0:44:37
eigentlich Podcast, weil wir machen immer so ein paar Schwenks thematisch.
Ali Hackalife
0:44:37–0:44:38
Und jetzt geht es um E-Gitarren.
Florian Clauß
0:44:39–0:44:42
Jetzt geht es endlich um E-Gitarren. Vielleicht kannst du mir das mal erklären.
0:44:42–0:44:44
Nein! Also, ein Hamburger.
Ali Hackalife
0:44:46–0:44:48
Es wurde ja völlig falsch erklärt. Benannt ist das nach Thomas Hambacker.
Florian Clauß
0:44:50–0:44:54
Genau. Da habe ich zum ersten Mal ein Aha-Erlebnis gehabt. Achso.
0:44:56–0:44:59
Sir Thomas Hambacker. Der berühmte Physiker.
Ali Hackalife
0:45:00–0:45:05
Ich hoffe, die Leute haben die anderen Folgen auch gehört und verstehen jetzt den Insider.
0:45:06–0:45:09
Wir hatten uns auf dem Kongress getroffen, aber wir hatten im Vorfeld noch über
0:45:09–0:45:11
andere mögliche Themen geredet.
Florian Clauß
0:45:11–0:45:18
Und eines davon war, ich habe auch eine Folge gehört von dir über Anbau, also Gärtnern.
0:45:18–0:45:23
Die hast du auch mit einem bekannten YouTuber gemacht. Ich weiß jetzt nicht dessen Namen.
Ali Hackalife
0:45:23–0:45:27
Felix Hobbygarten heißt der. Felix Lösch oder Lisch oder so auf jeden Fall.
0:45:28–0:45:30
Felix Hobbygarten heißt das YouTube von ihm.
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Da zeigt er, wie er Hobbygärtnert auf einer relativ großen Parzelle.
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Also er hat mittlerweile, glaube ich, 1200 Quadratmeter, auf denen er eigene
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Pflanzentunnel und Bete hat.
Florian Clauß
0:45:40–0:45:43
In diesem Zusammenhang habe ich auch erfahren, dass du selber anbaust,
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auch dich da so in dieses ganze Thema reingenördet hast und auch Erfahrungen gesammelt.
0:45:49–0:45:54
Und angefangen hast selber dann, hast du auch schon Mycena und so weiter kultiviert?
Ali Hackalife
0:45:54–0:45:54
Ja.
Florian Clauß
0:45:54–0:45:56
Das hattest du in der Pilzsendung erwähnt.
Ali Hackalife
0:45:56–0:46:00
Ja, aber das war nur so mittelerfolgreich. Also das war auch total verrückt.
0:46:00–0:46:05
Ich habe Pilzsporn, also es gibt so relativ easy, du kaufst sie,
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du machst sie auf, du stellst sie kühl.
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Aus denen dann Pilze wachsen. Das ist aber ja nur der halbe Spaß.
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Ich möchte ja verstehen, wie das funktioniert.
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Also habe ich dann Sägespäne steril bekommen.
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Das, glaube ich, habe ich falsch gemacht. Aber ich habe es halt auf jeden Fall
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mal versucht, sie mit Hitze einfach steril zu bekommen.
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Und danach habe ich bei AliExpress Pilzspuren gekauft für Champignons.
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Und dann kam Luftpost aus China.
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Kein Zettel, was das ist. Einfach ein Beutelchen, in dem es ein Präparat lag.
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Also ich hätte da auch, keine Ahnung, Milzbranderreger kaufen können oder so.
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Das hat niemanden vom Zoll interessiert, war ziemlich zügig da und dann habe
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ich damit versucht, Jumping-Jones zu ziehen. Die sind aber nicht so geworden,
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wie ich mir das erhofft habe.
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Und mein nächster Anlauf wird jetzt daraus bestehen, dass du hast Pilze,
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die der Fruchtkörper selbst so viele Sporen enthält in so einer Konzentration,
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dass du den einfach aufbrechen kannst und daraus dann eine neue Seele,
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also ein neues Mycel ziehen kannst aus dem Schirm.
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Und da wollte ich mich jetzt demnächst mal reinstürzen, weil ich erwähnte ja,
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Pilze sind ein größeres Thema geworden.
Florian Clauß
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Das fand ich auch nochmal bei der Pilzfolge, das wollte ich gerade auch so nochmal nachfragen.
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Wie heißt es, da gibt es so eine Substanz, die ihr erwähnt habt,
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die auch ein bestimmter Pilz absondern hat, die jetzt nicht so psychoaktiv ist,
0:47:18–0:47:20
aber deine Gehirnaktivitäten so anregen kann?
Ali Hackalife
0:47:20–0:47:25
Genau, der Pilz ist der Löwenmähne, Lion's Mane im Englischen,
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auf Deutsch ist das der Igelstachelbartpilz.
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Der hat tatsächlich nootropische Effekte.
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Also Neurotropics sind die Klassifizierung von allem, was man an Präparaten nehmen kann.
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Was deine Hirnaktivität wahlweise verbessert oder erhält.
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Und ein paar Probleme, die unser Gehirn hat, ist, unser Gehirn ist ja auch nur
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so ein Organ und unser Gehirn kann auch Cholesterin ansetzen.
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Also unser Gehirn kann degenerieren, wenn wir uns schlecht ernähren.
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Und das Problem ist, in der Gesellschaft, in der wir leben, sind hochverarbeitete
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Fette keine Seltenheit, im Gegenteil.
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Ich kann die Zahl der Tage, an denen ich keine hochverarbeiteten Fette diesen
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Monat habe, an den Händen noch abzählen.
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Die hat man dann entsprechend auch im Gehirn. Und dieser Pilz sorgt dafür,
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dass der Biostoffwechsel das halt besser abbaut.
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Und das ist einer der wenigen Pilze, also Lion's Mane, bei dem es auch klinische Studien gibt.
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Das ist in der Pilzszene leider ein riesiges Problem, dass super viele Leute
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unterwegs sind mit, ja, hier diese Rattenstudie hat das und das gezeigt.
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Und dann waren das halt 20 Ratten und ein drei Monate Versuch.
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Und deswegen schreiben sie aber auf ihr Produkt, verstärkt die Potenz.
Florian Clauß
0:48:26–0:48:26
Ja, in Mais.
Ali Hackalife
0:48:27–0:48:30
Gute Pilzstudien gibt es wenige. Und ich glaube, das hat ein bisschen damit
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zu tun, dass generell Naturheilmittel haben zwei Probleme.
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Das eine ist, dass die nicht so kontrolliert dosiert sind, also wenn ich einen
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synthetischen Stoff herstelle, dann kann ich den aufs Nanogramm genau dosieren.
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Bei der Pflanze muss ich dann, wenn die Dosierung nicht so wichtig ist,
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sehr gut mit dem Klonen von Kulturen an die ähnlichen Werte rankommen,
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das ist aber bedeutend schwerer.
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Deswegen sind alle in der Forschung, also alle Phytogenetiker,
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die ich kenne, landen früher oder später in Ludwigsberg.
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Aber die Umsetzung für den Massenmarkt, da versucht man, so wenig Pflanzen wie
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möglich zu nehmen, damit du halt mit den Rohstoffen, mit den Chemikalien selbst arbeitest.
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Und das bremst die Naturheilkunde ein bisschen aus. Und die Esoteriker machen
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die Naturheilkunde kaputt.
Florian Clauß
0:49:15–0:49:15
Verstehe.
Ali Hackalife
0:49:15–0:49:17
Weil sie dann sagen, ja, ich möchte aber was rein Pflanzliches.
Florian Clauß
0:49:17–0:49:18
Ja.
Ali Hackalife
0:49:18–0:49:21
Naja, also nicht wirklich. Du möchtest den Rohstoff aus dieser Pflanze haben
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und du redest dir das jetzt schön.
0:49:24–0:49:27
Und ja, das ist so ein bisschen das, was der Pilzforschung im Weg steht.
0:49:27–0:49:30
Deswegen gibt es so wenig gute Studien zu tatsächlichen Effekten bei Pilzen.
Florian Clauß
0:49:30–0:49:34
Diese Studie hat auf jeden Fall gezeigt, dass dieser Abbau von Fetten,
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aber auch die Psychoaktivität im Gehirn eine gewisse Erfrischung hat.
0:49:39–0:49:42
Das ist das, was dann, wir kommen hier auf Norm Ola zu sprechen,
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aber bei diesem Buch, ich weiß gar nicht, wie der deutsche Titel heißt,
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sollte LSD für Mama heißen?
Ali Hackalife
0:49:49–0:49:52
Genau, das heißt Tripped auf Englisch.
Florian Clauß
0:49:52–0:49:54
Tripped und ich glaube der große Rausch.
Ali Hackalife
0:49:54–0:49:59
Ja, der größte Rausch oder so. Der totale Rausch.
Florian Clauß
0:50:00–0:50:04
Der totale Rausch. Oder war das nicht Blitz, der totale Rausch?
0:50:04–0:50:06
Aber auf jeden Fall irgendein super Lativ.
Ali Hackalife
0:50:06–0:50:07
Eins von beiden Büchern lest sie beide.
Florian Clauß
0:50:09–0:50:16
Wo dann er sich mit LSD und Alzheimer auseinandergesetzt hat und festgestellt hat,
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dass seine Mutter, er beschreibt das da in dem Buch, dass seine Mutter an Alzheimer
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und wenn sie dann Mikrodisierung von LSD bekommt, dann bestimmte Momente auch etwas lichter wird.
Ali Hackalife
0:50:26–0:50:30
Das ist allerdings noch so eine der Sachen. Also ich habe eine sehr gute Freundin,
0:50:30–0:50:35
die arbeitet im Bereich adulte Neurogenese, also das Neubilden von neuronalen
0:50:35–0:50:37
Verbindungen bei Erwachsenen.
Florian Clauß
0:50:37–0:50:39
Ja, in Richtung Alster.
Ali Hackalife
0:50:39–0:50:40
Und das Problem ist,
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Wenn ich bei Fischen zum Beispiel adulte Neurogenese untersuche,
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dann spritze ich ein Kontrastmittel und dann mache ich mit den Fischen Lernexperimente
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und sehe, die Fische, die im Experiment das gelernt haben im Vergleich zu den
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anderen, bilden neue Neuronen.
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Das sehe ich, weil ich ihre Gehirne dann am Ende unter dem Mikroskop habe und
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sehe, wie das Kontrastmittel sich in den neu gebildeten Neuronen verteilt hat,
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die noch nicht da sein konnten, bevor wir die Experimente angefangen haben.
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Bei Menschen kannst du halt nicht regelmäßig das Gehirn aufschneiden und mikroskopieren.
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Das heißt, wir vermuten, weil die Neuronen sehr ähnlich sind wie zum Beispiel
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bei Zebrafischen, dass es adulte Neurogenese gibt. Wir haben die aber noch nicht nachgewiesen.
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Und das ist so das Ding, wenn Leute sagen, die Psychoaktivität sorgt dafür,
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dass neue Neuronen gebildet werden.
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Also was wir sicher wissen, es werden neue neuronale Verbindungen geknüpft.
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Und das ist ja auch das mit dem Psilocybin und der L-6-Säure-D-Thylamid,
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also LSD und Psilocybin, die dazu führen, dass die Synchronicität deiner Hirnareale
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durcheinandergebracht wird.
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Das heißt, um so Sachen zu machen wie Gleichgewicht zu halten,
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Dinge zu fokussieren und so weiter, muss dein Gehirn einen neuen Pfad finden
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und dabei baut es tatsächlich neue Pfade.
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Aber es werden nicht neue Neuronen gebaut. Das große Problem bei Alzheimer ist
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ja die Degeneration, also dass tatsächlich Verbindungen kaputt gehen.
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Und du kannst die zwar untereinander besser verbinden, beziehungsweise du kannst
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die Geschwindigkeit, in der die Verbindungen kaputt gehen, reduzieren.
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Aber was einmal weg ist, kannst du nicht wieder zurückholen.
Florian Clauß
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Und dann kannst du neue Wege, wie du das beschreibst.
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Aber ich glaube, da ist die Forschung relativ am Anfang, was Norm Ohler in seinem
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neuen Buch beschreibt, das heißt,
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soll es wohl heißen. Und zwar die Entwicklung des Großhirns in der Evolution,
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in der Anthropologie beim Homo Sapiens.
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Ich weiß nicht, das ist wirklich so das, was ich da noch dazu gehört habe. Mehr nicht.
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Aber ich fand es eine starke These.
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Ich bin gespannt, was er dazu herausfindet, ob das jetzt auch wissenschaftlich fundiert ist.
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Ja, ich meine, Norm Ohler hat als einer, wir hatten ja gerade drüber gesprochen,
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dann auch die Hitler-Tagebücher sich da mal genauer angeguckt und hat dann eben
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auch solche wissenschaftlich fundierten Erkenntnisse rausgezogen.
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Das fand ich auch nochmal interessant in dem Zusammenhang, dass die,
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Historiker, die großen Historiker gar nicht auf die Idee gekommen sind,
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dass eben Hitler unter Drogen stand und dass das aber so ein Puzzleteil war,
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was Ola durch seine Bücher oder so mit dazugefügt hat im historischen Bild von Hitler.
Ali Hackalife
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Das ist ein bisschen das Ding mit nicht auf die Idee gekommen,
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am Ende des Tages müssen die ja auch Forschungsanträge durchbekommen und ihre Forschung begründen.
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Und wenn du in den 60er und 70er Jahren versucht darüber zu forschen.
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Die Geschichtswissenschaften sind wohl in ihrer Forschung etwas konservativer, naturbedingt.
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Ich kann mir auch vorstellen, dass viele die Vermutung hatten,
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aber nicht wussten, wie sie als Forschungsantrag danach suchen können.
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Jetzt leben wir halt in der Zeit, dass es für freie Autoren möglich ist,
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in diese Archive überhaupt reinzugucken.
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Also Ola ist ja mit keiner Institution verbandelt, sondern hat eine,
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es ist eine Ein-Mann-Firma, fragt einfach mal so die Archive an, um da drin zu stöbern.
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Ist ein Geschäftsmodell, von dem vorher wenige Leute überhaupt existieren konnten.
Florian Clauß
0:53:42–0:53:46
Ja, das stimmt. Das ist dann auch wieder das strukturelle Phänomen,
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was dahinter liegt. Und dass es dann erstmal jetzt so dazu kommen konnte.
Ali Hackalife
0:53:49–0:53:54
Und viele arbeiten mit Aufarbeitung dieser Quellen. Also vor allem Geschichte
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ist natürlich auch in großen Teilen auf Englisch.
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Und dann nimmst du halt die Zusammenfassung, die jemand schon geschrieben hat
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und gehst nicht nochmal selber in die Dokumente und leihst sie aus.
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Deswegen sind da die Verzeichnisse so kurz, weil für den Amerikaner oder für
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den internationalen Forscher ist das einfache, das ist der Forschung,
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Überblick über die Dokumente zu gucken, als in die Dokumente selbst.
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Also das hatte mich gewundert, aber es ist nicht so völlig unerklärlich,
0:54:16–0:54:18
wie es dann am Anfang wirkte von wegen, wie kann es sein, dass er als Dritter
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oder Vierter erst das ausleitet.
Florian Clauß
0:54:20–0:54:25
Und dann eben bei so einem meistbeforschtesten Phänomen wie Hitler in der Geschichte.
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Das ist ja nochmal das, was dann wirklich so.
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Aber gut, wir sind jetzt so ein bisschen wieder gehüpft über die Pilze vom eigentlichen Thema.
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Nämlich das eigentliche Thema, was ich mit dir besprechen wollte, ist Essen, Kochen.
Ali Hackalife
0:54:37–0:54:37
Das Großhirn.
Florian Clauß
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Das Großhirn, genau. Die Entwicklung des Homo sapiens in der...
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Ja, das ist aber auch, das gehört dazu.
Ali Hackalife
0:54:44–0:54:47
Das ist ja tatsächlich auch faszinierend, weil das Hirnvolumen des Homo sapiens
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im Vergleich zum Neandertaler massiv abgenommen hat.
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Das heißt, wir haben es geschafft, mit weniger Hirnmasse effizienter zu werden.
Florian Clauß
0:54:54–0:55:00
Ja, aber der Homo Neandertalus, der zur gleichen Zeit gelebt hat wie der Homo
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Sapiens, der hatte mehr Gehirnvolumen.
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Aber das Verhältnis von Gewicht und Gehirn, das war beim Homo Sapiens ausgeprägter.
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Das heißt, die Energie, die der Homo Sapiens für sein Gehirn braucht,
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war höher als beim Neandertaler.
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Der Neandertaler war ja von der Bauweise so, dass der eher Proteine brauchte
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für seine Muskeln, weil der auf Kälteregionen quasi spezialisiert war.
Ali Hackalife
0:55:26–0:55:32
Und wir wissen mittlerweile, ob Neandertaler Neandertaler gegessen haben, ist schwer zu erklären.
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Aber wir wissen, dass super viele Neandertaler gegessen wurden.
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Und es ist eigentlich eher üblich, dass es Spuren an ihnen gab.
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Und es gibt eine Theorie, die ein bisschen ethischer und angenehmer klingt,
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die da besagt, dass die um Fressfeinde, also Raubkatzen, die es zu dem Zeitpunkt
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gab, und Bären und so weiter fernzuhalten, dass man deswegen das Fleisch von
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den Knochen geschabt hat.
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Aber viele Knochenreste, die wir haben, zeigen halt eindeutige Schnittmale auf,
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die man kennt, wenn man Tierknochen auseinandernehmen würde.
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Und es gibt auch Zahnspuren an Knochen.
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Das heißt, es ist relativ plausibel, dass Neandertaler gegessen wurden,
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vermutlich vom Homo Sapiens.
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Also, dass wir die aufessen konnten, weil wir unter anderem eine bessere Sprache
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hatten, eine bessere Kommunikation.
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Und Frühgeschichte ist so ein bisschen ein Ding, in das ich auch mal reingefallen bin.
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Ich hatte den Mirko Gutjahr auch mal zu Gast.
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Und das ist so ein bisschen eine der Sachen, die mich schwer fasziniert,
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weil der Homo Sapiens hat sich in den letzten 40.000 Jahren nicht so gigantisch
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viel verändert von der Art und Weise, wie wir funktionieren.
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Das ist sehr verrückt, wenn man sich dann überlegt, wie die Lebenswirklichkeit
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für diese Menschen aussah, die im Alter dieselben Knieprobleme bekommen haben und so weiter.
Florian Clauß
0:56:44–0:56:47
Ja, und vor allen Dingen, die ähnlich ausgesehen haben und auch ähnlich denken
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konnten wie wir heute. Also das heißt dann wieder so, natürlich nicht diesen
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kulturellen Hintergrund, aber,
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genauso die psychologischen, soziologischen Typen da mit drin hattest,
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wie in der heutigen Gesellschaft.
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Man hat ja immer so ein Bild von seinen Vorfahren, die dann nichts wissend und
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eben nicht diesen Stand hatten wie wir heute,
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aber eigentlich von der Physikonomie genauso sind wie wir und genauso gedacht
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haben. Das finde ich so faszinierend.
Ali Hackalife
0:57:17–0:57:21
Apropos faszinierend, ich bin fasziniert, wenn die Aufnahme wirklich gut wird.
0:57:21–0:57:24
Also ich vertraue dir und deiner Kenntnis, da Berlin ist ja auch immer laut.
Florian Clauß
0:57:25–0:57:29
Ja, wir sind hier an den Straßen, ich versuche so ein bisschen,
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das liegt daran, ich bin hier nicht zu Hause, ich weiß nicht genau, wo die guten Wege sind.
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Ich versuche die ganze Zeit zur Alster zu kommen. Ich vertraue auch auf Wondek,
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die uns da auch ganz gut die Spuren zusammenrechnen.
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Aber Essen, Kochen ist die größte Kultur, die längste Kulturgeschichte des Menschen.
0:57:51–0:57:55
Also Kochen, was ich jetzt auch nochmal so im Vorfeld zusammengelesen habe,
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vor 1,4 Millionen Jahren gab es schon Nachweise, dass eben Humanoide,
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also jetzt war Homo erectus damals,
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dass Humanoide dann auch schon gekocht haben.
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Also das heißt so, man hat Feuerstellen gefunden, aber es ist ziemlich weit.
Ali Hackalife
0:58:15–0:58:18
Ja, also da reden wir von einem Kochen, das vor allem so aussieht,
0:58:18–0:58:24
dass du in Vertiefungen, in denen Wasser sich befindet, legst du Steine,
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die aus dem Feuer kommen und kannst damit dann das Wasser erhitzen.
0:58:28–0:58:32
Also auf dem Feuer zu braten ist eine relativ, also in Anbetracht von wie lange
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es Menschen gibt, eine relativ neue Geschichte. Aber mit der Hitze von Feuer
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Dinge heiß zu machen, mit denen man dann andere Dinge heiß macht und dadurch
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leichter verdaubar, das ist richtig, das ist schon relativ alt.
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Ein großes Problem ist, dass die erste Pottery, also die erste Töpferei, die war nicht glasiert.
0:58:49–0:58:53
Und das heißt, das war halt im Wesentlichen lehmige Erde, die dann auch relativ
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schnell wieder die Substanz aufgegeben hat.
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Und ich glaube, die aktuell ältesten Funde von Töpfen sind aus China.
0:59:02–0:59:06
Und jetzt bei den Zahlen nicht ganz sicher, aber so in der Größenordnung von
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26.000 Jahre alt ist der älteste Topf, den man in China gefunden hat.
Florian Clauß
0:59:10–0:59:15
Ja, klar. Man braucht erstmal eine gewisse Infrastruktur, sage ich, um topfern zu können.
0:59:15–0:59:20
Also das heißt, da muss ja schon der Zustand, dass man eben die ganze Zeit als
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Nomaden übers Feld zieht und dann sich dann nochmal irgendwie so ein neues Lager
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auflegt, muss ja dann zu einer gewissen Selbsthaftigkeit übergegangen sein,
0:59:27–0:59:30
um dann halt auch überhaupt topfern zu können.
0:59:30–0:59:37
Das ist dann, was wir mit der Neolithischen Revolution am Ende der letzten Eiszeit haben.
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Da gibt es natürlich solche Pfunde, dass Töpfe haben, dass du Gefäße entwickelst,
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dann überhaupt das ganze Feuer auch von der Struktur her so dann domestizieren kannst.
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Ständige Stellen hast, wo Feuer dann eben genutzt werden kann.
Ali Hackalife
0:59:53–0:59:55
Auch da wieder Pilze als Zünder relevant.
Florian Clauß
0:59:58–1:00:01
Ja, Pilze und Knochen wurden, glaube ich, auch häufig verwendet.
1:00:01–1:00:06
Eine Form, wo noch nicht so das Gefäße verbreitet waren beim Kochen,
1:00:07–1:00:10
fand ich auch sehr interessant, nämlich dass quasi in Tiermägen,
1:00:10–1:00:12
Rindermägen dann gekocht wurde.
1:00:12–1:00:16
Weil ähnlich wie so eine Tüte, die kannst du ja auch aufs Feuer halten,
1:00:16–1:00:20
wenn da Wasser drin ist, dann leidet das. Dann wird da auch kein Loch reingebrannt.
1:00:20–1:00:24
So wurde halt auch der Magen vom Rind genommen und das Rind in sich selbst gekocht.
1:00:25–1:00:30
Und das waren so die ersten Praktiken, als wir noch überhaupt keine Gefäßentwicklung hatten.
1:00:30–1:00:33
Fand ich auch sehr interessant.
Ali Hackalife
1:00:33–1:00:36
Ja, auch interessant. Wir laufen jetzt an der Alster, glaube ich,
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bereits lang. Also es sieht nach Gewässer aus.
Florian Clauß
1:00:39–1:00:45
Wir sind hier an der Alster. Es zeichnet auch unseren Podcast so aus,
1:00:45–1:00:49
dass wir in vielen peripheren Teilen von Berlin unterwegs sind.
1:00:49–1:00:53
Und meistens plane ich die Route mit, weiß dann immer nicht,
1:00:53–1:00:55
wo wir sind und frage die ganze Zeit, wo sind wir jetzt?
1:00:56–1:01:01
Und ähnlich geht es mir gerade hier, also im Nebel in Hamburg in einer fremden
1:01:01–1:01:05
Stadt mit nicht meinem üblichen Podcast-Partner.
Ali Hackalife
1:01:06–1:01:10
Um nochmal aufs Kochen zurückzukommen. Joachim Ringelnatz hat ein Gedichtband
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über seine Jugend und sein Leben geschrieben, in dem er erzählt,
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wie es war, an der alten Alster groß zu werden.
1:01:17–1:01:21
Und da erzählt er, wie sie mit den Absätzen ihrer Schuhe Pfirsiche knacken und
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dann das Innere gegessen haben, weil es so bitter geschmeckt hat.
1:01:24–1:01:29
Wie gesagt, kein Biologe, aber als Botaniker würde ich davon dringend abraten, weil Blausäure.
1:01:30–1:01:35
Aber ja, Menschen und Essen ist eh faszinierend, weil Menschen essen.
1:01:36–1:01:40
Den Bogen zu mir schließen. Nicht Menschen essen, sondern ich bin komplett farbenblind.
1:01:41–1:01:44
Und eigentlich ist das so etwas, wo du in der Evolution keine guten Karten hast.
1:01:44–1:01:47
Weil das, was wir essen, schon sehr davon abhängt, welche Farben es hat. Und es gibt,
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Pilze, die sehr ähnlich aussehen und die sich nur durch eine leichte Färbung
1:01:51–1:01:53
unterscheiden und der eine macht, dass du dich den ganzen Tag erbrichst und
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der andere macht, dass du satt bist?
1:01:56–1:02:01
Oder kann man das noch essen? Das ist eine Frage, die immer in der Menschheit relevant war.
1:02:02–1:02:06
Und da ist es eigentlich sehr kontraintuitiv, dass man als Farbenblinder überlebt,
1:02:06–1:02:11
außer man ist in der Lage, irgendeinen anderen Skill der Gruppe beizufügen,
1:02:11–1:02:14
dass die Gruppe also erstmal nicht so schnell merkt, dass man nicht gut gucken
1:02:14–1:02:16
kann und dann dir weiter mit dem Essen aushilft.
1:02:16–1:02:21
Und das ist eine der Sachen, über die ich sehr viel nachgedacht habe,
1:02:21–1:02:23
weil Leben schon sehr faszinierend so im Allgemeinen.
1:02:23–1:02:26
Bei David Grabber können wir lesen.
1:02:26–1:02:31
Er hat das Buch geschrieben, The Dawn of Everything, wie die indianischen Kulturen
1:02:31–1:02:35
Nordamerikas funktioniert haben, als die Europäer auf sie getroffen sind.
1:02:35–1:02:41
Und da war halt auch ein Ding, dass Alte und Behinderte, wenn sie tatsächlich
1:02:41–1:02:43
eine zu große Last für die Gruppe waren, aussortiert wurden.
1:02:43–1:02:46
Und ich glaube, dass das etwas ist, was eher menschheitstypisch ist.
1:02:46–1:02:48
Das ist auch einer der Gründe, warum ich Angst habe vor Anarchie,
1:02:48–1:02:51
aber das ist ein anderes Thema für einen anderen Spaziergang.
1:02:51–1:02:54
Dementsprechend halte ich es für sehr plausibel, dass mit einer starken Form
1:02:54–1:02:58
von Sehbehinderung du irgendwann zu sehr außen vor bist, als dass du der Gruppe
1:02:58–1:02:59
noch etwas beitragen kannst.
1:02:59–1:03:02
Also das ist schwierig zu erklären, warum eine Gruppe, die ums Überleben kämpfen
1:03:02–1:03:07
muss von 20, 30 Individuen, dann noch den Komplettblinden mitnehmen sollte,
1:03:07–1:03:08
weil der sehr viel Aufwand bedeutet
1:03:08–1:03:11
und vor allem jemanden, der auch seine täglichen Kalorien haben möchte.
1:03:11–1:03:15
Irgendwo muss es diesen Grad geben von, du wirst zwar stark sehbehindert,
1:03:15–1:03:18
aber du kannst noch gut genug an der Gruppe teilnehmen, dass du da mitmachen kannst.
1:03:19–1:03:22
Und da fällt meine Sehbehinderung, also Akromatopsie, die komplette Farbenblindheit,
1:03:22–1:03:24
irgendwie mehr oder weniger mit rein.
1:03:24–1:03:27
Wir hatten im Vorfeld geschrieben und ich hatte dir gesagt, wir können gerne
1:03:27–1:03:29
über das Thema Kochen ohne Kucken reden.
1:03:30–1:03:34
Denn das ist so eine der Sachen, die mir passiert. Wie gesagt, ich sehe keine Farben.
1:03:34–1:03:39
Das heißt, ich sehe nicht unbedingt, was gerade in der Pfanne passiert oder im Topf.
1:03:39–1:03:46
Und das bedeutet dann entsprechend, dass man sich Praktiken aneignet. Und ich bin...
1:03:48–1:03:54
Vegetarier seit jungen Jahren. Ich habe früher mal so eine sehr liberale,
1:03:54–1:03:56
libertäre Position vertreten, von wegen, wenn ich das Tier umbringen könnte,
1:03:56–1:03:57
dann soll ich es ja auch essen dürfen.
1:03:57–1:04:01
Und dann ist mir aber irgendwann aufgefallen, ich bin aber nicht so wirklich
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in der Situation, ständig Tiere umzubringen. Vielleicht stört mich das schon ein bisschen.
1:04:05–1:04:09
Also Tiere umbringen. Und dann habe ich mich mit Videos aus der ganzen Welt
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befasst von der Lebendküche in China.
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Also wenn man Fische so aufschneidet, dass sie noch Atmen, also dass es noch
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Muskelkontraktion gibt, während sie serviert werden.
1:04:19–1:04:22
Mit Seeschlangen, die so zertrennt werden, dass sie auf dem Teller noch zucken,
1:04:22–1:04:24
also dass die Muskeln noch so Spassmann haben.
1:04:24–1:04:27
Und bin dann irgendwann gelandet bei Industrie-Schlachtung in Deutschland.
1:04:28–1:04:31
So, wie sieht das eigentlich aus, wenn bei Tönnies den ganzen Tag Schweine zersägt
1:04:31–1:04:32
werden? Was macht das mit den Menschen, die das machen?
1:04:32–1:04:38
Und dann war mir relativ über einen Abend hinweg klar, eigentlich möchte ich kein Teil davon sein.
1:04:38–1:04:42
Also ich möchte nicht, dass für mich irgendwelche ungelernten Hilfsarbeiter
1:04:42–1:04:45
aus Rumänien den ganzen Tag mit der Kettensäge Schweine halbieren.
1:04:45–1:04:50
Ja, das hat dann dazu geführt, dass ich aus einer ziemlich moralischen Abwägung
1:04:50–1:04:53
relativ jung mich für den Vegetarismus entschieden habe.
1:04:53–1:04:56
Und das war dann auch so eine der Entscheidungen, die ich nie bereut habe.
1:04:56–1:05:00
Also ich habe viele Positionen über die Zeit gehabt und verworfen,
1:05:00–1:05:04
aber der Vegetarismus ist eine der Positionen, die dann doch relativ konsequent geblieben sind.
Florian Clauß
1:05:04–1:05:08
Und die hat sich auch dann gestärkt, also mit dem ganzen Veganismus-Trend.
Ali Hackalife
1:05:08–1:05:11
Genau. Und andererseits das, also als ich damit angefangen habe,
1:05:12–1:05:15
war die Menge der vegetarischen und veganen Produkte noch sehr klein.
1:05:16–1:05:20
Das ist ja um einiges besser geworden, auch wenn da vieles auf den Markt gekommen
1:05:20–1:05:24
ist, wo ich sagen würde, dass es zu hoch verarbeitet oder versucht etwas zu sein, was es nicht ist.
1:05:24–1:05:27
Das muss jetzt nicht unbedingt für mich sein. Aber ein erfreulicher Nebeneffekt
1:05:27–1:05:31
ist, ich habe sehr wenig in meiner alltäglichen Ernährung, was gekühlt werden muss.
1:05:31–1:05:35
Gute Arbeitstage sehen so aus, dass ich irgendwo zwischendrin eine Mittagspause
1:05:35–1:05:37
mache und dann Gemüse kaufen gehe.
1:05:37–1:05:41
Und das Gemüse dann wahlweise mit Reis oder Nudeln zubereitet wird.
1:05:41–1:05:44
Und da bleibt nicht so viel über, als dass man es kühlen müsste,
1:05:44–1:05:47
weil zwei Portionen, eine Portion wird jetzt gegessen, eine Portion wird dann
1:05:47–1:05:49
später oder am nächsten Tag gegessen.
1:05:50–1:05:52
Ich führe ein Leben, das sehr wenig Kühlung braucht.
Florian Clauß
1:05:53–1:05:55
Ja, also du hast den Kühlschrank abgeschaut.
Ali Hackalife
1:05:55–1:06:00
Also wir haben einen Kühlschrank, weil Wohnsituationen, aber ich benutze ihn quasi nicht.
Florian Clauß
1:06:00–1:06:01
Okay.
Ali Hackalife
1:06:01–1:06:05
Und ich hatte vorher einen Mitbewohner, der ein sehr gutes Gespür dafür hatte,
1:06:06–1:06:09
dann auch mal in Pestogleiser mit reinzugucken und so, weil ich sehe Schimmel nicht.
Florian Clauß
1:06:09–1:06:10
Okay.
Ali Hackalife
1:06:10–1:06:12
Und du möchtest Schimmel nicht erst dann schmecken, wenn du gerade in den großen
1:06:12–1:06:14
Topf Nudeln das Pesto geleert hast.
1:06:16–1:06:19
Dementsprechend, er hatte da einen ganz guten Radar für und hat da mit reingeguckt.
1:06:19–1:06:22
Aber das sind halt so Sachen, wo ich mir immer denke, das funktioniert nur,
1:06:22–1:06:23
wenn man eine funktionierende Gruppe um sich herum hat.
1:06:24–1:06:28
Kochen ist ja nicht so richtig mechanisierbar, weil die Toleranzen,
1:06:28–1:06:30
die du beim Kochen hast, viel zu klein sind.
1:06:30–1:06:35
Also wenn ich was, vor allem wenn ich Tier zubereiten würde,
1:06:35–1:06:39
dann ist ja der Rahmen zwischen, das Hähnchen ist so roh, dass du Salmonellen
1:06:39–1:06:41
gefahrst und das Hähnchen ist so durch, dass es nicht mehr schmeckt.
1:06:41–1:06:44
Das ist ein relativ schmaler Korridor, wenn man jetzt davon ausgeht,
1:06:44–1:06:46
dass du die Verfärbung des Hähnchens nicht siehst.
1:06:46–1:06:48
Da bin ich dann irgendwann bei Airfryern gelandet.
Florian Clauß
1:06:48–1:06:54
Ja, das ist eines von deinen, wenn man dich dann auf GitHub findet,
1:06:55–1:06:57
gibt es ein paar Einträge zur Airfryer.
Ali Hackalife
1:06:58–1:07:02
Ja, ich dachte mir dann, ich möchte für mich selbst notieren, was so funktioniert.
1:07:02–1:07:06
Von Kuchenrezepten vor allem, die sind jetzt online, aber auch so generell,
1:07:06–1:07:07
ich koche mit dem Airfryer.
1:07:07–1:07:10
Der hat die schönen Angewohnheiten, die Temperaturen sind sehr konstant,
1:07:10–1:07:14
die Zeiten sind sehr konstant und die Toleranzfenster werden größer.
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Weil im Airfryer das Zeug im Zweifel dröge wird, aber nicht so schnell anbrennt.
1:07:19–1:07:23
Und das war für mich, fürs Selbstkochen, eine große Verbesserung.
1:07:24–1:07:25
Das sind so Dinge, wo ich mir dann oft denke,
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Es gibt in dem Internat, in dem ich war, gibt es Kurse zum Thema lebenspraktische
1:07:31–1:07:36
Fertigkeiten und da geht es dann darum, wie du als Sehbehinderter dir etwas zusammenkochst,
1:07:36–1:07:40
ohne es wirklich zu sehen, also wie du mehr Plattenkoordination lernst,
1:07:40–1:07:42
damit Dinge zum gleichen Zeitpunkt fertig sind und nicht alles sehr real passieren
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muss und so weiter und so fort.
1:07:44–1:07:49
Und die würden sich so viel Zeit mit einem guten Airfryer sparen,
1:07:49–1:07:54
weil einfach das Risiko, Dinge aus Versehen zu lang zu kochen.
1:07:54–1:07:57
Also Dinge zu zerkochen ist ärgerlich, aber ist nicht schlimm,
1:07:57–1:08:00
weil in Zweifel schmecken sie nicht mehr so interessant und die Konsistenz ist ein bisschen mehr.
1:08:00–1:08:04
Aber es ist nicht ungesund. Dinge zu wenig kochen, macht keinen Spaß, weil da sind sie zu fest.
1:08:04–1:08:08
Das sind so Sachen, die sich in meinem Leben dann doch bedeutend verändert haben.
Florian Clauß
1:08:08–1:08:12
Also mit einem Airfryer kannst du eine gewisse Wiederholbarkeit dann auch erreichen.
Ali Hackalife
1:08:12–1:08:16
Ich habe eine konstante Temperatur, die ich so auf dem Ofen nicht unbedingt,
1:08:16–1:08:20
also auf dem Herd nicht unbedingt hätte, weil Herd ist viel abhängiger von,
1:08:20–1:08:23
welche Pfanne verwende ich gerade, was ist die allgemeine Außertemperatur,
1:08:24–1:08:26
wie viel Öl war dieses Mal drin im Vergleich zur letzten Mal und so weiter.
1:08:27–1:08:31
Und der Airfryer macht halt, dass die Dinge einfacher reproduzierbar sind.
Florian Clauß
1:08:31–1:08:33
Gehen wir noch ein Stückchen weiter, dann kommen wir durch den Park und dann
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machen wir so einen Bogen zurück und gehen dann wieder Richtung CCH.
Ali Hackalife
1:08:38–1:08:39
Also dann links und machen einen Kreis daraus?
Florian Clauß
1:08:40–1:08:43
Genau, wir machen dann hier so ein kleiner, ich würde auch sagen,
1:08:43–1:08:45
wir sind schon ganz gut dabei.
Ali Hackalife
1:08:45–1:08:46
Ja.
Florian Clauß
1:08:46–1:08:51
Aber wir sind ja auch beim Kernthema gerade mit Kochen. Wie sieht es aus mit
1:08:51–1:08:53
deinem angebauten Gemüse?
1:08:54–1:08:59
Und hast du da bestimmte Techniken, um zu konservieren? Bist du auch in dieser
1:08:59–1:09:01
Fermentierblase mit dabei?
Ali Hackalife
1:09:03–1:09:08
Ich habe bisher eine Gemüseproduktion, die sich darauf begrenzt,
1:09:08–1:09:12
ich ziehe unterm Dach Vorkulturen, die ich dann in den für mich verfügbaren
1:09:12–1:09:14
Töpfen und Hochbilden und so weiter aussehe.
1:09:14–1:09:17
Ich glaube, wenn wir hier zum CCH zurücklaufen, sind wir in einer halben Stunde
1:09:17–1:09:19
oder so auch wieder da, oder?
Florian Clauß
1:09:20–1:09:22
Ich denke, wir brauchen weniger als eine halbe Stunde.
Ali Hackalife
1:09:24–1:09:29
Genau, ich ziehe Vorkulturen unterm Dach und die sind dann relativ gesund,
1:09:29–1:09:31
weil sie unter sehr kontrollierten Bedingungen groß werden.
1:09:32–1:09:38
Und da ist das Einzige, was ich wirklich regelmäßig kontrolliere,
1:09:38–1:09:44
sind die Stunden an Licht, die die Pflanzen hatten und die Feuchtigkeit.
Florian Clauß
1:09:44–1:09:47
Also machst du das komplett mit einer künstlichen Beleuchtung?
Ali Hackalife
1:09:47–1:09:51
Genau, ich habe Pflanzzelte im Dachboden stehen, der sonst leerer Stauraum wäre
1:09:51–1:09:54
und in denen hängen LEDs,
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LED-Paneele und ich habe Zeitschaltuhren mit HomeKit-Integration,
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dass ich vom iPhone aus die Lampen ausmachen kann und die machen dann zu den
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Zeiten, wenn die Vorkulturen ziehen,
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also die keimen ja erstmal und da ist Wärme wichtiger als das Licht,
1:10:13–1:10:16
bis auf Basilikum und andere Dinge, die Lichtkeimer sind.
1:10:16–1:10:20
Aber so bei den meisten geht es dann erstmal darum, dass sie auf so einer Wärmematte
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liegen, die ihnen vorgaukelt, dass die Aluminiumserum jetzt so 18 bis 20 Grad hat.
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Und dann sprießen sie und ab dem Moment, wo die ersten Blätter rauskommen, kommt dann Licht dazu.
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Dann ziehe ich die am Anfang mit etwas mehr Licht vor und je nachdem,
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was es für Pflanzen sind, reduziere ich das dann, damit sie keinen kompletten
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Schock bekommen, wenn sie ausgesetzt werden.
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Das ist aber in einer Dimension von, ich habe viele Chilis gehabt,
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die habe ich aber auch mit großer Begeisterung gegessen, denn Schafsessen ist sehr gut.
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Ich habe sehr viel Basilikum gehabt, daraus wurden Pestos, aber die wurden dann
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auch relativ schnell gegessen, weil wenn so ein Pesto erst mal im Haus ist,
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dann kann man das ja die ganze Woche über essen.
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Ansonsten die Gurken, die ich gezogen habe, sind auch recht gut geworden,
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aber Salatgurken sind jetzt noch nichts auf dem Level von, ich muss das jetzt
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unbedingt einlegen, sondern das war alles so, ich kann das heute ernten,
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ich kann das in der Woche essen, dann ist es weg.
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Ich habe mir auch das natürlich angeschaut, dass Leute so basteln,
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um Nahrung länger zu konservieren.
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Denn ich finde die Idee super attraktiv, dass man substanziell Nahrung anbaut.
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Da reden wir jetzt nicht von alles.
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Das ist ein Vollzeitjob und da brauchst du mehrere Leute für.
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Aber so auf dem Niveau von, also das höchste der Gefühle war bisher eine Kirschmarmelade,
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die tatsächlich auch mal länger gehalten hat.
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Weil ansonsten war es immer so, ich habe jetzt gutes Essen im Haus mit meiner Hände Arbeit.
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Ich möchte, dass es so schnell es geht alles gegessen haben.
1:11:36–1:11:41
Ich habe so ein paar Einnachgläser und ich habe auch ein paar Ideen über Dinge, die man einmachen kann.
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Also man kann ja auch viele Speisepilze gut dehydrieren oder in Öl einlegen.
1:11:45–1:11:50
Aber bisher war ich immer noch in der Situation, dass die Ernteerträge überschaubar
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groß waren. Und das war dann mehr so ein allgemeines Faszinosum.
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In den USA gibt es eine größere Influencerin, die Home Farm oder so.
1:12:01–1:12:04
Und sie zeigt halt, wie sie selbst anbaut und einlegt und so weiter.
1:12:04–1:12:11
Und die war auf einer dieser Watchlists zum Thema, ist sie ein Gateway in rechte
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Verschwörungsmythen, weil Leute, die anfangen, sich dafür zu interessieren,
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wie man seine eigenen Lebensmittel konserviert,
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die vertrauen vielleicht den Lebensmittelsupplies nicht so sehr,
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die vertrauen vielleicht dem ganzen System nicht so sehr.
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Das ist so ein bisschen ein Ding, das mich auch aktiv gestört hat.
1:12:28–1:12:34
Ich wollte wissen, wie ziehe ich Karotten in meinem Boden mit dem und dem Temperatur- und Bodenprofil.
1:12:34–1:12:38
Und ich finde jemanden, der sagt, übrigens, Karotten sind gut für deine Augen.
1:12:39–1:12:42
Ist viele Karotten, dann kannst du erkennen, wenn jemand dich anlügt, wie diese Politiker.
1:12:42–1:12:46
Ich denke, ja, okay, also die Storytime hätte es jetzt nicht gebraucht.
1:12:46–1:12:49
Du sollst mir einfach nur erzählen, welche Temperatur und welcher Boden.
Florian Clauß
1:12:50–1:12:52
Ja, da muss man Inhalte weggürzen.
Ali Hackalife
1:12:52–1:12:56
Ja, das ist so ein bisschen das Ding, dass die Leute, die Off-Grid gehen,
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von denen tun das einige, weil sie so ein Umweltbewusstsein haben oder eine Faszination dafür.
1:13:01–1:13:05
Aber richtig viele von denen tun das, weil sie eine große Ablehnung gegen den Staat haben.
Florian Clauß
1:13:06–1:13:10
Na gut, ich meine, man muss ja sagen, dass die Qualität von industriell gefertigten
1:13:10–1:13:15
Produkten, also Lebensmitteln in den USA auch wirklich sehr viel schlechter ist als in Europa.
1:13:15–1:13:21
Weil viel weniger Prüfsiegel und Qualitätsmessungen da passieren.
1:13:21–1:13:23
Also das ist schon ein Unterschied.
1:13:24–1:13:30
Aber es vermischt sich dann in so einem Bereich, wo diese Ablehnung dem Staat
1:13:30–1:13:34
gegenüber dann einfach auch so zu einer ideologischen Haltung wird,
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die man nicht heilen möchte an der Stelle.
Ali Hackalife
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Auf deiner Seite in Deutschland lernst du in den Schulen die Ernährungspyramide.
1:13:41–1:13:42
Ich weiß nicht, ob du die auch gelernt hast.
Florian Clauß
1:13:43–1:13:44
Ich habe die neulich bei meinem Arzt gesehen.
Ali Hackalife
1:13:45–1:13:50
Und diese Ernährungspyramide hat halt nichts damit zu tun, wie gut gesunde Ernährung
1:13:50–1:13:54
aussieht, sondern vor allem damit, welche Agrarsektoren in Europa groß subventioniert sind.
Florian Clauß
1:13:54–1:13:58
Ich bin jetzt von der Ernährungspyramide ausgegangen, was man eben am meisten
1:13:58–1:14:03
isst, was dann unten den Sockel bilden sollte und das ist dann Gemüse und Obst.
Ali Hackalife
1:14:04–1:14:08
Das wäre wünschenswert, aber die, mit der ich groß geworden bin,
1:14:08–1:14:10
aber Getreide sollte den Großteil ausmachen.
1:14:10–1:14:14
Da gibt es von Baskass ein sehr gutes Buch, beziehungsweise er hat zwei sehr
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gute Bücher geschrieben, Das eine Buch ist der Ernährungskompass.
1:14:16–1:14:23
Da erklärt er mal für Laien und Interessierte, was denn so gesättigte Fettsäuren
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sind und was man zu verstehen hat unter Fruktose und Laktose, Laktase und so weiter.
1:14:28–1:14:32
Also so die Basics, die man wissen sollte, wenn man bewusst essen möchte.
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Also dass man nicht dann sich fragt, komisch, warum konnte ich so schlecht einschlafen,
1:14:36–1:14:38
nachdem ich die Tüte Chips gegessen habe?
1:14:38–1:14:41
Sondern vielleicht auch ein Bewusstsein dafür entwickelt, was sind geertete
1:14:41–1:14:45
Fette und warum braucht es so lange für den Körper die zu verdauen oder warum
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kann ich mich nicht satt essen an Gurken, weil der Aufwand sie zu zersetzen
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mehr braucht, als sie an Kalorien beinhalten und dann sind sie halt im Wesentlichen Wasser.
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Das klingt vielleicht naiv, aber ich habe das halt irgendwann so mit 17,
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18 erst durch dieses Buch wirklich verstanden.
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Bis dahin war es so, ja, Mittelmeer-Diät, schon irgendwie gesund hat man gehört.
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Aber ich bin jung, mein Körper kann ausschließlich funktionieren von Marge und
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Pringles. Warum sollte ich etwas ändern?
Florian Clauß
1:15:09–1:15:14
Ja, ich muss auch gestehen, dass ich erst so seit kurzem dann darauf achte,
1:15:14–1:15:16
ordentlich diese Proteine zu essen.
1:15:16–1:15:20
Ich meine, liegt auch sicher am Alter, aber vorher hat mich das auch nicht interessiert.
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Und jetzt überlegt man, wie schafft man eine ausgewogene Mahlzeit,
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dass Kohlenhydrate, Gemüse und Proteine dabei sind. Und damit muss man sich beschäftigen.
1:15:29–1:15:34
Und das Prinzip dann auch erstmal so zu verstehen, das dauert manchmal eine Weile.
1:15:35–1:15:40
Aber bist du eigentlich auch in das Brotbacken eingestiegen mit Corona?
Ali Hackalife
1:15:40–1:15:44
Nein, also ich habe während Corona, wie gesagt, erstmal die Bibel studiert.
1:15:45–1:15:48
Und das klingt immer wie ein Witz, aber ich habe das ja wirklich gemacht.
Florian Clauß
1:15:48–1:15:54
Und 73 Bücher oder so sind die Bibel, oder? Im Verbund? Ich weiß es nicht genau.
Ali Hackalife
1:15:54–1:15:57
Also zur Bibel gehört dann ja auch zwangsläufig, dass man sich mit den Apokryphen
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befasst. Die Apokryphen sind die biblischen Geschichten, die nicht zum Kanon gehören.
1:16:02–1:16:05
Und dann fängt man an, sich anzuschauen, was war denn damals eigentlich das
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politische Thema beim Zweiten Vatikanischen Konzil, weshalb einige Bücher drin sind und andere nicht.
1:16:11–1:16:17
Der Begriff Kanon kommt ja überhaupt erst daher. Also der Kanon ist die gesammelte
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kanonische Version der Bibelbücher und heute ist das für Nerds ein völlig geläufiger Begriff zu sagen,
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ja das und das ist Star Wars Arc Kanon und so weiter.
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Hat aber eine ganz andere Tradition auf jeden Fall. Dann habe ich mit dem Gemüsezeug
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so richtig während Corona losgelegt, also dass man Quickpots kauft,
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das sind so Platten, in denen dann kleine Erdförmchen drin sind,
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in denen man dann das Saatgut aussetzen kann und so.
1:16:43–1:16:48
Und das ist so eins der Hobbys, wo du, es gibt kein Ende, also du bist dann
1:16:48–1:16:49
irgendwann an dem Punkt, dass du dich fragst,
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möchte ich vielleicht einen Reverse-Osmose-Filter haben, damit ich mein eigenes
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Wasser aufbereiten kann, weil du in Großstädten ja so Probleme hast,
1:16:59–1:17:03
dass, wenn auch nicht viel, aber durchaus ja Chemikalien zum Wasseraufbereiten
1:17:03–1:17:04
da sind, die dann immer noch da sind,
1:17:04–1:17:07
also da kannst du beliebig tief ins Rabbit Hole fallen und dann denkst du dir,
1:17:07–1:17:11
ja, aber auch wenn ich es nicht für die Pflanzen brauche, Also so eine Regentonne
1:17:11–1:17:12
aufstellen ist sehr einfach.
Florian Clauß
1:17:12–1:17:13
Ja, so ein Lüftigesystem, ja.
Ali Hackalife
1:17:14–1:17:16
Hätte ich jetzt nicht nur eine Regentonne, sondern hätte auch die Möglichkeit,
1:17:16–1:17:17
das als Trinkwasser aufzubereiten.
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Das ist so richtig. Also ich habe im Moment Aktivkohlefilter und hier von Livestraw,
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das ist eine Firma, die baut einen Strohhallen, der besteht aus sehr vielen dünnen Röhrchen.
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Und sie sagen, dass statistisch sie damit halt sehr viel grobe Verschmutzung rausmischen können.
1:17:31–1:17:34
Und sie sagen angeblich auch bakteriell, aber das ist ein statistischer Effekt. Long story short.
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Ich möchte eigentlich in der Lage sein, es nie zu brauchen, aber zu wissen,
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wie ich Trinkwasser aufbereite.
Florian Clauß
1:17:41–1:17:46
Ja, verstehe. Falls die Zombie-Apokalypse einfällt und du musst die Badewanne
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voller Wasser machen und das musst du drei Monate reichen. Und dann musst du
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mit einem Strohhalm draus trinken.
Ali Hackalife
1:17:51–1:17:55
Und da ist die Vorstellung, wenn es regnet, habe ich halt wieder 100 Liter fast
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voll, eigentlich ganz angenehm.
Florian Clauß
1:17:57–1:17:58
Ja, nee, Katastrophenschutz unbedingt.
Ali Hackalife
1:17:58–1:18:02
Ja, das ist ja, das ist dieser schmale Grat zwischen, ich bin lieber zu sehr
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vorbereitet für eine Situation, die nie eintritt, als in der Situation untervorbereitet zu sein.
Florian Clauß
1:18:06–1:18:10
Ja, das stimmt. Ich muss sagen, da ist meine Freundin auch sehr viel besser als ich.
1:18:10–1:18:14
Und ich mache mich regelmäßig darüber lustig, dass wir jetzt die drei Jahre
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alten Wasserflaschen aus dem Vorratsschrank wieder trinken müssen und sie dann neu anlegen.
Ali Hackalife
1:18:20–1:18:23
Ja, rollen nennen wir Prepper das, dass du die Dinge rechtzeitig rollst.
Florian Clauß
1:18:23–1:18:24
Ja, genau, rollen, ja.
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Aber ich bin da ganz froh und dankbar, dass sie dann so ein bisschen da den
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Katastrophenschutz überlegen hat.
Ali Hackalife
1:18:32–1:18:35
Alleine als es hieß, oh, Corona ist jetzt ein Ding. Es wird Zeit,
1:18:35–1:18:39
dass die Bevölkerung sich für einen Tag, Quatsch, für eine Woche Lebensmittel
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zu Hause einlagert. Für sieben Tage.
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Da habe ich mir gedacht, Entschuldigung, aber also, wenn wir heute alles abbrechen
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würden, dann habe ich einfach Notrationen für drei Monate. Und das sorgt dafür,
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dass man sehr viel entspannter auf Dinge schaut, wie schwankende Getreidepreise,
1:18:53–1:18:54
schwankende Speiseölpreise.
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Weil, also, es ist nicht schön, Nutrationen zu essen, aber es ist besser als nichts zu essen.
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Und das ist ein bisschen das Ding, ich habe auch einen Wikipedia-Backup.
1:19:04–1:19:07
Nicht, weil ich darin regelmäßig suche, sondern weil das nur 20 Gigabyte sind,
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die Text-Wikipedia zu haben, auf Englisch.
1:19:09–1:19:12
Und im Fall der Fälle möchte ich nicht sagen, ich hätte jetzt sagen können,
1:19:12–1:19:15
wie ich es finde, sondern ich möchte sagen, das gibt es hier zu lesen.
Florian Clauß
1:19:15–1:19:19
Ja, das ist auf jeden Fall vorausschauend, ja. Wir sind jetzt wieder an dem
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Punkt, wo wir gestartet haben, nämlich vor dem CCA.
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Das H hat sich zu einem C geformt, ja, also CCC, Chaos Communication Congress.
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Ich sage vielen Dank, Ali, für deine Zeit, vielen Dank für die Inhalte.
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Es hat mich sehr unterhalten, ja, also ich kann nur allen empfehlen,
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heute auch, auch interessant, wenn ich gerade nochmal die Kurve bekomme.
Ali Hackalife
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Danke für das liebe Shoutout. Ich habe von den Notizen, die ich mir aufgeschrieben
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habe, ungefähr noch gar keinen angesprochen.
1:19:47–1:19:50
Aber vielleicht ergibt es sich ja mal, dass man zu einem weiteren Chaos-Event
1:19:50–1:19:51
nochmal einen Spaziergang macht.
Florian Clauß
1:19:52–1:19:52
Ja, sehr gerne.
Ali Hackalife
1:19:52–1:19:56
Hat mich auf jeden Fall sehr gefreut und ich möchte nochmal den Disclaimer rausschicken.
1:19:56–1:19:58
Das ist alles so, was ich mir irgendwo zusammengesammelt habe.
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Ich bin kein Experte in irgendwas.
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Ich bin Programmierer und Künstler.
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Keine Biotipps von mir nehmen. Lese die Bücher, die ich erwähnt habe.
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Da haben schlaue Leute schlauere Dinge geschrieben.
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Danke, Flo, für deine Zeit und hat mich sehr gefreut.
Florian Clauß
1:20:10–1:20:13
Sehr gerne, vielen Dank. Bis zum nächsten Mal. Macht's gut.
Ali Hackalife
1:20:13–1:20:18
Jetzt sagen wir noch so ein paar Outtakes ein. Wie? Wer sind sie? Was ist denn das hier?

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